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Stadtchronik - von der Steinzeit bis zur Gegenwart

Titelblatt einer Haller Chronik von etwa 1600

Zu den Aufgaben des Stadtarchivs gehört die Führung der Stadtchronik. Die folgenden Daten sollen einen Überblick über die Geschichte Schwäbisch Halls geben, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Weitergehende Fragen zur Stadtgeschichte werden von den Mitarbeitern des Stadtarchivs gern beantwortet. Zur Suche nach bestimmten Stichworten verwenden Sie bitte die Suchfunktion Ihres Browsers.

4000 v. Chr., um

  • Siedlungen der jungsteinzeitlichen Bandkeramiker-Kultur (u.a. im Bereich Kreuzäcker): Erste menschliche Ansiedlung im Bereich der heutigen Stadt Schwäbisch Hall.

500 v. Chr., um

  • Entstehung einer keltischen Saline (Salzgewinnungsanlage) im Bereich der heutigen Altstadt. Sie hört um Christi Geburt zu bestehen auf, möglicherweise wegen eines Erdrutsches.

976, um

  • Ersterwähnung von Sulzdorf und Anhausen: der Edelfreie Reinger tauscht zur Kirche von Anhausen gehörende Besitzungen in Sulzdorf mit Bischof Poppo II. von Würzburg gegen Güter bei Detwang (Rothenburg/Tauber).

1078

  • Stiftung des Klosters Comburg durch die Grafen Burkhard, Rugger und Heinrich von Comburg; hierbei Ersterwähnung von Tüngental und Tullau.

1085

  • 14.05.1085: Ersterwähnung von Hohenstadt und Ramsbach: Adelbert von Bielriet begibt sich als Mönch in das Kloster Comburg und übergibt diesem alle seine Güter - darunter solche in Hohenstadt -, Rechte und Dienstleute, darunter Diemo und Burchard von Ramsbach.

1088

  • 21.12.1088: Weihe der Comburger Klosterkirche durch Bischof Adalbero von Würzburg.

1090, um

  • Ersterwähnung Schwäbisch Halls im auf 1037 datierten „Öhringer Stiftungsbrief“: Graf Burkhard von Comburg besitzt die Hälfte der „villa halle“. Die Urkunde ist jedoch eine Fälschung von ca. 1090.
  • Ersterwähnung von Hessental: der Ortsadlige Swigger von Hessental fungiert als Zeuge in einer Schenkungsurkunde für das Kloster Comburg.

1116

  • Aussterben der Grafen von Comburg-Rothenburg, deren Besitz auf die Staufer übergeht (auch Schwäbisch Hall).

1140

  • Der deutsche König Konrad III. hält sich Ende Dezember 1140 nach seinem Sieg über Welf VI. und der Eroberung der Burg Weinsberg auf der Comburg auf und feiert hier vermutlich das Weihnachtsfest.

1156

  • 10.02.1156: Bischof Gebhard von Würzburg bestätigt die Weihe der als „monasterium“ bezeichneten Kirche St. Michael, die als Filial der Kirche des erstmals erwähnten Steinbach untersteht, und die Einrichtung eines 14tägigen Jahrmarktes zum Fest des Hl. Michael. Bei der Urkunde handelt es sich um ein Falsifikat, das jedoch den Inhalt der ursprünglichen Urkunde wiedergibt.

1189

  • Erste urkundliche Erwähnung des in Schwäbisch Hall geprägten Hellers: Das Kloster Adelberg (bei Göppingen) kauft um 23 Pfund Haller ein Gut in Holzhausen bei Göppingen. Bei den in der von Kaiser Friedrich I. Barbarossa in Schwäbisch Hall gegründeten Reichsmünzstätte hergestellten „Hellern“ handelt es sich um niedrigwertige Silbermünzen, die große Verbreitung finden. Die Reichsmünzprägestätte ist neben der Saline der zweite wichtige Faktor für den Reichtum und den daraus resultierenden Aufstieg der Stadt.

1190

  • König Heinrich VI. hält im September in Anwesenheit von etwa 4.000 Fürsten, Edlen und Rittern auf der Comburg „bei Hall in Schwaben“ einen Hoftag ab.

1190, um

  • Bau der romanischen Kirche St. Johann und der Niederlassung des Johanniterordens.

1204

  • 01.03.1204: Erstmals wird Schwäbisch Hall als Stadt („civitas“) bezeichnet: König Philipp II. befreit das Kloster Adelberg für dessen Besitzungen in Hall von allen Abgaben. In dieser Urkunde auch erstmals Erwähnung von Salzpfannen: Hinweis auf das Bestehen der für die Stadtentstehung und -entwicklung entscheidend wichtigen Saline, in der durch das Verdampfen des salzhaltigen Wassers aus dem „Haalbrunnen“ Salz gewonnen wird. Die Saline befindet sich bis in das 19. Jahrhundert auf dem Haalplatz.

1214

  • Ersterwähnung von Wolpertsdorf (Tüngental).

1228

  • Erstmalige Erwähnung einer Brücke in Schwäbisch Hall, wahrscheinlich der heutigen Henkersbrücke.
  • Neustiftung eines bereits bestehenden, aber in Verfall geratenen städtischen Spitals für Kranke und Pilger, das dem Hl. Johannes dem Täufer gewidmet ist, durch das Ehepaar Sifridus und Agatha gegen lebenslanges Wohnrecht (heute Hospital zum Heiligen Geist).

1230

  • 09.04.1230: Erstmals ist urkundlich ein Angehöriger der Ministerialenfamilie von Schüpf als „Walter von Limpurc“ (Limpurg oberhalb von Unterlimpurg) bezeugt.

1231

  • 22.09.1231: König Heinrich (VII.) hält sich in Schwäbisch Hall auf und schenkt dem Kloster Denkendorf das Eigentum an einer Salzpfanne in Hall.

1236

  • 07.04.1236: Stiftung eines Franziskanerklosters durch Abt Konrad von Comburg und die Bürger von Hall mit der bereits bestehenden Jakobskirche (am Standort des heutigen Rathauses) als Klosterkirche. An der unteren Herrengasse entsteht ein teilweise heute noch erhaltener Klosterkomplex.

1239

  • König Konrad IV. hält sich in Hall auf und stellt eine Urkunde für das Kloster Söflingen aus (erster von mehreren Besuchen in Hall).

1240, um

  • Bau des ältesten Teils des „Keckenturms“, dem Wohnturm einer staufischen Ministerialenfamilie (heute Hällisch-Fränkisches Museum).

1241

  • Ersterwähnung von Wackershofen: Abt Heinrich von Comburg belehnt die Brüder Heinrich und Hermann mit der Vogtei über den Ort.
  • Erstmalige Erwähnung der Schwäbisch Haller Judengemeinde in einer Reichssteuerliste. Das mittelalterliche „Judenviertel“ lag wahrscheinlich in der Nähe des Sulferturms.

1248

  • 29.09.1248: Ersterwähnung von Gelbingen, Altenhausen (Tüngental), Otterbach (Tüngental) und Erlach (Gelbingen): Papst Innozenz IV. nimmt das Kloster Comburg in seinen Schutz und bestätigt seine Besitzungen, Rechte und Freiheiten.

1249

  • Das bisherige städtische Spital geht auf den Johanniterorden über. Die Johanniter erhalten die Einkünfte zweier Salzpfannen, Abgabenfreiheit und andere Vergünstigungen und verpflichten sich zur Aufnahme von 20 Kranken.

1256

  • 12.06.1256: Erstmalige Erwähnung des in der Heidelberger Manesse-Handschrift abgebildeten Minnesängers Schenk Konrad von Limpurg (gestorben nach 1287) als Inhaber der Vogtei über das Kloster Comburg, zusammen mit seinem Bruder Walter II. von Limpurg.

1264

  • 30.03.1264: Erstmalige Erwähnung einer Stadtmauer um Schwäbisch Hall: das Johanniterhaus liegt außerhalb der Mauern der Stadt Hall.

1265

  • Ersterwähnung von Bibersfeld: Schenk Walther von Limpurg verzichtet zu Gunsten des Klosters Lorch auf Einkünfte.

1266

  • 14.06.1266: Ersterwähnung von Gailenkirchen: Konrad von Krautheim überlässt verschiedene Besitzungen auf seinen Todesfall seiner Frau Kunigunde, nach deren Tod dem Kloster Gnadental, u.a. in Gailenkirchen, Gliemenhof, Hall.
  • 18.11.1266: Ersterwähnung von Hagenbach: Walther von Hagenbach, wahrscheinlich limpurgischer Ministeriale, in einer Urkunde Schenk Walthers von Limpurg als Zeuge genannt.

1276

  • 26.01.1276: König Rudolf I. verleiht den Bürgern von Schwäbisch Hall das „Privilegium de non evocando“, die Befreiung von fremden Gerichten. Klagsachen gegen Haller Bürger müssen vor einem Gericht in der Stadt verhandelt werden.

1277

  • 14.06.1277: Ersterwähnung von Gottwollshausen: Berthold von Gottwollshausen, seine Frau und seine Söhne verzichten zugunsten des Johanniterhauses in Hall auf ihre dortigen Besitzungen.

1278

  • 16.02.1278: Ersterwähnung von Eltershofen in einem Rechtsstreit zwischen dem Schwäbisch Haller Johanniterhaus und den Brüdern Wolfram, Eberlin und Reimar um die dortige Burg und Einkünfte.

1280

  • 26.01.1280: Der „Wiener Schiedsspruch“ König Rudolfs von Habsburg entscheidet den Konflikt mit den Schenken von Limpurg um die Stadtherrschaft zugunsten Halls, das sich dadurch unangefochten zur Reichsstadt entwickeln kann. Dominierende Schicht ist der aus staufischen Ministerialen hervorgegangene Stadtadel.

1282

  • 06.06.1282: König Rudolf von Habsburg hält sich in Schwäbisch Hall auf und stellt eine Urkunde für Rothenburg aus.

1283

  • Erste Erwähnung der St. Katharinenkirche mit Erwähnung eines Plebans (= Pfarrers).

1288

  • Ersterwähnung von Veinau als Sitz einer hohenlohischen Ministerialenfamilie.

1290

  • Die älteste erhaltene Glocke von St. Michael wird gegossen.

1293

  • König Adolf von Nassau hält sich mit großen Gefolge in Schwäbisch Hall auf (erster von mehreren Besuchen).

1296

  • 18.01.1296: Ersterwähnung von Weckrieden: Ritter Ulrich von Weckrieden als Zeuge bei einem Güterverkauf der Brüder Walter, Sigfried und Ernfried von Vellberg.
  • 29.11.1296: Erstmals indirekte Erwähnung der Nikolaikapelle vor dem Gelbinger Tor, der späteren Kapelle des Nikolaifriedhofs: Die Johanniter kaufen von Walther Egen und dem „guten Egen“ die Neue Mühle „bei den guten Leuten vor der Stadt“ – ein Hinweis auf ein dort bestehendes Leprosenhaus, zu dem die Kapelle gehörte.

1300

  • Ersterwähnung von Heimbach: Rüderich von Heineberg (von Heimbach) verkauft ein Haus an die Johanniterkommende zu Hall.

1301

  • 11.03.1301: Kaiser Albrecht I. zu Besuch in Schwäbisch Hall (erster von mehreren Besuchen).

1306

  • 19.05.1306: Erstes Verzeichnis der Inhaber der Siedepfannen in der Saline, deren Zahl später auf 111 festgelegt wird.

1309

  • 22.07.1309: Der König und spätere Kaiser Heinrich VII. zu Besuch in Schwäbisch Hall.

1316

  • Ein Stadtbrand zerstört Teile Schwäbisch Halls.
  • 29.04.1316: Ende der sogenannten „Ersten Zwietracht“, von Streitigkeiten innerhalb der Stadt um die Kellerhälse (in die Straßen hineinragende Kellereinfahrten). Berthold Schletz, Konrad Schletz, Berle Hagdornin und Guta Veldner verpflichten sich zur Beseitigung derselben.

1317

  • 26.05.1317: Rückübertragung des 1249 den Johannitern übergebenen Spitals an die Stadt gegen Entschädigung des Ordens.

1318

  • Erwähnung eines „Magister Cunradus“ und erstmalige Nennung einer Lateinschule in Schwäbisch Hall.

1327

  • 16.04.1327: Erste urkundliche Erwähnung von Starkholzbach bei einem Güterverkauf des Heinrich Sulmeister und seiner Söhne an Heinrich von Tullau sowie Heinrich und Walther Veldner.

1340

  • 19.09.1340: Kaiser Ludwig der Bayer verkündet die neue Verfassung der Reichsstadt Hall, mit der vorangegangene Zwistigkeiten, die sogenannte „Zweite Zwietracht“, geschlichtet werden sollen. Der Rat als oberstes Organ der Stadt soll aus 26 Mitgliedern bestehen, davon zwölf Adelige, sechs „Mittelbürger“ und acht Handwerker. Der Rat hat das Recht, Mitglieder zu entlassen und nachzuwählen; auch der jährlich wechselnde Stättmeister (Bürgermeister) wird durch den Rat gewählt. Die 12 Richter bilden den regierenden Ausschuß des Rates. Diese Verfassung bleibt im wesentlichen bis 1802 in Kraft.

1341

  • 30.04.1341: Erstmalige Erwähnung von Sittenhardt: Walter von den Brüdern, Bürger von Schwäbisch Hall, und seine Frau Hildegund verkaufen dem Kloster Gnadental Gülten aus verschiedenen Gütern in Sittenhardt.

1349

  • 09.04.1349: Kaiser Karl IV. verurteilt die Reichsstadt Schwäbisch Hall zu 800 Gulden Bußgeld für ein Massaker an der Judengemeinde. Die Opfer waren in einen alten Turm auf dem Rosenbühl getrieben und mit diesem verbrannt worden.

1350

  • 08.05.1350: Erstmalige Erwähnung des Roten Stegs als „hangender Steg“.

1356

  • 12.02.1356: Erstmalige Erwähnung einer Synagoge („Juden Schul“) in der Nähe des Sulferturms.

1363

  • Abschluß der Ummauerung der Katharinen- und Weilervorstadt.

1381

  • 06.08.1381: Erstmalige Erwähnung von Hohenholz: Conrad Alt verkauft an Sitz Goggenbach eine dortige Wiese.

1393

  • 12.03.1393: Ersterwähnung des Teurershofs: Hans Mangold d.J. und seine Frau Guta von Veinau verkaufen den Hof an Hans Thürer, Bürger zu Hall.

1395

  • 21.01.1396: König Wenzel IV. erlaubt der Stadt Schwäbisch Hall die Prägung eigener Münzen.

1398

  • Kloster Comburg erwirbt den größten Teil der Ortsherrschaft von Hessental von den Schenken von Limpurg.
  • 27.05.1398: Schwäbisch Hall erwirbt zusammen mit den Reichsstädten Rothenburg/Tauber und Dinkelsbühl die Ämter Kirchberg, Ilshofen und Honhardt von Graf Ulrich von Hohenlohe. Durch Gütertausch erhält Hall den alleinigen Besitz von Honhardt, Kirchberg und Ilshofen werden bis 1562 gemeinsam von den drei Reichsstädten verwaltet.

1404

  • 20.07.1404: St. Katharina, bisher Filialkirche von Westheim, wird durch Bischof Johannes von Würzburg zur Pfarrkirche erhoben.

1406

  • 15.05.1406: Ersterwähnung von Sülz (Gailenkirchen): Bürgermeister und Rat von Hall verkaufen unter anderem dortige Besitzungen an Rudolf von Münkheim.

1414

  • 10.10.1414: Kaiser Sigismund besucht Hall.

1427

  • 29.07.1427: Beginn des Umbaus der romanischen Basilika von St. Michael zur gotischen Hallenkirche.

1429

  • 06.08.1429: König Sigismund verleiht der Reichsstadt das Hochgericht.

1431

  • Nach Auseinandersetzungen mit den Schenken von Limpurg mauert die Reichsstadt Hall das Limpurger Tor zu, um die Schenken dadurch um Zolleinnahmen zu bringen. Neugewählte Ratsherren müssen schwören, das Tor nicht öffnen zu lassen.

1439

  • Hall erwirbt einen Anteil an der Ganerbschaft Künzelsau (bis 1598)

1449

  • 29.06.1449: Beginn des bis 1550 dauernden „Städte“- oder „Markgräflerkriegs“ zwischen Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg und einem süddeutschen Städtebündnis unter Nürnberger Führung, zu dem auch Hall gehört. Das Haller Land erleidet schwere Verwüstungen.

1472

  • Begründung der Wallfahrt auf dem Einkorn durch den Haller Stadtläufer Sigmund Weinbrenner.

1474

  • Kaiser Friedrich III. zu Besuch in Schwäbisch Hall.

1482

  • Bau einer Kapelle auf dem Einkorn durch das Kloster Comburg.

1485

  • 29.09.1485: Kaiser Friedrich III. mit seinem Sohn, dem späteren Kaiser Maximilian I., zu Besuch in Schwäbisch Hall.

1488

  • Schwäbisch Hall schließt sich dem Schwäbischen Bund an, einem Bündnis süddeutscher Reichsstände zur Aufrechterhaltung des Landfriedens.
  • Umwandlung des Kosters Comburg in ein adeliges Ritterstift.

1489

  • 12.04.1489: König Maximilian I., der spätere Kaiser, hält sich anläßlich einer Tagung des Schwäbischen Bundes zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres in Schwäbisch Hall auf und nimmt an der Palmsonntagsprozession teil (später weitere Besuche).

1494

  • Der Bildhauer Michel Erhart aus Ulm schafft das große Kruzifix in St. Michael, das als eines der Hauptwerke der schwäbischen Bildhauerkunst der Gotik gilt.

1499

  • 24.06.1499: Geburt von Johannes Brenz († 11.9.1570) in Weil der Stadt. Brenz war ab 1522 Prediger zu St. Michael und Reformator Schwäbisch Halls, bedeutender lutherischer Theologe und wirkte nach seiner Flucht aus Schwäbisch Hall 1548 im Herzogtum Württemberg.

1501

  • Erstmalige Erwähnung eines „Kuchens vor die Siedersgesellen“ und damit Erstnennung des „Hofs“ (Fest) der Salzsiederburschen, aus dem sich das heutige Kuchen- und Brunnenfest der Salzsieder entwickelt hat.

1502

  • Beginn des Neubaus der Henkersbrücke aus Stein (bis 1504).

1507

  • Bau der großen Treppe von St. Michael (abgeschlossen bis 1510/11).

1509

  • Bau des Marktbrunnens und des Prangers mit Skulpturen des Bildhauers Hans Beuscher.

