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Gebäudeverzeichnis

Henkersbrücke

Henkersbrücke, 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02088) Ansicht vergößern
Adresse: Henkersbrücke
Primärkatasternummer: keine
Besitzer 1827
Stadtgemeinde


Besitzerliste

1827: Die Stadtgemeinde

Befunde aus Bauforschung

Vorgängerbau (14. Jh?) und Fundamente des Brückentors bei Wiederaufbau nach 1945 im Altstadtbereich (Ende Neue Straße) nachgewiesen (Krüger). Östlicher (altstadtseitiger) Bogen stammt in erheblichen Teilen noch von Neubau 1502/04 Kalksteinblöcke mit Steinmetzeichen), spätere Reparaturen und Erweiterungen erkennbar. Mittlerer und westlicher Bogen nach Brückensprengung 1945 neu gebaut. Vgl. auch Datenbank Bauforschung Baden-Württemberg.

Beschreibungen

Heimbacher Gasse, Neue Straße (Flst.Nr. 0-50). Henkersbrücke , dreiteilige Bogenbrücke aus Muschelkalkstein über den Kocher, mit Schießerkern auf den Brückenpfeiler und dem sog. "Henkershaus" auf dem westlichen Pfeilervorkopf, 1502 unter Verwendung älterer Fundamente (Pfeiler) errichtet, die beiden westlichen Bögen 1945 gesprengt, 1947-49 Wiederaufbau (Stahlbeton mit Muschelkalksteinverkleidung) § 2. (aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Die Henkersbrücke


Die urkundlich erstmals 1228 erwähnte Brücke entstand vermutlich gegen Ende des 12. Jahrhunderts. In der älteren Literatur wird vielfach davon ausgegangen, dass mit dieser Brücke der Steinerene Steg gemeint ist, diese Annahme kann aber als wiederlegt gelten. Der Steinerne Steg wurde erst 1516/17 an Stelle eines Holzstegs errichtet. 1343 gestattete Kaiser Ludwig der Bayer den Hallern, einen bereits bestehenden, zur "Besserung" der Brücke dienenden Brückenzoll weiterhin einzuziehen. Die Urkunde kann deshalb nicht - wie geschehen - zur Datierung eines Brückenbaus herangezogen werden. Der 1348 erneut erwähnte Brückenzoll ist später verschwunden, vielleicht, nachdem die Reichsstadt Hall in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts den Zoll an den Stadttoren in ihre Hand brachte.

Hinweise auf umfangreiche Bauarbeiten an der Brücke geben die Stadtrechnungen von 1439/40, in denen zahlreiche Holzfuhren erwähnt sind. Die 1946 entdeckten Fundamente zweier 2,40 m breiter und 5,40 m langer Steinpfeiler sind wahrscheinlich diesem Bauwerk zuzuordnen. Ab 1502 wurde die wahrscheinlich teils steinerne, teils hölzerne Brücke durch einen Steinbau mit drei Bögen ersetzt. Bis 1504 wendete man hierfür die erhebliche Summe von 1.809 Gulden auf. Die Henkersbrücke war nun etwa 6 m breit und wies auf beiden Seiten einen Wehrgang mit Schießscharten auf. Über den Pfeilern befanden sich Erker. Dass die Brücke tatsächlich eine gewisse militärische Bedeutung hatte, zeigt sich daran, dass während des Bauernkriegs 1525 dort zwei Geschütze aufgestellt wurden. Reparaturen der Brücke gab es 1782 und 1807, nachdem der mittlere Bogen akut einsturzgefährdet war. Weitere Maßnahmen folgen 1830 und 1848/49. 1855 ließ die Stadt den Brückenkopf zur Altstadt hin verbreitern, um die Befahrbarkeit zu verbessern. Tiefgreifende Einschnitte gab es 1858 bis 1859, als die Wehrgänge abgebrochen, durch Eisengitter ersetzt und die Brücke durch Auskragungen auf 7,55 m verbreitert wurde.

