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Gebäudeverzeichnis

Gelbinger Gasse 28

Bild von 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern
Adresse: Gelbinger Gasse 28
Primärkatasternummer: 295
Besitzer 1827
Horlacher, Johann Ludwig, Bäcker, Witwe


Besitzerliste

1712: als Besitzer genannt: Johann David Kochendörfer, des Gerichts. Er hat das Haus im Zuge seiner Eheschließung erworben.

1740: Die Erben des Johann David Kochendörfer verkaufen am 22. Juni 1740 für 2.800 Gulden Behausung und Garten an den Bäcker Georg Friedrich Weber (Kaufprot. v. 3. März 1741). Weber erlegt 2.000 Gulden des Kaufpreises bar.

1749: Der Bäcker Johann Heinrich Seitz erwirbt am 9. Juni 1749 Haus, Garten und Höflein für 2.600 Gulden.

1751: Seitz verkauft das Anwesen am 18. Januar 1751 für 2..700 Gulden an seinen Schwiegersohn, den Bäcker Georg Christoph Otho. Vom Kaufpreis werden 400 Gulden als Heiratsgut der Tochter bzw. Ehefrau abgezogen.

1754: Der Lebküchner Georg Friedrich Strobel kauft das Anwesen am 2.April 1754 für 2.000 Gulden.

1756: Georg Friedrich Strobel verkauft das Anwesen am 27. Januar 1756 für 2.200 Gulden an den Bäcker Johann Michael Kochendörfer.

1763: Das Anwesen word am 5. Juli 1763 durch den Bäcker Johann Caspar Horlacher für 2.500 Gulden erworben.

1794: Johann Caspar Horlachers Sohn Johann Ludwig Horlacher, ebenfalls Bäcker, kauft das Haus am 31. Oktober 1794 für 4.000 Gulden.

1827: als Besitzerin genannt (Primärkataster): Johann Ludwig Horlacher, Bäckers Witwe

In den Adressbüchern genannte Besitzer und Bewohner

1886: als Besitzer genannt: Wilhelm Reichert, Kupferschmied (Anschrift: "Gelbingerstraße 295"
Mieter/Mitbewohner: Luise Eiffländer, Seifensieders Witwe; Lisette Kurzenberger, Friseurs Witwe; Rosine Vogel, Stadtaccisers Witwe; Abrecht Weeber, Landgerichtskanzlist; Ernst Weeber, Kaufmann

1890: als Besitzer genannt: Wilhelm Reichert, Kupferschmied
Mieter/Mitbewohner: Luise Eiffländer, Seifensieders Witwe; Marie Eisenmenger, Schuhmachers Witwe; Katharine Mayer, Salzsieders Witwe; Albrecht Weeber, Landgerichtskanzlist

1894: als Besitzer genannt: Wilhelm Reichert, Kupferschmied
Mieter/Mitbewohner: Heinrich Beckh, Dekans Witwe; Luise Eiffländer, Seifensieders Witwe; Thaddäus Höß, Gärtnersgehilfe; Katharine Mayer, Salzsieders Witwe

1901: als Besitzer genannt: Wilhelm Reichert, Kupferschmied  (Anschrift: "Heilbronnerstraße 28")
Mieter/Mitbewohner: Julius Lauth, Gerichtsdiener a.D.; Katharine Maier, Näherin; Abraham Pfeiffer, Handelsmann

1906: als Besitzer genannt: Wilhelm Reichert, Kupferschmied
Mieter/Mitbewohner: Christine Kallenberg, Witwe; Friedrich Eisenmann, Zimmermann; Katharine Mayer, Privatiere

1910: als Besitzer genannt: Wilhelm Reichert, Kupferschmied
Mieter/Mitbewohner: Christine Kallenberg, Witwe; Leonhard Kugler, Fabrikarbeiter; Babette Wagner, Aufsehers Witwe; Otto Schaupp, Mechaniker

1920: als Besitzer genannt: Johann Vogelmann, Kupferschmiedmeister
Mieter/Mitbewohner: Leonhard Kugler, Fabrikarbeiter; Josef Nowag, Gefängnis-Aufseher; Mathäus Heinrich, Kohlenhandlung

1928: als Besitzer genannt: Johann Vogelmann, Kupferschmiedmeister: Laden, Büro und Arbeitsräume von Johann Vogelmann, Apparatebau und Zentralheizungen
Mieter/Mitbewohner: Wilhelm Vogelmann, Ingenieur; Leonhard Kugler, Taglöhner; Babette Kugler, Sortiererin; Babette Wagner, Witwe

