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Gebäudeverzeichnis

Am Schuppach 5 - Ehem. Gasthaus "Schuppachburg"

Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern
Adresse: Am Schuppach 5
Primärkatasternummer: 235
Besitzer 1827
Rück, Johann Baltas, Bierbrauers Witwe


Besitzerliste

Das Haus bildete zusammen mit dem Gebäude Am Schuppach 7 (PKN 234) eine Einheit.

1717 bewohnte dieses Gebäude samt Anbau Johann Wilhelm Haspel, Mitglied des Inneren Rates, der es um 800 Gulden gekauft hatte.

Am 1. September 1760 ging das Anwesen an vier Handelsleute (Friedrich Ludwig Andreae, Johann Friedrich Gräter, Johann Jacob von Olnhausen und Friedrich Jacob Bölz). Der Kaufpreis betrug 1.100 Gulden.

Am 18. März 1779 erwarb Ludwig Peter Gräter, Actuarius, das Haus um 1.050 Gulden.

Gräter verkaufte das Anbäule (Am Schuppach 7) an Joseph Nicolaus Schmidt (s. Am Schuppach 7), behelt aber wohl das Haupthaus bis 1804.

Am 7. März 1804 erwarb Johann David Reiz um 4.850 Gulden Haus und Anbau, am 31. Januar 1810 Johann Balthas Rück.

1827: Rück, Johann Baltas, Bierbrauers Witwe

1858: Das gesamte Anwesen mit zugehörigen Gebäuden wird von Bierbrauer Georg Michael Rück an den Sohn Johann Georg Albrecht Rück veräußert. Der Verkäufer behält sich ein Wohn- und Ausdingrecht vor (s. Kaufbuch 1858, Bl. 139b).

1860: Nach dem Tod Rücks am 7. Juni 1860 geht der gesamte Besitzkomplex an seine Witwe Caroline geb. Renner. 

1861: Caroline Rück geb. Renner, die Witwe des Johann Georg Albrecht Rück, verkauft am 1. November 1861 die Immobilien ihres bereits 1860 verstorbenen Ehemannes. darunter das  Wohnhaus mit Bierbrauerei am Schuppach (PKN 235), das "zur Scheuer eingerichtete Faß- und Bendhaus" (PKN 234, heute Am Schuppach 7), die Hälfte an einem weiteren Haus (PKN 228, Am Markt 12, Nebengebäude "Adelshof") sowie das neu erbaute Anwesen an der Crailsheimer Straße (später PKN 974, Crailsheimer Straße 44), mit weiteren Grundstücken und einer umfangreichen Fahrnis an Brauereigeräten und Wirtschaftsausstattung für 14.000 Gulden an Julius Friedrich Unkel, Bierbrauer in Hall. Das Datum des Besitzübergang wird auf spätestens 15. November 1861 festgelegt.

1862: Julius Friedrich Unkel verkauft das Gebäude, das Nebengebäude PKN 234 sowie den Anteil an der Scheuer PKN 228a an Carl Kunz (s. Güterbuch XIV, S. 405, Kaufbuch S. 103).

Beschreibungen

1827: Wohnhaus mit 13,4 Ruten, 2 Oekonomiegebäude mit 4 und 4,8 Ruten, Hof in 2 Teilen mit 12,3, insgesamt 34,5 Ruten Fläche

1861 (Verkauf an Unkel): "Ein dreistokiges Wohnhaus in der Schuppach, neben der Oberförsters Wohnung, mit gewölbtem Keller und steinernem Stok, mit Bierbrauerey Einrichtung, die Wand gegen den vorderen Hofraum des Forstamts Gebäudes darf nie zu einem Fenster oder Laden Öffnung aufgebrochen werden." 

"erbaut um 1750 als Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit Brauereieinrichtung" (Registratur Stadtarchiv 19 28 01 Am Schuppach 5)

Stadtbefestigung der Kernstadt, wohl um 1156 bis ca. 1250. Teil der Sachgesamtheit "Stadtbefestigung" - siehe Am Markt 14. § 2. (aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Besonderheiten

Am Donnerstag, dem 11. Juni 2009, kam es im Dachgeschoss des Hauses zu einem Brand in einer Küche, der einen Schaden von rund 50.000 Euro anrichtete.

Bilder

Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern

Bild von 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Gaststätte ''Schuppachburg'', um 1970. Foto: Eberhard Weller (StadtA SHA FS 00767a) Ansicht vergößern

Gaststätte ''Schuppachburg'', um 1970. Foto: Eberhard Weller (StadtA SHA FS 00767a)

Gaststätte ''Schuppachburg'', um 1979. Foto: Hans Kubach (StadtA SHA FS 10618) Ansicht vergößern

Gaststätte ''Schuppachburg'', um 1979. Foto: Hans Kubach (StadtA SHA FS 10618)


Quellen

Archivalien:

  • StadtA Schwäb. Hall 4/881, fol. 68V-R
  • 19/836 (Güterbuch 11), S. 363ff
  • 19/1030 (Kaufbuch 11, 1862-1863), Bl. 173r

Literatur:

  • Haller Tagblatt v. 13.6.2009, S. 17 (Brand)