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Pressearchiv 2010

19.10.10

Land lässt Region Schwäbisch Hall–Hohenlohe im Stich

Landesverkehrsministerin Tanja Gönner bestätigt in einem Antwortschreiben an Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim, dass vom Land keine Verbesserungen bei der Verkehrsinfrastruktur geplant sind.

„Der zweigleisige Ausbau der Murrbahn und die Elektrifizierung der Hohenlohebahn bis Schwäbisch Hall alles Aufgabe der DB Netz AG, das Bahnhofsmodernisierungsprogramm reiche gerade mal für 10 Prozent der Bahnhöfe und Schwäbisch Hall sowie andere Bahnhöfe des Raumes seien leider nicht dabei, der sechsspurige Ausbau der A6 zwischen Kupferzell und der Landesgrenze vertagt auf die nächste Bedarfsplanfortschreibung, der Weilertunnel weiter geschoben, das Zukunftsthema Elektromobilität für unsere Region nicht aufgegriffen – die Landesregierung lässt uns infrastrukturell im Stich“ zeigt sich Oberbürgermeister Pelgrim enttäuscht von der Antwort der Ministerin auf sein Schreiben, in dem er noch einmal auf den erheblichen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf der Verkehrsinfrastruktur in der Region hingewiesen hatte. Im Entwurf für den neuen Verkehrswegplan sind hier weder für die Schiene noch für die Straße konkrete Maßnahmen vorgesehen.

Das Schreiben bestätige nur den Ist-Zustand, ohne konkrete Maßnahmen für eine Änderung aufzuzeigen. Die schlechte Anbindung und Ausstattung werde damit für die nächsten 10 bis 15 Jahre fortgeschrieben, der Raum Schwäbisch Hall – Hohenlohe erleide Stillstand. „Und was nützt ein neuer Bahnhof in Stuttgart, wenn die Anbindung der Region immer mehr zu wünschen übrig lässt“, fragt Pelgrim. Allmählich dränge sich der Eindruck auf, ob wir nicht für ein Projekt „H 21“ auf die Straße gehen müssen, um Änderungen herbei zu führen.