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Termine in Schwäbisch Hall

Wie viel Bewegung braucht das Lied?

Zur Geschichte des politischen Lieds in Deutschland spricht, singt und spielt Kai Degenhardt.

Das politische Lied ist mausetot! Es findet dort, wo es noch zu hören ist, weitgehend unterm Radar statt - jedenfalls hierzulande. Gemeint ist natürlich das linke politische Lied, das auf gesellschaftlichen Fortschritt und Emanzipation gerichtete. Linke politische Lieder erhalten ihren Charakter immer dadurch, dass sie einen Standpunkt in den jeweiligen gesellschaftlichen Kämpfen beziehen. Diese Lieder, in der Tradition vom „Pfeiferhänslein“ während des Bauernkriegs, über „König von Preußen“ über „Herwegh's Bet´und Arbeit“, über Lieder gegen den Faschismus bis zur „Microphone Mafia“ - darüber liefert der Vortrag von Kai Degenhardt einen historischen Abriss.

Die Lage wieder zu wenden, ist natürlich in erster Linie eine politische und keine musikalisch-ästhetische Aufgabe der Linken. Dazu hören wir, was die Kolleginnen und Kollegen in der Türkei, in Portugal, in Spanien oder Brasilien so machen, wo und was sie singen in den Straßen, bei Streiks und auf besetzten Plätzen.

Kai Degenhardt, geboren 1964 wurde in den 70er und 80er Jahren musikalisch sozialisiert. Er ist mit Folk, Rock, Punk, Wave und Reggea groß geworden, aber auch mit den Liedern seines Vaters Franz Josef Degenhardt sowie dem kulturellen Umfeld der linken und linksradikalen Szene. Mit seinem Vater arbeitete er auch viel Jahre als Arrangeur und Gitarrist zusammen und hat ihn von 1987 an auf sämtlichen seiner Alben und Auftritte musikalisch begleitet. Seit 1997 hat er selbst 5 Alben veröffentlicht. Das letzte „ Näher als sie scheinen“ - erschien 2012.

Degenhardt; Foto: pv

Veranstalter

club alpha 60, Die Linke, DKP, Schalmeinenkapelle, VVN-BdA (alle Schwäbisch Hall)