1512

  • 16.10.1512: Schlichtung der seit 1509 andauernden „Dritten Zwietracht“ durch eine kaiserliche Komission. Die den Adel begünstigende Verfassungsurkunde des Dr. Matthäus Neidhard von 1510 wird für nichtig erklärt, die Verfassung Kaiser Ludwigs von 1340 wieder hergestellt. Damit ist die Vormachtstellung des Stadtadels, der in der Folge teilweise die Stadt verläßt, gebrochen.

1516

  • Bau des Steinernen Steg an Stelle eines hölzernen Übergangs, des sogenannten „Burgerstegs“.

1517

  • 12.12.1517: Der seit 1514 mit Überfällen und Brandstiftungen gegen die Reichsstadt Schwäbisch Hall Fehde führende Salzfuhrmann Strauß wird in Brettach gefangengenommen und in Neuenstadt hingerichtet; Ende des „Straußenkriegs“.

1521

  • Hall erwirbt den überwiegenden Teil von Gelbingen und Erlach vom Kloster Comburg.

1522

  • 08.09.1522: Johannes Brenz aus Weil der Stadt, der spätere Reformator Schwäbisch Halls und Württembergs, hält seine Probepredigt und wird als Prediger zu St. Michael eingestellt.

1523

  • Hall erwirbt durch Kauf limpurgischer Besitzungen die Ortsherrschaft über Gelbingen.
  • 18.05.1523: Letztes „Adeliges Kampfgericht“ zwischen den Brüdern Gabriel und Rudolf Senft auf dem Unterwöhrd. Beide werden verletzt, Gabriel erliegt später seinen Verletzungen. Der Rat läßt das „Kampfgericht“, das Privileg Adliger, Streitigkeiten durch einen Zweikampf zu entscheiden, noch im selben Jahr abschaffen.

1524

  • Die Franziskaner geben im Zuge der beginnenden Reformation ihr Kloster am Marktplatz auf und übereignen es dem Rat; Die Mönche werden vom Rat versorgt, der Konvent 1526 endgültig aufgehoben.

1525

  • Vollendung der spätgotischen Hallenkirche von St. Michael.
  • 02.04.1525: Ausbruch des Bauernkriegs im Hällischen Land in der Braunsbacher Mühle. Ca. 20 Bauern aus Geislingen, Jungholzhausen, Enslingen und Elzhausen beschliessen die Bildung eines „Haufens“ (Bauernheer). Zahlreiche Ortschaften des Haller Lands werden besetzt, in zwei Tagen ein Heer von bis zu 4.000 Mann zusammengebracht.
  • 04.04.1525: Schlacht bei Gottwollshausen: ein Haller Aufgebot von 300-400 Mann zerstreut an der Gottwollshauser Steige den 3-4.000 Mann umfassenden „Haufen“ der aufständischen Bauern des Hällischen Landes durch einige überraschende Kanonenschüsse. Hall kann sich dadurch im Gegensatz zu den anderen Herrschaften der Umgebung gegen die aufständischen Bauern behaupten.
  • 23.06.1525: Der Neuensteiner Fuhrmann Semmelhans, der Frickenhofener Pfarrer Wolfgang Kirschenesser, der Haller Sichelschmied Michel Kling und der Bauer Veit Lang aus Geislingen werden wegen Teilnahme am Bauernkrieg in Hall hingerichtet. Insgesamt werden wegen des Bauernkriegs acht Hinrichtungen und acht Verstümmelungen durchgeführt sowie 19 Haftstrafen verhängt. Hinzu kommen teils hohe Bußgelder. Alle Bauern müssen eine Strafsteuer von sechs Gulden bezahlen. Der Reformator Johannes Brenz protestiert vergeblich gegen die Bestrafungen.

1526

  • 25.12.1526: Johannes Brenz teilt während des Weihnachtsfests erstmals das Abendmahl in beiderlei Gestalt aus.

1527

  • Abschaffung der Messe in St. Michael und St. Katharina.
  • Fertigstellung des „Neubau“ genannten großen Büchsenhauses auf dem Rosenbühl.
  • Erster Entwurf einer reformatorischen Kirchenordnung für Schwäbisch Hall durch Johannes Brenz.

1534

  • Die Kirchen St. Johann und St. Maria am Schuppach werden geschlossen, womit die katholischen Messen in Schwäbisch Hall enden.

1536

  • Das erste in Schwäbisch Hall gedruckte Buch, eine lateinische Cicero-Ausgabe, entsteht in der Druckerei des Peter Braubach in der Zollhüttengasse. Es folgt eine erste Blüte der Buchdruckerei in Hall.
  • Eltershofen wird durch einen Brand verwüstet; 14 Gebäude werden zerstört.

1537

  • Erste Erwähnung einer „Maidlach Schul“ (Mädchenschule).

1538

  • Hall tritt auf Drängen von Johannes Brenz dem Schmalkaldischen Bund bei (Bündnis der evangelischen Stände zur Verhinderung drohender Angriffe auf die evangelische Lehre und zur Förderung des Friedens im Reich).

1540

  • Geburt von Thomas Schweicker († 7.10.1602), einem armlosen, mit den Füßen schreibenden Kunstschreiber. Er wird zu einer viel bestaunten Berühmtheit und führt seine Kunst u.a. vor Kaiser Maximilian II. vor.

1541

  • 11.02.1541: Kaiser Karl V. zieht feierlich in Schwäbisch Hall ein, wohnt im Haus Hermann Büschlers (heute Hotel Der Adelshof, Am Markt 12) und nimmt am folgenden Tag von dort aus die Huldigung der auf dem Marktplatz versammelten Bürgerschaft entgegen.
  • Schwäbisch Hall kauft von Schenk Erasmus von Limpurg die Burg Limpurg mit der Ortschaft Unterlimpurg und weiteren Besitzungen. Die Burg wird wegen Baufälligkeit kurz darauf abgerissen. Das bislang (seit 1431) geschlossene Unterlimpurger Tor wird daraufhin wieder geöffnet.

1542

  • 30.01.1542: König Ferdinand I., der spätere Kaiser, zu Besuch in Schwäbisch Hall.
  • 13.02.1542: Der Haller Rat verbietet Bestattungen bei St. Michael und ordnet deren Durchführung „zu Sant Niclaus“ an. Der Nikolaifriedhof besteht seit 1509.

1543

  • Erscheinen der für Stadt und Land verbindlichen, gedruckten Haller Kirchenordnung von Johannes Brenz - Abschluss der Reformation in der Reichsstadt Schwäbisch Hall und ihrem Territorium.

1545

  • Letztmalige Prägung von Münzen in Schwäbisch Hall: Hergestellt werden Taler zu 68 Kreuzern sowie Halb- und Vierteltaler. Damit endet die unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa begonnene Münztradition. Münzen der Reichsstadt werden nun meist in Nürnberg hergestellt.

1546

  • 16.12.1546: Kaiser Karl V. besetzt im Schmalkaldischen Krieg Schwäbisch Hall, nachdem sich die Stadt unterworfen hat. Hall muß rund 43.000 Gulden Strafgelder bezahlen. Der Kaiser hält sich vom 16.-23.12 in Hall auf und empfängt hier die Unterwerfung Ulms und des Pfalzgrafen bei Rhein. Die kaiserlichen Truppen drangsalieren die Bevölkerung und schleppen Seuchen ein, die zahlreiche Todesopfer fordern. Johannes Brenz flieht vor einer drohenden Verhaftung.

1548

  • 24.06.1548: Der Reformator Johannes Brenz flieht vor einer drohenden Verhaftung und Auslieferung an Kaiser Karl V. zum zweiten Mal aus Schwäbisch Hall. Der Grund ist sein Widerstand gegen das vom Kaiser verordnete „Interim“ zur Regelung der Religionsfragen. Brenz kehrt nicht mehr nach Hall zurück, sondern tritt nach einer längeren Flucht in die Dienste des Herzogs Ulrich von Württemberg .
  • Nach der Flucht von Johannes Brenz und der Besetzung Schwäbisch Halls durch spanische Truppen wird das „Interim“ eingeführt. Pfarrer, die dessen Annahme verweigern, werden entlassen.

1550

  • 14.08.1550: Geburt von Georg Rudolf Widman († um 1594), Comburgischer Schreiber, Vater des Komponisten Erasmus Widman und Verfasser eines 1599 in Hamburg erschienenen Faustbuchs, das Goethe als Vorlage nutzte.

1552

  • 09.02.1552: Eine kaiserliche Komission unter dem Hofrat Heinrich Haas von Lauffen und Wolf von Vellberg hebt die Verfassungsurkunde Kaiser Ludwigs von 1340 auf und führt eine den Adel begünstigende Verfassung ein; der nach diesen in allen süddeutschen Reichsstädten durchgeführten Veränderungen gewählte Rat wird nach Haas „Hasenrat“ genannt.

1558

  • Der Rat führt die Kirchenordnung von 1543 wieder ein und beendet damit die Gültigkeit des „Interims“.

1559

  • 10.07.1559: Kaiser Ferdinand I. erlaubt Schwäbisch Hall die weitgehende Wiedereinführung der Verfassung Kaiser Ludwigs von 1340: Ende des sogenannten „Hasenrats“. Letzte Reste der Haas'schen Verfassungsänderung von 1552 werden 1562 aufgehoben.

1570

  • 13.06.1570: Kaiser Maximilian II. besucht Schwäbisch Hall mit Prachtaufzug und einem Elefanten.
  • 01.12.1570: Ein Hochwasser richtet Verwüstungen in Schwäbisch Hall an. Eine Inschriftentafel am Steinernen Steg erinnert daran.

1571

  • Bau des Alten Sulferstegs am Standort rechts neben dem Sulfertor (1831 abgebrochen; der heutige Sulfersteg verläuft links).

1572

  • 15.09.1572: Geburt von Erasmus Widman († 31.10.1634), hohenlohischer Präzeptor und Kapellmeister in Weikersheim, Organist in St. Jakob in Rothenburg, Komponist, in Unterlimpurg.

1573

  • Ein Brand zerstört in Hessental 23 Häuser.

1574

  • Erste bekannte Ordung einer deutschen Schule in Schwäbisch Hall.
  • 21.06.1574: Die wegen Hexerei zu ewiger Gefängnishaft verurteilte Katharina Schloßstein wird - nachdem sie aus dem Gefängnis ausgebrochen war - wegen Bruchs der Urfehde im Kocher ertränkt.

1575

  • 14.03.1575: Formelle Gründung der Schwäbisch Haller Ratsbibliothek auf Anregung des Pfarrers und Späthumanisten Johannes Weidner.

1588

  • 02.11.1588: Geburt von Leonhard Kern († 4.4.1662), bedeutender, in Schwäbisch Hall tätiger Barockbildhauer, in Forchtenberg.

1595

  • 19.05.1595: Die Reichsstadt Hall kauft die Herrschaft Vellberg mit allem Zubehör von den Erben des Konrad von Vellberg für 128.000 Gulden - letzte große territoriale Erwerbung der Reichsstadt Hall.

1602

  • Bürgerunruhen in Hall, die sog. Schneck'schen Händel, die aus Auseinandersetzungen um Person und Theologie des Pfarrers Johann Schneck entstehen. Der Streit endet 1603 mit dem Abzug Schnecks und der Inhaftierung von „Rädelsführern“.

1605

  • Bau des „Gräterhauses“ in der Gelbinger Gasse, einem der schönsten Fachwerkhäuser Schwäbisch Halls.

1610

  • 02.01.1610: Hall tritt mit zwölf anderen Reichsstädten dem protestantischen Verteidigungsbündnis der „Union“ während einer in Hall stattfindenden Tagung bei.

1619

  • 06.04.1619: Ein Aufgebot der Reichsstadt Hall wird bei Allmerspann von kaiserlicher Kavallerie angegriffen; etwa 20 Mann werden getötet, der Stadthauptmann rettet sich, indem er sich in einem Backofen versteckt.
  • 22.06.1619: Hall tritt aus der protestantischen „Union“ aus.

1628

  • 15.02.1628: Einmarsch des bayerischen Obersten von Kronberg; Beginn eines von Comburg und Würzburg ausgehenden Versuchs zur Gegenreformation im Hällischen Land.

1631

  • Nach dem Abzug der bayerischen Truppen und dem schwedischen Sieg bei Breitenfeld gibt Comburg die gegenreformatorischen Bemühungen auf; in den betroffenen Pfarreien wird der evangelische Gottesdienst wieder hergestellt.

1632

  • 19.02.1632: Hall wird durch den schwedischen Oberst Sperreuter zum Anschluß an König Gustav Adolf von Schweden gezwungen. Die Reichsstadt beugt sich unter Protest. Stadt und Land leiden unter den mit schweren Belastungen verbundenen Einquartierungen und enormen Geldforderungen.

1634

  • 02.09.1634: Nach der schwedischen Niederlage bei Nördlingen unterwirft sich Schwäbisch Hall den kaiserlichen Truppen unter Oberst Buttler, einem der Mörder Wallensteins. Dieser erpreßt vom Rat 23.000 Gulden für die Verschonung der Stadt. Das Umland wird von der kaiserlichen Soldateska verwüstet. Beginn der regelmäßig wiederkehrenden Truppendurchmärsche und -einquartierungen beider Kriegsparteien, die durch Gelderpressungen, Plünderungen und Gewalttaten aller Art geprägt sind.

1637

  • 07.04.1637: Der Haller Rat nimmt die Hilfe des kaiserlichen Militärs gegen die durch die enormen Geldforderungen erbitterte Bevölkerung in Anspruch.

1644

  • 08.03.1644: Der in Hall einquartierte bayerische Oberst Hans von Sporck läßt am 8. März und am 19. Mai das sogenannte „Haller Hexenbad“ durchführen: der Hexerei beschuldigte Frauen aus seinem Troß werden in den Kocher geworfen. Gehen sie unter, gilt das als Beweis ihrer Unschuld, schwimmen sie, gelten sie als verdächtig. Sieben Frauen werden durch Enthaupten und Verbrennen hingerichtet.

1645

  • Eltershofen wird durch einen Brand verwüstet; 23 Gebäude werden zerstört.

1650

  • 10.07.1650: Abzug der letzten schwedischen Truppen aus Schwäbisch Hall. Erst jetzt enden die Kontributionen und Fouragelieferungen sowie die Eintreibung der „Satisfaktionsgelder“ für Schweden, an das Schwäbisch Hall 39.160 Gulden entrichten muß. Die Reichsstadt ist nach dem Ende des 30jährigen Krieges finanziell und wirtschaftlich ruiniert, das Verhältnis zwischen Rat und Bürgerschaft bzw. Untertanen stark zerrüttet. Die Gesamtkosten des Krieges belaufen sich auf über 3,6 Mio. Gulden.
  • 14.08.1650: In Hall wird ein grosses „Friedensfest“ zum Ende des 30jährigen Kriegs gefeiert.
  • 27.08.1650: Geburt von Johann Samuel Welter († 27.07.1720), Organist an St. Michael und Komponist, in Obersontheim.

1653

  • 17.06.1653: Erstes „Ladenschlußgesetz“ in Schwäbisch Hall: „Läden an Sonn- und Fest-, auch Bettägen“ sollen geschlossen bleiben.

1655

  • 05.07.1655: Feierliche Eröffnung des an der Stelle der Lateinschule eingerichteten Gymnasiums bei St. Michael.

1670

  • Sulzdorf wird durch einen Brand zerstört.

1680

  • 03.06.1680: Ein durch Blitzschlag ausgelöster Stadtbrand zerstört Blendstatt und Gelbinger Gasse. Rund 100 Gebäude werden zerstört, mindestens zwei Todesopfer sind zu beklagen.

1688

  • Beginn der dauerhaften Ansiedlung einer kleinen Anzahl von Juden im Gebiet der Reichsstadt Hall: Mayer Seligmann aus Gaildorf erhält einen Schutzbrief der Reichsstadt Schwäbisch Hall. Er kann nur unter starken Einschränkungen Geschäfte tätigen und darf nur außerhalb der Stadt in Unterlimpurg wohnen.

1690

  • 13.04.1690: Ein durch im Ort stationiertes Militär ausgelöster Großbrand zerstört in Bibersfeld elf Gebäude, darunter die Mühle.

1693

  • Schwäbisch Hall ist mit Flüchtlingen aus Heilbronn und Württemberg überfüllt, die vor dem Zerstörungsfeldzug der französischen Armee geflüchtet sind. Es kommt zu einer Teuerung. Auf den Straßen der Stadt stehen „viele 100 Wägen mit Mobilien“, Stadt, Vorstadt und Land „wimmelten von Mensch und Vieh“.

1700

  • Aufnahme des Juden Seligmann als „Schutzjude“ des Reichsstifts Comburg in Steinbach. Neubeginn der überwiegend vom Viehhandel lebenden Steinbacher Judengemeinde.
  • 06.08.1700: Aufruhr der Salzsieder gegen den Magistrat der Reichsstadt Hall wegen der Erhebung des Meßgelds auf den Salzkauf (Steuer). Der Rat läßt Militär aufmarschieren, um eine Beruhigung zu erzwingen. In der Folge kommt man den Siedern in ihren Beschwerden entgegen, behält das Meßgeld jedoch bei. Eine Reihe von Siedern werden zu kurzen Turmstrafen und Hausarrest verurteilt.

1704

  • 30.12.1704: Der österreichische Feldherr Prinz Eugen von Savoyen zu Besuch in Schwäbisch Hall. Er bringt 263 Franzosen und 335 Savoyer und Piemontesen als Kriegsgefangene aus der Schlacht bei Höchstädt vom 13.08.1704 mit, die für zwei Jahre im Stadtgraben am Riedener Tor untergebracht werden.

1707

  • 19.06.1707: Ein französisches Armeekorps besetzt Schwäbisch Hall, erpreßt Kontributionen und drangsaliert die Bevölkerung.

1710

  • Neubau der Wallfahrtskirche auf dem Einkorn durch den Würzburger Baumeister Joseph Greissing.

1715

  • 15.09.1715: Weihe des barocken Neubaus der Comburger Stiftskirche.

1717

  • 04.11.1717: August Hermann Francke (1663-1727), bedeutender Theologe des Pietismus und Gründer der Francke'schen Anstalten in Halle, predigt während eines Besuches in St. Michael.

1728

  • 31.08.1728: Ein im Gasthaus „Zum Güldenen Helm“ durch Unachtsamkeit ausgelöster Stadtbrand verwüstet zwei Drittel der Altstadt. Neben 294 Privathäusern verbrennen die Kirchen St. Jakob und zum Hl. Geist, das Spital, das Rathaus und das gesamte Haal mit allen Siedeanlagen und Holzvorräten. Der Wiederaufbau erfolgt im bis heute das Stadtbild prägenden Barockstil; neu angelegt wird u.a. die vom Marktplatz zur Henkersbrücke führende „Neue Straße“ .

