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Haller Häuserlexikon – Besitzerliste 1827

Heilbronner Straße 14, 16, 18 - Nikolai-Friedhof mit Kapelle St. Nikolaus

Eingang, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00482) Ansicht vergößern
Adresse: Heilbronner Straße 14, 16, 18
Primärkatasternummer: 861
Besitzer 1827
Allinger, Michael


Besitzerliste

1827: Allinger, Michael

Beschreibungen

1827: Wohnhaus mit 10,5 Ruten: Öhringer Straẞe

Das Kriegerdenkmal

Den Auftrag für das Denkmal für die Schwäbisch Haller Kriegsgefallenen des Ersten Weltkriegs übertrug der Gemeinderat am 28. April 1920 für 3.970 Mark an den Stuttgarter Bildhauer Jakob Brüllmann (1872-1938). Die feierliche Einweihung fand am 21.November 1920 im Rahmen einer vom Krieger- und Militärverein veranstalteten "Gedächtnisfeier" für die Opfer der Kriege von 1866, 1870-1871 und 1914-1918 statt. "Das Kriegerdenkmal wurde" - so eine Beschreibung von 1920 - "in der nordwestlichen Ecke der oberen Friedhofeirweiterung in einem von Pfeilern und Säulen getragenen Pavillon erreichtetn. Das Denkmal ist ein freistehender, rings umgehbarer Steinpfeiler, der oben durch eine Kehle mit der mit der Decke des Pavillons verbunden ist. In den Sockel ist gegen den Friedhof eine Brunnenschale eingefügt... "

Beschreibungen aus den Denkmallisten


Der östliche Teil des Haller Friedhofes wurde 1509 angelegt. Ein steinernes Kruzifix ist 1565 datiert, aus dem 18. Jh. stammen mehrere Grabmäler von Haller Bildhauern - J.F. Joß (Schloss Schmiedelfeld in Sulzbach, am Neuen Rathaus in Hall beteiligt), von G.D. Lackorn (am Rathaus tätig, Grabmal Hartmann in der Michaelskirche) und von E.F. Humb, dem Erbauer des neuen Haller Rathauses. 1842/43 Errichtung der Friedhofskapelle St. Nikolaus, sowie der neuen Friedhofseinfriedung mit Portal nach Entwürfen des Haller Salinen- und Kreisbaumeisters Carl Stock (1780 - 1844, gesicherte Werke: Saline, Rippergbrücke, Fischbrücke). 1870 wurde jenseits der Heilbronner Straße ein neuer Friedhofsteil angelegt, den künstlerischen Mittelpunkt dieser Anlage bildet eine Kopie der bekannten Christusstatue von Thorwaldsen, eine Arbeit des Prof. Ziegler aus Geislingen a. d. Steige. Die Friedhofskapelle ist ein rechteckiger neuromanischer Putzbau mit Walmdach und Glockentümchen als Dachreiter. Die Fassaden werden vom Rundbogenfries und Maßwerkfenster gegliedert. Der kompakte Baukörper stellt ein gutes Beispiel neuromanischer Sakralbaukunst in Schwäb. Hall dar. Das Friedhofsportal, ein von vier Pfeilern getragener Architrav wird durch Anbauten flankiert. (StadtA Schwäb. Hall: Liste der Kulturdenkmale Stadt Schwäb. Hall, Stand 10/1982. S. 215)

Heilbronner Straße 14, 16, 18 (Flst.Nr. 0-480, 0-608). Friedhof mit Kapelle St. Nikolaus: rechteckiger neuromanischer Putzbau, Walmdach, Glockentürmchen als Dachreiter. Rundbogenfriese und Maßwerkfenster. Östlicher Teil des Friedhofes 1509 angelegt; ein steinernes Kruzifix 1565 datiert; Grabmäler aus dem 18. Jahrhundert von Haller Bildhauern (Sachgesamtheit). § 2. (aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Bilder

Eingang, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00482) Ansicht vergößern

Eingang, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00482)

Eingang mit Nikolaikapelle im Hintergrund, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00483) Ansicht vergößern

Eingang mit Nikolaikapelle im Hintergrund, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00483)

Treppe zur Nikolaikapelle aus Richtung Westen, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00496) Ansicht vergößern

Treppe zur Nikolaikapelle aus Richtung Westen, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00496)

Westfassade der Nikolaikapelle, im Vordergrund alter Grabstein, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00497) Ansicht vergößern

Westfassade der Nikolaikapelle, im Vordergrund alter Grabstein, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00497)

Nordwestansicht der Nikolaikapelle, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00491) Ansicht vergößern