1932: als Besitzer genannt: Johann Vogelmann, Kupferschmiedmeister und Apparatebau.Laden, Büro und Arbeitsräume
Mieter/Mitbewohner: Josef Schimmel, Steuerinspektor; Friedrich Glück, Referendar; Leonhard Kugler, Taglöhner

1938: als Besitzer genannt: Wilhelm Vogelmann, Ingenieur, Sanitäre Anlagen und Kupferschmiede (Anschrift "Gelbinger Gasse 28")
Mieter/Mitbewohner: Friedrich Württemberger, Zollinspektor

1956: als Besitzer genannt: Wilhelm Vogelmann. Ausstellungs- und Verkaufsraum für Herde und Öfen, sanitäre Anlagen
Mieter/Mitbewohner: Johann Brodbeck, Verwaltungsobersekretär i.R.; Luise Brodbeck, Hausfrau; Helene Erbelding, Rentnerin; Kurt Fischbach, Zollsekretär; Therese Fischbach, Hausfrau; Lore Kronmüller, Hausfrau; Otto Kronmüller, Heizungsmonteur; Feodora Schindler, Hausgehilfin; Hilde Stegmaier,Sparkassenangestellte

Beschreibungen

um 1712: Ein Beckenhauß 1 Höffle und 1 Gärttle pro 1600 fl. Erheyrathet a 1200 fl ... Gültet in L. Spittal jährlich auff Martini 20 ß Vorgeld"

1767: "1 Back-Hauß, 1 Höfle, u. 1 Garten. das Gewerb 800 [fl], der Weinsch[ank]"

1827: Wohnhaus mit 21 Ruten, Scheune 9,8, Schopf 1,4 und Hof mit 25,3 Ruten, insgesamt 1/8 Morgen 9,5 Ruten Grundfläche

Das stattliche, dreigeschossige, verputzte und giebelständige Fachwerkhaus entstand im Kern nach 1680, gehört damit zu den Beispielen Haller bürgerlicher Wohnbauweise im späten 17.Jh. Von der ursprünglichen Fachwerkarchitektur zeugen die beiden reich profilierten Vorstöße. Auch die fragmentarisch erhaltene Balkendecke im Innern des Gebäudes gehört zur älteren Substanz. Veränderungen des frühen 20. Jh. (Eingang mit barockisierendem Oberlicht; rundbogige Schaufenster) haben die ursprüngliche Fachwerksubstanz nicht wesentlich berührt. Damit stellt das Haus ein gutes Beispiel Haller Wohnbauweise im ausgehenden 17. Jh. dar. (StadtA Schwäb. Hall: Liste der Kulturdenkmale Stadt Schwäb. Hall, Stand 10/1982, S. 159)

Gelbinger Gasse 28 (Flst.Nr. 0-20). Stattliches, dreigeschossiges Fachwerkhaus, giebelständig und verputzt. Im Kern nach 1680. Ursprüngliche Fachwerkarchitektur erhalten, reich profilierte Vorstöße. Balkendecke im Inneren. § 2. (aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Bilder

Bild von 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern

Bild von 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Wappenstein mit dem Wappen der Familie Vogelmann, wohl aus den 1950er Jahren, 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern

Wappenstein mit dem Wappen der Familie Vogelmann, wohl aus den 1950er Jahren, 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Emblem des Architekten Dr. Eduard Krüger und Umbaudatum 1951. Foto: Daniel Stihler  (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern

Emblem des Architekten Dr. Eduard Krüger und Umbaudatum 1951. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Rückseite  während Umbauarbeiten 1976 (StadtA SHA FS 07391) Ansicht vergößern

Rückseite während Umbauarbeiten 1976 (StadtA SHA FS 07391)

Vorderseite 1976 (StadtA SHA FS 07394) Ansicht vergößern

Vorderseite 1976 (StadtA SHA FS 07394)


Quellen

Archivalien:

  • StadtA SHA 4/1544 (Unterpfandsbuch Vorstädte),Bl. 569; 4/1545 (Häuserbuch 1712), S. 223; 4/1547 (Häuserbuch 1767), S. 207; 4/1547a (Häuserbuch 1782), S. 371;

Literatur:

  • Adressbücher 1886-1956