Bereits sehr konkrete Pläne zu einer Verbreiterung der Brücke wurden 1929 vorgelegt, aber nicht verwirklicht. Hintergrund war die starke Verkehrsbelastung speziell der Henkersbrücke durch den Durchgangsverkehr. Die württembergischen Staatsstraßen 21 und 25, Vorläufer der Bundesstraßen B 14 und B 19, führten durch die Haller Innenstadt und nutzten beide die Henkersbrücke als Flussübergang. Die Folge war nicht nur ein für die 1920er Jahre sehr hohes Verkehrsaufkommen, sondern eine Reihe schwerer Unfälle, die insbesondere durch das steile Gefälle der Stuttgarter Straße und Heimbacher Gasse, mangelhafte Bremsen und die Enge der Brücke entstanden. Der Haller Gemeinderat entschied sich jedoch schließlich gegen das Brückenprojekt und stattdessen für den Bau einer stadtnahen Umgehungsstraße, der heutigen Johanniterstraße (Baubeginn 1933).

Am 17. April 1945 sprengten deutsche Soldaten die Brücke, um den Vormarsch der US-Armee zu erschweren. Hierbei stürzte der Bogen zum Weiler hin in den Kocher, der mittlere Bogen wurde schwer beschädigt, während der Bogen auf der Altstadtseite weitgehend intakt blieb. Den am 18. Juni 1949 eingeweihten Neubau entwarf der Haller Architekt und Bauforscher Dr. Eduard Krüger. Das auf 9,50 m erweiterte Bauwerk bezog die vorhandenen Reste der Brücke von 1504 ein, ist aber eher eine freie Nachempfindung als eine Rekonstruktion des Vorgängers.

Auf der Seite zum Weiler hin gab es wahrscheinlich ein bereits im 18. Jahrhundert verschwundenes Vortor, das es ermöglichte, den Zugang zur Brücke zu sperren. Auf der nördlichen Seite des westlichen Pfeilers vor dem Weiler saß bis Anfang des 18. Jahrhunderts das Brückenwärterhaus (sichtbar auf dem Schreyer-Gemälde von 1643). Das Fundament dieses Brückenhauses in Form einer Verlängerung des Pfeilers existiert heute noch und trägt das von Eduard Krüger entworfene Brückenhäuschen. Es diente anfangs als Telefonzelle, am 17. November 1948 erlaubte der Gemeinderat dem Baron Kuno von Grotthuß die Einrichtung eines Kiosks. Die dort angebrachte Maske verweist auf die (falsche) Geschichte, der Henker habe auf der Brücke gewohnt (sein Wohnhaus war das Gebäude Im Weiler 40). Die Maske ist offensichtlich inspiriert von der Figur des Mephisto aus einer Faust-Inszenierung von Gerhards Marionettentheater in Hall.

Auf der Altstadtseite befand sich bis zum Großen Stadtbrand von 1728 das Brückentor. Die 1946 ausgegrabenen Fundamente weisen 1,60 m dicke Mauern auf und haben einen rechteckigen Grundriss mit 6,80 m Breite und 7,65 m Länge. Offenbar wurde der Torturm nachträglich - wohl im späten 13. oder im 14. Jahrhundert - in die um 1250 entstandene Stadtmauer eingesetzt. Auf dem Steinturm saß ähnlich wie beim Josenturm in der Gelbinger Gasse ein Fachwerkaufsatz. Der Turm brannte 1728 aus und wurde in der Folge abgerissen.

Ihren Namen hat die teilweise auch als St.-Johanns-Brücke oder Ritterbrücke (im 19. Jahrhundert) bezeichnete Henkersbrücke daher, dass der Haller Scharfrichter auf der Brücke einen Holzzoll einziehen durfte, der Teil seiner Besoldung war. Wegen dieses Zolls kam es immer wieder zu Konflikten mit Bauern und Fuhrleuten, die diesen zu umgehen versuchten. Es hat zwar wahrscheinlich keine Hinrichtungen auf der Brücke gegeben, offenbar tauchte man von dort aus jedoch Delinquenten in einem Käfig oder mit einem speziellen Sessel in den Kocher. Diese Strafe wurde offenbar z.B. für Gartendiebe angewendet.