Nordwestansicht der Nikolaikapelle, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00491)

Südwestansicht der Nikolaikapelle, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00494) Ansicht vergößern

Südwestansicht der Nikolaikapelle, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00494)

Südansicht der Nikolaikapelle, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00493) Ansicht vergößern

Südansicht der Nikolaikapelle, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00493)

Friedhofsmauer mit Kriegsschäden durch Beschuss aus dem Zweiten Weltkrieg, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00498) Ansicht vergößern

Friedhofsmauer mit Kriegsschäden durch Beschuss aus dem Zweiten Weltkrieg, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00498)

Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00485) Ansicht vergößern

Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00485)

Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00486) Ansicht vergößern

Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 00486)

Zwei barocke Grabmäler in Obeliskenform mit verwitterten Inschriften, März 2017. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 10223) Ansicht vergößern

Zwei barocke Grabmäler in Obeliskenform mit verwitterten Inschriften, März 2017. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 10223)

Stadtmodell nach der Merian-Ansicht von 1643 im Hällisch-Fränkischen Museum: Blick aus Richtung Norden auf die Nikolaikapelle und die Armenhäuser, im Hintergrund das Gelbinger Tor und die Gelbinger Vorstadt. Bild von 2011. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 01155) Ansicht vergößern

Stadtmodell nach der Merian-Ansicht von 1643 im Hällisch-Fränkischen Museum: Blick aus Richtung Norden auf die Nikolaikapelle und die Armenhäuser, im Hintergrund das Gelbinger Tor und die Gelbinger Vorstadt. Bild von 2011. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 01155)

Ausschnitt aus der Stadtansicht von Matthäus Merian nach Leonhard Kern, 1643. Die Nikolaikapelle steht unmittelbar an der Straße nach Gelbingen gegenüber dem Oberen Armenhaus, rechts ist der zu den Befestigungen am Nordende der Gelbinger Vorstadt gehörende Winzerturm zu erkennen (StadtA Schwäb. Hall S10/0506) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus der Stadtansicht von Matthäus Merian nach Leonhard Kern, 1643. Die Nikolaikapelle steht unmittelbar an der Straße nach Gelbingen gegenüber dem Oberen Armenhaus, rechts ist der zu den Befestigungen am Nordende der Gelbinger Vorstadt gehörende Winzerturm zu erkennen (StadtA Schwäb. Hall S10/0506)

Ausschnitt aus einem Entwurf für den Wasserleitungsplan von 1740 - der Engpass zwischen dem Oberen Armenhaus und der Nikolaikapelle ist gut zu erkennen. Neben den Gebäuden fließt der erst im 19. Jahrhundert verdolte Wettbach vorbei, weiter nördlich befinden sich eine „Richtstatt“ und eine Kelter. (StadtA Schwäb. Hall 04/1136a) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus einem Entwurf für den Wasserleitungsplan von 1740 - der Engpass zwischen dem Oberen Armenhaus und der Nikolaikapelle ist gut zu erkennen. Neben den Gebäuden fließt der erst im 19. Jahrhundert verdolte Wettbach vorbei, weiter nördlich befinden sich eine „Richtstatt“ und eine Kelter. (StadtA Schwäb. Hall 04/1136a)

Ausschnitt aus der Stadtansicht von Johann Conrad Körner von 1755. Die Nikolaikapelle ist hier mit einem achteckige Türmchen als Dachreiter abgebildet (StadtA Schwäb. Hall S10/0791) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus der Stadtansicht von Johann Conrad Körner von 1755. Die Nikolaikapelle ist hier mit einem achteckige Türmchen als Dachreiter abgebildet (StadtA Schwäb. Hall S10/0791)

Auf diesem Plan des Wettbachs („Weppach“) von 1758 ist die Nikolaikapelle („Nicolaj Kirch,“') mit dem zugehörigen Kirchhof (Friedhof) im linken oberen Eck eingezeichnet (StadtA Schwäb. Hall H04/1350) Ansicht vergößern

Auf diesem Plan des Wettbachs („Weppach“) von 1758 ist die Nikolaikapelle („Nicolaj Kirch,“') mit dem zugehörigen Kirchhof (Friedhof) im linken oberen Eck eingezeichnet (StadtA Schwäb. Hall H04/1350)

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827 mit den beiden Armenhäusern, dem Wettbach, der Nikolaikapelle und dem oberen und unteren Friedhof. Letzterer wurde in der Folge einige Jahre als Wiese bzw. Garten genutzt und nach 1870 wieder in einen Friedhof umgewandelt (StadtA Schwäb. Hall S13/0686). Ansicht vergößern

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827 mit den beiden Armenhäusern, dem Wettbach, der Nikolaikapelle und dem oberen und unteren Friedhof. Letzterer wurde in der Folge einige Jahre als Wiese bzw. Garten genutzt und nach 1870 wieder in einen Friedhof umgewandelt (StadtA Schwäb. Hall S13/0686).

