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Aktuell

11.10.2017

Wohnungsbrand - 95-Jähriger tätigt eigenen Löschversuch


Am gestrigen Mittwochabend gegen 20:10 Uhr hatten die Kameradinnen und Kameraden der Abteilung West gerade eine Brandübung beendet, als um 20:13 Uhr ihre Meldeempfänger ertönten.

Diese Zeigten das Alarmstichwort ``Brand2 - Wohnungsbrand``, mit einer Adresse nur wenige Straßenzüge von der gerade beendeten Übung entfernt an.

Rasch wurde das nötigste für den Brandeinsatz zusammengepackt und auf die Fahrzeuge verladen und die Einsatzstelle angefahren.

Etwas früher als der Löschzug traf der Einsatzleiter an der Einsatzstelle ein.
Schon unterwegs hatte er, per Funk die Information erhalten, dass sich noch jemand in der Wohnung befand.

Darum ging er direkt in das Treppenhaus des Gebäudes vor, hier traf er eine Nachbarin an, welche ihm berichtete, dass wohl noch ein 95 Jahre alter Mann in der Brandwohnung im Dachgeschoss sei.
Der Gehbehinderte Herr versuchte in der dicht schwarzverrauchten Wohnung den Brand im Bad, unter Zuhilfenahme einer großen Küchenschüssel selbständig zu löschen und wollte seine Wohnung auch nicht verlassen.
Erst mit der Hilfe zweier Nachbarn gelang es den Herrn endgültige die Treppe herunter und aus dem Gefahrenbereich zu bringen.

Der Brand begrenzte sich noch auf die im Badezimmer befindlichen Wäschekörbe, deren Inhalt, Waschmittelverpackungen etc. und konnte von einem Trupp unter Atemschutz, mittels Kleinlöschgerät dann rasch gelöscht werden bevor sich der Brand weiter ausbreiten konnte.
Denn noch wurde ein Großteil der Wohnung schwer beschädigt.

Durch den eigenmächtigen Löschversuch des Bewohners und die offen stehenden Zimmertüren konnte der dichte Qualm in sämtliche Räume der Wohnung dringen und sich auf und in sämtlichen Tapeten, Möbeln, Teppichen, Geräten etc. in Form von starkem Geruch und Ruß niederschlagen.

Die Wohnung wurde zwar nach den Löscharbeiten belüftet, dennoch ist der Schaden immens.

Der Brandraum wurde nach der Belüftung durch die Feuerwehr ausgeräumt.
Brandursache vermutlich ein elektrisches Heizgebläse.

Der 95-jährige Bewohner wurde noch Vorort von einem Notarzt behandelt und anschließend mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.  


Nach zirka einer Stunde war der Einsatz der Feuerwehr beendet.

 

 
Im Einsatz waren:

 

Das DRK Schwäbisch Hall;

  • ein NEF
  • ein RTW

 
Die Polizei Schwäbisch Hall;

  • ein Streifenwagen