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Gedenkorte für Opfer des Nationalsozialismus in Schwäbisch Hall

Denkmal auf dem jüdischen Friedhof in Steinbach

In Schwäbisch Hall finden sich zahlreiche kleine und größere Gedenkorte für Opfer des Nationalsozialimus. Sie unterstreichen zum einen die Gewalttätigkeit und den menschenverachtenden Charakter dieses Regimes, wie er sich auch hier vor Ort  zeigte. Zum anderen sind hier auch die Wandlungen in der Denkmalkultur und in der Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der Stadtgeschichte erkennbar. Die ersten, unmittelbar nach dem Ende der NS-Herrschaft errichteten Denkmäler entstanden durch Initiativen polnischer und jüdischer Überlebender. Die ab den 1980er Jahren eingerichteten Gedenkorte weisen auf eine wachsende Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel der Stadtgeschichte hin. Initiativen zu deren Einrichtung gingen sowohl vom Gemeinderat und der Stadtverwaltung als auch von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus. Obwohl diese Vorhaben in der Regel einen breiten Konsens fanden, gab es im Einzelfall kontroverse Diskussionen, insbesondere um das Gedenken für Deserteure. 

Die Zusammenstellung der einzelnen Gedenkorte ist aus Gründen der Übersichtlichkeit auf die Innenstadt mit Nikolaifriedhof und Evangelischem Diakoniewerk, Steinbach und Hessental aufgeteilt. Hinweise auf weiterführende Literatur sind angefügt. Die Beschreibungen für die Innenstadt wurden so angeordnet, dass sich ein Rundgang ergibt.