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Neue Abwassergebühren

Niederschlagswassergebühren



Rückwirkend zum 01. Januar 2010 wird in Schwäbisch Hall die Niederschlagswassergebühr (gesplittete Abwassergebühr) erhoben. Die Abrechnung der Schmutzwassergebühren wird weiterhin von der Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH vorgenommen. Die Abrechnung der Niederschlagswassergebühr erfolgt durch die Stadt Schwäbisch Hall Abteilung Abwasserbeseitigung.

Die Schmutzwassergebühr berechnet sich wie bisher nach dem Frischwasserverbrauch in €/m³, allerdings verringert um die Kostenanteile für die Niederschlagswasserbeseitigung. Die Niederschlagswassergebühr berechnet sich auf der Grundlage der befestigten und abflusswirksamen Fläche eines Grundstücks in €/m². Die Größe der auf einem Grundstück bebauten, befestigten und am öffentlichen Abwasserkanal angeschlossenen Flächen bestimmt die Höhe der Niederschlagswassergebühr. Für die bebauten und befestigten Flächen gibt es unterschiedliche Versiegelungsfaktoren, um dem Einzelfall in möglichst großem Umfang gerecht zu werden. Die Summe der abflussrelevanten Grundstücksfläche ergibt sich aus der Multiplikation der be- bzw. überbauten und befestigten Flächen mit dem jeweiligen Versiegelungsfaktor entsprechend der Abwassersatzung.

Die Niederschlagswassergebühr wird entsprechend der tatsächlichen Inanspruchnahme berechnet und  fördert so die ökologisch gewünschte Entsiegelung der Flächen. Soweit dies schadlos möglich ist, sollte unbelastetes Niederschlagswasser ortsnah dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden, z.B. durch Versickerung oder direkte Einleitung in Gewässer. Die Niederschlagswassergebühr bietet Anreize, bei neuen Bauvorhaben Grundstücke möglichst nicht zu befestigen und bei bestehenden die Versiegelung von bereits befestigten Flächen rückgängig zu machen. Veranlagt werden nur Flächen, die auch tatsächlich Niederschlagswasser über Rohre, durch Leitungen, offene Gräben, über Wege oder auf Grund des Geländegefälles (z.B. eine zum Straßeneinlauf geneigte Einfahrt) in die öffentliche Abwasseranlage einleiten. Rasen, Pflanzinseln, Beete und Flächen ohne Abfluss bleiben unberücksichtigt. Die Kosten der Objekte im städtischen Besitz (Hallen, Schulen, Verwaltungs- und Betriebsgebäude usw.) sowie die Entwässerungsgebühren für öffentliche Straßen, Wege und Plätze werden von der Stadt getragen. Die Splittung der Abwassergebühr bedeutet keine Gebührenerhöhung. Die Stadt erzielt dadurch keine Mehreinnahmen.