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Folgeseite-Rettungstag
Hauptversammlung 2009 am 12.03.2010 in Gailenkirchen
Unter großer psychischer Belastung:
Fünf Haller Feuerwehrleute wurden 2009 bei Einsätzen verletzt
26 Menschenleben rettete die Haller Feuerwehr 2009. Die Belastung für die aktiven Mitglieder war sehr hoch. Stadtbrandmeister Volker Damm gab bei der Jahreshauptversammlung einen umfassenden Rückblick.
Die Haller Feuerwehr sei personell konstant. In sieben Abteilungen sind 313 Aktive, 74 Jugendliche gehören zu vier Jugendfeuerwehrgruppen. Es werde immer schwieriger, Bürger für diese ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen, berichtete Damm. Angesprochen werden müssten diejenigen, bei denen dieses Engagement wenig oder kein Verständnis hervorrufe.
Im Jahr 2009 gab es 308 Einsätze. Dazu gehörten 54 Brandeinsätze und 125 technische Hilfeleistungen mit 29 Unfällen mit Personen. 26 Menschenleben konnten gerettet werden, für drei Personen kam jede Hilfe zu spät. Fünf Feuerwehrleute wurden verletzt. Besonders groß war die Belastung, auch psychisch, im Juni 2009: 41 Mal wurde die Feuerwehr gerufen. Zwei Menschen konnten nur noch tot geborgen werden, zwei weitere starben kurz nach der Rettung.
Dank gab es von Damm für die Unterstützung der Stadt bei den Beschaffungen. Gut besucht wurden Lehrgänge, 23 wurden im Kreis und außerhalb wahrgenommen. Dank sagte Damm den Mitarbeitern der Integrierten Haller Leitstelle und dem Rettungsdienst des DRK. Man habe 2009 neue richtungweisende Kooperationen zwischen Feuerwehr und DRK beschlossen.
Über die Jugendfeuerwehr berichtete stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart Stefan Schneider. Es gibt 74 Mitglieder, darunter 13 Mädchen. 2550 Stunden wurden 2009 für die Arbeit der Jugendfeuerwehr aufgewendet. Schneider dankte dem langjährigen Kassier Andreas Kurz für seine Arbeit. Die Aufgabe übernimmt Ulrike Haas. Über die Finanzen informierte Kassenverwalter Ulrich Löhr. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
Gewählt wurde als zweiter stellvertretender Kommandant: Christoph Wenger
Der Feuerwehrbereich werde in den nächsten Jahren ein Investitionsschwerpunkt sein, sagte Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim. "Ich hoffe, dass wir die Mittel für den Bau der Gebäude im Westen und Osten bereitstellen können." Ziel sei, 2013 wenigstens eine der Investitionen abgeschlossen zu haben. Er dankte insbesondere den Arbeitgebern, dass sie bereit seien, Mitarbeiter für diese Arbeit freizustellen.
Über die Stadtgrenze hinaus habe sich die Haller Feuerwehr im Bereich von Gefahrgut- und Strahlenschutzeinsätzen sowie bei Spezialrettungen eingebracht, berichtete Erster Landesbeamter Michael Knaus. Im Kreis gebe es insgesamt 3294 aktive Feuerwehrleute. Auch der Landkreis kämpfe für die Bereitstellung der Landesmittel zum Bau der Feuerwachen Ost und West. Den Digitalfunk werde es wohl bis zum Ende seiner Dienstzeit 2022 nicht geben, war seine Prognose. Dass Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen von Kommunen bei Betroffenen künftig abgerechnet werden können, wurde von ihm positiv bewertet.
Der Vorsitzende des Haller Kreisfeuerwehrverbandes, Werner Groß, wird im Juni 2010 seine 18-jährige Arbeit beenden. 670 Jugendliche gebe es im Landkreis bei den Feuerwehren. Es sei schwierig, junge Menschen bei dieser Aufgabe zu behalten. Die Feuerwehren bezeichnete er als die wirtschaftlichsten und günstigsten Institutionen im Land.
"Wir Alterskameraden möchten uns noch aktiv in die Feuerwehr einbringen", sagte Gerhard Braun, Kreisobmann der Altersabteilung, in seinem Grußwort. Hall hat 52 Mitglieder. "Diese Abteilung ist eine der aktivsten im Landkreis." Es gebe 530 Kameraden im Kreis, darunter 22 Frauen, im Alter zwischen Mitte 40 bis über 80 Jahre. Vorbildlich nannte Braun die Seniorenarbeit im Haller Feuerwehrmuseum.
Text: Haller Tagblatt