1734

  • 05.07.1734: Der preußische Kronprinz Friedrich, später König Friedrich II., reist durch Schwäbisch Hall und macht - wohl für einen Pferdewechsel - eine kurze Pause in der damaligen Poststation, heute Bäckerei Renner (Gelbinger Gasse 91). Er wird von einer Ratsdeputation und mit einer Parade der Bürgerkompanien empfangen. Der Kronprinz ist auf dem Weg zum Hauptquartier der von Prinz Eugen von Savoyen geführten kaiserlichen Armee am Rhein, die im Zuge des "Polnischen Erbfolgekriegs" gegen Frankreich Krieg führt.

1735

  • 18.07.1735: Einweihung des nach dem Stadtbrand von 1728 an der Stelle der St. Jakobskirche neu gebauten barocken Rathauses.

1738

  • 26.05.1738: Einweihung des Neubaus der 1728 ausgebrannten Hospitalkirche.

1738, um

  • Der Schwäbisch Haller Schutzjude Moses Mayer läßt die Betstube seines Hauses in Unterlimpurg durch den Künstler Elieser Susmann aus Brody (heute Ukraine) ausmalen (heute im Hällisch-Fränkischen Museum).

1739

  • 12.07.1739: Nikolaus Graf von Zinzendorf, Begründer der „Herrnhuter Brüdergemeinde“, hält anlässlich eines Aufenthalts in Schwäbisch Hall die Vesperpredigt in St. Michael.

1742

  • Kaiser Karl VII. besucht Schwäbisch Hall auf der Reise nach Frankfurt a. Main.

1756

  • 18.02.1756: Schwäbisch Hall wird von einem Erdbeben erschüttert, bei dem es zu Schäden an Dächern und Rissen in Hauswänden kommt.

1768

  • 22.04.1768: Geburt von Friedrich David Gräter († 02.08.1830 in Schorndorf), letzter Rektor des Haller Gymnasiums; Begründer der deutschen Nordistik, Volkskundler.

1785

  • 31.03.1785: An der Langenfelder Ziegelhütte wird ein „Montgolfière“, ein unbemannter Heißluftballon aus Papier mit aufgemaltem Haller Wappen gestartet. Der Ballon fliegt bis Monheim (Pfalz). Es folgen zwei weitere Ballonstarts am 6. und 12. April.

1788

  • 01.07.1788: Erstmals erscheint das durch den Buchdrucker Philipp Ernst Rohnfelder herausgegebene „Hallische Wochenblatt“ (heute „Haller Tagblatt“).

1801

  • 09.02.1801: Der Friedensschluss von Lunéville beendet die Revolutionskriege. Die Reichsstadt Hall ist durch die fortwährenden Erpressungen der Kriegsparteien, v.a. der Franzosen, finanziell ruiniert und trägt die für damalige Verhältnisse enorme Schuldenlast von knapp 1,4 Mio. Gulden.

1802

  • 23.11.1802: Der württembergische General von Mylius ergreift für das Herzogtum Württemberg Besitz vom Reichsstift Comburg.
  • 25.11.1802: Besitzergreifung der Reichsstadt Schwäbisch Hall und ihres drei Städte, 21 Pfarrdörfer und 90 Weiler umfassenden Territoriums durch Herzog Friedrich II. von Württemberg: Ende der Reichsstadt Schwäbisch Hall.

1803

  • 12.01.1803: Das Ritterstift Comburg wird nach 700jährigem Bestehen durch ein Edikt Herzog Friedrichs II. von Württemberg aufgehoben. Noch am selben Tag wird der Kirchenschatz nach Ludwigsburg abtransportiert und eingeschmolzen.
  • 25.07.1803: Der nunmehrige Kurfürst Friedrich I. von Württemberg besucht Hall zur Abnahme des Huldigungseids.

1804

  • 08.09.1804: Ratifikation des Vertrags über die Übernahme der Saline durch den württembergischen Staat. Mit Hilfe von massivem Druck setzt sich die württembergische Regierung gegen den Widerstand der Salzsieder durch. Die Entschädigungsverhandlungen dauern bis 1827.

1805

  • 29.07.1805: Kurfürst Friedrich I. von Württemberg besucht die Comburg.
  • 07.10.1805: Die Straße Heilbronn - Schwäbisch Hall - Nördlingen wird durch eine Vereinbarung zwischen Württemberg und Frankreich einzige französische Durchmarschstraße durch Württemberg; Schwäbisch Hall wird dadurch Etappenort und dauernd mit Einquartierungen und Requisitionen belastet. Immer wieder kommt es zu Plünderungen und Gewalttaten.

1807

  • 20.05.1807: Auf Veranlassung Württembergs beschließt der Gemeinderat den Abriss des Stätttores und der zugehörigen Schöntaler Kapelle; Beginn der weitgehenden Zerstörung der Stadtbefestigungen.

1809

  • Bau der Synagoge in Steinbach.

1811

  • Anlage des jüdischen Friedhofs in Steinbach.
  • Bau der württembergischen Hauptwache am Säumarkt im dorischen Stil.
  • 15.07.1811: Aufhebung des Gymnasiums bei St. Michael durch königlichen Erlaß; es wird durch eine dreiklassige Lateinschule ersetzt.
  • 26.08.1811: Einrichtung des dem Oberamt zugeordneten Oberamtsgerichts Hall durch königlichen Erlaß (seit 1879 Amtsgericht).

1814

  • 06.05.1814: Die Wallfahrtskirche auf dem Einkorn wird durch einen von einem Blitzschlag verursachten Brand zerstört.

1816

  • Beginn einer durch Mißernten verursachten Hungersnot (bis 1817)

1817

  • Gründung des Musikvereins Schwäbisch Hall.
  • Unterbringung des Kgl. württembergischen Ehren-Invalidenkorps auf der Comburg (bis 1909).

1818

  • 31.08.1818: König Wilhelm I. von Württemberg und Königin Katharina besuchen Hall.

1825

  • 21.10.1825: Das neue, seit 1824 arbeitende Steinsalzbergwerk am Kocher bei der Neumühle wird nach König Wilhelm I. von Württemberg in dessen Anwesenheit feierlich „Wilhelmsglück“ benannt. Es handelt sich um das erste Steinsalzbergwerk Mitteleuropas. In der Schwäbisch Haller Saline wird nun nicht mehr Sole aus dem Haalbrunnen, sondern Steinsalz aus Wilhelmsglück verarbeitet.

1827

  • 01.06.1827: Einweihung eines „Solbads“ mit salzhaltigem Wasser aus dem Haalbrunnen im ehemaligen Schützenhaus auf dem Unterwöhrd – Beginn der Entwicklung Schwäbisch Halls zur Kurstadt.
  • 27.07.1827: Vertrag zwischen der Württembergischen Salinenverwaltung und den Siedensrentenberechtigten in Hall legt Übergang des Eigentums an der Saline auf den Staat gegen ewige Zahlung der Siedensrenten fest. Die Renten werden bis heute bezahlt, haben aber durch Inflation und Währungsreform nur noch symbolischen Wert.

1828

  • 25.04.1828: Konstituierung der jüdischen Gemeinde Steinbach-Hall.
  • 19.09.1828: Eröffnung des im klassizistischen Stil erbauten Schützenhauses in den Ackeranlagen (heute „Anlagencafé“).
  • 04.11.1828: Gründung des „Bürgerlichen Schützen-Corps“ (Bürgerwehr).

1829

  • 01.03.1829: Johann Lorenz Wibel wird als Schwäbisch Haller Stadtschultheiß (Bürgermeister) in sein Amt eingesetzt (bis 1848).
  • 18.03.1829: Einrichtung der israelitischen Schule in Steinbach.

1830

  • Erweiterung der großen Treppe vor St. Michael.

1831

  • 13.08.1831: Gründung des ersten württembergischen Gewerbevereins außerhalb Stuttgarts in Schwäbisch Hall.

1832

  • Gründung einer Spinnerei als erstem industriellen Fabrikationsunternehmen in Schwäbisch Hall durch Johann Friedrich Churr am Ripperg (später „Held & Teufel“).

1835

  • Inbetriebnahme der neuen Saline unterhalb der Gelbinger Vorstadt und Abbruch der alten Siedehäuser auf dem Haalplatz.
  • Die alte Kapelle St. Nikolai am Nikolaifriedhof wird wegen einer Straßenverbreiterung abgebrochen.

1836

  • Bau des „Kettenstegs“ zwischen Unterwöhrd und Ackeranlagen (1954 eingestürzt).
  • Wielandsweiler entsteht nach der Anlage der Straße Oberrot - Mainhardt.

1838

  • Installierung einer Straßenbeleuchtung (mit Öllaternen).

1839

  • 14.04.1839: König Wilhelm I. von Württemberg ordnet die Einrichtung eines Kreisgefängnisses für den Jagstkreis und einer Jugendstrafanstalt für ganz Württemberg in Schwäbisch Hall an. Provisorischer Standort wird der ehemalige Marstall in der Salinenstraße.

1840

  • 19.08.1840: König Wilhelm I. von Württemberg besucht Schwäbisch Hall, wird feierlich empfangen und weiht die neue Saline ein.

1844

  • 16.04.1844: Der Dichter Eduard Mörike wohnt in der Oberen Herrngasse 7 (bis 1. November).
  • 31.08.1844: Gründung der „Turngemeinde“ Schwäbisch Hall (TSG Schwäbisch Hall e.V.).
  • 10.11.1844: Einweihung der im neugotischen Stil neu errichteten Kapelle auf dem Nikolaifriedhof.

1846

  • Die Johanniterkirche wird einer neuen Nutzung als Turnhalle zugeführt.
  • 01.11.1846: Das neugebaute Gefängnis in der Salinenstraße wird seiner Bestimmung übergeben.

1848

  • 03.03.1848: Bei einer Volksversammlung auf dem Marktplatz am 3. März 1848 fordert man ein deutsches Parlament, Presse-, Religions- und Versammlungsfreiheit sowie Volksbewaffnung und Schwurgerichte. Eine entsprechende Petition mit 300 Unterschriften geht an den König. Damit beginnt die revolutionäre Bewegung von 1848 in Schwäbisch Hall.
  • 25.04.1848: Wahlen für die Nationalversammlung in Frankfurt im Wahlkreis Hall durch den Republikaner Prof. Wilhelm Zimmermann mit 62% gewonnen. Gegenkandidat war der Radikaldemokrat Gottlieb Rau (Gaildorf).
  • 07.08.1848: Friedrich Hager (1815-1881), Oberamtsaktuar von Crailsheim, zum Stadtschultheißen gewählt (bis 1881).
  • 17.09.1848: vom Haller „Volksverein“ initiierte Volksversammlung mit zwischen 4.000 und 10.000 Teilnehmern auf dem Marktplatz und Ansprachen von Schwäbisch Haller und Heilbronner Revolutionären
  • 03.10.1848: Schwäbisch Hall nach Unruhen durch württembergisches Militär besetzt

1849

  • 14.01.1849: Ein zahlreiche Holzstämme mitführendes Hochwasser zerstört den Steinernen Steg.
  • 21.01.1849: Verkündigung der neuen Grundrechte des deutschen Volkes vom Rathausbalkon.

1850

  • Gründung der „Kranken-Anstalt für Gewerbe-Gehülfen, Lehrlinge und Dienstboten“ als frühe Krankenkasse.

1851

  • Gründung der Kleinkinderbewahranstalt „Paulinenschule“ in der Katharinenvorstadt.

1852

  • 10.08.1852: Gründung eines „Privat-Sparvereins“, 1855 in eine Oberamtssparkasse umgewandelt (heute Kreissparkasse).

1854

  • Auswanderungswelle in die USA aufgrund fehlender wirtschaftlicher Perspektiven und Mißernten erreicht ihren Höhepunkt. Bevölkerungsrückgang in Hall.

1855

  • Gründung der höheren Mädchenschule als Privatinstitut unter der Leitung des Rektors Reiniger (1873 in städtische Verwaltung übergegangen).

1857

  • 23.10.1857: Letzte Hinrichtung in Schwäbisch Hall: Christian Ziegler aus Heilbronn wird wegen Raubmords im Hof des Landgerichts mit dem Fallbeil exekutiert.
  • 05.12.1857: Der Schwäbisch Haller Gewerbeverein beschließt die Gründung einer Gewerbebank (Heute Volks- und Raiffeisenbank Schwäbisch Hall).

1861

  • Einrichtung eines Franziskanerinnen-Klosters auf der Kleincomburg (bis 1867).
  • Erstmalig ist in Schwäbisch Hall ein Fotoatelier nachweisbar. Inhaber ist Franz Anton Gasser.

1862

  • 02.08.1862: Einweihung der Eisenbahnlinie Heilbronn - Schwäbisch Hall; hierbei findet erstmals wieder ein öffentlicher Tanz der Salzsieder statt. Damit beginnt das Wiederaufleben der nach 1803 eingeschlafenen Siedertradition. Die Stadt erlebt in der Folge einen Aufschwung als Bade- und Kurort; auch die Bedingungen für die Ansiedlung und Entwicklung von Industriebetrieben verbessern sich.

1863

  • 23.11.1863: Ein Großbrand in Gelbinger Gasse und Blendstatt zerstört 16 Scheunen und das Gasthaus zum „Hirschen“ (Gelbinger Gasse 18) mit den zugehörigen Brauerei- und Stallgebäuden. 

1864

  • 24.04.1864: Gründung des Arbeiterbildungsvereins Schwäbisch Hall als eines der ersten in Württemberg.
  • 22.10.1864: König Karl I. von Württemberg und Königin Olga besuchen Schwäbisch Hall.

1866

  • 05.08.1866: Preußische Truppen besetzen nach der für Württemberg verlorenen Schlacht von Tauberbischofsheim (23./24.7.1866) gemäß der preußisch-württembergischen Waffenstillstandsbedingungen Schwäbisch Hall. Am 30.8.1866 wird die Stadt wieder geräumt.

1868

  • 13.07.1868: Schwäbisch Hall wird Standort eines im ehemaligen Marstall angesiedelten Kreisgerichtshofs, dem die Oberamtsgerichte Hall, Crailsheim, Gaildorf, Künzelsau, Öhringen, Langenburg und Bad Mergentheim unterstehen (seit 1879: Landgerichtshof). Die Stadt gewinnd dadurch erheblich an Zentralität. Als selbstständige, dem Kreisgericht zugeordnete Behörde entsteht die Staatsanwaltschaft.

1869

  • Aufhebung der israelitischen Konfessionsschule in Steinbach; jüdische Kinder besuchen nun die christlichen Schulen (mit getrenntem Religionsunterricht).

1871

  • 07.03.1871: Friedensfeier zum Ende des Deutsch-Französischen Krieg mit Illumination des Schwäbisch Haller Marktplatzes.

1874

  • 25.04.1874: Gemeinderat und Bürgerausschuss verleihen verleiht dem Oberamtmann, Regierungsrat Adolf von Daniel (1816-1891) „zur Feier seiner am 28. April 25 Jahre umfaßenden ausgezeichneten und ersprießlichen Wirksamkeit als Oberamtmann“ die Ehrenbürgerwürde von Schwäbisch Hall.

1875

  • 03.05.1875: Gründung der Schwäbisch Haller Frauenarbeitsschule, einer der ersten Frauenbildungseinrichtungen dieser Art in Württemberg.
  • 03.05.1875: Gründung einer Ortsgruppe der SPD.

1877

  • Beginn der Nutzung der Kleincomburg als Strafanstalt.
  • 03.04.1877: Das Lyzeum wird zum Gymnasium erhoben: Wiederherstellung des Schwäbisch Haller Gymnasiums nach seiner Auflösung 1811.
  • 20.12.1877: Gemeinderat und Bürgerausschuss verleihen dem evangelischen Dekan Dr. Wilhelm Ludwig Wullen (1806-1890) aus Anlass seiner Pensionierung das Ehrenbürgerrecht „in Anerkennung der mehr als 24jährigen treuen Wirksamkeit in unserer Stadt-Gemeinde“.

1878

  • 19.06.1878: Gründung des „Kleinen Siedershofs“ anläßlich des 10jährigen Jubiläums des Haller Kinderfests. Bei dieser Gelegenheit stiften Conrad Schauffele und Eberhard Blezinger den „Siedersgockel“, ein Trinkgefäß.

1880

  • 30.05.1880: Einweihung des Solbad-Neubaus auf dem Unterwöhrd. Schwäbisch Hall zieht als Kurstadt mittlerweile einen beträchtliche Fremdenverkehr an.

1882

  • 18.07.1882: Otto Wunderlich (1856-?) wird nach zwei Wahlgängen durch „höchste Entschließung“ zum Stadtschultheißen ernannt, obwohl er dem Gegenkandidaten Simon aus Ludwigsburg in der 2. Wahl knapp unterlegen war. Vorausgegangen war der erste echte „Wahlkampf“ bei einer Bürgermeisterwahl in Schwäbisch in Schwäbisch Hall.
  • 27.12.1882: Hochwasserkatastrophe führt zu schweren Schäden in Schwäbisch Hall.

1886

  • 01.02.1886: Gründung des Diakonissenhauses Schwäbisch Hall, aus der sich das heutige Diakoniekrankenhaus entwickelt.

1887

  • 30.06.1887: Weihe der katholischen Pfarrkirche St. Joseph am Langen Graben, der ersten in Schwäbisch Hall gebauten katholischen Kirche seit der Reformation.
  • 13.12.1887: Der bisherige Stadtpfleger und spätere Schwäbisch Haller Ehrenbürger Friedrich Helber (1839-1909) zum Stadschultheiß gewählt (bis 1899).

1888

  • 25.04.1888: Mit der Anlage eines Bohrlochs beginnt die Förderung von Sole (salzhaltiges Wasser) in Tullau zur Verarbeitung in der Schwäbisch Haller Saline, die dadurch vom Steinsalzbergwerk Wilhelmsglück unabhängig wird.

1892

  • Hilbenhof (Bibersfeld) erstmals als Wohnplatz erwähnt.
  • Winterhalde (Bibersfeld) erstmals als Wohnplatz erwähnt.
  • 20.09.1892: Inbetriebnahme einer „allgemeinen Telephonanstalt“ im Hotel Lamm-Post am Milchmarkt: das erste Telefon in Schwäbisch Hall.

1893

  • 22.09.1893: Einweihung des jüdischen Betsaals in der Unteren Herrngasse 7.
  • 01.05.1893: Einweihung des Aussichtsturms in der Ruine der Wallfahrtskirche auf dem Einkorn; er erhält den Namen „König-Karl-Turm“.

