Bildungsregion
Schwäbisch Hall ist Bildungsregion
Schwäbisch Hall ist nach Weinheim die zweite Kommune in Baden-Württemberg, die stellvertretend für den Landkreis die Trägerschaft einer Bildungsregion übernommen hat. Im Beisein von Regierungspräsident Johannes Schmalzl fand am Mittwoch, den 23. März 2011 im Haller Rathaus die konstituierende Sitzung der Steuergruppe statt.
„Mehr denn je geht es heute darum, die best möglichen Lern- und Lebenschancen für unsere Kinder und Jugendlichen zu sichern“, betonte Regierungspräsident Johannes Schmalzl. „Der besondere Wert einer Bildungsregion liegt darin, dass sich Kommune, staatliche Schulverwaltung, außerschulische Einrichtungen und zahlreiche weitere Bildungspartner gemeinsam für ein Ziel stark machen: der Gestaltung von Bildungsbiografien ohne Brüche.“
Stadt übernimmt Trägerschaft
„Bildung ist für die Zukunft unserer Kinder von entscheidender Bedeutung, genauso wie für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. In Sachen Bildung sind wir erster Ansprechpartner: Wir sind Schulträger für die Grundschulen und alle weiterführenden Schulen, wir haben in Schwäbisch Hall verschiedene Fachschulen, die beruflichen Schulen und den Campus. Und wir sind Träger oder Standort zahlreicher außerschulischer Bildungseinrichtungen, von der Kindertagesstätte bis zur Volkshochschule, von Kirchen und Vereinen bis zum Bündnis für Familien. Akteure gibt es viele, was wir brauchen ist mehr wechselseitige Abstimmung und die gemeinsame Leitidee für ein stimmiges regionales Gesamtkontzept“, erläutert der Oberbürgermeister die Beweggründe für die Bewerbung als Bildungsregion.
Unter dem Leitmotiv "Bildung gemeinsam verantwortlich gestalten“ übernimmt die Stadt Schwäbisch Hall in Abstimmung mit den Gemeinden des Landkreises die Trägerschaft im Impulsprogramm Bildungsregionen des Landes Baden-Württemberg.
Impulsprogramm des Landes
Zusammen mit 21 Stadt- und Landkreisen und der Stadt Weinheim ist Schwäbisch Hall damit Teil eines landesweiten Netzwerkes, das sich unter dem Motto “In Verantwortlichkeiten statt in Zuständigkeiten denken und handeln“ für gelingende Bildungsbiografien stark macht.
In staatlich-kommunaler Verantwortungsgemeinschaft sollen dazu für die Qualitätsentwicklung von Schule und Bildung vorhandene Potenziale effektiv koordiniert werden. Neue Ressourcen werden erschlossen, effizient gebündelt und aktiviert. Durch Vernetzung der Bildungseinrichtungen miteinander sollen deren Profile zum einen geschärft und zum anderen aufeinander abgestimmt werden, um sich wechselseitig wirkungsvoll zu ergänzen und die Übergänge zwischen den Schul- und Ausbildungsformen zu erleichtern.
Die Bildungsregion Schwäbisch Hall wird dafür vom Land mit jährlich 45.000 Euro aus Mitteln der “Qualitätsoffensive Bildung“ gefördert. Die Stadt hat sich verpflichtet, Komplementärmittel in gleicher Höhe zur Verfügung zu stellen. Das Projekt ist bis April 2014 bewilligt.
Fokus liegt auf der Vernetzung von Schule und außerschulischer Bildung
Der besondere Fokus der Bildungsregion Schwäbisch Hall soll dabei auf der Kooperation von schulischer und außerschulischer Bildung liegen. "Bildung, Erziehung und Betreuung müssen zusammenwirken. Eine Vielzahl von Ansätzen muss zusammengeführt werden. Entscheidend wird sein, eine neue Kooperationskultur zu entwickeln und einen Wechsel vom Denken in geteilten Zuständigkeiten hin zum Handeln in gemeinsamer Verantwortung zu befördern“, betont Bettina Wilhelm, Erste Bürgermeisterin und Vorsitzende der Steuergruppe.
Kopf der Bildungsregion ist die Steuergruppe
Bettina Wilhelm, Erste Bürgermeisterin (Vorsitz)
Dr. Roland Plehn und Pamela Placzek, Regierungspräsidium Stuttgart
Ursula Stock, Staatliches Schulamt Künzelsau
Thomas Haag, Sozialdezernent Landkreis Schwäbisch Hall
Harald Rilk, Bürgermeister Stadt Crailsheim
Stefan Ohr, Bürgermeister Stadt Kirchberg für die Gemeinden im Landkreis
Wolfgang Binnig, Bürgermeister Gemeinde Michelfeld für die Gemeinden im Landkreis
Thomas Gerstenberg, Geschäftsführer der Bildungsregion und Leitung des regionalen Bildungsbüros.
Eine Erweiterung der Steuergruppe durch beratende Mitglieder ist optional vorgesehen.
Bildungsbüro eröffnet im Haus der Bildung
Das regionale Bildungsbüro wird im Haus der Bildung eingerichtet, das am 10. September feierlich eröffnet wird. Unter einem Dach mit Musikschule, Stadtorchester, Volkshochschule, Pro Familia und weiteren Beratungsangeboten soll hier das Netzwerk der gemeinsamen Bildungsverantwortung geknüpft und auf kurzen Wegen entwickelt und gefördert werden. Das Personal-Konzept für die Bildungsregion sieht 1,4 Personalstellen vor.
Suche
Kontakt
Außerschulische BildungSeite empfehlen
Versenden Sie eine Empfehlung dieser Seite mit unserem Formular.









