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Haller Häuserlexikon – Primärkataster-Nr.

Unterlimpurger Straße 61 - ehem. Gastwirtschaft "Zum Stern"

Westansicht, August 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA Schwäb. Hall DIG 04820) Ansicht vergößern
Adresse: Unterlimpurger Straße 61
Primärkatasternummer: 106
Besitzer 1827
Firnhaber, Andreas Ludwig, Sternwirt


Besitzerliste

1712: Johann Melchior Firnhaber, Sternwirt

1760: Anna Dorothea Salome Firnhaber geb. Mack heiratet in zweiter Ehe den Witwer Johann Georg Seckel, Bürger und Metzger in Schwäbisch Hall, der damit Miteigentümer der Wirtschaft wird. Johann Georg Seckel muss sich allerdings verpflichten, den "Stern" an seinen (zukünftigen) Stiefsohn Georg Friedrich Firnhaber abzutreten, sobald dieser die Voraussetzungen dafür erfüllt (14/3560)

1765: Entsprechend der 1760 im Heiratsvertrag zwischen Anna Dorothea Salome Firnhaber geb. Mack und Johann Georg Seckel festgeschriebenen Klausel wird der "Stern" zu einem unbekannten Zeitpunkt, vermutlich im Jahr 1765, an Georg Friedrich Firnhaber übergeben, Anna Dorothea Salome Seckels Sohn aus ihrer ersten Ehe mit Georg Andreas Firnhaber (14/3560).

1783: Nach dem Tod Georg Friedrich Firnhabers am 24. Oktober 1783 geht die Wirtschaft in den Besitz seiner Witwe Maria Regina geb. Stadtmann über.

1784: Maria Regina Firnhaber bringt die Sternwirtschaft in ihre zweite, am 20. April 1784 mit Johann Michael Fluhrer, Gastwirtssohn aus Eltershofen, geschlossene Ehe ein, der dadurch Sternwirt wird.

1808: Sternwirt Johann Michael Fluhrer und seine Ehefrau Maria Regina Stadtmann, verwitwete Firnhaber, verkaufen am 11. Juni 1808 ihr bisher besessenes Haus nebst Wirtschaftsgerechtigkeit zum goldenen Stern, ein neu erbautes Wohnhaus mit Bierbrauerei, eine Scheuer mit Stallung sowie einen Grasrain mit Sommergarten für 6.000 Gulden an Andreas Ludwig Firnhaber, den Sohn Maria Regina Stadtmanns aus ihrer ersten Ehe mit dem 1784 verstorbenen Sternwirt Georg Friedrich Firnhaber. Vom Kaufpreis werden 400 Gulden Vatererbe und 600 Gulden "Heiratsgut" abgezogen. Die Verkäufer behalten sich ein lebenslanges Wohnrecht im oberen Stock des Brauhauses vor, ebenso die Nutzung des halben Kellers in diesem Gebäude, desgleichen für den Schweinestall auf dem alten Hauskeller, die Scheuer und Stallung sowie von Beeten im Sommergarten. Außerdem sollen sie ein Drittel des Obsts aus dem Garten erhalten und den Backofen sowie den Waschkessel mitnutzen dürfen. 

1841: Ludwig Firnhabers Witwe, die Sternenwirtin Rosine Firnhaber verkauft das gesamte Anwesen mit Nebengebäuden (Wohnhaus PKN 105, Scheuer PKN 104, Gastwirtschaft, Hofraum), inklusive aller Rechte, "namentlich der auf dem Haus ruhenden Realwirthschaft und Brauerey Gerechtigkeit", am 18. September 1841 für 4.622 Gulden an den neu angehenden Bürger und Bierbrauer Mathias Reinwald. Die Übergabe der "Kaufs Objekte" ist bereits erfolgt. Der Käufer erhät auch das gesamte, im Vertrag detailliert aufgelistete Brauerei- und Wirtschaftsinventar (s. unter Besonderheiten).