Bilder

Henkersbrücke, 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02088) Ansicht vergößern

Henkersbrücke, 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02088)

Verstärkter Pfeiler als Träger des Brückenhauses. Hierbei wurde die Form des älteren Pfeilers aufgegriffen, der bis in das 18. Jahrhundert das Brückenwächterhaus trug. Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (Stadtarchiv DIG 02085) Ansicht vergößern

Verstärkter Pfeiler als Träger des Brückenhauses. Hierbei wurde die Form des älteren Pfeilers aufgegriffen, der bis in das 18. Jahrhundert das Brückenwächterhaus trug. Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (Stadtarchiv DIG 02085)

Das früher als Kiosk genutzte Brückenhaus, 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02087) Ansicht vergößern

Das früher als Kiosk genutzte Brückenhaus, 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02087)

Detail des Brückenhauses. Die von Eduard Krüger entworfene „Henkersmaske“ spielt auf die (falsche) Legende an, das Haus des Scharfrichters habe sich auf der Brücke befunden. Inspiriert ist die Maske von der Figur des Mephisto aus einer Faust-Inszenierung von „Gerhards Marionetten“. Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02086) Ansicht vergößern

Detail des Brückenhauses. Die von Eduard Krüger entworfene „Henkersmaske“ spielt auf die (falsche) Legende an, das Haus des Scharfrichters habe sich auf der Brücke befunden. Inspiriert ist die Maske von der Figur des Mephisto aus einer Faust-Inszenierung von „Gerhards Marionetten“. Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02086)

Der altstadtseitige Bogen überstand als einziger die Sprengung 1945 und wurde beim Wiederaufbau in das neue Bauwerk integriert. Bei der Ansicht von unten lassen sich die verschiedenen Bauphasen ablesen: In der Mitte sind die Kalksteinblöcke des ursprünglichen Baus von 1502-1504 sichtbar. Sie sind von Sandsteinen eingefasst, die wahrscheinlich aus dem 19. Jahrhundert stammen (1855 oder 1858/59). Die äußeren Teile datieren vom Wiederaufbau bis 1949, bei dem die Brücke auf 9,50 m verbreitert wurde. Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02084) Ansicht vergößern

Der altstadtseitige Bogen überstand als einziger die Sprengung 1945 und wurde beim Wiederaufbau in das neue Bauwerk integriert. Bei der Ansicht von unten lassen sich die verschiedenen Bauphasen ablesen: In der Mitte sind die Kalksteinblöcke des ursprünglichen Baus von 1502-1504 sichtbar. Sie sind von Sandsteinen eingefasst, die wahrscheinlich aus dem 19. Jahrhundert stammen (1855 oder 1858/59). Die äußeren Teile datieren vom Wiederaufbau bis 1949, bei dem die Brücke auf 9,50 m verbreitert wurde. Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02084)

Kalksteine des ursprünglichen Baus der Henkersbrücke 1502-1504 mit Steinmetzzeichen. Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02083) Ansicht vergößern

Kalksteine des ursprünglichen Baus der Henkersbrücke 1502-1504 mit Steinmetzzeichen. Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 02083)

Ausschnitt aus der Ansicht Schwäbisch Halls in der „Kosmographie“ von Georg Braun und Franz Hogenberg, um 1580. Das Brückentor ist hier als imposantes, mehrstöckiges Bauwerk dargestellt (StadtA Schwäb. Hall S10/0508) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus der Ansicht Schwäbisch Halls in der „Kosmographie“ von Georg Braun und Franz Hogenberg, um 1580. Das Brückentor ist hier als imposantes, mehrstöckiges Bauwerk dargestellt (StadtA Schwäb. Hall S10/0508)

Ausschnitt aus einer Stadtansicht in der „Wetzel-Chronik“, kolorierte Federzeichnung um 1600. Gut erkennbar sind hier das Brückentor und das auf die Brücke gebaute Brückenwächterhaus (StadtA Schwäb. Hall 4/4 Bl. 2) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus einer Stadtansicht in der „Wetzel-Chronik“, kolorierte Federzeichnung um 1600. Gut erkennbar sind hier das Brückentor und das auf die Brücke gebaute Brückenwächterhaus (StadtA Schwäb. Hall 4/4 Bl. 2)

Ausschnitt aus einer Stadtansicht in der „Dötschmann-Chronik“, kolorierte Federzeichnung um 1600 (StadtA Schwäb. Hall S09/10 Bl. 3) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus einer Stadtansicht in der „Dötschmann-Chronik“, kolorierte Federzeichnung um 1600 (StadtA Schwäb. Hall S09/10 Bl. 3)

Ausschnitt aus dem Gemälde  von Hans Schreyer im Haalamt (Im Haal 2), 1643. Das Brückenwächterhaus wird hier als zweistöckiges Fachwerkgebäude dargestellt, weiterhin sind die Wehrgänge an der  Brücke sowie der hoch aufragende Brückentorturm mit einem Fachwerkaufsatz erkennbar Ansicht vergößern