1896

  • Die durch den Großaltdorfer Pfarrer Julius Gmelin (1859-1919) verfasste „Geschichte der Reichsstadt Hall und ihres Gebiets“ erscheint - die erste moderne Geschichte der Stadt.

1898

  • 13.03.1898: Weihe der nach Entwürfen von Baurat Dolmetsch neu gebauten Kirche von St. Katharina.

1899

  • 08.06.1899: Emil Hauber (1863-1927) zum Stadschultheiß gewählt (bis 1927).
  • 30.06.1899: Stadtschultheiß Friedrich Helber (1839-1909) wird nach seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt verabschiedet. Er wird mit einem silbernen Pokal und der Verleihung der Ehrenbürgerwürde geehrt.

1900

  • Anlage eines Industrieviertels hinter dem Bahnhof.
  • 01.05.1900: Beginn der Fürsorge für geistig Behinderte („Schwachsinnigenarbeit“) in der Diakonissenanstalt.

1901

  • 03.03.1901: Einweihung des Brenz-Hauses als evangelisches Versammlungs- und Vereinshaus.
  • 11.09.1901: Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Schwäbisch an Oberforstrat Freiherr Wilhelm von Hügel (1828-1908), in Anerkennung der Verdienste, die er sich in seiner 25jährigen Tätigkeit als Vorstand des hiesigen Forstamtes erworben hat.

1904

  • 29.02.1904: Gründung des „Vereins zur Hebung des Fremdenverkehrs“ in Schwäbisch Hall.

1907

  • 19.05.1907: Uraufführung des historischen Theaterstücks „Stiftung des Haller Siedersfestes“ von Georg Fehleisen. Mit dieser und der Aufführung des Stücks „Der Übergang der Limpurg an Schwäbisch Hall“ im folgenden Jahr etabliert sich ein jährliches Fest der Salzsieder, das u.a. der Fremdenverkehrswerbung dient.

1911

  • 06.01.1911: Eröffnung des „Thonbildtheaters“ im Saal des Gasthofs zum Goldenen Ritters - erstes Kino in Schwäbisch Hall.

1914

  • 11.08.1914: Das in Schwäbisch Hall aufgestellte III. Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 121 rückt nach einem Feldgottesdienst auf dem Marktplatz in den Ersten Weltkrieg ab. Bis 1918 fallen 303 Bürger der Stadt, 13 bleiben vermisst.

1918

  • 10.11.1918: Volksversammlung von SPD und Gewerkschaften im „Hirschsaal“ aus Anlaß der Ausrufung der Republik.
  • 30.12.1918: Der spätere Bundespräsident Theodor Heuss spricht als Redner bei einer Veranstaltung der DDP (Deutsche Demokratische Partei) im „Hirsch“ über das Thema „Der deutsche Volksstaat“. Es folgen weitere Wahlkampfauftritte in Schwäbisch Hall.

1919

  • 13.09.19: Konstituierung eines „Ausschusses für Volksbildung“, der die erste Volkshochschule in Schwäbisch Hall einrichtet.

1921

  • 21.07.21: Erstmals wird nach dem Ersten Weltkrieg wieder das Kinderfest gefeiert.

1922

  • Gründung einer Ortsgruppe der NSDAP in Schwäbisch Hall. Mitinitiator ist der Lehrer und spätere württembergische NS-Ministerpräsident von Württemberg Christian Mergenthaler, nach 1945 als „Hauptschuldiger“ verurteilt.

1923

  • Die Stadt gibt während der Inflation Notgeld heraus.
  • Jugendherberge im Crailsheimer Tor eingerichtet.
  • 08.08.1923: Erste Veranstaltung der NSDAP in Schwäbisch Hall im „Ritter“-Saal. Sie wird massiv von SPD-Anhängern gestört; der SPD-Landtagsabgeordnete Fritz Ulrich bezeichnet die Nationalsozialisten als „Schädlinge am deutschen Volk“.

1924

  • 20.09.1924: Nach der Erteilung der Staatlichen Anerkennung für die Krankenpflegeschule im Diakoniekrankenhaus finden die ersten Abschlussprüfungen statt.
  • 08.03.1924: Öffentliche Versammlung der SPD mit Kurt Schumacher als Redner im Theatersaal. Der Landtags- und Reichstagsabgeordnete und - nach 1933 - KZ-Häftling wurde erster Bundesvorsitzender der SPD nach 1945.
  • 01.04.1924: Aufhebung der Staatlichen Saline Hall: Ende der Salzgewinnung in Schwäbisch Hall.
  • 30.04.1924: Die Schwäbisch Haller SPD-Frauengruppe gründet nach einer Anregung ihrer Vorsitzenden Pauline Graf einen „Hilfsausschuß“, aus dem sich der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) entwickelt.
  • 11.07.1924: Eröffnung des vom Hospital zum Heiligen Geist getragenen Bürgerheims (Seniorenwohnheims) am Friedensberg (heute Jugendherberge).
  • 26.11.1924: Professor Dr. Georg Fehleisen (1855-1934), lange Jahre Professor an den hiesigen höheren Schulen, wird vom Gemeinderat wegen seiner Verdienste um die Stadt, u.a. als Vorsitzender des Historischen Verein für Württembergisch Franken und Initiator der Pfingstfestspiele, zum Ehrenbürger von Schwäbisch Hall ernannt.

1925

  • Gründung von Gerhards Marionettentheater in Wuppertal (ab 1943 in Schwäbisch Hall).
  • 16.08.1925: Erste Aufführung der Haller Freilichtspiele auf der Treppe vor St. Michael (begründet durch Robert Braun).

1926

  • 01.10.26: Eröffnung der Heimvolkshochschule Comburg.

1927

  • 10.04.1927: Der bisherige Stadtschultheißenamtsverweser Dr. Wilhelm Prinzing (1895-1967) wird zum Stadtschultheißen gewählt.

1928

  • 03.02.1928: Gründung des Vereins Alt Hall auf Initiative von Bürgermeister Dr. Wilhelm Prinzing.

1929

  • Der aus Steinbach stammende und in die USA ausgewanderte Mäzen und Unternehmer Max Kade (1882-1967) wird Ehrenbürger seines Geburtsortes Steinbach.

1930

  • 01.10.30:Steinbach mit der Comburg und dem Einkorn wird nach Schwäbisch Hall eingemeindet.

1931

  • 27.04.31: Der Gemeinderat verabschiedet den Bebauungsplan für die Gartensiedlung auf der Tullauer Höhe und leitet damit deren Bau ein.

1932

  • 01.04.32: Aufhebung des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft Schwäbisch Hall trotz Protesten von Stadt und Bürgerschaft. Anschließend erfolgt die Einrichtung der Zweigstelle Schwäbisch Hall der Staatsanwaltschaft Heilbronn.
  • 27.07.32: Der Gemeinderat beschließt den Bau einer Schwemmkanalisation mit Sammelkläranlage. Die durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochenen Arbeiten ziehen sich bis 1956 (Fertigstellung der Kläranlage) hin.

1933

  • Beginn des Baus der Rollhofsiedlung als Arbeitersiedlung.
  • Bau der Hindenburgbrücke (später Johanniter-, jetzt Friedensbrücke).
  • 26.02.33: Propagandamarsch und -kundgebung der NSDAP von Steinbach auf den Marktplatz zur Feier der nationalsozialistischen „Machtergreifung“. Am Nachmittag findet eine Gegenkundgebung der republikanischen „Eisernen Front“ statt.
  • 21.03.33: Erstmalig erscheint ein Boykottaufruf der NSDAP gegen jüdische Geschäfte in Schwäbisch Hall.
  • 04.04.33: „Gleichschaltungsgesetz“ ändert Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat zugunsten der NSDAP, die nun über eine absolute Mehrheit verfügt.
  • 13.06.33: Die Gemeinderäte Brotz, Fritsch und Gräter (SPD) legen ihre Mandate nieder.

1934

  • Einrichtung eines von der Diakonissenanstalt getragenen Altersheims im früheren städtischen Krankenhaus am Nikolaifriedhof.
  • Die NS-Organisation „Kraft durch Freude“ bildet eine Volkstanzgruppe, die die Aufführung der Siederstänze übernimmt; die Gruppe tritt an 1936 bei zahlreichen nationalsozialistischen Großveranstaltungen auch außerhalb Schwäbisch Halls auf.
  • 07.11.34: Der Stadtname wird amtlich auf „Schwäbisch Hall“ festgelegt.

1935

  • 01.04.35: Nach langwierigen Verhandlungen mit der Gemeinde Bibersfeld wird der bisherige Bibersfelder Teilort Hagenbach nach Schwäbisch Hall eingemeindet.
  • 12.06.35: Max Kade (1882-1967), New York, wird Ehrenbürger der Stadt Hall. 1904 als 22jähriger Kaufmann nach Amerika ausgewandert, gründet er dort eine pharmazeutische Fabrik und ruft 1944 die „Max Kade Foundation“ ins Leben. Max Kade hat sich mit zahlreichen Spenden für wohltätige Zwecke um seine Heimatstadt verdient gemacht.
  • 12.06.35: Der Gemeinderat ernennt „drei um den Nationalsozialismus hochverdiente Männer“, den württembergischen Reichsstatthalter und Gauleiter Wilhelm Murr, den württembergischen Ministerpräsidenten Christian Mergenthaler (zeitweilig Lehrer in Schwäbisch Hall) und den stellvertretenden Gauleiter Friedrich Schmidt zu Ehrenbürgern der Stadt. Die Ehrenbürgerrechte werden durch Gemeinderatsbeschluss vom 11. Juni 1945 wieder gelöscht.

1936

  • 01.01.36: Das bereits seit 1934 an die Diakonissenanstalt verpachtete und als Altenheim genutzte städtische Krankenhaus beim Nikolaifriedhof geht durch Kauf an diese über (seit 1979: „Nikolaihaus“).
  • 17.03.36: Feierlicher Einzug der Garnison des Fliegerhorsts Hessental in Schwäbisch Hall. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs sind in Hessental zahlreiche Luftwaffeneinheiten stationiert, darunter Bomber, Nachtjäger und der erste serienmäßig hergestellte Düsenjäger der Welt Messerschmitt Me 262.
  • 17.04.36: Das Luftschiff „Hindenburg“ überfliegt Schwäbisch Hall.
  • 27.06.36: Im ehemaligen Schützenhaus von 1827 in den Ackeranlagen wird das „Anlagencafé“ eröffnet.
  • 01.07.1936: Die Eingemeindung von Hessental mit 883 Einwohnern nach Schwäbisch Hall tritt in Kraft.

1937

  • 15.09.37: Der Gemeinderat beschließt die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an den NS-Reichsinnenminister Dr. Wilhelm Frick (1877-1946), der 1946 bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zum Tode verurteilt und hingerichtet wird. Das Ehrenbürgerrecht wird durch Gemeinderatsbeschluss vom 11. Juni 1945 wieder gelöscht.
  • 19.09.37: Historischer Festumzug zur 900-Jahr-Feier der Stadt Schwäbisch Hall. Die Feier findet aufgrund des gefälschten, auf 1037 datierten „Öhringer Stiftungsbriefs“ statt.

1938

  • Fertigstellung des 1931 begonnenen Krankenhausneubaus der Diakonissenanstalt, dessen Fertigstellung sich wegen technischer Schwierigkeiten und Geldmangel verzögert hatte.
  • 10.11.38: Schwäbisch Haller Nazis stecken im Zuge der Reichspogromnacht die Steinbacher Synagoge in Brand, demolieren den Betsaal in der Oberen Herrengasse, das Haus des Rabbiners Dr. Jakob Berlinger und weitere Privatwohnungen.

1939

  • 05.04.39: Eröffnung der Volksbibliothek der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, des Vorläufers der heutigen Stadtbibliothek, in der „Keckenburg“. Der Bestand umfasst ca. 1.600 Bände. Nach dem Ende der NS-Dikatur 1945 wird die Bibliothek von der Stadt übernommen.

1940

  • 19.11.40: Beginn des Abtransports von insgesamt 273 geistig und körperlich Behinderten, darunter 51 Kindern, aus der Diakonissenanstalt. 171 von ihnen werden im Rahmen der „Aktion T4“ („Euthanasie“) in den Tötungsanstalten Grafeneck und Hadamar ermordet.

1941

  • 08.03.41: Im beschlagnahmten Feierabendhaus und dem „Schwachsinnigenheim“ (Gottlob-Weißer-Haus) der Diakonissenanstalt werden 550 umgesiedelte Baltendeutsche einquartiert.
  • 28.11.41: Die Haller Bürger Mathilde Adler, Karoline Pfeiffer, Meier Pfeiffer und Jakob Stern werden wegen ihres jüdischen Glaubens über Stuttgart in das Konzentrationslager Riga deportiert und dort ermordet.

1942

  • 08.05.42: Lucie und Rosalie Kapp werden in das jüdische Altersheim Tigerfeld gebracht und von dort in die Vernichtungslager des Ostens deportiert. Zwei Tage sind Emil Obenheimer und seine Mitter Lina nach Auschwitz transportiert worden. Damit ist Schwäbisch Hall laut Bürgermeister Prinzing „judenfrei“. Insgesamt werden während der nationalsozialistischen Judenverfolgung etwa 40 Haller Bürgerinnen und Bürger ermordet.
  • 20.06.42: Eröffnung des mit Hilfe von Stiftungen des Ehrenbürgers Max Kade gebauten Freibades Schenkensee.

1943

  • Gerhards Marionettentheater zieht von Wuppertal nach Schwäbisch Hall.
  • 30.08.43: Das U-Boot „U 634“, für das die Stadt Schwäbisch Hall die Patenschaft übernommen hat und das deshalb das Stadtwappen am Turm führt, wird im Nordatlantik von britischen Kriegsschiffen versenkt. Die gesamte Besatzung von 47 Mann - darunter ein Sohn des NSDAP-Kreisleiters Otto Bosch - wird dabei getötet.

1944

  • 01.02.1944: Die aus dem durch Bombenangriffe bedrohten Berlin evakuierte Bausparkasse der deutschen Volksbanken nimmt ihren Geschäftsbetrieb im Hotel Adelshof (Am Markt 12) in Schwäbisch Hall auf.
  • 01.07.44: Beginn der Montage von Düsenjägern Me 262 im „Waldwerk“ der Flugzeugwerke Messerschmidt AG auf dem Hasenbühl. Hierbei werden auch Zwangsarbeiter eingesetzt.
  • 13.09.44: Luftangriff auf den Fliegerhorst Hessental durch 64 US-Bomber verursacht schwere Zerstörungen im Horstgelände und in Hessental und fordert ein Todesopfer.
  • 14.10.44: Einrichtung des Konzentrationslagers Hessental mit rund 600 Häftlingen, die auf dem Fliegerhorst Hessental Reparaturarbeiten ausführen sollen. Mindestens 182 Häftlinge verlieren ihr Leben.

1945

  • 23.02.45: Luftangriff von 24 US-Bombern auf den Schwäbisch Haller Bahnhof; 16 Gebäude im Bereich der Katharinenvorstadt und der Ackeranlagen werden zerstört, weitere 73 beschädigt; zwischen 48 und 53 Menschen sterben.
  • 22.03.45: Erneuter schwerer Luftangriff auf den Fliegerhorst Hessental. 3.700 Sprengbomben zerstören diesen so, dass er nicht mehr einsatzklar ist.
  • 02.04.45: Am sogenannten „Kohlenwegle“ zwischen Schwäbisch Hall und Steinbach werden zwei deutsche Soldaten wegen angeblicher Desertion erhängt. Zuvor (am 30.03.45) ist bereits ein Soldat auf dem Fliegerhorst zum Tode verurteilt und erschossen worden.
  • 05.04.45: Auflösung der KZ-Außenstelle Hessental und Beginn des „Todesmarschs“ der 560 Häftlinge über Ellwangen und Nördlingen nach Allach, ein Außenlager des KZ Dachau; mindestens 130 Gefangene sterben oder werden ermordet.
  • 14.04.45: Mit einem vor allem auf das „Friedhofsdreieck“, den Nordwesthang des Friedensberges und eine Panzerabwehrstellung am Diak gerichteten Artilleriebeschuss beginnt der amerikanische Angriff auf Schwäbisch Hall.
  • 15.04.45: Jagdbomberangriffe treffen Gelbingen, Schwäbisch Hall, Hessental, Gailenkirchen und Wackershofen. Es gibt teilweise erhebliche Gebäudeschäden und allein in Gailenkirchen 18 Todesopfer.
  • 16.04.45: Bei einem erneuten Jagdbomberangriff geraten das Rathaus und das Hotel „Lamm-Post“ am Milchmarkt in Brand. Die Löschung des Rathauses wird durch einen bewaffneten SA-Mann verhindert. Bei den Luftangriffen werden in Schwäbisch Hall insgesamt neun Menschen getötet.
    Bürgermeister Wilhelm Prinzing und Polizeihauptmann Bulling werden wegen Sabotage der Verteidigung von Schwäbisch Hall durch die Gestapo verhaftet und nach Stuttgart gebracht, entkommen aber ihrer bereits befohlenen Hinrichtung.
  • 17.04.45: US-Truppen besetzen am Vormittag Gelbingen, Gailenkirchen und Gottwollshausen und stoßen auf Schwäbisch Hall vor. Deutsche Soldaten sprengen Henkersbrücke und Hindenburgbrücke und stecken den Roten Steg in Brand. Es kommt zu Schusswechseln beim Teurershof und am Friedensberg, bei denen ein deutscher Verteidiger getötet wird. US-Soldaten dringen über die Gottwollshäuser Steige in die Stadt ein, die bis 18 Uhr vollständig von amerikanischen Truppen besetzt ist. Die Amerikaner nehmen ca. 100 deutsche Soldaten gefangen und erklären auch die rund 2.000 Patienten des Reservelazaretts in der Diakonissenanstalt zu Gefangenen. Polizeimeister Johannes Dahm übergibt die Stadt auf dem Marktplatz um etwa 15 Uhr an einen Leutnant der US Army.
    Bibersfeld wird durch mehrere Luftangriffe im Laufe des Tages weitgehend zerstört und am frühen Abend durch US-Truppen besetzt. Hierbei verlieren acht Zivilisten und zehn deutsche Soldaten ihr Leben. Ein Zivilist wird von deutschen Soldaten ermordet, weil er eine weiße Fahne hisst.
  • 18.04.45: Nach hartnäckiger Verteidigung durch Luftwaffensoldaten wird Eltershofen am Morgen von den Amerikanern erobert. Acht deutsche Soldaten fallen, zahlreiche weitere werden gefangen genommen.
    Nach einem kurzen Gefecht folgt am Nachmittag die Besetzung von Wackershofen.
    Das von Captain (ab 1. Mai: Major) Philipp C. Lewis geleitete "Military Government" für Stadt und Landkreis Schwäbisch Hall erreicht seinen Standort und nimmt die Arbeit auf, Sitz der Militärregierung ist das Landratsamts-Gebäude Am Markt 7-8.
  • 19.04.45: Amerikanische Soldaten erobern nach einem heftigen Gefecht Hessental; 20 deutsche Soldaten fallen, weitere werden gefangen genommen oder laufen über. Ein US-Offizier wird erschossen.
    Hart umkämpft ist auch das gegen Abend besetzte Tüngental, das von den Amerikanern mit einem neunstündigen Artilleriefeuer belegt wird. Die Hälfte des Ortes ist zerstört; zehn Einwohner und fünf deutsche Soldaten sterben, 27 Wohnhäuser und 39 andere Gebäude werden zerstört.
  • 20.04.45: Besetzung von Sulzdorf durch amerikanische Truppen nach heftigen Gefechten und vier Luftangriffen am 19./20.4., bei denen 33 Menschen getötet und 82 Gebäude zerstört werden.
  • 14.05.45: Erste Sitzung des neu gebildeten Gemeinderats unter Vorsitz von Bürgermeister Prinzing.
  • 19.07.45: Bürgermeister Wilhelm Prinzing wird von der Besatzungsmacht abgesetzt und aufgrund seiner NS-Vergangenheit zwei Jahre lang inhaftiert.
  • 23.07.45: Ernst Hornung (SPD) vom Gemeinderat einstimmig zum Bürgermeister gewählt.
  • 01.10.45: Der Schulunterricht in den Volks- und Hauptschulen wird wieder aufgenommen.
  • 08.10.45: Zwangsräumung von Häusern der Kocherfeldsiedlung, der Kriegsopfersiedlung und des Ziegeleiwegs. In die unter Verwaltung der UNRRA gestellten Häuser ziehen befreite Zwangsarbeiter (sogenannte „Displaced Persons“ oder „DPs“) ein; später sind hier auch jüdische Holocaust-Überlebende untergebracht.
  • 12.12.45: Neugründung der Schwäbisch Haller SPD im Gasthaus zum „Dorle“. Heinrich Gräter wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1946