1867: Das Anwesen geht am 11. Oktober 1867 für 7.100 Gulden von Bierbrauer und Gastwirt Mathias Rheinwald zum Stern an den Bierbrauer Jakob Holzwarth aus Herdtmannsweiler (heute Stadt Winnenden). In den Verkauf eingeschlossen sind die Wirtschaft, das Brauereigebäude, die Scheuer, der Hofraum mit "Bakhaus", Gemüse-, Gras- und Baumgarten sowie das gesamte Brauerei- und Wirtschaftsinventar. Als Datum des Besitzübergangs wird der 1. Juli 1867 festgelegt. Der Verkäufer darf mit seiner Familie noch ein Jahr lang "ohne Hausmiethe" in der Wohnung des Brauhauses leben.

1894: Bierbrauer Jakob Holzwarth verkauft das gesamte Anwesen des "Sterns" mit den beiden Nebengebäuden sowie zugehörigen Grundstücken u.a. auch in Hessental und Steinbach am 2. Oktober 1894 mit Zustimmung seiner fünf anderen Kinder an seinen Sohn Wilhelm Holzwarth. Der Kaufpreis beträgt 31.000 Mark; hiervon werden 5.000 Mark als "Heiratsgut" abgezogen. Als unentgeltliche Zugabe überlässt Jakob Holzwarth seinem Sohn das Brauerei-Inventar, die "Wirtschafts-Geräthschaften", das Küchengeschirr, sowie zwei Kühe, Geflügel, Heu- und Strohvorräte, die Güllepumpe, das Holz in der Holzlege und zwei Fässer mit 600 bzw. 258 Litern Wein. Er erhält ein lebenslanges Wohnrecht im Nebengebäude Nr. 105 (Brauereibau), in dem sich eine Wohnung befindet. Wohnrecht bis zur Eheschließung erhalten auch die beiden noch unverheirateten Schwestern des Käufers, Pauline und Rosalie Holzwarth. Ferner darf der Verkäufer jederzeit den Garten betreten, ohne aber den Betrieb der Gartenwirtschaft zu beeinträchtigen, und anstelle eines zu entfernenden Bienenstands neben dem Brauereigebäude ein "Gartenhaus von Stangenholz" erstellen und benutzen. Das Gesuch Wilhelm Holzwarths um die Genehmigung zur Ausübung "des dinglichen Rechts zum Betrieb der Schildwirtschaft zum Stern" wird vom Oberamt am 3. Oktober 1894 bewilligt. Die Genehmigung umfasst auch den Betrieb einer Gartenwirtschaft.

1899: Die Wirtschaftskonzession Wilhelm Holzwarths wird auf eine "Gartenhalle" beim Wirtschaftsgebäude ausgedehnt (21/1843).

1904: Nach dem Tod Wilhelm Holzwarths wird der "Stern" durch seine Witwe Friederike Holzwarth geb. Jäkle weiter betrieben (21/1843).

1937: Friederike Holzwarth zeigt der Ortspolizeibehörde Hall an, dass sie den Betrieb der Gastwirtschaft zum 30. Juni 1937 eingestellt hat.Bereits am 12. Mai 1937 hat sie einen Pachtvertrag mit Eugen Hahn - bisher Rangierarbeiter am Bahnhof Hessental - und dessen Ehefrau Margarethe geb. Margott abgeschlossen (21/1843).

1938: Am 20. April 1938 wird das gesamte Anwesen dem Hypothekengläubiger Carl Lindner,  Wirt zum Dreikönig in Schwäbisch Hall, zugeschlagen. Lindner tritt in den Pachtvertrag mit Eugen Hahn ein, der die Wirtschaft weiter betreibt, diese aber auf den 30. September 1938 aufgibt (21/1843). 

1939: Neuer Pächter wird Julius Greiner, gelernter Feinmechaniker und bisheriger Betreiber der Fliegerhorstkantine in Hessental, zusammen mit seiner Ehefrau Lore geb. Saitner. 

1942: Die Wirtschaft ist ab Dezember 1942 geschlossen, in den Räumen wird ein "Kinderhorst" eingerichtet  (37/749).

1945: Julius Greiner nimmt nach der Nutzung als Kinderhort ab 1942 und "anschliessender Besetzung durch die Amerikaner" auf 4. August 1945 den Wirtschaftsbetrieb wieder auf (37/749).