Ausschnitt aus dem Gemälde von Hans Schreyer im Haalamt (Im Haal 2), 1643. Das Brückenwächterhaus wird hier als zweistöckiges Fachwerkgebäude dargestellt, weiterhin sind die Wehrgänge an der Brücke sowie der hoch aufragende Brückentorturm mit einem Fachwerkaufsatz erkennbar

Ausschnitt aus der Stadtansicht von Matthäus Merian nach Leonhard Kern, 1643. Hier ist nur das Brückentor zu erkennen, die Brücke selbst wird von der Johanniterkirche verdeckt (StadtA SHA S10/0506) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus der Stadtansicht von Matthäus Merian nach Leonhard Kern, 1643. Hier ist nur das Brückentor zu erkennen, die Brücke selbst wird von der Johanniterkirche verdeckt (StadtA SHA S10/0506)

Henkersbrücke mit Brückentor 1645. Farbige Zeichnung aus der im späten 19. Jahrhundert entstandenen „Schauffele-Chronik“, möglicherweise nach einer alten, nicht erhaltenen Vorlage (StadtA Schwäb. Hall HV HS 88, Bl. 160r) Ansicht vergößern

Henkersbrücke mit Brückentor 1645. Farbige Zeichnung aus der im späten 19. Jahrhundert entstandenen „Schauffele-Chronik“, möglicherweise nach einer alten, nicht erhaltenen Vorlage (StadtA Schwäb. Hall HV HS 88, Bl. 160r)

Ausschnitt aus der Schwäbisch Haller Flurkarte von 1710. Noch scheint das Brückenwächterhäuschen zu existieren (StadtA Schwäb. Hall 16/40) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus der Schwäbisch Haller Flurkarte von 1710. Noch scheint das Brückenwächterhäuschen zu existieren (StadtA Schwäb. Hall 16/40)

Ausschnitt aus der Ansicht der durch den Großen Stadtbrand vom 31. August 1728 zerstörten Stadt mit der Brücke (ohne Wächterhaus) und dem ausgebrannten und in der Folge abgetragenen Stumpf des Brückentores. Kupferstich von A. Nunzer in Nürnberg nach Vorlage von J. P. Meyer (StadtA Schwäb. Hall FS 36334) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus der Ansicht der durch den Großen Stadtbrand vom 31. August 1728 zerstörten Stadt mit der Brücke (ohne Wächterhaus) und dem ausgebrannten und in der Folge abgetragenen Stumpf des Brückentores. Kupferstich von A. Nunzer in Nürnberg nach Vorlage von J. P. Meyer (StadtA Schwäb. Hall FS 36334)

Ausschnitt aus dem Wasserleitungsplan von 1740 (StadtA Schwäb. Hall 16/46) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus dem Wasserleitungsplan von 1740 (StadtA Schwäb. Hall 16/46)

Ausschnitt aus der 1747 als Beigabe zu den „Uffenheimischen Nebenstunden“ von J. J.  Enderes in Schwabach veröffentlichten Stadtansicht. Der massive Turm des Brückentores ist nun verschwunden (StadtA Schwäb. Hall Alte Dr./271) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus der 1747 als Beigabe zu den „Uffenheimischen Nebenstunden“ von J. J. Enderes in Schwabach veröffentlichten Stadtansicht. Der massive Turm des Brückentores ist nun verschwunden (StadtA Schwäb. Hall Alte Dr./271)

Vignette zur großen Stadtansicht von Johann Conrad Körner von 1755 mit der Henkersbrücke. Die beidseitigen Wehrgängen sind gut erkennbar, ebenso ein eiserner Käfig, der wohl zum „Tunken“ von Übeltätern im Kocher verwendet wurde (StadtA Schwäb. Hall S10/0791) Ansicht vergößern

Vignette zur großen Stadtansicht von Johann Conrad Körner von 1755 mit der Henkersbrücke. Die beidseitigen Wehrgängen sind gut erkennbar, ebenso ein eiserner Käfig, der wohl zum „Tunken“ von Übeltätern im Kocher verwendet wurde (StadtA Schwäb. Hall S10/0791)