  • 27.01.46: Erste Gemeinderatswahlen nach dem Kriegsende. Die „Demokratische Wählervereinigung“ erhält 14, die SPD 10 Mandate.
  • 22.03.46: Die Militärregierung genehmigt die Gründung einer Ortsgruppe der Demokratischen Volkspartei unter Vorsitz von W. Vogelmann (heute FDP/DVP) .
  • 23.03.46: Gründung eines Kreis- und Ortsverbands der CDU mit Dr. Gerhard Storz als erstem Vorsitzenden.
  • 01.05.46: Erste Maikundgebung der Gewerkschaften nach dem Ende der NS-Herrschaft.
  • 26.06.46: Die Spruchkammer für Stadt und Landkreis Schwäbisch Hall, vor der sich jeder erwachsene Bürger für seine NS-Vergangenheit verantworten muss, nimmt ihre Tätigkeit im Solbadsaal auf.
  • 03.07.46: Das erste „Care“-Paket (Hilfsaktion der USA) trifft in Schwäbisch Hall ein.
  • 01.08.46: Der 1945 zerstörte „Rote Steg“ ist wiederhergestellt.

1947

  • Einrichtung der Staatlichen Akademie für Lehrerfortbildung auf der Comburg.
  • 03.06.47: Die neu gegründete Volkshochschule nimmt den Lehrbetrieb auf.
  • 01.07.47: Die US Army beschlagnahmt das Gelände des Luftwaffen-Fliegerhorsts in Hessental und richtet dort die Kaserne „Dolan Barracks“ ein (bis 1993).
  • 04.10.47: Eröffnung einer „amerikanischen Bibliothek“ im Gräterhaus.
  • 14.10.47: Die Generalversammlung der Bausparkasse beschließt die endgültige Verlegung ihres Sitzes nach Schwäbisch Hall.
  • 07.12.47: Gemeinderatswahlen: Die CDU siegt mit 2.212 Stimmen vor SPD (1.888), DVP (1.029), Freier Wählervereinigung (304) und KPD (279). Die Wahlbeteiligung liegt bei 63,2%.

1948

  • 30.01.48: Mit einem Beschluss des Gemeinderats zum Bau von sechs Doppelhäusern beginnt der Ausbau der Rollhofsiedlung.
  • 29.02.48: Bürgermeister Ernst Hornung wird mit 92,2% der Stimmen in seinem Amt bestätigt.
  • 19.07.48: Urteile im „Synagogenprozess“ gegen die an den antijüdischen Ausschreitungen der sogenannten „Reichskristallnacht“ vom 9./10. November 1938 beteiligten Täter, in deren Verlauf u.a. der Betsaal in der Oberen Herrngasse demoliert und die Synagoge in Steinbach in Brand gesteckt wurde. Der Hauptangeklagte, Kreisleiter Bosch, erhält zwei Jahre Zuchthaus, ansonsten werden Gefängnisstrafen von sechs Wochen bis 14 Monaten verhängt und sechs Angeklagte frei gesprochen.

1949

  • Gründung der Kinderkrankenpflegeschule im Diakoniekrankenhaus.
  • 07.02.49: Wiedergründung des Vereins „Alt Hall“.
  • 04.06.49: Wiederaufnahme der Freilichtspiele nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem „Salzburger großen Welttheater“.
  • 18.06.49: Einweihung der wieder aufgebauten Henkersbrücke; erstmals nach dem Kriegsende treten hierbei der kleine Siedershof mit dem traditionellen Siederstanz und das „Erste Siederspaar“ des Großen Siedershofs auf.
  • 05.07.49: Erstes Kinderfest nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • 22.10.49: Richtfest für den 1. Bauabschnitt der für Flüchtlinge und Vertriebene errichteten Heimbachsiedlung. Die Heimbachsiedlung ist die erste Flüchtlingsgroßsiedlung in Württemberg-Baden seit der 1946 durchgeführten Bodenreform.
  • 23.12.49: Urteilsverkündung im Revisionsverfahren des „Synagogenprozesses“: Fünf von den ursprünglich sechs beschuldigen Haller Bürger von der Großen Strafkammer des Landgerichts Heilbronn der Verbrechen der Beihilfe zu schwerer Brandstiftung, zu schweren und einfachen Land- und Hausfriedensbruch und gemeinschaftlicher Sachbeschädigung für schuldig befunden und verurteilt.

1950

  • 07.02.50: Die Besatzungsmacht gibt 62 seit 1945 zur Unterbringung von „Dispaced Persons“ (DPs) beschlagnahmte Häuser in den Siedlungen Ziegeleiweg und Kocherfeld frei.
  • 28.05.50: Erstes „Kuchen- und Brunnenfest“ mit dem neugegründeten Großen Siedershof nach der historischen Festordnung von 1785.
  • 24.06.50: Einweihung der wieder hergestellten, 1945 durch deutsche Truppen gesprengten Johanniterbrücke (zuvor Hindenburg- seit 1983 Friedensbrücke).

1951

  • 28.01.51: Gemeinderatswahl: Die CDU gewinnt 4, die SPD ebenfalls 4, die DVP 2, DG/BHE 1 Mandat. Die Wahlbeteiligung liegt bei 57,8%.
  • 14.08.51: Der Gemeinderat verleiht dem Kunstschlosser Emil Schmidt sen. (1871-1959) anlässlich seines 80. Geburtstags das Ehrenbürgerrecht der Stadt Schwäbisch Hall. Emil Schmidt stand als Haalhauptmann viele Jahre an der Spitze der Siederschaft, der Turn- und Sportgemeinde diente er 40 Jahre lang als Fahnenträger. Aktiv war er auch bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Gewerbeverein, dem Verein Alt Hall und dem Historischen Verein für Württembergisch Franken.

1952

  • 01.04.52: Die Justizvollzugsanstalt wird zur zur zentralen Jugendstrafanstalt in Württemberg erklärt ("Jugend- und Strafgefängnis Schwäbisch Hall").

1953

  • 10.06.53: Erstes Sommernachtsfest auf dem Unterwöhrd und in den Ackeranlagen.
  • 15.11.53: Gemeinderatswahlen: CDU und SPD gewinnen je 4 Sitze, die FDP/DVP 3, der BHE 1 Sitz; damit haben CDU und SPD je 8 Mandate, die FDP/DVP 5 und der BHE 2.

1954

  • 21.02.54: Theodor Hartmann (1907-1986) zum Bürgermeister gewählt. Er ist Nachfolger von Ernst Hornung.
  • 10.04.54: Eröffnung der Eisdiele „Simonetti“, der ersten Eisdiele in Schwäbisch Hall, durch die Familie Simonetti.
  • 19.06.54: Beim Einsturz des Kettenstegs zwischen Unterwöhrd und Ackeranlagen während des Sommernachtsfests sterben zwei Menschen.

1955

  • 30.04.55: Einweihung des nach der Zerstörung 1945 wieder aufgebauten Rathauses.
  • 11.11.55: Einweihung des aus Sicherheitsgründen neu gebauten Sulferstegs und des Lindachstegs.
  • 27.11.55: Einweihung der evangelischen Johannes-Brenz-Kirche für Heimbachsiedlung und Rollhof.

1956

  • Einrichtung der evangelischen Pfarrei Hessental.
  • 01.06.56: Einweihung des nach der Kriegszerstörung wieder aufgebauten Bahnhofs Schwäbisch Hall.
  • 03.06.56: Festakt zur 800-Jahr-Feier der Stadt aufgrund der Weiheurkunde für St. Michael von 1156 mit Empfang durch Bundestagspräsident Dr. Eugen Gerstenmaier und Festumzug.
  • 12.06.56: Fertigstellung der Kläranlage im „Vogelholz“ auf Gemarkung Gelbingen. Damit ist der 1932 beschlossene Bau einer Kanalisation in Schwäbisch Hall abgeschlossen.
  • 17.09.56: Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes der Bausparkasse an der Crailsheimer Straße.
  • 30.09.56: Einweihung des Gemeindehauses der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph mit dem dazu gehörigen, neuen Kindergarten. Die Anzahl der Katholiken ist durch den Zustrom von Vertriebenen seit 1945 stark gewachsen; 60% der Mitglieder der Kirchengemeinde gehören dieser Gruppe an.
  • 20.10.56: Einweihung des Kindergartens in der Heimbachsiedlung, der nach einer „Kindergartenaktion“ mit zahlreichen Spenden durch die Hospitalstiftung gebaut werden konnte.
  • 11.11.56: Gemeinderatswahlen: CDU und SPD gewinnen je 4 Mandate, die FWV 3, und die Wählervereinigung der Heimatvertriebenen (BHE) 1 Mandat. Damit sind CDU und SPD mit je 8, FDP/DVP und FWV mit je 3 und die Wählervereinigung der Heimatvertriebenen bzw. der BHE mit 2 Mandaten vertreten.
  • 27.11.56: Gemeinderatswahlen: CDU und SPD gewinnen je 4 Mandate, die FWV 3, und die Wählervereinigung der Heimatvertriebenen (BHE) 1 Mandat. Damit sind CDU und SPD mit je 8, FDP/DVP und FWV mit je 3 und die Wählervereinigung der Heimatvertriebenen bzw. der BHE mit 2 Mandaten vertreten.
  • 16.12.56: Einweihung des evangelischen Gemeindehauses mit Kirche und Kindergarten in der Kreuzäckersiedlung.

1957

  • Einrichtung des Staatlichen Hochbauamts Schwäbisch Hall.
  • Einrichtung der Stadtbibliothek im Hospitalgebäude.

1959

  • 08.11.1959: Bei der Gemeinderatswahl gewinnen CDU und SPD je 4, die FWV 3 und GB/BHE 1 Mandat. Damit sind im Rat CDU und SPD mit je 8 Stadträten, die FWV mit 6 Räten und der BHE mit 2 Stadträten vertreten.

1960

  • 01.10.60: Schwäbisch Hall wird große Kreisstadt. Die Einwohnerzahl übersteigt 20.000 Einwohner.

1961

  • 11.03.61: Weihe der neu gebauten katholischen Kirche „Christus König“ in der Heimbachsiedlung.

1962

  • 10.06.62: Altbundespräsident Theodor Heuss besucht die Premiere des „Salzburger großen Welttheaters“ bei den Freilichtspielen.
  • 04.11.62: Bei der Gemeinderatswahl gewinnt die CDU 5, die SPD 4, die FWV 2 und die FDP/DVP 1 Mandat. Damit verfügen die CDU über 9, die SPD über 8, die FWV über 5, FDP/DVP und BHE über je 1 Mandat.

1963

  • 18.10.63: Die Stadt Schwäbisch Hall kauft für 5,9 Mio. DM den Teurershof.

1964

  • 03.05.64: Unterzeichnung der Urkunde über die Städtepartnerschaft zwischen Schwäbisch Hall und Epinal (Frankreich).
  • 20.12.64: Weihe der neuen katholischen Pfarrkirche St. Maria, Königin des Friedens, in Hessental.

1965

  • 01.04.65: Gründung des Goethe-Institutes Schwäbisch Hall.
  • 24.05.65: Königin Elisabeth II. von England und Prinzgemahl Philip besuchen Schwäbisch Hall und tragen sich in das „Goldene Buch“ des Stadt ein.
  • 25.05.65: Konstitution des Ortsverbands der CDU; Dr. Dr. Wilhelm Pfeifer wird 1. Vorsitzender.
  • 09.09.65: Altbundeskanzler Konrad Adenauer besucht Schwäbisch Hall und trägt sich in das „Goldene Buch“ der Stadt ein.
  • 07.11.65: Bei der Gemeinderatswahl gewinnen CDU und SPD je 4 Mandate, die FWV drei und die FDP 1 Mandat. Damit ist im neuen Gemeinderat die CDU mit 9, die SPD mit 8, die FWV mit 5 und die FDP/DVP mit 2 Mandaten vertreten.

1966

  • 04.03.66: Gründung des „Sonnenhofs e.V.“ („Verein zur Hilfe geistig behinderter Kinder Schwäbisch Hall“)
  • 18.06.66: Abschluss der Städtepartnerschaft mit der englischen Stadt Loughborough (Leicester).
  • 01.09.66: Das Gymnasium bei St. Michael nimmt in seinem Neubau den Unterricht auf.

1967

  • 16.12.67: Einrichtung der selbstständigen katholischen Kirchengemeinde „Christus König“ in der Heimbachsiedlung für Heimbachsiedlung, Reifenhof, Rollhof, Stadheide sowie Bibersfeld, Gottwollshausen, Gailenkirchen und Michelfeld.

1968

  • Abbruch des alten Solbades.
  • 11.02.68: Der Studentenführer Rudi Dutschke tritt im Rahmen einer vom Jugendclub „alpha 60“ veranstalteten „Woche der Demokratie“ im Neubausaal auf.
  • 20.10.68: Gemeinderatswahl: SPD und CDU gewinnen je 4, die FWV 3 und die FDP 1 Mandat; damit sind CDU und SPD mit je 8, die FWV mit 6 und die FDP mit 2 Stadträten vertreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,11%.
  • 03.11.68: Einweihung des „Sonnenhofs“ für behinderte Kinder und Jugendliche mit einem Festakt im Neubausaal.

1969

  • Gründung der Sonnenhofschule und des Sonnenhofkindergartens für behinderte Kinder und Jugendliche.
  • 12.12.69: Der Gemeinderat genehmigt den Kauf des privaten Elektrizitätswerks W. Heller & Co. durch die Stadt für 11,6 Mio. DM.

1970

  • 13.12.70: Nach zweijähriger Bauzeit wird der Neubau des Brenzhauses der evangelischen Kirche in der Mauerstrasse eingeweiht.

1971

  • Einweihung des Altenwohnheims „Rudolf Popp“, das durch eine Stiftung des Namensgebers gebaut werden konnte.
  • Gründung der Musikschule Schwäbisch Hall.
  • 01.01.71: Aus dem das Gaswerk und das Wasserwerk umfassenden städtischen Stadtwerke-Eigenbetrieb und dem von der Stadt 1969 gekauften privaten Elektrizitätswerk W. Heller & Co. wird die Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH gebildet.
  • 02.08.71: Der Gemeinderat verleiht Rudolf Popp (1892-1972), Gutsbesitzer auf dem Reifenhof, für seine Stiftungen zugunsten eines Seniorenwohnheims und eines Hallenbads im Schulzentrum West die Ehrenbürgerwürde der Stadt Schwäbisch Hall.
  • 24.10.71: Gemeinderatswahl: SPD und CDU gewinnen je 4 Mandate, die FWV 3 und die FDP/DVP 1 Mandat; damit sind wieder CDU und SPD mit je 8, die FWV mit 6 und die FDP mit 2 Stadträten vertreten.

1972

  • Einweihung der katholischen Kirche in Gottwollshausen.
  • 01.01.72: Die Eingemeindung von Gailenkirchen, Sulzdorf, Weckrieden und Tüngental tritt in Kraft.
  • 13.01.72: Eröffnung des „Kinos im Schafstall“ mit „Circus“ von Charlie Chaplin.
  • 10.03.72: Bundeskanzler Willy Brandt besucht Schwäbisch Hall und trägt sich in das „Goldene Buch“ der Stadt ein.
  • 18.04.72: Der Gemeinderat verleiht Dr. med. Wilhelm Dürr (1887-1979) aufgrund seiner Verdienste als Arzt, Gemeinderat und Vorstand des Historischen Vereins die Ehrenbürgerwürde der Stadt Schwäbisch Hall.
  • 01.06.72: Die Eingemeindung von Bibersfeld tritt in Kraft.

1973

  • 01.07.73: Die Eingemeindung von Eltershofen tritt in Kraft.

1974

  • 16.01.74: Eröffnung der Beschützenden Werkstätte Schwäbisch Hall für Behinderte im Aschenhausweg.
  • 03.03.74: In der 2. Runde der Oberbürgermeisterwahlen wird Karl-Friedrich Binder mit 57% gewählt; Helmut Palmer erhält 41,4%. Auf dem Marktplatz versammeln sich rund 10.000 Menschen zur Bekanntgabe des Ergebnisses.
  • 26.08.74: Unterrichtsbeginn im neu gebauten Schulzentrum West.
  • 09.09.74: Unterrichtsbeginn in der neu gegründeten evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik.

