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Pressearchiv 2010

13.12.10

Erfolg beim Clusterwettbewerb des Landes - Lebensmittelcluster startet in 2011

Nach 2008 war die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Schwäbisch Hall (WFG) mit einem neuen Wettbewerbsbeitrag zum Clusterwettbewerb des Landes BW erfolgreich. Der diesjährige Beitrag wurde gemeinsam mit den Großen Kreisstädten Crailsheim und Schwäbisch Hall eingereicht. Ab Mitte 2011 soll ein professionelles Management für das Lebensmittelcluster SHA eingesetzt werden.

„Dass unsere WFG nach 2008 beim 2. Clusterwettbewerb wieder erfolgreich war zeugt von deren Professionalität“, freut sich Landrat Gerhard Bauer. „Besonders freut es mich aber, dass wir gemeinsam mit den Großen Kreisstädten Crailsheim und Schwäbisch Hall sowie zahlreichen namhaften Lebensmittelproduzenten und –veredlern bereits in dieser ersten Stufe der Antragstellung so schlagkräftig waren“, führt Landrat Bauer weiter aus. Tatsächlich hat sich das Team der Wirtschaftsförderer aus Schwäbisch Hall und Crailsheim gegen namhafte Institute aus ganz Baden-Württemberg durchgesetzt. So kam es dann auch, dass Wirtschaftsminister Ernst Pfister am Nikolaustag beim 4. Cluster-Forum in Stuttgart eine Urkunde an das erfolgreiche Team übergab (siehe Bild). „Dass wir erfolgreich waren liegt einerseits sicherlich an dem gewählten Themenfeld, der Lebensmittelwirtschaft“, weiß Helmut Wahl, Geschäftsführer der WFG. Die Lebensmittelbranche ist in Deutschland nach dem Maschinenbau der zweitgrößte Arbeitgeber mit ca. 5.800 Unternehmen. In der Statistik nicht berücksichtigt sind die zahlreichen Handwerksbetriebe (Bäcker, Metzger etc.) mit weniger als 30 Beschäftigten. “Im Landkreis Schwäbisch Hall sind in dieser Branche über 3.600 Beschäftigte tätig. Mit den vor- und nachgelagerten Bereichen liegt die Beschäftigungszahl noch viel höher“, ergänzt Wahl. Trotz dieser großen Anzahl an Beschäftigten und der zahlreichen großen und kleinen Lebensmittelproduzenten im Landkreis gibt es bisher keine gelebte Clusteridentität bzw. –kommunikation. „Das soll mit dem „Lebensmittelcluster SHA“ besser werden“, so Helmut Wahl und führt weiter aus, „gemeinsam mit den Wirtschaftsfördererkollegen der Städte Crailsheim und Schwäbisch Hall wollen wir in den nächsten Jahren ein professionelles Clustermanagement aufbauen.“ Die Akteure haben sich große Ziele gesetzt. Das Lebensmittelcluster SHA soll zu einem überregional führenden, integrierten Produktions-, Forschungs- und Entwicklungsstandort im Bereich der Lebensmittelproduktion entwickelt werden. Dazu sollen Cluster-Strukturen aufgebaut und eine Plattform für Vernetzung und Kooperation zwischen Wirtschaft, Hochschulen/Forschung/Entwicklung und öffentlichen Institutionen geschaffen werden. Innovationsbarrieren sollen aufgebrochen und der Ausbau des Wissensmanagements vorangetrieben werden: Außerdem sollen die Unternehmen, sowie die Förderung und Qualifizierung von Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte im Bereich der Lebensmittelproduktion unterstützt werden um so auch den Fachkräftebedarf der Branche decken zu können. Ziel ist es auch, Berufe wie Bäcker, Metzger, FleischereifachverkäuferInnen, Koch und Köchinnen in den Fokus der Jugendlichen zu rücken.

Bevor jedoch all diese Ziele verfolgt werden können muss zunächst noch ein förmlicher Antrag auf die in Aussicht gestellten Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro gestellt werden. Dass dies noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird ist sich Heinz Kastenholz, Projektleiter bei der WFG, sicher. Er hat den Antrag gemeinsam mit den beiden Wirtschaftsförderern Dr. Jürgen Ludwig (Crailsheim) und Klaus Lindenmeyer (Schwäbisch Hall) ausgearbeitet und eingereicht.

Info: Cluster können aus ökonomischer Sicht als Netzwerke von Produzenten, Zulieferern, Forschungseinrichtungen (z. B. Hochschulen), Dienstleistern (z. B. Design- und Ingenieurbüros), Handwerkern und verbundenen Institutionen (z. B. Handelskammern) mit einer gewissen regionalen Nähe zueinander definiert werden, die über gemeinsame Austauschbeziehungen entlang einer Wertschöpfungskette (z. B. Automobilproduktion) entstehen. Die Mitglieder stehen dabei über Liefer- oder Wettbewerbsbeziehungen oder gemeinsame Interessen miteinander in Beziehung.