Ausschnitt aus dem Stadtplan von 1816 (StadtA Schwäb. Hall 16/0069) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus dem Stadtplan von 1816 (StadtA Schwäb. Hall 16/0069)

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827 (StadtA Schwäb. Hall S13/0583) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827 (StadtA Schwäb. Hall S13/0583)

Vignette zu einer Stadtansicht um 1850. Noch scheinen die Wehrgänge zu existieren. Lithographie von W. Haaf nach F. Bonhöfer, um 1850 (StadtA Schwäb. Hall S10/0712) Ansicht vergößern

Vignette zu einer Stadtansicht um 1850. Noch scheinen die Wehrgänge zu existieren. Lithographie von W. Haaf nach F. Bonhöfer, um 1850 (StadtA Schwäb. Hall S10/0712)

Litographierte Ansicht der Henkersbrücke nach einer Vorlage von Gustav Herdtle, um 1850-1860. Mittlerweile wurde die Brücke verbreitert und mit einem eisernen Geländer versehen (StadtA SHA S10/2343) Ansicht vergößern

Litographierte Ansicht der Henkersbrücke nach einer Vorlage von Gustav Herdtle, um 1850-1860. Mittlerweile wurde die Brücke verbreitert und mit einem eisernen Geländer versehen (StadtA SHA S10/2343)

Das Ensemble der Henkersbrücke mit Ritterbrauerei, Johanniterkirche, Haus Deutsch und Gastwirtschaft zur „Ilge“. Undatierte Bleistiftzeichung, wohl Mitte bis Ende 19. Jahrhundert. Urheber unbekannt (StadtA Schwäb. Hall R108/43) Ansicht vergößern

Das Ensemble der Henkersbrücke mit Ritterbrauerei, Johanniterkirche, Haus Deutsch und Gastwirtschaft zur „Ilge“. Undatierte Bleistiftzeichung, wohl Mitte bis Ende 19. Jahrhundert. Urheber unbekannt (StadtA Schwäb. Hall R108/43)

Die vermutlich älteste Fotografie der Henkersbrücke, aus einer 1862 durch den Buchbinder und Verleger Wilhelm German sen. veröffentlichten Mappe mit Schwäbisch Haller Ansichten. Der Fotograf ist unbekannt (StadtA Schwäb. Hall FS 52661) Ansicht vergößern

Die vermutlich älteste Fotografie der Henkersbrücke, aus einer 1862 durch den Buchbinder und Verleger Wilhelm German sen. veröffentlichten Mappe mit Schwäbisch Haller Ansichten. Der Fotograf ist unbekannt (StadtA Schwäb. Hall FS 52661)

Postkarte um 1905-1910 (StadtA Schwäb. Hall PK 04715) Ansicht vergößern

Postkarte um 1905-1910 (StadtA Schwäb. Hall PK 04715)

Henkersbrücke um 1910 (StadtA Schwäb. Hall AL-0039) Ansicht vergößern

Henkersbrücke um 1910 (StadtA Schwäb. Hall AL-0039)

Ansichtskarte um 1910 (StadtA Schwäb. Hall FS 45223) Ansicht vergößern

Ansichtskarte um 1910 (StadtA Schwäb. Hall FS 45223)

Die Henkersbrücke mit dem Ensemble des Hauses Deutsch und der „Ilge“; man beachte den außen an der Brücke angebrachten Rettungsring. 1910er oder 1920er Jahre. Fotograf unbekannt (StadtA Schwäb. Hall FS 53456) Ansicht vergößern

Die Henkersbrücke mit dem Ensemble des Hauses Deutsch und der „Ilge“; man beachte den außen an der Brücke angebrachten Rettungsring. 1910er oder 1920er Jahre. Fotograf unbekannt (StadtA Schwäb. Hall FS 53456)

Postkarte um 1910 (StadtA Schwäb. Hall PK 04635) Ansicht vergößern

Postkarte um 1910 (StadtA Schwäb. Hall PK 04635)

Die Henkersbrücke in den 1920er Jahren auf einem Gemälde des Haller Oberreallehrers Gustav Schlipf (StadtA Schwäb. Hall FS 13296) Ansicht vergößern

Die Henkersbrücke in den 1920er Jahren auf einem Gemälde des Haller Oberreallehrers Gustav Schlipf (StadtA Schwäb. Hall FS 13296)

