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Folgeseite-Rettungstag

07.11.11

Atemschutzgeräteträger Fortbildung bei IFRT in Külsheim

Am 15. und 16. Oktober fand eine Fortbildung für Atemschutzgeräteträger in der Heißausbildungsanlage der Firma IFRT in Külsheim statt.

Tag 1: Es war Samstagmorgen 7.00 Uhr als sich 18 Feuerwehrkameradinnen und Kameraden der Gesamtfeuerwehr  Schwäbisch Hall auf den Weg nach Külsheim machten. Vor ihnen lagen zwei spannende und lehrreiche Tage. Nach 1,5 Stunden Fahrt waren sie auch schon an der  Brandsimulationsanlage der Firma IFRT (International Fire and Rescue Training), welche auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände liegt, angekommen.  Dort wurden sie bereits von 5 Ausbildern und den 2 Gründern der Firma Björn Bäuerle und Stefan Feucht erwartet. Nach einer kurzen Vorstellung und ein wenig Theorieunterricht ging es rein in die Schutzklamotten und zur Übungsanlage.

Nach einer kurzen Einweisung in den Überseecontainerkomplex mussten sich die Teilnehmer im ersten Durchgang erst einmal an die “Wärme“ gewöhnen. Weitere Durchgänge mit Rauchgasdurchzündungen folgten und mussten entsprechend gelöscht werden. Was bei einer falschen Löschtechnik geschieht, wurde von den Ausbildern eindrucksvoll demonstriert. Nachdem jeder einmal die Löschtechniken ausprobieren konnte ging es wieder raus ins Freie, Gerät ablegen, Pause machen und Trinken. Nach jedem Durchgang wurde gemeinsam mit den Ausbildern alles Negative sowie Positive besprochen.  Vor dem Mittagessen fand noch kurz ein Strahlrohrtraining statt.

Gestärkt ging es zurück zur Brandübungsanlange wo es gleich heiß weiter ging. Vor dem Mittagessen waren die Kameradinnen und  Kameraden im sogenannten  “geschlossenen System“, heißt die Brandkammer kann vom Rest des Container durch eine Türe getrennt werden. Nun aber ging es ins “offene System“, sprich das Feuer ist direkt vor einem ohne Schutz, außer der Schutzkleidung und dem Wasser.  Hier zeigte sich deutlich ob jeder die richtige Löschtechnik beherrscht. Nachdem Alle durch waren, gab es wieder einen Stuhlkreis um Erfahrungen auszutauschen und den Tipps der Ausbilder zu lauschen. Dann nur noch Aufräumen und ab in die Kaserne. Nachdem jeder frisch geduscht war ging es gemeinsam zum Abendessen wo man sich zusammen mit den Ausbildern über die Eindrücke des Tages sowie Erfahrungen aus Einsätzen und Übungen austauschte. Nach einer Weile machte sich allgemeine Müdigkeit breit und das Bett war nicht weit.

Tag 2: 8.00 Uhr aufstehen und ab zum Frühstück, Kräfte sammeln für den Tag. Da am zweiten Tag Einsatzübungen mit den eigenen Fahrzeugen auf dem Plan standen, fuhren 4 Maschinisten bzw. Gruppenführer bereits um 7.00 Uhr in Schwäbisch Hall mit dem LF 16/12-2 und LF 10/6 los um pünktlich bei den Kameraden in Külsheim anzukommen. Nach kurzer Besprechung des Tagesablaufs erneut in die Schutzklamotten und die Fahrzeuge einsatzbereit machen. Die erste Übung stand an, zwar ohne Feuer und Wärme, aber die Zimmer und Flure eines ehemaligen Unterkunftsgebäudes waren verraucht um es den Teilnehmern nicht allzu leicht zu machen. Nach einer kurzen Übungsnachbesprechung hieß es wieder zusammenpacken. Die erste „heiße“ Übung stand an. Einsatzstichwort Küchenbrand: Eine Frau und ein Kind wurden vermisst. Spannung machte sich im Fahrzeug breit. Auf der Anfahrt rüstete sich ein Trupp mit Atemschutz aus um sofort zur Personenrettung zu eilen. Am „Einsatzort“ angekommen, raus aus dem Auto und das umsetzen, was man in Ausbildungen, Diensten, Einsätzen und am Tag zuvor erlernt hatte.  Zeit vergeht, aber dann die Funksprüche der Atemschutztrupps: „Personen gerettet“ und „Feuer schwarz“. Die Atemschutztrupps waren gezeichnet, aber eine gelungene Übung und jeder ist um diese Erfahrung reicher. Nach der Besprechung hieß es wieder Geräte und Fahrzeuge klarmachen. Dann das von den meisten ersehnte Mittagessen. Gestärkt ging es in Runde 2 des zweiten Tages. Durchtauschen der Trupps, jeder sollte ja mal drankommen. Nach weiteren heißen Übungen hat nun jeder junge Kamerad eine Vorstellung wie es im Brandeinsatz annähernd zugehen kann. Schlauch ziehen, Hitze trotzen, im Rauch zurechtfinden und dennoch die Kontrolle über sich und die Situation zu haben. Zum Abschluss ging es nochmal ins „geschlossene System“. Ein paar Rauchgasdurchzündungen sehen und nochmal das richtige Löschen üben. Letzte Gesprächsrunde in der Erfahrungen, Verbesserungsvorschläge sowie Positives und Negatives besprochen wurde . Noch einmal anpacken und gemeinsam zusammenräumen. Die verdiente Dusche, Autos packen und bei den Ausbildern bedanken. Als letztes mussten nach der Ankunft in der Feuerwache Schwäbisch Hall noch die Fahrzeuge ausgeladen und neu bestücken werden. Für alle Teilnehmer  war es ein rundum erfahrungsreiches und unvergessliches Wochenende.