1975

  • 01.01.75: Die Eingemeindung von Gelbingen tritt in Kraft.Vorangegangen waren längere Konflikte, da die Eingemeindung nach Schwäbisch Hall in Gelbingen abgelehnt wurde.
  • 07.02.75: Fertigstellung der Limpurgbrücke, mit 101 m Länge das längste Brückenbauwerk in Schwäbisch Hall.
  • 20.04.75: Gemeinderatswahlen. In der durch die Eingemeindungen vergrößerten Stadt werden 32 statt bislang 24 Mandate vergeben, statt der bisherigen Neuwahl der Hälfte des Gemeinderats nach drei Jahren findet nun alle fünf Jahre die komplette Neuwahl des Gemeinderats statt. Die CDU erhält 34,9% und 14 Sitze, die SPD 26,7% und 7 Sitze, die FDP 10,1% und 2 Sitze, die FWV 24,2% und 9 Sitze.
  • 09.07.75: Bundespräsident Walter Scheel besucht Schwäbisch Hall und die Freilichtspiele.
  • 13.10.75: Neuer „Zentraler Omnibusbahnhof“ in Betrieb genommen.
  • 19.12.75: Umwidmung verschiedener Straßen im Innenstadtbereich zu Fußgängerzonen - erster Schritt zur autofreien Innenstadt.

1976

  • 01.02.76: Festgottesdienst zur Gründung der evangelischen Kirchengemeinde Tullauer Höhe-Hagenbach (seit 1985 „Lukasgemeinde“) als 5. Teilgemeinde innerhalb der Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall.
  • 08.10.76: Eröffnung der städtischen Galerie am Markt für moderne Kunst.
  • 01.12.76: Inbetriebnahme der Mülldeponie „Hasenbühl“ in Hessental.

1978

  • 01.01.78: Heimbach wird aufgrund einer Verordnung des baden-württembergischen Innenministeriums nach Schwäbisch Hall eingegliedert.
  • 25.08.78: Eröffnung des „Löchnerhauses“ (Klosterstr. 8) als neuem Sitz der Volkshochschule Schwäbisch Hall.
  • 23.09.78: Einweihung des Sportzentrums Hagenbach der TSG Schwäbisch Hall.
  • 14.12.78: Einweihung des neu gebauten „Weilerstegs“ über den Kocher.

1979

  • 13.07.79: Einweihung der neuen Jugendherberge im ehemaligen Bürgerheim. Die alte Jugendherberge im Crailsheimer Torturm musste wegen Brandgefahr geschlossen werden.
  • 06.09.79: Inbetriebnahme des neugebauten Schulzentrums Ost (Schenkensee).
  • 10.09.79: Gemeinderat stellt Bebauungsplan für das Wohngebiet Teurershof II auf.
  • 26.10.79: Offizielle Inbetriebnahme des Freizeitzentrums Schenkensee nach 15monatiger Bauzeit.
  • 09.11.79: Einweihung des Jugendhauses Stadtmitte in der Gelbinger Gasse 111 (später Jugendhaus „Forum“; 2002 geschlossen).

1980

  • 09.05.80: Einweihung des Feierabendheims Schwäbisch Hall und der angeschlossenen Krankenpflegeschule Hohenlohe.
  • 13.05.80: Gründung eines Ortsverbands der „Grünen“.
  • 23.05.80: Eröffnung des „Hauses der Ortsgeschichte“ in der Sulzdorfer Dorfmühle von 1685.
  • 22.06.80: Gemeinderatswahlen. Die CDU erhält 36,9% und 14 Sitze, die SPD 33% und 12 Sitze, die FWV 20,8% und 7 Sitze und die FDP/DVP 8,3% und 3 Sitze.
  • 11.07.80: Übergabe der neuen Städtischen Musikschule in der Gelbinger Gasse 25.
  • 31.08.80: Einweihung des Heims Schöneck auf dem Teurershof.
  • 09.11.80: St. Markus wird selbständige katholische Pfarrei.
  • 10.11.80: Eröffnung des „Hauses der Vereine“ am Schuppach.
  • 22.11.80: Übergabe des neuen Parkhauses „Stadtmitte“.

1981

  • 22.06.81: Einweihung des neuen Landratsamts in der Blendstatt.

1982

  • 30.04.82: Eröffnung der 3. Landesgartenschau Baden-Württemberg mit Innenminister Roman Herzog auf dem Marktplatz. Bis zum Ende am 10.10. wird sie von 1.158.400 Personen besucht.
  • 14.05.82: Eröffnung des Solebades beim Hotel Hohenlohe
  • 10.12.1982: Mit einem Festakt im „Neubau“ wird die neue Ferngasleitung Crailsheim - Schwäbisch Hall - Stuttgart offiziell eingeweiht und der Anschluss Halls an das Erdgasnetz gefeiert.

1983

  • 25.06.83: Eröffnung des Hohenloher Freilandmuseums in Wackershofen nach mehrjährigen Vorarbeiten.
  • 29.10.83: Weihe der katholischen St. Markuskirche und des Gemeindezentrums am Hagenbacher Ring.
  • 26.11.83: Eröffnung des ersten Weihnachtsmarktes in der Gelbinger Gasse.

1984

  • 23.03.84: Die Neubauten im Berufsschulzentrum auf der Tullauer Höhe werden feierlich eingeweiht.
  • 13.04.84: Einweihung des „Hauses der sozialen Arbeit“ der AWO Schwäbisch Hall.
  • 28.10.84: Gemeinderatswahlen. Die CDU erhält 34,7% und 13 Mandate (- 1), die SPD 33% und 11 (- 1), die FWV 20,8% und 7, (+- 0), die FDP/DVP 6,6% und 2 (- 1), und die erstmals im Gemeinderat vertretenen Grünen 6,2% und 2 Mandate.

1985

  • 18.05.85: Die Gelbinger Gasse wird Fußgängerzone.
  • 26.06.85: Der Gemeinderat stimmt einer Städteparnerschaft mit Lappeenranta (Finnland) zu.
  • 28.06.85: Empfang für die ehemaligen jüdischen Bürger von Schwäbisch Hall mit Eintrag in das goldene Buch der Stadt.
  • 06.07.85: Einweihung der Freien Waldorfschule Schwäbisch Hall auf dem Teurershof.

1988

  • 24.04.88: Bürgerentscheid über dem Bau der Schwäbisch Haller Westumgehung ergibt 60% gegen deren Bau. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,3%. Die Westumgehung war zuvor in Gemeinderat und Bevölkerung kontrovers diskutiert worden.
  • 18.05.88: Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags mit der Stadt Neustrelitz (DDR).
  • 03.09.88: Eröffnung des Hällisch-Fränkischen Museums nach vierjährigen Umbauten und Vergrößerungen.
  • 02.12.88: Einweihung der Blendstatthalle mit Übergabe einer Plastik von Bildhauer Heinz Pistol.

1989

  • 23.04.89: Einweihung des Evangelischen Gemeindezentrums St. Lukas (Tullauer Höhe).
  • 10.06.89: Einweihung des neuen Schenkenseebads.
  • 16.06.89: Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen Zamosc (Polen) und der Stadt Schwäbisch Hall in Zamosc.
  • 22.10.1989: Gemeinderatswahlen. Die CDU erhält 27,5% und 11 Sitze, die SPD 34% und 13, die FWV 22,6% und 7, die FDP 8,4% und 3, Grüne/AL 7,4% und 2 Sitze.
  • 28.12.89: Einrichtung eines Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums bei den Haus- und Landwirtschafltichen Berufs- und Berufsfachschulen.

1990

  • 08.06.90: Einweihung des Parkhauses Schiedgraben.
  • 01.09.90: Der 2. Bauabschnitt des Hällisch-Fränkischen Museums wird eröffnet.
  • 03.11.90: Der Marktplatz wird Fussgängerzone.

1992

  • 09.07.92: Bildung einer selbstständigen evangelischen Kirchengemeinde für Heimbachsiedlung und Teurershof aus dem bisherigen 2. Gemeindebezirk der Johannes-Brenz-Gemeinde.
  • 23.09.92: Die Volkshochschule Schwäbisch Hall gründet eine Frauenakademie.
  • 08.11.92: Schändung des jüdischen Friedhofs in Steinbach: Mehrere Grabsteine werden umgestoßen.
  • 09.11.92: 2.500 Menschen demonstrieren nach der Schändung des jüdischen Friedhofs auf dem Marktplatz gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

1993

  • 30.04.93: Abschiedsfest zur Räumung des Camp Dolan in Hessental durch die US-Armee. Das Gelände des ehemaligen deutschen Fliegerhorsts war seit 1945 durch die amerikanischen Streitkräfte genutzt worden.
  • 20.12.93: Ein Hochwasser überflutet erstmals seit Jahrzehnten wieder den Haalplatz.

1994

  • 12.06.94: Gemeinderatswahl: Die CDU erhält 10 Sitze (- 1), SPD 12 (- 1), FWV 8 (- 1), FDP 4 (+ 1), Grüne/AL 4 (+ 2). Die Wahlbeteiligung lag bei 63,07%.
  • 10.09.94: 1. Haller Ökomesse im Steinbacher Marktzentrum, in der ökologisch-biologische Produkte aus zahlreichen Branchen vorgestellt werden.
  • 23.10.94: Erster „Haller Kulturherbst“(Veranstaltung der beiden Haller Gewerbetreibenden mit verkaufsoffenem Sonntag und kulturellen Rahmenprogramm).
  • 27.10.94: Eröffnung des neuen Gesundheitszentrums der AOK Schwäbisch Hall im denkmalgeschützten „Haus Schladen“ Unterlimpurger Str. 11.

1995

  • 10.03.95: Zweite Grundsteinsetzung am Chor von St. Michael zum 500jährigen Jubiläum der ersten Grundsteinsetzung.
  • 01.04.95: Das ANT-Werk in der Stadtheide wird trotz Protesten der Belegschaft geschlossen. 250 Arbeitsplätze gehen verloren.
  • 15.10.95: 1. „Haller Kulturherbst“ eröffnet.
  • 08.12.95: Einweihung der von der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist errichten Seniorenwohnanlage „Ilgenwiesen“ für betreutes Wohnen.
  • 29.12.95: Stadt Schwäbisch Hall kauft Areal der ehemaligen US-Kaserne „Camp Dolan“ in Hessental für 30,6 Mio. DM von der Bundesrepublik Deutschland.

1996

  • 08.03.96: PKL Flexpack GmbH schließt Werk im Sulzdorfer Industriegebiet, 110 Arbeitsplätze gehen verloren.
  • 02.04.96: Das Arbeitsamt nimmt seinen Dienst in dem neuen Verwaltungsgebäude auf.
  • 19.07.96: Wiedereinweihungen des 1993 durch einen Brand zerstörten historischen Gasthauses „Roter Ochsen“ im Hohenloher Freilandmuseum.
  • 20.09.96: Einweihung des Sonnenhofkindergartens für behinderte Kinder, dessen Fertigstellung wegen fehlender Landesgelder lange fraglich war.
  • 24.09.96: Ignatz Bubis, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, besucht Schwäbisch Hall und trägt sich in das „Goldene Buch“ der Stadt ein.
  • 15.12.96: Oberbürgermeister-Wahl. Kurt Leibbrandt (Bietigheim-Bissingen) im zweiten Wahlgang mit 53,3 Prozent der Stimmen zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Schärfster Konkurrent war Claus Boldt (Schwäbisch Hall) mit 44,4 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,8 Prozent.
  • 16.12.96: Stadtverwaltung stellt im Gemeinderat Konzept für künftige Nutzung des Camp Dolan-Areals vor. Dort soll unter der Bezeichnung „Sol-Park“ ein gemischtes Wohn-Gewerbegebiet entstehen.
  • 19.12.96: Konkursantrag des traditionsreichen Unternehmens Kade GmbH & Co. in Steinbach.

1997

  • 23.01.97: Kurt Leibbrandt, Sieger der OB-Wahl vom 15. Dezember, gibt den Verzicht auf sein Mandat bekannt. Gründe sind eine Wahlanfechtungsklage sowie anonyme Drohanrufe.
  • 27.04.97: Hermann-Josef Pelgrim (SPD) siegt im Zweiten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl mit 39,12%, gefolgt von Claus Boldt (CDU) mit 31,81% und dem offiziellen CDU-Kandidaten Thomas Grieser mit 28,20%. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,02%.
  • 09.05.97: Eröffnung der Filiale der Drogeriemarktkette Müller im ehemaligen „Haus Chur“ in der neuen Straße. Um die komplette Erhaltung des zu diesem Zweck entkernten Gebäudes hatte es einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen dem Unternehmen und der Stadt gegeben.
  • 03.09.97: Eröffnung des Seniorenwohnstifts der Bausparkasse Schwäbisch Hall „Im Lindach“ mit 52 Altenwohnungen.
  • 17.10.97: Offizielle Einweihung der Seniorenwohnanlage „Am Gänsberg“ der Arbeiterwohlfahrt in der Langen Straße 54.
  • 28.11.97: Einweihung des Parkhauses „Alte Löwenbrauerei“.
  • 05.12.97: Feierliche Eröffnung des neuen Diak-Krankenhausparkhauses mit Hubschrauberlandeplatz.

1998

  • 30.03.98: Offizielle Übergabe der neuen Justizvollzugsanstalt in der Stadtheide durch Finanzminister Gerhard Mayer-Vorfelder an Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll.
  • 19.05.98: Nach Scheitern eines Übernahmeangebots ehemaliger Mitarbeiter ist Schließung des Sulzdorfer Möbelwerks „Schwabenküche GmbH“ nicht mehr zu verhindern. 125 Arbeitsplätze gehen verloren.
  • 01.10.98: Die traditionsreiche, 1890 gegründete Firma Karl Kurz Hessental mit 180 Arbeitsplätzen meldet Konkurs an.

1999

  • 28.02.99: Eröffnung der Ausstellung „Alleyn zwey ding: glauben und lieben“ zum 500. Geburtstag des Schwäbisch Haller und württembergischen Reformators Johannes Brenz (1499-1570) mit einem von Landesbischof Eberhard Renz gehaltenen Festgottesdienst in St. Michael und Empfang im Hällisch-Fränkischen Museum.
  • 25.10.99: Gemeinderatswahl: CDU erhält 11 Sitze (+ 1), SPD 10 (- 2), FWV 7 (- 1), FDP 4 (+/- 0), Bündnis 90/Die Grünen 2 (1994 (mit AL): 4) AL 1 (1994 (mit B.90/Die Grünen: 4)Die Wahlbeteiligung lag bei nur 49,87%.
  • 26.11.99: Einweihung der Aufstockung des Gymnasiums bei St. Michael. Die bisherige Platznot ist damit beendet; die Stadt hat ca. 10,1 Mio. DM investiert.
  • 31.12.99: Rund 5.000 Besucher feiern auf dem Marktplatz bei von der Stadt ausgerichtetem Fest mit buntem Programm den Übergang zum Jahr 2000.

2000

  • 25.03.00: Nach 140 Jahren wird die Filiale des Franziskanerinnenklosters Reute in Steinbach geschlossen.
  • 19.05.00: Einweihungsfest für Aula, Haupt- und Realschule im Schulzentrum Ost.
  • 27.05.00: Eröffnung des Globe-Theaters auf dem Unterwöhrd mit Shakespeares „Sommernachtstraum“ in einer Inszenierung von Achim Plato. Es handelt sich um einen anlässlich des 75jährigen Jubiläums der Freilichtspiele gebauten Nachbau des Theaters von William Shakespeare in London.
  • 17.07.00: Gemeinderat beschließt mit dem Stimmen von CDU, FWV und SPD den Bebauungsplan „Katzenkopf“. Gegen die Bebauungspläne hatten zahlreiche Bürger protestiert.
  • 26.07.00: Eröffnung des Parkhauses „Ritter“ und des Johanniterhofes mit Feierstunde.
  • 28.07.00: Eröffnung des neuen Kundenzentrums der Stadtwerke Schwäbisch Hall in der Unterlimpurger Straße. Das 13 Mio. DM teure Gebäude wurde in 21 Monaten Bauzeit fertiggestellt.
  • 03.10.00: Rechtsextremisten schänden den jüdischen Friedhof in Steinbach; 11 Grabsteine werden mit Hakenkreuzen beschmiert.
  • 05.10.00: Eröffnung des Modehauses Hennes & Mauritz (H&M) im ehemaligen Gasthaus „Dreikönig“ in der Neuen Straße. Das historische Gebäude war für rund 8,5 Mio. DM völlig entkernt worden; erhalten blieb lediglich die Fassade.
  • 06.10.00: Über 2.000 Haller demonstrieren mit Kundgebung auf dem Marktplatz und Schweigemarsch zum jüdischen Friedhof Steinbach gegen die Schändung des jüdischen Friedhofs durch Neonazis.
  • 27.10.00: Festakt zur Eröffnung der Fachhochschule für Gestaltung.

2001

  • 21.01.01: Bürgerentscheid über Ausbau der Kreisstraße K 2576 („Kleine Westumgehung“) ergibt 67,87% für, 32,13% gegen Ausbau bei Wahlbeteiligung von 50,59%. Vorausgegangen waren kontroverse Diskussionen.
  • 05.04.01: Eröffnung der KZ-Gedenkstätte Hessental in Anwesenheit des KZ-Überlebenden Mendel Gutt.
  • 18.05.01: Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht zur Eröffnung der Kunsthalle Würth Schwäbisch Hall und trägt sich in das Goldene Buch“ der Stadt ein. Am 19.05. wird die Kunsthalle Würth mit zahlreichen Aktionen für das Publikum geöffnet.
  • 20.07.01: Eröffnung der Erweiterung des Hällisch-Fränkischen Museums in der „Stadtmühle“ mit Dr. Michel Friedman, Vizepräsident des Zentralrats der deutschen Juden, als Hauptredner. Insgesamt hat die Stadt Schwäbisch Hall in 20 Jahren 22 Mio. DM in das Museum investiert.
  • 21.07.01: Eröffnung der Stadtbibliothek nach ihrem Umzug in das ehemalige „Modehaus am Milchmarkt“.
  • 16.09.01: Statt des traditionellen „Freundschaftstags“ findet auf dem Marktplatz eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Terroranschläge des 11. September in den USA statt.
  • 26.09.01: Gemeinderat genehmigt Bebauungsplan für das Solar-Wohngebiet „Sonnenrain“ zwischen Solpark und Bühlertalstraße. Das neue Wohngebiet ist konsequent auf Solarenergienutzung ausgerichtet.
  • 28.09.01: Die Bausparkasse Schwäbisch Hall wird ab 2002 keine Gewerbesteuer mehr bezahlen. Grund ist die Zugehörigkeit zur defizitären GZ-Bank und die dadurch mögliche gemeinsame steuerliche Veranlagung. Aufgrund der hohen Verluste der GZ-Bank entfallen Gewerbesteuerzahlungen bis mindestens 2005. Der Stadt fehlen dadurch jährlich 100 Mio. DM, nach Abzug der Umlagen 50 Mio. DM. Schwäbisch Hall steht damit vor einer dramatischen Finanzkrise.
  • 06.10.01: Großer Publikumsandrang beim Haller Kulturherbst mit der „Ersten langen Kunstnacht“ mit verschiedenen Veranstaltungen der Museen und andere kulturelle Institutionen unter dem Motto „Kunst – Licht“.