1949: Nach erfolgter Scheidung des Ehepaares Greiner führt Lore Greiner geb. Saitner die Wirtschaft weiter (35/12062).

1950: Carl Lindner kündigt den Pachtvertrag mit Lore Greiner geb. Saitner, bisherige Wirtin zum "Stern". Nachfolger wird der Braumeister Franz Wiedemann aus Schwäbisch Hall zusammen mit seiner Ehefrau Hedwig geb. Knopf, denen am 20. Juli 1950 die Erlaubnis zum Gaststättenbetrieb erteilt wird. Der offenbar bald darauf erfolgte Wechsel zum Pächter Hermann Kuhn ist in den Konzessionsakten nicht vermerkt.

1952: Der bisherige Pächter Hermann Kuhn gibt den Betrieb des "Stern" auf, weil er ihn für unrentabel hält. Hausbesitzer Carl Lindner verpachtet das Anwesen auf 1. Dezember an die Witwe Agnes Ehstand geb. Wunderle, zuvor "Bedienung" in der "Jägerbar" in Bad Mergentheim (37/749).

1956: Die bisherigen Pächterin Agnes Ehstand gibt auf 30. April 1956 den Betrieb der Wirtschaft auf. Neue Pächterin wird Lisl Purrmann aus Huchenfeld bei Pforzheim (bis 1959) (35/12062, 35/2113).

1959/1960: Maria Möllinger, neue Pächterin des "Stern", übernimmt diesen auf 1. Dez. 1959 und erhält 1960 die Erlaubnis zum Betrieb der Gaststätte (35/2113).

2015: Das teilweise leerstehende Gebäude wird durch das städtische Wohnungsbauunternehmen GWG aus Privatbesitz erworben.

2017: In das Haus zieht eine Wohngruppe der Caritas für junge Frauen ein.

Befunde aus Bauforschung

Das in der Nähe der Urbanskirche stehende dreigeschossige Haus wurde bisher nicht weiter bauhistorisch untersucht, obwohl etliche Details auf ein hohes Alter hinweisen. Im Haller Häuserlexikon ist 1827 als Inhaber Ludwig Firnhaber, Sternwirt, verzeichnet. An der Eingangstür zum Obergeschoss steht aufgemalt die Inschrift „Erbaut 1625, erneuert 1939“. Archivalische Belege für 1625 sind zumindest aus dem Häuserlexikon nicht ersichtlich. Ein weiteres Datum befindet sich Kellertorbogen im Abgang zum ehemaligen Hinterhaus am rückwärtigen, seitlichen nördlichen Anbau mit „1790“. 

Das Gebäude besteht aus mindestens drei Baukörpern mit mehreren Umbauphasen, so dass sich die Baugeschichte des Hauses nicht einfach erschließen lässt. Das gesamte Dach, wenn auch dreigeteilt, stammt in drei Abschnitten aus der Zeit von um 1600 bis 1700. Der Unterbau des Vorderhauses dürfte spätmittelalterlich sein aufgrund der sichtbaren Bretter-Balken-Decke mit den für die Zeit um 1400 typischen Schiffskehlen und Halbrundstäben.  

1) Vermutlicher Erstbau um 1400

Der älteste Bauteil dürfte ein zweigeschossiger Baukörper vorne an der Straße sein, der zweiraumbreit war. Von ihm hat sich die geschnitzte Bretter-Balken-Decke erhalten und die auch damit die Lage der ehemaligen Wohnstube auf der Nordwestseite Richtung Urbanskirche belegt. Aufgrund der jetzigen vielen Raumtrennwände lässt sich die Länge dieses Baukörpers nicht genau bestimmen, vermutlich reichte das Haus nur bis zum gewölbten Keller im „Erdgeschoss“ und besaß eventuell nur zwei Räume in der Tiefe. Die Schnitzerei der Decke weist eindeutig in die Zeit des späten 14. Jahrhunderts oder um 1400 hin. Ähnliche Decken sind im Haus Unterlimpurger Straße 81 von 1396 oder im Haus Brüdergasse 27 ebenfalls von 1396 erhalten. Das Erdgeschoss, heute durch den Einbau der Garagen völlig verändert und erneuert, beherbergte sicherlich die typische Haller Halle. 

