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Haller Häuserlexikon – Primärkataster-Nr.

Keckenhof 5

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Adresse: Keckenhof 5
Primärkatasternummer: 182
Besitzer 1827
Schwarz, Johann David, Obersieder


Besitzerliste

1712: Hr. Nikolaus Stier, Rat (4/1545, S. 118)
danach: Herr Oberschreiber Meyer (4/1545, S. 118)

1767: Hr. Joseph Friedrich Majer, Ober Haalschr[eiber] (4/1547)

1769: Verkauft von den Erben des Joseph Friedrich Bernhard Caspar Mayer, Oberhaalschreiber und Organist in St. Katharina, an den Miterben Georg Friedrich Mayer, Fähnrich unter dem baden-durlachischen Kreisinfanterieregiment (13/1132)

1782: Friedrich David Textor, Stadt-Advocat (4/1547a)

1808: Verkauft für 1.500 fl von Catharine Rosine Beyschlag, der Ehefrau des Stadthauptmanns Beyschlag, an Johann David Schwarz, Salzsieder (19/1000, BL. 229V-R)

1827: Johann David Schwarz, Obersieder

1857: nach dem Tod der Witwe des Johann David Schwarz einer neunköpfigen Erbengemeinschaft zugefallen (19/827, S. 27)

1857: Verkauf der Anteile der Ehefrau des Schmieds Johann Jäkle (1/18) und des Friedrich Reitz in Gottwollshausen (1/18) an Moses Josua Herz, israelitischer Handelsmann (19/1028, Bl. 98R-V, BL. 104R).

1862: Verkauft von der Erbengemeinschaft der Witwe des Johann David Schwarz für 1.450 fl an den "Oekonom" Friedrich Andreas Reiz (19/839, S. 338; 19/1030, S. 6)

1868: Verkauf eines Anteils am 2. Stock zusammen mit einem Anteil am Gebäude Keckenhof 4 von Friedrich Andreas Reiz an Karl Gschwend, Taglöhner (19/831,S. 584).

1871/72: Verkauft (ohne Anteil des Karl Gschwend) zusammen mit Anteil am Gebäude Keckenhof 4 von Friedrich Andreas Reiz an Michael Wieland, Bauer aus Bibersfeld (19/839, S. 338)

1874: Verkauft (ohne Anteil des Karl Gschwend) zusammen mit Anteil am Gebäude Keckenhof 4 für 4.000 fl von Michael Wieland an Karl Frank, Kutscher (19/842, S. 135).

1886: Karl Frank, Kutscher, Mieter: Georg Bauer, Taglöhner; Friedrich Feuchter, Taglöhner; Konrad Reitzler, Taglöhner; David Scheuing, Schneider.

1890: Verkauf eines Anteils am 2. Stock zusammen mit einem Anteil am Gebäude Keckenhof 4 für 1.400 Mark von Karl Gschwend, Taglöhner, an Karl Frank, Kutscher (19/842, S. 135).

1890: Karl Frank, Kutscher, Mieter: Wilhelm Böhm, Fabrikarbeiter; Georg Heinrich Bühler, Schuhmacher; Gustav Kranz, Korbmacher; Johann Rieth, Schlosser; Marie Schmitt, Taglöhnerswitwe; Wilhelm Stein, Salinenarbeiter

1894: Karl Frank, Kutscher, Mieter: Wilhelm Böhm, Fabrikarbeiter; Friedrich Hertweg, Taglöhner; Conrad Hildenbrand, Steinhauer; Georg Rieth, Säger; Johann Rieth, Schlosser.

1901: Rosine Frank, Witwe des Karl Frank, Mieter: Georg Maurer, Taglöhner; Johann Schön, Versicherungsinspektor; Johann Rieth, Schlosser; Wilhelm Böhm, Schuhmacher.

1910: Rosine Frank, Witwe des Karl Frank, Mieter: Johann Rieth, Schlosser; Georg Maurer, Taglöhner; Christian Fackler, Schneider; Philipp Fritz, Zigarrenmacher; Wilhelm Binder, Schlosser; Gotthold Fackler, Schlosser; Karl Wieland, Taglöhner; Katharina Britting, Witwe

1920: Rosine Frank, Witwe des Karl Frank, Mieter: Georg Maurer, Taglöhner; Christian Fackler, Schneider; Karl Müller, Gärtner; Jakob Horlacher, Fuhrmann; Karl Holl, Bürstenmacher; Friedrich Rothenberger; Schmied

1932: Anna Frank, Mieter: Heinrich Frank, Fuhrunternehmer; Gotthilf Hof, Reisender; Heinrich Kettemann, Rentner; Jakob Horlacher, Fabrikarbeiter; Friedrich Haas, Polier.

1938: Anna Frank, Mieter: Frida Frank, Verkäuferin; Heinrich Frank, Landwirt; Jakob Horlacher, Fabrikarbeiter; Otto Horlacher, Former; Marie Maurer, Sozialrentnerin und Witwe; Rosine Schmetzer, Sozialrentnerin und Witwe; Arbeiter Christian Stecher, Arbeiter; Walter Vierkorn, Schreiner.