2002

  • 09.02.02: Die traditionsreiche Druckerei E. Schwend meldet Insolvenz an. Die Bemühungen um einen Erhalt des Unternehmens bleiben vergeblich; 240 Arbeitsplätze gehen verloren. Die wohl seit 1650 bestehende, einstige „privilegierte Buchdruckerei“ war 1802 von David Ludwig Schwend übernommen worden.
  • 20.02.02: Die Kirchengemeinderäte der Evangelischen Gemeinden St. Michael und St. Katharina beschließen Fusion.
  • 05.04.02: Gedenkfeier zum Beginn des „Hessentaler Todesmarschs“ mit Hans Koschnick, dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Bremen, der sich zuvor in das „Goldene Buch“ der Stadt Schwäbisch Hall einträgt.
  • 15.04.02: Der Kunstverein übernimmt die bislang städtische Galerie am Markt und verhindert so deren Schließung im Zuge der Finanzkrise.
  • 17.05.02: Tod des namhaften Schwäbisch Haller Fotografen Paul Swiridoff.
  • 28.06.02: Festempfang zu Ehren der nach Schwäbisch Hall eingeladenen ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter. Sie erhalten eine symbolische Entschädigung durch die Stadt.
  • 28.08.02: Der Schwäbisch Haller Notar Alfred Leikam wird vom Staat Israel posthum als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt. Der 1992 verstorbene Leikam hat als Häftling im KZ Buchenwald einen holländischen Juden vor dem Tod gerettet.
  • 27.09.02: Einweihung des Neubaus der „Offenen Hilfen“ in der Salinenstraße.
  • 09.12.02: Der Gemeinderat beschließt die Gründung zweier Tochterunternehmen, der Haller Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (HGE) sowie der Touristik- und Marketinggesellschaft (seit 2008 als „Touristik und Marketing Schwäbisch Hall“ wieder städtischer Eigenbetrieb).
  • 17.12.02: Unterzeichnung der Stiftungsurkunde der „Bürgerstiftung Schwäbisch Hall“. Zweck der Stiftung ist es, Erziehungs- und Bildungseinrichtungen und sonstigen Vereinigungen in den Bereichen Jugend und Bildung zu fördern und zu initiieren. 500.000 EUR Startkapital wurden von der Bausparkasse Schwäbisch Hall eingebracht. Hintergrund der Gründung ist die Finanzkrise der Stadt.

2003

  • 29.01.03: Verabschiedung von Bürgermeister Uwe Winkler im Gemeinderat. Winkler war 1994 zum Finanzbürgermeister gewählt worden und seit 2001 Kulturbürgermeister. Die Stelle wurde nach Ablauf der Wahlperiode nicht neu besetzt.
  • 07.02.03: Eröffnung des renovierten und vergrößerten Solebades mit einem Tag der offenen Tür
  • 04.03.03: Durch die Insolvenz der Scheib Hoch- und Komplettbau GmbH und die folgenden Insolvenzen der anderen Tochterunternehmen der Scheib Baugruppe gehen etwa 120 Arbeitsplätze verloren.
  • 15.04.03: Einweihung eines Erweiterungsbaus mit 102 neuen Haftplätzen in der Justizvollzugsanstalt.
  • 30.04.03: Der Gemeinderat beschließt die Schließung der Innenstadtkindergärten Unterlimpurg und St. Michael; die „Alte Saline“ wird nach Elternprotesten trotz Finanzkrise erhalten.
  • 30.05.03: Eröffnung der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht - Dimensionen des Vernichtungskriegs 1941-1944“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung in der Steinbacher Gartenschauhalle durch den ehemaligen SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel. Bis zum 13.07. wird die umstrittene Ausstellung von 12.000 Besucher gesehen; es kommt zu drei Demonstrationen von Rechtsextremisten und Neonazis in Schwäbisch Hall.
  • 13.08.03: Mit 38,2 Grad im Schatten wird der heißeste Tag seit 50 Jahren im Raum Schwäbisch Hall gemessen.
  • 13.09.03: Eröffnung der großen Max-Liebermann-Ausstellung „Poesie des einfachen Lebens“ in der Kunsthalle Würth mit Exponaten aus Museen in ganz Europa.
  • 14.10.03: Der bisherige Erste Landesbeamte im Landratsamt, Gerhard Bauer, wird zum Nachfolger von Ulrich Stückle als Landrat des Kreises Schwäbisch Hall gewählt.
  • 14.11.03: Achim Plato, der langjähriger Intendant der Freilichtspiele, wird in den Ruhestand verabschiedet.
  • 15.11.03: Eine neue Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie wird im Diakonie-Krankenhaus eingeweiht.
  • 30.11.03: Die Evangelische Sophie-Scholl-Gemeinde auf dem Teurershof weiht ihr neues Gemeindezentrum ein.

2004

  • 09.01.04: Gerhard Bauer wird offiziell als neuer Landrat eingesetzt, sein Vorgänger Ulrich Stückle verabschiedet.
  • 06.03.04: 1.500 Demonstranten besetzen den Marktplatz und verhindern auf diese Weise die dort geplante Kundgebung einer rechtsradikalen Gruppe. Versuche, die Veranstaltung auf juristischem Weg zu stoppen, waren zuvor gescheitert. Im Anschluss kommt es im Bereich des Zwingers zu Rangeleien zwischen Polizisten, Rechtsextremisten und Gegendemonstranten. Es handelt sich um die erste von mehreren rechtsradikalen Demonstrationen dieses Jahres.
  • 14.05.04: Einweihungsfeier für das neu gestaltete Freibad Schenkensee. Die Stadtwerke investierten 3,6 Mio. EUR für einen weitgehenden Neubau des 1942 eröffneten Schwimmbades.
  • 22.05.04: Wiedereröffnung des Alten Sudhauses der Löwenbrauerei in der Katharinenvorstadt nach jahrelangen Sanierungsarbeiten. Es wird nun v.a. für die Gastronomie der Kunsthalle Würth genutzt.
  • 13.06.04: Stadtrat Dr. Günter Hasenfuss verzichtet vor der Neuwahl des Gemeinderats auf sein Mandat. Damit ist die „Alternative Liste“ nach 20 Jahren nicht mehr im Schwäbisch Hall Gemeinderat vertreten.
  • 13.06.04: Gemeinderatswahl: Die CDU gewinnt 27,9 Prozent und 11 Mandate (+/- 0), die SPD 24,% und 9 Mandate (- 1), die Grünen 15,8% und 6 Mandate (+ 4), die FDP 11,4% und 4 Mandate (+/- 0) und die FWV 19,9% und 7 Mandate (+/- 0). Die Wahlbeteiligung liegt bei 44,5%.
  • 20.06.04: Der Zusammenschluss der evangelischen Innenstadt-Kirchengemeinden St. Michael und St. Katharina wird vollzogen. Im Hintergrund stehen der Rückgang der Innenstadtbevölkerung und die Finanzprobleme der Landeskirche.
  • 16.09.04: Im Bahnhof Hessental findet die Taufe eines ICEs auf den Namen „Schwäbisch Hall“ statt.
  • 18.09.04: Einweihungsfest der Mevlana-Moschee an der Gaildorfer Straße. Träger ist der Ortsverein der zum türkisch-islamischen Verband DITIB gehörenden Türkisch-Islamischen Union.
  • 01.10.04: Neues Begegnungs- und Therapiezentrum „Mobilé“ im Sonnenhof eröffnet.
  • 15.10.04: Eröffnung der Ausstellung „Alte Meister“ und „Anselm Kiefer“ in der Kunsthalle Würth. Präsentiert wird die von Reinhold Würth erworbene, ehemals Fürstenbergische Sammlung Alter Meister.
  • 24.11.04: Gründung der neuen Werbegemeinschaft „Schwäbisch Hall Aktiv“, in der sich die vier bestehenden Werbegemeinschaften zu einem Verein zusammenschließen.
  • 01.12.04: Die Landesversicherungsanstalt weiht den Erweiterungsbau des Regionalzentrums in Schwäbisch Hall ein.

2005

  • 06.03.05: Oberbürgermeisterwahl: Hermann Josef Pelgrim wird als einziger Kandidat mit 94,2% der Stimmen im Amt bestätigt.
  • 10.03.05: Diak-Direktor Frank O. July wird zum Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gewählt.
  • 18.03.05: Einweihung des Max-Kade-Gäste- und Wohnhauses der Fachhochschule für Gestaltung im ehemaligen Gasthaus „Zum Grünen Baum“ in der Gelbinger Gasse.
  • 19.03.05: 42. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Schwäbisch Hall.
  • 28.03.05: Erstes internationales Jugendtheaterfest in Schwäbisch Hall.
  • 31.05.05: Mülldeponie Hasenbühl schließt; an ihrer Stelle wird ein neues „Entsorgungszentrum“ eingerichtet.
  • 07.06.05: Ausstellung „Henry Moore - Epoche und Echo“ in der Kunsthalle Würth eröffnet.
  • 09.08.05: Beginn der Erschließung des zwischen dem Sonnenhof und der Bundesstraße B 19 gelegenen Neubaugebietes „Hartäcker“.
  • 21.10.05: Einweihung des Erweiterungsbaus am Berufsschulzentrum Schwäbisch Hall.
  • 07.11.05: Der Hohenlohekreis steigt aus dem Projekt einer regionalen Zentralklinik (gemeinsam mit dem Diak und dem Landkreis Schwäbisch Hall) aus und läßt es damit scheitern. Insbesondere die Frage des Standorts war zuvor Thema kontroverser Diskussionen.
  • 09.11.05: Erster Spatenstich für neues Schülerhaus im Schulzentrum West.
  • 10.11.05: Eröffnung einer großen Werkschau des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero in dessen Anwesenheit in der Kunsthalle Würth. Botero trägt sich am folgenden Tag in das Goldene Buch der Stadt ein.
  • 25.11.05: Erstmals findet der Kunsthandwerkliche Weihnachtsmarkt im Innenhof des alten Hospitals und in der Hospitalkirche statt.

2006

  • 10.02.06: Festgottesdienst zur Eröffnung der Festlichkeiten zur 850-Jahr-Feier von Schwäbisch Hall und der St. Michaelskirche; anschließend Empfang mit Ministerpräsident Günther H. Oettinger im Neubausaal.
  • 26.03.06: Landtagswahl: Die CDU liegt mit 33,5% (2001: 25,4%) knapp vor der SPD mit 32,1% (2001: 33,4%), die Grünen erreichen 13,4% (2001: 8,4%) und verdrängen die FDP/DVP mit 12,6% (2001: 26,7%) von der Position als drittstärkste Partei. Die erstmals angetretene WASG gewinnt 3,0%, die anderen Parteien bleiben bedeutungslos. Die Wahlbeteiligung erreicht mit 49,7% einen absoluten Tiefstand. Das Direktmandat des Wahlkreises gewinnt Helmut W. Rüeck (CDU), in den Landtag ziehen auch Nikolaos Sakellariou (SPD) und Dr. Friedrich Bullinger (FDP) ein.
  • 09.05.06: Eröffnung des „Indischen Forums“ in der Gelbinger Gasse.
  • 19.-21.05.06: Dreitägiges Stadtfest in der gesamten Altstadt als Höhepunkt der 850-Jahr-Feier.
  • 23.07.06: Beim „Glockenfest“ im Rahmen der 850-Jahr-Feier wird auf dem Marktplatz feierlich eine Glocke für St. Michael gegossen, das ergänzte Geläut nach erfolgter Renovierung des Glockenstuhls wieder an seinen Platz gebracht.
  • 25.07.06: Der Kreistag beschließt nach wochenlangen, kontroversen Diskussionen, die in der Öffentlichkeit starken Widerhall finden, mehrheitlich eine gemeinsame Krankenhaus-GmbH mit dem Hohenlohekreis und eine Holding mit Heilbronn. Die knappe und in Schwäbisch Hall wegen der ungeklärten Rolle des Diakonie-Klinikums mehrheitlich scharf kritisierte Entscheidung erweist sich in der Folge als bedeutungslos, da der Hohenlohekreis ein Zusammengehen mit dem Landkreis Schwäbisch Hall ablehnt. Das Diakonie-Klinikum hatte bereits im Vorfeld seine Ablehung bekannt gegeben. Am 14.12. gründen das Diakonieklinikum und die beiden Kreiskrankenhäuser eine gemeinsame Fördergesellschaft zur Krankenhausversorgung.
  • 29.09.06: Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem ökumenischen Gottesdienst, einem Glockenkonzert und der Einweihung der neuen Marktplatzbeleuchtung.
  • 06.10.06: Feierliche Eröffnung der 23. Literaturtage Baden-Württemberg mit dem niederländischen Schrifsteller Cees Nooteboom im Neubau-Saal.
  • 13.10.06: In der Kunsthalle Würth wird eine große Werkschau über den Bildhauer Horst Antes eröffnet, gleichzeitig beginnt in Anwesenheit von Günter Grass und Hans Magnus Enzensberger die Ausstellung „Literatur kann man sehen“.
  • 14.10.06: Eröffnungsfeier für den mit Hilfe von Sponsoring der Sparkasse neu gestalteten „Sparkassenplatz“ (Früher: Hinter der Post). Die Umbenennung des Platzes hatte Kritik in Gemeinderat und Bevölkerung ausgelöst.
  • 27.10.06: Die Würth-Gruppe eröffnet im Solpark die weltweit erste Fabrik für Dünnschicht-Solarmodule. Das Unternehmen hat für den Bau 55 Mio. Euro investiert.
  • 02.11.06: Mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde wird Balikesir (Türkei) neue Partnerstadt von Schwäbisch Hall.
  • 15.12.06: Der erste Bauabschnitt der Ostumfahrung bis zum Solpark wird eröffnet. Damit ist das erste Element einer weiträumigen Umfahrung der Innenstadt fertig gestellt.

2007

  • 07.02.07: Der Gemeinderat stimmt der Umbenennung des Galgenbergs in Friedensberg zu.
  • 04.04.07: Die neue Pflanzenöl-Verstromungsanlage der Stadtwerke wird offiziell in Betrieb genommen. Über die Anlage hatte es eine kontroverse öffentliche Diskussion gegeben.
  • 09.04.07: Das zweite internationale Jugendtheaterfestival wird in der Kulturscheune der Waldorfschule eröffnet.
  • 23.06.07: Die Volkshochschule in Schwäbisch Hall feiert ihr 60-jähriges Bestehen.
  • 02.07.07: Die AOK Schwäbisch Hall wird Teil der Bezirksdirektion Heilbronn-Franken und verliert ihre Selbstständigkeit.
  • 22.07.07: „Treppenfest“ zum Jubiläum der großen Treppe vor St. Michael.
  • 03.08.07: Eröffnung der Ausstellung „Edvard Munch - Zeichen der Moderne“ in der Kunsthalle Würth mit 1.000 Besuchern.
  • 04.08.07: Die Bauarbeiten für das „Kocherquartier“ auf dem Gelände der Alten Justizvollzugsanstalt haben begonnen. Der überwiegende Teil des Gefängisses bis auf den denkmalgeschützten Flügel am Kocher wird abgerissen.
  • 30.08.07: In Gailenkirchen wurde der zweite genossenschaftlich organisierte Dorfladen im Gebiet der Stadt Schwäbisch Hall eröffnet.
  • 10.09.07: Die Rollhofschule bietet als erste Schwäbisch Haller Grundschule eine Ganztagesbetreuung an.
  • 22.10.07: Iso Wagner, die Rektorin der Fachhochschule, wird in den Ruhestand verabschiedet.
  • 13.11.07: Am selben Tag wird die fertig gebaute Ostumfahrung eingeweiht und der erste Spatenstich für Westumgehung gefeiert.
  • 20.12.07: Vierspuriger Ausbau der Stuttgarter Straße nach monatelangen Arbeiten abgeschlossen.

 2008

  • 29.05.08: Das Konzept für eine gemeinsame Gesundheitsholding zwischen Diak und den Kreiskrankenhäusern wird vom Kreistag genehmigt.
  • 04.06.08: Die Kindersportschule der TSG Schwäbisch Hall erhält den Bürgerpreis der Schwäbisch Haller Bürgerstiftung für ihre vorbildliche Nachwuchsarbeit. Im Rahmen der Preisverleihung hält der ehemalige Spitzensportler Frank Busemann eine Rede.
  • 10.06.08: Der baden-württembergische Ministerrat beschließt bei einer Sitzung in Schwäbisch Hall endgültig die Einrichtung einer Außenstelle der Hochschule Heilbronn. Schwäbisch Hall wird damit staatlicher Hochschulstandort mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt. Im Zusammenhang mit der Sitzung findet auch ein Bürgerempfang mit Ministerpräsident Oettinger im Neubausaal statt.
  • 15.06.08: Das grundlegend renovierte und umgebaute Brenzhaus der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde in der Mauerstraße wird eingeweiht. Vorausgegangen waren kontroverse Diskussionen v.a. über die Neugestaltung der Fassade des Sichtbetonbaus von 1970 und eine über zweijährige Umbauphase.
  • 15.06.08: Oberbürgermeister Pelgrim ehrt den Mundartdichter, ehemaligen Schulleiter und Gemeinderat Walter Hampele zu dessen 80. Geburtstag mit der bronzenen Rathausmedaille.
  • 28.06.08: Im Rahmen einer Feier zum 25jährigen Jubiläum des Hohenloher Freilandmuseums wird das dort neu aufgebaute Bauernhaus aus Zaisenhausen von 1549 eröffnet.
  • 02.07.08: Mit der letztmaligen Abhaltung des wirtschaftlich nicht mehr rentablen Schwäbisch Haller Ferkelmarkts endet eine jahrhundertealte Tradition.
  • 11.07.08: Das gemeinsame Gewerbegebiet der Gemeinden Schwäbisch Hall, Rosengarten und Michelfeld wird eingeweiht.
  • 28.07.08: Offizieller Baubeginn für das „Kocherquartier“ am Standort der alten Justizvollzugsanstalt am Froschgraben und an der Salinenstraße.
  • 13.09.08: Junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa beim „Eurotreff 2008“ in Schwäbisch Hall.
  • 26.09.08: Rekordandrang bei der Eröffnung der Georg-Baselitz-Ausstellung in der Kunsthalle Würth.
  • 14.10.08: Der niederländische Reiseschriftsteller und Poet Cees Nooteboom zu Gast bei „Literatur live“ in Hall.
  • 20.11.08: Vorstände und Aufsichtsräte einigen sich auf Fusion der VR-Bank Schwäbisch Hall und der Volksbank Crailsheim.
  • 20.11.08: Eröffnung der Ausstellung „Alte Meister in der Sammlung Würth“ in der neu renovierten Johanniterhalle.