2) Rückwärtiger Anbau vor oder um 1600

Vermutlich im späten 16. Jahrhundert, also nach der Angliederung Unterlimpurgs an Hall, wurde auf einem eventuell schon vorhandenen Gewölbekeller ein zweigeschossiger Fachwerkanbau erstellt in der Breite des Vorderhauses, zweiraumtief. Im Obergeschoss des Anbaus – vom Haupthaus aus betrachtet jetzt im 2. Obergeschoss – wurde ein großer Saal auf der Hangseite eingebaut mit einer Bretter-Balken-Decke, jetzt mit einfach gefasten Balken. Nach außen zur Nordseite besitzt dieser Raum einen Fenstererker, der für die gute Belichtung sorgte. Dieser ist unter dem Verputz noch zu erkennen. Der Raum selber belegt eventuell schon die Nutzung als Gastwirtschaft seit dieser Zeit. Dieser Anbau muss den Altbau vorne um ein Geschoss überragt haben. Von diesem Giebel auf der Westseite ist ist noch das Fachwerk im Dachinnern vorhanden. Der Dachstuhl wurde in der damals üblichen Art und Weise als liegende Konstruktion mit angeblatteten Kopfbügen ausgeführt.  

3) Aufstockung um 1600

Nicht viel später wurde vermutlich dem Altbau ein weiteres Geschoss aufgesetzt und darauf ein neuer Dachstuhl in der Art des Anbaus mit liegenden Stühlen abgebunden. Jetzt lief der First des Hauses einheitlich durch. Das 2. Obergeschoss im vorderen Bereich konnte jedoch nicht weiter begutachtet werden, es war noch bewohnt. Von außen ist aber die relativ niedrige Ausführung des 2. Obergeschosses zu erkennen. Das könnte die Bauzeit um 1600 bestätigen.  

4) Verbreiterung nach 1600

Auch wiederum nicht viel später, wohl noch im 17. Jahrhundert, wurde der vordere Altbau um etwa 3 Meter verbreitert, um im „Gastwirtschaftsbereich“ mehr Platz zu gewinnen. Dabei wurde die Decke in der Verbreiterung ebenfalls mit einer Bretter-Balken-Decke ausgestattet, jetzt aber im einfachen Stil der Zeit um 1650 bis 1700. Dieser Unterschied ist nicht auf dem ersten Blick zu erkennen.  

Insgesamt zeigt sich, dass hier ein Haus erhalten ist, das seit mindestens sechs Jahrhunderten existiert und viele Entwicklungen in der Reichsstadtzeit erlebt hat. Die Baugeschichte lässt sich aufgrund dieser ersten Begehung nicht zweifelsfrei lösen, dafür gab es einfach zu wenig Einblicke in Gefüge und Struktur des Hauses.   Vor einer weiteren Umbauplanung ist es unbedingt empfehlenswert, eine bauhistorische Untersuchung mit dendrochronologischer Datierung durchzuführen, eventuell ergänzt mit einem verformungsgetreuen Aufmaß. 

Albrecht Bedal
März 2015

Befunde aus Bauakten

- soweit nicht anders vermerkt, Bauakten im Baurechtsamt -

1903: Sternwirt Holzwarth lässt einen unbesteigbaren Kamin aufführen.

1934/35: Sternwirtin Holzwarth lässt am Dachstock Reparaturarbeiten ausführen. 

1937: Im Zusammenhang mit der Verpachtung des "Stern" an Eigen Hahn wird die Außenwand des Wirtschaftsraums, "welche stark aus dem Lot verschoben war", neu eingezogen, die aus der lotrechten Ebene verschobenen Dachbinder wurden mit Streben versteift und mit Eisen "verschlaudert" (21/1843).

1938: Im Zuge der Baukontrolle durch die Ortspolizeibehörde werden zahlreiche Mängel festgestellt, deren Abstellung dem neuen Hausbesitzer Carl Lindner zur Auflage gemacht werden (21/1843).Die Reparaturen sind bis Frühjahr 1939 durchgeführt (37/749).Außerdem werden im Untergeschoss Garagen eingebaut und ein Kamin erstellt.