Vignette zu einer Stadtansicht um 1850 mit der neuen Friedhofskapelle. Lithografie von Wilhelm Haaf nach Aufnahme von F. Bonhöffer (StadtA Schwäb. Hall S10/712) Ansicht vergößern

Vignette zu einer Stadtansicht um 1850 mit der neuen Friedhofskapelle. Lithografie von Wilhelm Haaf nach Aufnahme von F. Bonhöffer (StadtA Schwäb. Hall S10/712)

Ausschnitt aus einem Stadtplan in Johann Jakob Hausser: Schwäbisch Hall und seine Umgebung. Ein Führer für Fremde und Einheimische, Schwäbisch Hall 1877. Die beiden Armenhäuser und die Friedhöfe liegen noch relativ isoliert vor der Stadt (StadtA Schwäb. Hall Bibl. HV 1144b) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus einem Stadtplan in Johann Jakob Hausser: Schwäbisch Hall und seine Umgebung. Ein Führer für Fremde und Einheimische, Schwäbisch Hall 1877. Die beiden Armenhäuser und die Friedhöfe liegen noch relativ isoliert vor der Stadt (StadtA Schwäb. Hall Bibl. HV 1144b)

Zwei heute nicht mehr existierende Grabsteine bzw. Epitaphien auf einem Foto um 1895, rechts des  Rösslewirts Jakob Wetzel (ca. 1550-1619), und seiner Ehefrauen Margarethe Feyerabend (1549-1595) und Barbara Rühle (1573-1619), halb zu sehen ist das Epitaph des Haalpflege-Schreibers Jakob Feyerabend  († 1564) und seiner Ehefrau Ursula Haug († 1564). Wann und warum die beiden offenbar in einen Abschnitt der Friedhofsmauer eingelassenen Steine entfernt wurden und was mit ihnen geschah, ist derzeit noch unbekannt. Foto: vermutlich Wilhelm Klemm, Hofphotograph (Hällisch-Fränkisches Museum, Inv.-Nr. 2016/530 / StadtA Schwäb. Hall DIG 09388) Ansicht vergößern

Zwei heute nicht mehr existierende Grabsteine bzw. Epitaphien auf einem Foto um 1895, rechts des Rösslewirts Jakob Wetzel (ca. 1550-1619), und seiner Ehefrauen Margarethe Feyerabend (1549-1595) und Barbara Rühle (1573-1619), halb zu sehen ist das Epitaph des Haalpflege-Schreibers Jakob Feyerabend († 1564) und seiner Ehefrau Ursula Haug († 1564). Wann und warum die beiden offenbar in einen Abschnitt der Friedhofsmauer eingelassenen Steine entfernt wurden und was mit ihnen geschah, ist derzeit noch unbekannt. Foto: vermutlich Wilhelm Klemm, Hofphotograph (Hällisch-Fränkisches Museum, Inv.-Nr. 2016/530 / StadtA Schwäb. Hall DIG 09388)

Bild von 1910 oder früher. Aus: W. German: Führer durch Schwäbisch Hall und Umgebung, Schwäbisch Hall 1910 (2.Aufl.), S. 41 Ansicht vergößern

Bild von 1910 oder früher. Aus: W. German: Führer durch Schwäbisch Hall und Umgebung, Schwäbisch Hall 1910 (2.Aufl.), S. 41

Bild aus dem November 1980. Foto: Haller Tagblatt (StadtA Schwäb. Hall FS 13045) Ansicht vergößern

Bild aus dem November 1980. Foto: Haller Tagblatt (StadtA Schwäb. Hall FS 13045)


Quellen

Archivalien:

  • Stadtarchiv Schwäb. Hall 19/424 (Gemeinderatsprotokoll 1920), S. 40, 148, 179, 299, 335, 360 (Kriegerdenkmal).

Literatur:

  • Haller Tagblatt Nr. 273a v. 20.11.1920, S. 3; Nr. 275 v. 23.11.1920, S. 3 (Kriegerdenkmal u. Soldatenfriedhof)  
  • Gerd Wunder: Die alten Grabsteine im Haller Friedhof, in: Der Haalquell 18 (1966), S. 61-63