 2009

  • 05.03.09: FWV-Stadtrat Roland Heckelmann wird nach 40jähriger Mitgliedschaft im Gemeinderat mit einem Empfang verabschiedet.
  • 27.-28.03.09: Kongress „Bildung gelingt“ mit rund tausend Experten und Besuchern in der Hospitalkirche und im Neubausaal.
  • 31.03.09: Eröffnung des einwöchigen „Jazzart“-Festivals.
  • 01.04.09: Bettina Wilhelm tritt ihr Amt als Erste Bürgermeisterin an.
  • 15.05.09: Ausstellung „Dorf unterm Hakenkreuz“ im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen eröffnet.
  • 07.06.09: Gemeinderatswahl. Die CDU gewinnt 11 Mandate (2004: 11), die SPD 10 (2004: 9), die FWV 7 (2004: 7), die Grünen 7 (2004: 6) und die FDP 4 Mandate (2004: 4). Gleichzeitig finden Kreistags- und Europawahlen statt.
  • 12.06.09: Der in Schwäbisch Hall aufgewachsene Regisseur Oliver Storz trägt sich im Rahmen eines Empfangs zu seinem 80. Geburtstag in das „Goldene Buch“ der Stadt ein.
  • 19.05.09: Die Fusion zwischen der VR Bank Schwäbisch Hall und der Crailsheimer Volksbank zur VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim eG tritt in Kraft.
  • 29.07.09: Die Steinbeis-Hochschule Berlin beschließt die Übernahme der Schwäbisch Haller Fachhochschule für Gestaltung, deren Existenz damit gesichert ist.
  • 27.09.09: Bundestagswahl. Das Direktmandat des Wahlkreises geht an Christian von Stetten (CDU), der in Schwäbisch Hall 37,92% gewinnt (gesamter Wahlkreis: 43,3%). Bei den Zweitstimmen gewinnt die CDU 29,95% (bundesweit 33,8%), die SPD 20,85% (bundesweit 23,0%), die FDP 16,1% (bundesweit 14,6%), die Grünen 19,2% (bundesweit 10,7%) und die Linke 8,32% (bundesweit 11,9%). Die Wahlbeteiligung liegt bei 69,06% (bundesweit 71%).
  • 09.10.09: Offizielle Einweihung des Campus Schwäbisch Hall der Staatlichen Hochschule Heilbronn. Der Lehrbetrieb für die 161 Studentinnen und Studenten hat bereits am 5. Oktober begonnen. 
  • 15.10.09: Eröffnung der Ausstellung „Albtraum und Befreiung - Max Ernst in der Sammlung Würth“ in der Kunsthalle Würth.
  • 11.11.09: Der Gemeinderat beschließt nach kontroversen Diskussionen den Umzug der Musikschule in das ehemalige Gefängnis im Kocherquartier.
  • 23.11.09: Bundespräsident Horst Köhler trägt sich bei einem Empfang im Rathaus in das „Goldene Buch“ der Stadt ein und überreicht anschließend die im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz verliehenen Deutschen Preise für Denkmalschutz im Neubausaal.

2010

  • 31.01.10: Rainer Hocher, Chefredakteur des "Haller Tagblatts", stirbt im Alter von 48 Jahren nach einem Schlaganfall.
  • 24.03.10: Das 4. internationale Jazz-Art-Festival beginnt mit einem gemeinsamen Auftritt des Schriftstellers Rafik Schami und des Schlagzeugers Günter "Baby" Sommer.
  • 12.05.10: Die Kunsthalle Würth zeigt die bislang größte Ausstellung mit Werken des französischen Künstlers Tomi Ungerer.
  • 17.05.10: Richtfest für das Einkaufszentrum und das alte Gefängnis im Kocherquartier.
  • 20.05.10: Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende, Stadt- und Kreisrat Wolfgang Denz aus Gelbingen stirbt mit 59 Jahren.
  • 21.05.10: Im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen wird die Mühle Laun aus Weipertshofen eingeweiht.
  • 24.06.10: Nach dem Scheitern der Fusion zwischen TSG und Sportfreunden Schwäbisch Hall in der TSG-Delegiertenversammlung tritt der langjährige TSG-Präsident Dr. Walter Döring mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Die Fusion mit dem Damenfußballclub 1. DFC Schwäbisch Hall hingegen findet eine ausreichende Mehrheit. Nachfolger Dörings wird Kurt Hocher (05.07.10).
  • 02.07.10: Die Sanierung des Starkholzbacher Sees ist abgeschlossen. Das Aufstauen des Wassers verzögert sich durch Sabotage und technische Probleme bis 2011.
  • 16.07.10: Die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet "An der Breiteich" zwischen Teurershof und Gottwollshausen beginnen.
  • 18.07.10: Einweihung der in Kooperation mit den Stadtwerken gebauten Biogas-Anlage von Michael Reber in Gailenkirchen.
  • 18.09.10: Klaus Heller, ehemaliger Leiter der Haller Volkshochschule, im Alter von 80 Jahren gestorben.
  • 26.10.10: Der Ministerrat genehmigt die Einführung zweier neuer Studiengänge im Campus Hall der Hochschule Heilbronn.
  • 11.11.10: In Schwäbisch Hall wohnen nach Angaben des Statistischen Landesamtes zum ersten Mal mehr als 37.000 Menschen. Außerdem ist mit 20.935 zum Stichtag 31. März ein Höchststand der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Schwäbisch Hall zu verzeichnen.

2011

  • 18.02.11: Empfang im Neubausaal zum 40. Jubiläum der Stadtwerke. Aus diesem Anlass ist auch eine Festschrift erschienen.
  • 27.03.11: Landtagswahl: Die CDU erreicht  mit Helmut W. Rueck in Schwäbisch Hall  29,9% (landesweit 39,0%) und liegt damit knapp vor der SPD (Nikolaos Sakellariou) mit 28,8% (landesweit 23,1%) und den Grünen (Wilfried Kraft) mit 26,7% (landesweit 24,2%). Dr. Friedrich Bullinger gewinnt für die FDP 6,7% (landesweit 5,3%). Die Wahlbeteiligung liegt bei 63,8%.
  • 30.03.11: Die VR-Bank Schwäbisch Hall nimmt ihre neue Hauptstelle im Kocherquartier in Hall in Betrieb.
  • 31.03.11: Großes Fest zur Eröffnung des Kocherquartiers als modernem Einkaufs- und Dienstleistungsquartier auf dem Areal der alten Justizvollzugsanstalt an der Salinenstraße. Die Stadt sowie ihre Tochterunternehmen GWG und Stadtwerke haben hierfür insgesamt rund 100 Millionen Euro investiert. Mit der Verbindung zum Säumarkt hat Hall eine weitere große Freitreppe erhalten. Das 6,5 km lange Eröffnungsband findet Aufnahme in das „Guinness Buch der Rekorde“.
  • 15.04.11: Eröffnung der großen Ausstellung "Niki de Saint Phalle - Spiel mit mir" in der Kunsthalle Würth.
  • 15.05.11: Jubiläumsfest des Diak zum 125jährigen Bestehen mit Rede des Landesbischofs Dr. Frank Otfried July.
  •  06.06.11: Feierliche Eröffnung der Westumgehung mit Volksfest und Empfang im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen. Der Bau der Straße war jahrzehntelang eines der umstrittensten Themen der Kommunalpolitik und zwei Mal Gegenstand von Bürgerentscheiden.
  • 27.06.11: Die Kunsthalle Würth zeigt in der Johanniterhalle eine Sonderausstellung mit Werken Tilman Riemenschneiders aus dem Bodemuseum Berlin.
  • 28.06.11: Vier Jahre nach Fischsterben, anschließender Sperrung des Sees und Sanierung ist das Baden im Starkholzbacher See offiziell wieder erlaubt..
  • 01.07.11: Neuer Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) beim Kocherquartier eingeweiht.
  • 06.07.11: Der in Schwäbisch Hall aufgewachsene Regisseur und Schriftsteller Oliver Storz stirbt im Alter von 82 Jahren in Deining (Bayern).
  • 26.07.11: Die Rocksängerin Nina Hagen tritt vor 1.000 Zuschauern bei "Rock for Nature" auf dem Marktplatz auf.
  • 10.09.11: Eröffnung des "Hauses der Bildung" im im Kocherquartier. Im aufwendig sanierten, denkmalgeschützten Altbau der ehemaligen Justizvollzugsanstalt sind nunmehr die Musikschule, die Volkshochschule, das Stadtorchester, Pro Familia, die Kinderakademie und weitere Einrichtungen und Bildungsangebote untergebracht.
  • 14.09.11: Festakt zur Verleihung des Comburg-Stipendiums an den Schriftsteller Christoph Peters.
  • 08.10.11: Die Schwäbisch Hall Unicorns -  eine Abteilung der TSG - gewinnen in einem dramatischen Finale gegen die Kiel Baltic Hurricanes in Magdeburg die deutsche Meisterschaft im American Football und holen den "German Bowl" nach Schwäbisch Hall.
  • 15.11.11: Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit sinkt auf 2,8 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit 20 Jahren..
  • 27.11.11: Bei der Volksabstimmung zu "Stuttgart 21" stimmt in Schwäbisch Hall entgegen dem landesweiten Ergebnis eine knappe Mehrheit von 50,7% für den Ausstieg des Landes aus dem Projekt. 49,3% der Wähler votieren für das umstrittene  Bauvorhaben (landesweit 58,9%).
  • 01.12.11: Eröffnung des erstmals auf dem Marktplatz stattfindenden Haller Weihnachtsmarkts.
  • 21.12.11: Schülerhaus am Schulzentrum Ost eingeweiht. Der Neubau für 3,8 Millionen Euro mit Mensa, Bibliothek sowie weiteren Räumen ermöglicht in den angeschlossenen Schulen einen Ganztagsbetrieb.

 

2012

  • 22.01.12: Festakt zum Empfang der Schutzmantel-Madonna in Schwäbisch Hall. Das bedeutende Kunstwerk von Hans Holbein d.J. wurde durch den Kunstsammler und Mäzen Reinhold Würth erworben und wird zukünftig in der Johanniterkirche ausgestellt.
  • 24.01.12: Beginn des Weltmarktführer-Kongresses in Schwäbisch Hall u.a. mit den Bundesministern Dr. Annette Schavan und Guido Westerwelle.
  • 25.01.12: Tod des langjährigen Schwäbisch Haller Oberbürgermeisters Karl Friedrich Binder im Alter von 74 Jahren. Er hatte das Amt von 1974 bis 1996 inne.
  • 26.01.12: Journalisten aus Südeuropa informieren sich auf Einladung der Stadt, von Unternehmen und der Arbeitsagentur über die Arbeitsmarktsituation im Raum Schwäbisch Hall. Aufgrund einer euphorischen und teilweise fehlerhaften Berichterstattung insbesondere in Portugal gehen in der Folge mehr als 15.000 Bewerbungen bei der Stadt, der Arbeitsagentur und den örtlichen Unternehmen ein.
  • 15.02.12: Joachim Gauck, ehemaliger Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, besucht Schwäbisch Hall, hält im Brenzhaus einen Vortrag vor Schülern und liest im Evangelischen Sophie-Scholl-Gemeindezentrum aus seinem Buch "Winter im Sommer, Frühling im Herbst".
  • 01.03.12: Wetterdaten weisen auf kältesten Februar seit 1986 mit bis zu -18,4°C.
  • 15.03.12: EU-Kommissar Michel Barnier besucht Schwäbisch Hall, spricht in der Bauparkasse und trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein.
  • 27.03.12: Die Details der durch das Land Baden-Württemberg geplanten Polizeireform werden bekannt gegeben. Schwäbisch Hall verliert den Sitz der Polizeidirektion an Aalen.
  • 27.04.12: Eröffnung der Ausstellung "Mexicanidad" über Frida Kahlo und andere mexikanische Künstler in der Kunsthalle Würth.
  • 06.05.12: "Deutsche Grillmeisterschaft" auf dem Schwäbisch Haller Marktplatz.
  • 10.05.12: Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung tagt in Schwäbisch Hall zum Thema "Über die Verletzbarkeit von Sprache und Dichtung. Zum Beispiel Ungarn und die Ukraine".
  • 22.05.12: Konzert des bekannten Liedermachers Konstantin Wecker auf dem Schwäbisch Haller Marktplatz.
  • 24.06.12: Baubeginn für neue "Feuerwache Ost" im Solpark. Die Feuerwehr wird zukünftig zwei Standorte im im Osten und Westen haben.
  • 24.06.12: Einweihung der Urbanskirche in Unterlimpurg nach umfassender Außen- und Innenrenovierung. Die Sanierung wurde durch zahlreiche Spenden und ehrenamtliche Arbeiten möglich gemacht.
  • 25.09.12: Der Bundespreis "Energie-Kommune 2012" wird in Kassel an Oberbürgermeister Pelgrim überreicht.
  • 13.10.12: Die TSG-Footballmannschaft "Schwäbisch Hall Unicorns" verteidigt mit einem 56:53-Sieg im Finale in Berlin ihren Titel als Deutscher Meister gegen die Kiel Baltic Hurricanes und gewinnt erneut den "German Bowl".
  • 26.10.12: "Tag der Offenen Tür" zur Einweihung des Erweiterungsbaus der Stadtwerke an der Steinbacher Straße.
  • 26.10.12: Martin Walser liest in Schwäbisch Hall aus seinen Roman "Das dreizehnte Kapitel".
  • 21.11.12: Nach langen Diskussionen fällt der Gemeinderat eine Entscheidung zum Ausbau der Sportstätten.  Es gibt keinen kompletten Neubau eines Stadions, dafür sollen die bestehenden Anlagen saniert und erweitert werden. Ein Schwerpunkt der Investitionen wird die Auwiese.
  • 24.11.12: Fest zum Abschluss der Sanierung des Spitalbachs und der Marktstraße nach monatelangen Bauarbeiten.
  • 03.12.12: Dieter Vogt, Notar i.R., langjähriger Stadt- und Kreisrat der SPD und eine prägende Gestalt der Schwäbisch Haller Kommunalpolitik, stirbt im Alter von 73 Jahren.
  • 13.12.12: Ehren-Haalhauptmann Fritz Gräter erhält für seine Verdienste um Tradition und Brauchtum seiner Heimatstadt die Goldene Rathausmedaille.
  • 14.12.12: Stadtwerke-Chef Johannes van Bergen ist Deutschlands "Energiemanager des Jahres 2012".

 2013

  • 22.01.13: Dritter "Kongress der Weltmarktführer" in Schwäbisch Hall. Redner sind u.a. Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, der B90/Grünen-Bundesfraktionsvorsitzende Jürgen Trittin, Jürgen Fitschen (Co-Vorsitzender Deutsche Bank) und der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
  • 29.01.13: Die Deutsche Umwelthilfe zeichnet die Stadtwerke Schwäbisch Hall als "Vorreiter der Energiewende" aus.
  • 15.05.13: Der Gemeinderat stimmt mehrheitlich der Einrichtung von Gemeinschaftsschulen zu. Geplant ist die Umwandung der Werkrealschule Schenkensee im Sommer 2014 sowie der Realschule und Werkrealschule im Schulzentrum West für 2015.
  • 07.06.13: Das neue Heizkraftwerk der Stadtwerke in der Stadtheide wird eingeweiht. Der Bau dauerte mehr als ein Jahr und kostete neun Millionen Euro.
  • 19.06.13: Mit 19,3°C gibt es die heißeste Juni-Nacht seit 28 Jahren.
  • 29.07.13: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder besucht die städtische Kindertagseinrichtung Heimbachsiedlung.
  • 24.08.13: TSG Schwäbisch Hall und Sportfreunde gründen gemeinsame Betriebsgesellschaft für den Neubau des Stadions Auwiese.
  • 09.11.13: Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Pogromnacht.
  • 13.09.13: Ministerpräsident Winfried Kretschmann beantwortet Bürgerfragen in der Blendstatthalle.
  • 18.09.13: Eröffnungsveranstaltung der 19. Kinder- und Jugendliteraturtage Baden-Württemberg mit der Vorstellung der Kinderstadtgeschichte "Sichel, Salz und Zottelkopf" im Neubausaal. In dne folgenden Veranstaltungen stellen zahlreiche Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren wie Klaus Kordon, Paul Maar, Stephan Bach, Erhard Dietl oder Patricia Prawit ihre Veröffentlichungen bei Veranstaltungen in Schwäbisch Hall vor.
  • 22.09.13: Beí der Bundestagswahl liegt die CDU mit 39,9% der Stimmen an erster Stelle (2009: 30,0%, bundesweit 41,5%). Die SPD kommt auf 22,7% (2009: 29,9%, bundesweit 25,7%), die Grünen kommen auf 14,7% (2009: 19,2%, bundesweit 8,4%) Starke Verluste erleidet die FDP mit 6,8% (2009: 16,1%, bundesweit 4,8%). Auf 5,9% kam die Linkspartei (2009: 8,3%, bundesweit 8,6%). Das Direktmandat des Wahlkreises geht an Christian von Stetten (CDU).
  • 25.09.13: Der Schriftsteller und Filmemacher Finn-Ole Heinrich erhält das Comburg-Literaturstipendium.
  • 04.10.13: "Markthalle Kornhausscheunen" der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft (BESH) in den sanierten Spitalscheuern eröffnet.
  • 06.10.13: Eröffnung der Ausstellung  „hergekommen, hiergeblieben – Haller Migrationsgeschichten“  über die Lebensgeschichten von Bürgerinnen und Bürgern mit ausländischen Wurzeln, insbesondere der „Gastarbeiter“, im Hällisch-Fränkischen Museum.
  • 13.10.13: Die Sammlung Würth präsentiert mit dem Falkensteiner Altar des Meisters von Meßkirch eine bedeutende Neuerwerbung in der Johanniterkirche.
  • 22.10.13: Die Haller Hauptkirche St. Michael wird EU-Kulturerbe.
  • 07.11.13: Mit Ludwig Güttler war ein weltweit geschätzter Trompetenvirtuose im gut besuchten Neubau-Saal zu Gast.