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Haller Häuserlexikon – Primärkataster-Nr.

Obere Herrngasse 8 - Betsaal mit Laden und Wohnungen

Bild von 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern
Adresse: Obere Herrngasse 8
Primärkatasternummer: 170, 170a
Besitzer 1827
Wibel, Johann Lorenz, Stadtschultheiß


Besitzerliste

1832: Seifferheld Karl, Kaufmann - Kfb. 19/1014 S 129

1846: Backhaus & Comp., Handelshaus in Heilbronn - Kfb. 19/1032 S 302

1865: Krauß, Adolph, Kaufmann aus Neuenstein

vor 1867: Rimanoczy, Carl, Rathschreiber

1867: Gehring, Johann Friedrich, Müller, anteilig

1870: Krauß, Adolph, Kaufmann und Ziegler, Jakob, anteilig. Großer unterer Keller: Frau Ritterwirtin Ott, Phillipps Witwe


Haustafel

Typisch für die eng bebaute Innenstadt sind verflochtene Besitzverhältnisse und vielfältige Nutzungen in einem Haus. So richtete sich die jüdische Gemeinde 1893 hinter einem Laden im Erdgeschoss einen großen Betsaal am westlichen Giebel ein, der eigentlich schon zur Unteren Herrngasse gehörte. Die Synagoge verblieb in Steinbach und wurde weiterhin an jüdischen Festtagen genutzt.

Befunde aus Bauforschung

Holzteile dendrochronologisch datiert auf ?. (StadtA Schwäb. Hall BF 74)

Beschreibungen

1827: Stallung (gehört zum Haus Untere Herrngasse 7/PKN 170b)

Der zweigeschossige Putzbau mit rundbogigen Eingangs- und Fensteröffnungen im Erdgeschoss, einem kräftigen Gesimsband, schmalerem Obergeschoss, flankiert von Terrassen (mit orig. Balustrade), Traufgesims mit Plaketten und Zwerchhaus, entstand im ersten Viertel des 19. Jh. als Betsaal für die jüdische Gemeinde Halls. Der Bau stellt damit einen wichtigen Zeugen der Kulturgeschichte und der Architektur des Klassizismus in Schwäb. Hall dar. (StadtA Schwäb. Hall: Liste der Kulturdenkmale Stadt Schwäb. Hall, Stand 10/1982, S. 340)

Obere Herrngasse 8 (Flst.Nr. 0-104/8). Ehem. jüdischen Betsaal mit Laden und Wohnungen. Zweigeschossiges Gebäude mit rundbogigem Eingang und Fensteröffnungen im Erdgeschoss. Kräftiges Gesimsband, schmales Obergeschoss, Traufgesims mit Plaketten und Zwerchband. 1. Viertel 19. Jahrhundert. § 2 ( aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Bilder

Bild von 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern

Bild von 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Teilansicht, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern

Teilansicht, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Gedenktafel für den 1938 von nationalsozialistischen Schlägertrupps verwüsteten jüdischen Betsaal, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA Server Häuserlexikon) Ansicht vergößern

Gedenktafel für den 1938 von nationalsozialistischen Schlägertrupps verwüsteten jüdischen Betsaal, November 2009. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA Server Häuserlexikon)

Ausschnitt aus dem Primärkataster  von 1827. Das Anwesen hat die Nummer 170 (StadtA SHA S13/0583) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827. Das Anwesen hat die Nummer 170 (StadtA SHA S13/0583)

Grundriss des „I Stockwerks“ (= Erdgeschoss) auf einem Teilungsplan der Hausbesitzer A. Krauß und J. Ziegler, 1870 (StadtA SHA  19/1065, Nr, 21) Ansicht vergößern

Grundriss des „I Stockwerks“ (= Erdgeschoss) auf einem Teilungsplan der Hausbesitzer A. Krauß und J. Ziegler, 1870 (StadtA SHA 19/1065, Nr, 21)

Grundriss des „III Stockwerks“ (= Erdgeschoss von der Oberen Herrngasse aus) auf einem Teilungsplan der Hausbesitzer A. Krauß und C. Biermann, 1872 (StadtA SHA  19/1066, Nr, 78) Ansicht vergößern

Grundriss des „III Stockwerks“ (= Erdgeschoss von der Oberen Herrngasse aus) auf einem Teilungsplan der Hausbesitzer A. Krauß und C. Biermann, 1872 (StadtA SHA 19/1066, Nr, 78)