Pressearchiv 2010
Bereits der 19. Einsatztag für Winterdienst – Priorität für Haupt- und Durchfahrtsstraßen
Kalendarisch hat der Winter noch gar nicht begonnen. Und doch sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Werkhofs bereits den 19. Tag im Einsatz, um Straßen und Gehwegen von Schnee und Eis zu räumen. Der frühe und anhaltende Wintereinbruch hat die Salzvorräte bereits deutlich reduziert. Da der Winter noch lang werden kann und der Salznachschub aufgrund begrenzter Förderkapazitäten der Salzbergwerke nicht mit dem Verbrauch Schritt hält, muss das Streugut sparsam verwendet werden. Entsprechend der Winterdiensteinsatzplanung werden vorrangig Haupt- und Durchfahrtsstraßen geräumt und gestreut. Danach kommen Wohnsammelstraßen und Steilstrecken sowie extrem gefährliche Stellen. Erst im Anschluss werden die Nebenstraßen geräumt, aber nicht gestreut.
An Extremtagen werden bis zu 150 Tonnen Salz auf den städtischen Straßen, Plätzen und Wegen verbraucht, wenn wie auch in diesem Winter im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet werden muss.. „Aber natürlich können im Winter keine sommerlichen Straßenverhältnisse mit Komfortgarantie für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer geschaffen werden,“ appelliert Rolf Wellinger an die Einsicht und Vernunft. Rücksichtnahme sei hier besonders gefragt. Dies gelte auch für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Zweiräder.
Der Werkhof bittet um Verständnis, dass die Vorräte in den Streugutkisten entlang den Straßen für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Handräumstrecken bereitgestellt und deshalb verschlossen sind. Für die Bürgerinnen und Bürger gilt weiter das Angebot, sich auf dem Bauhof in der Daimlerstraße mit Splitt in haushaltsüblichen Mengen kostenlos zu versorgen.
In Siedlungsstraßen ist es für die Räummannschaften immer wieder sehr schwierig, mit den Schneepflügen einzufahren, da abgestellte Fahrzeuge die Durchfahrt unmöglich machen. „3,80 Meter müssen schon vorhanden sein, um im Einsatz sicher und verantwortlich arbeiten zu können,“ so Rolf Wellinger. Viele dieser Straßen ließen sich nicht räumen, da eine durchgehende Reihe geparkter Fahrzeuge auf der einen Seite und ein Gehweg gegenüber die seitliche Ablage des Schnees oft unmöglich machen. In engen Straßen und Sackgassen können Räumfahrzeuge unter Umständen überhaupt nicht einfahren. Deshalb rät der Werkhofleiter, jeden möglichen Stellplatz auf dem eigenen Grundstück zu räumen, um parkende Fahrzeuge aus dem Straßenraum heraus zu bekommen. Dabei sollte der Schnee aber nicht aus Einfahrten und Stellplätzen auf die geräumte Straße hinaus verfrachtet werden, sondern auf dem Grundstück bleiben.
Informationen bei: Werkhof, Rolf Wellinger
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