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Folgeseite-Rettungstag

08.09.08

Helfer geben Einblick in ihre Arbeit

Ganz wohl ist sich Werner Hornberg nicht in seiner Haut. Er ist das "Opfer" bei der Unfalldemonstration. Zum Tag der offenen Tür der Haller Feuerwehr und Polizei sind viele Interessierte gekommen.

Das ausgerechnet direkt vor der Haller Feuerwache in der Salinenstraße ein schwerer Unfall geschieht, dürfte eher selten sein. Doch zur Vorführung steht nun ein alter Wagen, Feuerwehrmann Werner Hornberg sitzt darin. Den Notruf setzt eine Zuschauerin ab. "Hier vor der Haller Feuerwache ist ein Unfall passiert", spricht Kirstin Klenk aus Bibersfeld ins Telefon.
 
Die Leitstelle alarmiert die Feuerwehr. "Das dauert jetzt. Die Feuerwehrleute müssen erst zur Wache fahren, sich umziehen und fahren dann los", erklärt Moderator Ferdinand Schäfer von der Haller Feuerwehr, warum eine kurze Zeit lang gar nichts geschieht. Dann geht es aber umso schneller. Der sogenannte Vorausrüstwagen der Haller Wehr fährt auf den Hof. Die Männer bringen ihre Geräte in Stellung.
 
Das Rote Kreuz ist auch schon vor Ort. Während die Feuerwehrleute das Auto dafür vorbereiten, das Dach abzunehmen, legen die medizinischen Helfer Infusionen. Mit einer hydraulischen Schere werden die Dachholme durchgetrennt. "So ist es möglich, den Patienten ohne weitere Verletzungen zu retten", erklärt Schäfer, warum dieser Aufwand betrieben wird. Das Ergebnis sehen die vielen Zuschauer kurz darauf: Hornberg kann sich nicht mehr rühren, ist auf einem Brett festgeschnallt. Weitere Schäden für die Wirbelsäule sind so ausgeschlossen.
 
Doch nicht nur Feuerwehr und Rotes Kreuz zeigen an diesem Tag, was sie leisten. Viele Zuschauer hat auch die Rettungshundestaffel bei ihrer Vorführung. Und selbst die benachbarte Polizei hat ihre Tore geöffnet. Das gilt auch für einen besonderen Bereich: die Raumschießanlage. "Die ist normalerweise nicht für Publikum geöffnet", erklärt Hermann Schüttler, Pressesprecher der Polizeidirektion Schwäbisch Hall. Dort trainieren die Beamten den Umgang mit der Schusswaffe.
 
Draußen ist ein Fahrzeug aufgebaut, dass viele Autofahrer kennen - aber meist zu spät sehen: das zivile Messfahrzeug, in dem sonst die Beamten sitzen und über Lichtschranken die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Wagen messen. Gegebenenfalls führt ein "Blitz" zu einem ungewünschten weil teuren Foto.
 
Spiel und Spaß gibts auch für die kleinen Besucher. Sie dürfen in einem Geschicklichkeitsparcours Punkte sammeln.

Text: Haller Tagblatt

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