Unfall eines LKWs des Gaswerks auf der Henkersbrücke, 1927. Der starke Durchgangsverkehr durch die Stadt – die Vorläufer der Bundesstraßen 14 und 19 kreuzten sich auf der Henkersbrücke – und das starke Gefälle der Stuttgarter Straße und Heimbacher Gasse führten immer wieder zu Verkehrsunfällen auf der Brücke (StadtA Schwäb. Hall PK 04112) Ansicht vergößern

Unfall eines LKWs des Gaswerks auf der Henkersbrücke, 1927. Der starke Durchgangsverkehr durch die Stadt – die Vorläufer der Bundesstraßen 14 und 19 kreuzten sich auf der Henkersbrücke – und das starke Gefälle der Stuttgarter Straße und Heimbacher Gasse führten immer wieder zu Verkehrsunfällen auf der Brücke (StadtA Schwäb. Hall PK 04112)

Blick aus Richtung Westen über die Brücke Richtung Neue Straße. Undat., um 1928-1934. Fotograf unbekannt (StadtA Schwäb. Hall DIG 05853, Original: Ivo Lavetti / www.nostalgus.de, alle Rechte vorbehalten) Ansicht vergößern

Blick aus Richtung Westen über die Brücke Richtung Neue Straße. Undat., um 1928-1934. Fotograf unbekannt (StadtA Schwäb. Hall DIG 05853, Original: Ivo Lavetti / www.nostalgus.de, alle Rechte vorbehalten)

Blick aus Richtung Osten über die Brücke auf Weiler und Heimbacher Gasse. Undat., um 1928-1934. Fotograf unbekannt (StadtA Schwäb. Hall DIG 05896, Original: Ivo Lavetti / www.nostalgus.de, alle Rechte vorbehalten) Ansicht vergößern

Blick aus Richtung Osten über die Brücke auf Weiler und Heimbacher Gasse. Undat., um 1928-1934. Fotograf unbekannt (StadtA Schwäb. Hall DIG 05896, Original: Ivo Lavetti / www.nostalgus.de, alle Rechte vorbehalten)

Übersichtsplan zu einer Verbreiterung der Henkersbrücke, 1929. Die Verkehrsbelastung der Innenstadt und insbesondere der Henkersbrücke führte 1929 zu detailliert ausgeführten, aber zugunsten einer Umgehungsstraße (heutige Johanniterstraße, Bau ab 1933) aufgegebenen Plänen für eine Verbreiterung der Henkersbrücke (StadtA Schwäb. Hall 21/1831, Bl. 2a) Ansicht vergößern

Übersichtsplan zu einer Verbreiterung der Henkersbrücke, 1929. Die Verkehrsbelastung der Innenstadt und insbesondere der Henkersbrücke führte 1929 zu detailliert ausgeführten, aber zugunsten einer Umgehungsstraße (heutige Johanniterstraße, Bau ab 1933) aufgegebenen Plänen für eine Verbreiterung der Henkersbrücke (StadtA Schwäb. Hall 21/1831, Bl. 2a)

Aufnahme des alten Bauzustands der Henkersbrücke im Zusammenhang mit dem nicht umgesetzten Verbreiterungsprojekt, 1929 (StadtA Schwäb. Hall 21/1831, Bl. 4) Ansicht vergößern

Aufnahme des alten Bauzustands der Henkersbrücke im Zusammenhang mit dem nicht umgesetzten Verbreiterungsprojekt, 1929 (StadtA Schwäb. Hall 21/1831, Bl. 4)

Nicht umgesetzter Entwurf für eine verbreiterte Brücke, 1929 (StadtA Schwäb. Hall 21/1831, Bl. 6a) Ansicht vergößern

Nicht umgesetzter Entwurf für eine verbreiterte Brücke, 1929 (StadtA Schwäb. Hall 21/1831, Bl. 6a)

Von der Henkersbrücke in den Kocher gestürzter LKW, Sommer 1930. Umfälle wie dieser waren ausschlaggebend für den Bau der Johanniterstraße ab 1933, die die Innenstadt vom Durchgangsverkehr der Reichsstraßen 14 und 19 entlasten sollte. Fotograf unbekannt (StadtA Schwäb. Hall FS 51297) Ansicht vergößern

