Pressearchiv 2010
Alpine Umgebung fördert kommunalen Austausch
Die sitzungsfreie Zeit in den Sommerferien nutzen rund 20 sozialdemokratische Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aus ganz Baden-Württemberg für einen dreitägigen Aufenthalt auf der Neuen Heilbronner Hütte im österreichischen Verwall. Eingeladen hierzu hatte die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik e. V. (SGK), in der landesweit über 2.100 sozialdemokratische und SPD-nahe Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister organisiert sind. Neben Wandertouren und die Besteigung der 2.779 Meter hohen Gaisspitze standen Gespräche über kommunale Themen auf dem Programm.
Mit dabei war auch der Schwäbischer Haller Oberbürgermeister und SGK-Landesvorsitzende, Hermann-Josef Pelgrim. „Jede Kommune in Baden-Württemberg muss den Demographischen Wandel und bei knappen Finanzen die Herausforderungen in der Bildungs- und Sozialpolitik bewältigen“, so Pelgrim. Kommunalpolitik lebe auch davon, dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und unterschiedlichem Erfahrungsschatz ins Gespräch kommen und sich austauschen können. „Einen solchen Austausch zwischen Stadträtinnen/ Stadträten und Bürgermeisterinnen/ Bürgermeistern, Kommunalen aus kleinen Dörfern und großen Städten, Jungen und Älteren versuchen wir mit Ausfahrten wie dieser zu ermöglichen.“
Für den Haller Oberbürgermeister sind Weitsicht und unkonventionelles Denken gerade in der Kommunalpolitik unabdingbar: „Städte und Gemeinden leiden massiv unter der Politik der schwarz-gelben Bundesregierung und dem permanenten Griff der Landesregierung in kommunale Kassen. Aber Protestieren allein hilft nichts. Nur wer auch bereit ist, um die Ecke zu denken, kann seine Stadt mit neuen Lösungen nach vorne bringe.“
Und wo kann man besser die Gedanken schweifen lassen, als in den Bergen: „Viele glauben gar nicht, wie inspirierend drei Tage auf einer Alpenvereinshütte sein können“, meinte die Heilbronner Stadträtin und Landesgeschäftsführerin der SGK Baden-Württemberg Tanja Sagasser. „Ob es die alpine Fernsicht, die körperliche Anstrengung oder die bunt gemischte Gruppe war: Jeder von uns hat im Gespräch mit den anderen gute Anregungen für die weitere politische Arbeit mit nach Hause genommen.“
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