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Folgeseite-Rettungstag

07.04.09

Feuerwehr Schwäbisch Hall beim NATO-Gipfel

Für die Sicherheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama und der übrigen Teilnehmern des Nato-Gipfels am vergangenen Wochenende in Straßburg und Kehl haben auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Hall gesorgt.

Das Land hatte insgesamt vier ABC-Erkunder samt Personal und Ausrüstung zur Ergänzung der Analytischen Task Force (ATF) angefordert. Die Analytische Task Force bestand aus Angehörigen der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg, der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Mannheim, der Berufsfeuerwehr Hamburg und dem Landeskriminalamt Berlin. sowie den Freiwilligen Feuerwehren Heidenheim, Öhringen, Schwäbisch Hall, Waldshut-Tingen und Sigmaringen. Aufgabe der ATF war die präventive stationäre und mobile analytische ABC-Luftüberwachung in den Einsatzabschnitten Baden-Baden am Freitag und Kehl am Samstag. Messtechnisch war die Truppe darauf vorbereitet, atomare, biologische oder chemische Gefahrstoffe festzustellen, bei Bedarf zu identifizieren und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Außerdem wurden mobile Trupps als Erkunder beziehungsweise zur schnellen Analyse von Gefahrstoffen für den Fall vorgehalten, dass Einsatzkräfte mit Chemikalien angegriffen werden.

Von Freitagmittag bis Samstagabend war der ABC-Erkunder der Feuerwehr Schwäbisch Hall besetzt mit den Haller Fachkräften Gerd Sommer, Christian Ott und Ulrich Kübler vor Ort. Unterstützt wurden sie von Sascha Schneider von der Berufsfeuerwehr Mannheim. Der erste Einsatzort war an der Randzone des Sperrgebietes in Kehl-Sundheim am Flugplatz zur ABC-Überwachung.

Am Flugplatz war ein Kommen und Gehen von Polizeihubschraubern, Luftbeobachtern und Medienvertreter die dort aus aller Welt eintrafen und mit Bussen weiter transportiert wurden.

Der Ernstfall ist für die Schwäbisch Haller Kameraden bis kurz vor der Rückfahrt nicht eingetreten. Hektisch wurde es erst, als der Einsatz eigentlich schon so gut wie abgeschlossen war. Zuerst kam über das Innenministerium und das Regierungspräsidium ein Hilfeersuchen der Präfektur aus Straßburg, die befürchtete, dass bei den Krawallen auch giftige Luftschadstoffe freigesetzt worden sein könnten. Die bereits auf der Rückfahrt von Kehl nach Rastatt befindlichen Einsatzkräfte wurden erneut nach Kehl geschickt.

Bei den Messungen auf der Rheinbrücke zwischen Kehl und Straßburg wurden aber „nur" die brandüblichen Schadstoffe in der Luft festgestellt.

Die Bevölkerung vor Ort ist durch den Nato-Einsatz übrigens nicht schutzlos geblieben: Die Feuerwehr Schwäbisch Hall war mit den weiteren ABC-Kräften und Ausrüstung am Standort Schwäbisch Hall jederzeit einsatzbereit.