Von der Henkersbrücke in den Kocher gestürzter LKW, Sommer 1930. Umfälle wie dieser waren ausschlaggebend für den Bau der Johanniterstraße ab 1933, die die Innenstadt vom Durchgangsverkehr der Reichsstraßen 14 und 19 entlasten sollte. Fotograf unbekannt (StadtA Schwäb. Hall FS 51297)

Kuhgespann auf der Brücke, Oktober 1934. Trotz zunehmendem Automobilverkehr waren diese Fahrzeuge bis in die 1940er Jahre ein alltäglicher Anblick. Fotograf unbekannt (StadtA Schwäb. Hall FS 13501) Ansicht vergößern

Kuhgespann auf der Brücke, Oktober 1934. Trotz zunehmendem Automobilverkehr waren diese Fahrzeuge bis in die 1940er Jahre ein alltäglicher Anblick. Fotograf unbekannt (StadtA Schwäb. Hall FS 13501)

Festwagen bei einem nationalsozialistischen Maifest auf der Henkersbrücke, 1930er Jahre. Foto: Privatbesitz (StadtA Schwäb. Hall DIG 6534) Ansicht vergößern

Festwagen bei einem nationalsozialistischen Maifest auf der Henkersbrücke, 1930er Jahre. Foto: Privatbesitz (StadtA Schwäb. Hall DIG 6534)

Wiederaufbau der Henkersbrücke im September 1946 mit Verschalung für den mittleren Bogen (StadtA Schwäb. Hall AL-0065) Ansicht vergößern

Wiederaufbau der Henkersbrücke im September 1946 mit Verschalung für den mittleren Bogen (StadtA Schwäb. Hall AL-0065)

Bei den Arbeiten zum Wiederaufbau der Brücke wurden die Fundamente des Baus von 1502 und die Holzpfähle ausgegraben, auf denen dieser aufgesetzt war. Foto 1945/46 (StadtA Schwäb. Hall AL-0065) Ansicht vergößern

Bei den Arbeiten zum Wiederaufbau der Brücke wurden die Fundamente des Baus von 1502 und die Holzpfähle ausgegraben, auf denen dieser aufgesetzt war. Foto 1945/46 (StadtA Schwäb. Hall AL-0065)

Bau des Brückenhäuschens, 1947 (StadtA Schwäb. Hall FS 10290) Ansicht vergößern

Bau des Brückenhäuschens, 1947 (StadtA Schwäb. Hall FS 10290)

Bild zur Einweihung der wieder aufgebauten Brücke am 18.6.1949 (StadtA Schwäb. Hall  FS 00839a ) Ansicht vergößern

Bild zur Einweihung der wieder aufgebauten Brücke am 18.6.1949 (StadtA Schwäb. Hall FS 00839a )

Aufnahme von 1975. Foto: W. Gräbner (StadtA Schwäb. Hall FS 14237) Ansicht vergößern

Aufnahme von 1975. Foto: W. Gräbner (StadtA Schwäb. Hall FS 14237)

Luftbild von 1977. Foto: Haller Tagblatt (StadtA Schwäb. Hall FS 06953) Ansicht vergößern

Luftbild von 1977. Foto: Haller Tagblatt (StadtA Schwäb. Hall FS 06953)

Hochwasser des Kochers am 30. Mai 2016. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 7593) Ansicht vergößern

Hochwasser des Kochers am 30. Mai 2016. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 7593)


Quellen

Archivalien:

  • StadtA SHA 55/9 (Gemeinderatsprot. 1948), S. 271, 277, 304, 310 (Kiosk).

Literatur:

  • Fritz Rosenbauer: Vom Leben und Treiben auf einer alten Brücke. Wie es auf der Henkersbrücke vor rund 60 Jahren zuging, in: Haller Tagblatt v. 02.10.1984
  • Daniel Stihler: Die Schwäbisch Haller Brücken und Stege des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, in: Württembergisch Franken 86 (2002), S. 95-126
  • Daniel Stihler: "Der technische Fortschritt kündigt sich in Form eines knatternden, rasenden Ungeheuers an..." Der Siegeszug des Automobils in Schwäbisch Hall bis in die 1930er Jahre, in: Andreas Maisch (Hrsg.): Unterwegs. Schlaglichter zu Verkehr und Kommunikation in Schwäbisch Hall vom Mittelalter bis 1950 (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schwäbisch Hall; H. 27), Schwäbisch Hall 2012, S. 205-257, hier S. 241-251