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Stationen

Station 1 (Unfallstelle anfahren; MANV Bereitschaft Mainhardt)

Die Aufstellung der einzelnen Fahrzeuge am Unfallort entscheidet maßgeblich über den reibungslosen Ablauf an der Einsatzstelle.

Dazu wird in einer theoretischen Einführung besprochen, welche Fahrzeuge unmittelbar am Unfallfahrzeug aufgestellt werden müssen und welche aus 20 m Entfernung auch noch im vollem Umfang ihre Aufgaben wahrnehmen können.

Anschließend wird ein Einsatz von der Anfahrt bis zur sogenannten Erstöffnung am Fahrzeug durchgespielt.

Im 2. Teil der Station wird der mobile Behandlungsplatz der DRK-Bereitschaft vorgestellt.

 

 

Station 2 (Fahrzeugtechnologie; Airbag)

Die Entwicklung der in heutigen Autos verwirklichten Technologien wird immer schneller und komplexer. Allein im Bereich des Antriebstranges gibt es inzwischen eine Vielzahl von Kraftstoffvariationen, die alle ihre Besonderheiten aufweisen.

So müssen z.B. bei einem Fahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb andere Dinge berücksichtigt werden als bei einem erdgasbetriebenen Fahrzeug.

Auch Systeme, die eigentlich der Sicherheit dienen sollen, können für die Retter zur Gefahr werden. Deshalb ist es für eine professionelle Rettung wichtig zu wissen, wo überall im Fahrzeug Airbags verbaut sind. Ein versehentlich ausgelöster Airbag oder das nachträgliche Auslösen von Überrollbügeln stellen nicht nur theoretische Gefahren dar.

Station 3 (Unfallforschung; Frontalaufprall PKW)

Nach tödlichen oder schwer rekonstruierbaren Unfällen werden immer die Gutachter der DEKRA hinzugezogen.Sie nehmen dann ihre Tätigkeit auf, wenn der Einsatz der Rettungskräfte meistens beendet ist.

An dieser Station verdeutlichen Gutachter den Rettungskräften, auf welche Spuren an der Unfallstelle sie für ein späteres, möglicherweise vor Gericht entscheidentes, Gutachten angewiesen sind.

Anschließend wird ein Frontalcrash bei ca. 60 KM/h Aufprallgeschwindigkeit simuliert. Dazu wird ein Fahrzeug an einem Autokran in 14 m Höhe ausgeklinkt.

Dieses Schauspiel wird sowohl für Zuschauer als auch für die Rettungskräfte ein Highlight des Rettungstages sein.

Anschließend wird in enger Zusammenarbeit zwischen DRK und Feuerwehr die Rettung des verunglückten Dummys aus dem Fahrzeug unter Einsatzbedingungen trainiert.

 

 

 

Station 4 (PKW unter Trailer)

An dieser Station wird ein mögliches Szenario geübt, wenn ein PKW beispielsweise an einem Stauende auf einen LKW-Trailer auffährt. Dabei taucht der PKW unter dem Trailer hindurch. 

Die Schwierigkeiten liegen bei einer personengerechten Rettung an dieser Station hauptsächlich in den beengten Platzverhältnissen unter dem Trailer.

Trotzdem muss eine schnelle und personenschonende Rettung aus dieser Situation möglich sein.

Station 5 (PKW auf Seite)

Wenn ein verunfalltes Fahrzeug auf der Fahrer- oder Beifahrerseite zum Liegen kommt, ist eine standardmäßige Unterbauung, wie sie an Fahrzeugen durchgeführt wird, die auf den Rädern stehen, nicht möglich. Da der PKW auf der Seite liegend aber wesentlich instabiler ist, als auf allen vier Rädern, ist eine schnelle und adäquate Sicherung des Fahrzeuges unumgänglich.

Zudem befindet sich eine möglicherweise eingeklemmte Person in einer sehr ungünstigen Lage. Neben dem Stabilisieren des Fahrzeuges muss die richtige Lagerung des Patienten während der Rettungsaktion immer im Mittelpunkt stehen.

 

Station 6 (PKW auf Dach)

Kommt ein Fahrzeug auf dem Dach zum Liegen, befinden sich die eingeschlossen Passagiere in einer sehr misslichen Lage.

Auch hier wird das zügige und sinnvolle Unterbauen und Sichern des Fahrzeugs und die anschließende Rettung eventuell eingeklemmter Personen trainiert.

 

 

Station 7 (LKW Technologie)

Ein LKW-Unfall ist mehr als nur ein PKW-Unfall in Groß.

Deshalb wird an dieser Station gezielt auf die technischen Besonderheiten von LKWs eingegangen. Besondere Schwierigkeiten sind die hohe Arbeitshöhe an einer Fahrerkabine und die anschließende achsengerechte Rettung eines Patienten. Zusätzlich erschwerend wirkt sich die wesentlich massivere Konstruktion eines LKWs auf den Einsatz hydraulischer Rettungsgeräte aus.

Diese Station wird vom Rettungsdienst und einem/r Notarzt/Notärztin begleitet.

Station 8 (Achsgerechte Rettung)

Unabhängig von der vorgefundenen Einsatzsituation stellt die Rettung des Patienten den finalen Schritt einer jeden technischen Hilfeleistung dar. Wenn es der medizinische Zustand erlaubt, wird der Patient "achsengerecht" gerettet. Dies bedeutet, dass wärend der Rettung aus der Zwangssitutation die Wirbelsäule des Patienten weder verdreht noch in anderer Weise manipuliert werden darf.

Für die Imobilisation des Patienten stehen inzwischen verschiedene Gerätschaften zur Verfügung. An dieser Station wird geziehlt der Umgang mit dem Spineboard, der Schaufeltrage und des KED-Systems von einem Lehrrettungsassisten geschult. Unabhängig von dem jeweils gewählten System wird immer eine Halskrause zum gezielten Schutz der Halswirbelsäule angelegt.