Befunde aus Bauforschung

Dach dendrochronologisch datiert auf 1543/35. (BF Lohrum/Bleyer)

Viergeschossiges Fachwerkhaus mit drei Gewölbekellern. Zwei ineinander verschachtelte Keller unter dem Gebäude, ein dritter unterhalb der Straße. Keller 1 im SO-Bereich des Hausgrundrisses, mit Gewölbescheitel quer zum Keckenhof. Tonnengewölbe, Wände aus Kalk- und Bruchstein, Wände teils verputzt. Keller 2 in der NO-Ecke des Hausgrundrisses. Tonnengewölbe mit Gewölbescheitel quer zum Keckenhof, Zugang durch Wanddurchbruch aus Keller 1. Mauerwerk aus Kalk- und Bruchstein, Besonderheit ist tropfenförmig angelegter Brunnenschacht. Keller 3 schließt in O-Richtung an Keller 2 an, Zugang durch dessen offene Stirnwand. Lage außerhalb des Hausgrundrisses unter dem Keckenhof, Gewölbescheitel quer zu diesem. Tonnengewölbe, Mauerwerk aus Kalk- und Bruchstein. Keller 3 enthält zwei verschiedene Mauerwerke des 15. und des 14./15. Jh. Keller 1 aus dem 15./16. Jh., Keller 2 wohl als Anbau, Erweiterung bzw. Verbindung zwischen Kellern 1 und 3 gebaut. Kellerwände 17./18. Jh. Gewölbe später (18. Jh.). Vgl. Datenbank Bauforschung Baden-Württemberg.

Beschreibungen

1827: Wohnhaus mit 14,7 Ruten, Dunglege 2,1 Ruten in Bettlers Umkehr

1808: "eine ganze Behausung beim Sprügelsbad, neben Steinhauer Groß und Salzsieder Cieß, vorne auf die Gasse und hinten den Kocher stoßend" (19/1000, BL. 229V-R)

Das viergeschossige, teilweise freigelegte, giebelständige Fachwerkwohnhaus entstand im 17. Jh. unter Einbeziehung der mittelalterlichen Stadtmauer. Die dem Kocher zugewandte Seite zeigt drei Vorstöße, Balkenkopfreihen und Schmuckfachwerk im Giebel. Die östliche, verputzte Giebelseite deutet mit den drei Vorstößen und kleinformatigen Fensteröffnungen das Vorhandensein wichtiger Elemente der ursprünglichen Fachwerksubstanz an. - Teile der mittelalterlichen Stadtmauer. (StadtA Schwäb. Hall: Liste der Kulturdenkmale Stadt Schwäb. Hall, Stand 10/1982, S. 257)

Keckenhof 5 (Flst.Nr. 0-101/7). Wohnhaus. Viergeschossig, giebelständig; teilweise freigelegtes Fachwerk mit drei Vorstößen, Balkenkopfreihen und Schmuckfachwerk im Giebel, 17. Jahrhundert, Dach 1535 (d), mit Stadtmauerrest (siehe auch unter Sachgesamtheit Stadtbefestigung "Am Markt 14, ..."). § 2. (aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Bilder

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Seite zum Kocher, 2007 (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Bild von 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern

Bild von 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Südostansicht, 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern

Südostansicht, 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Westansicht, 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern

Westansicht, 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Ausschnitt aus dem Primärkataster  von 1827. Das Gebäude hat die Nummer 182  (StadtA SHA S13/0583) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827. Das Gebäude hat die Nummer 182 (StadtA SHA S13/0583)

Grundriss angeblich des 2. Stocks (tatsächlich des Erdgeschosses) der beiden zusammengebauten Häuser PKN 182 (Keckenhof 5) und 183  (Keckenhof 4) auf einem Teilungsplan der Hausbesitzer Wilhelm Gschwend und Michael Wieland, 1874 (StadtA SHA  19/1068, Nr. 59) Ansicht vergößern

Grundriss angeblich des 2. Stocks (tatsächlich des Erdgeschosses) der beiden zusammengebauten Häuser PKN 182 (Keckenhof 5) und 183 (Keckenhof 4) auf einem Teilungsplan der Hausbesitzer Wilhelm Gschwend und Michael Wieland, 1874 (StadtA SHA 19/1068, Nr. 59)

Grundriss des 1. Stocks bzw. Dachstocks der beiden zusammengebauten Häuser PKN 182 (Keckenhof 5) und 183  (Keckenhof 4) auf einem Teilungsplan der Hausbesitzer Wilhelm Gschwend und Michael Wieland, 1874 (StadtA SHA  19/1068, Nr. 59) Ansicht vergößern

Grundriss des 1. Stocks bzw. Dachstocks der beiden zusammengebauten Häuser PKN 182 (Keckenhof 5) und 183 (Keckenhof 4) auf einem Teilungsplan der Hausbesitzer Wilhelm Gschwend und Michael Wieland, 1874 (StadtA SHA 19/1068, Nr. 59)

Während eines Auftritts der Sieder auf dem Grasbödele, wohl 1920er Jahre (StadtA SHA FS 01136) Ansicht vergößern

Während eines Auftritts der Sieder auf dem Grasbödele, wohl 1920er Jahre (StadtA SHA FS 01136)

Bild aus den 1930er Jahren (StadtA SHA AL/0040) Ansicht vergößern

Bild aus den 1930er Jahren (StadtA SHA AL/0040)

Während des Kuchen- und Brunnenfests 1962. Foto: Hans Kubach (StadtA SHA FS 01440b) Ansicht vergößern

Während des Kuchen- und Brunnenfests 1962. Foto: Hans Kubach (StadtA SHA FS 01440b)


Quellen

StadtA Schwäb. Hall

4/1545, S. 118 (Häuserbuch 1712), 4/1547 (Häuserbuch 1762), 4/1547a (Häuserbuch 1782)

13/1132 (Kaufvertrag 1769)

19/827, S. 27 (Güterbuch, Bd. 2), 19/831, S. 584 (Güterbuch, Bd. 6), 19/839, S. 338 (Güterbuch, Bd. 14), 19/842, S. 135 (Güterbuch, Bd. 17), 19/1000, Bl. 229V-R (Kaufbuch 1807-1809), 19/1028, Bl. 98R-V, Bl. 104R (Kaufbuch 1857-59), 19/1030, S. 6 (Kaufbuch Nr. 11)

Adressbücher 1886-1938