1939: Anschluss an die städtische Kanalisation. Als "Kanalisationsbeitrag" werden 460,95 RM festgelegt.

1950: Verlängerung eines Kamins nach unten.

1967: Ein Kellereingang auf dem "Ruinengrundstück" (ehemalige Brauerei) wurd durch städtische Arbeiter ausbetoniert und geschlossen.

1976: Nach einer vorausgegangenen Kontroverse zwischen Eigentümern und Landesdenkmalamt genehmigt das Baurechtsamt die Anbringung einer Werbeanlage.

1999: Ein ohne die Genehmigung des Baurechtsamts und ohne Wissen der Eigentümer durch einen Pächter angebrachtes Leuchtschild am "Stern" wird entfernt.

2015: Nach dem Erwerb durch die GWG soll das Haus ab Juli 2015 grundlegend saniert werden. Geplant ist der Einbau von Wohnungen (HT).

Beschreibungen

historische Beschreibungen

1717/18:"Die Würthschafft, Scheuren, Gartten und Weinberg, angeschlagen umb 1400 fl. Erkaufft Ao. 1702 [pro] 200 fl, zusammen m. d. Salpeterhauß. Vorstehende gülltet ins Ambt Schlicht 12 ß 2 Faßnachtsh[ühner] und gibt Handtlohn. ... Gült vom Salpeterhauß 1 ß 3 hlr."

1767 (Häuserbuch): "1 Würthschafft, Scheuren, Rain u. Gärten"

1784 (Inventur der Maria Regina Firnhaber aus Anlass der Eheschließung mit Johann Michael Fluhrer): "Eine Wirthschafft in Unterlimburg, worzu gehört: Ein Hauß, Scheuren u. Gartten, zum Amt Schlicht mit 12 ß an Geld u. 2 Faßnachtshünern rutschend gültbar, ferner ist darein vererbt 2 Vrt. 15 R. Rain , so ehedeßen ein Weinberg gewesen, über dem Steig Weeg, aben dahin 1 ß Herrngült gebend, welche Wirtschafft der Verstorbene von seinem Stief Vatter Seckel u. rechten Mutter, nebst einigen Dareingaben an Mobilien vor 2200 fl käufl. übernommen, gegenwärtig aber wegen der darin verwendten Baukosten u. mehreren Werths von den Schulth. pflichtmäßig angeschlagen worden vor 3000 [fl]"

1808 (Verkauf an Andreas Ludw. Firnhaber): "Ihr bisher besessenes Hauß nebst Wirtschafts-Gerechtigkeit zum goldenen Stern neben der Straße und Cristoph Welck, gültet Wohllöblichem Bürgermeisteramt 12 ß rutschende Gült und 2 Faßnachtshüner, und Hochlöblicher Cameral-Verwaltung den 20. zu Handlon, ferner Ein neuerbautes Wonhauß, worunter eine Bierbrauerei eingerichtet ist, neben der Scheuren und dem Gartten, Eine Scheuer mit Stallung und Zugehörde neben dem Gartten und dem Brau Hauß. Einen Grasrain und Sommer-Garten von ungefär 4 Vrtl. im Maß, unter dem Brauhauß, neben dem Weg und dem Schloß-Rain, gültet Wohllöblichem Bürgermeisteramt 1 ß Herrngült und geben Hochlöblicher Cameral-Verwaltung den 20. zu Handlon, mit allen Rechten und Gerechtigkeiten, wie Verkäufer vorbeschriebene Stück bißher besessen und benuzt haben."

1827 (Primärkataster): Wohnhaus mit 24 Ruten und Hof 9,3, insgesamt 33,3 Ruten

um 1840 (Güterbuch, Bd. 8):
"24,0 Rthn IX 106. Ein zweistokigtes Wohnhaus mit Schildwirtschafts- u. Bierbrauerei-Real-Gerechtigkeit zum Stern in Unterlimpurg, neben Jacob Groh und dem Weg nach Oberlimburg, mit gewölbtem Keller.
B.V.A. 3500 f
9,3 Rthn IX 106 Hofraum bei diesem Haus
Ein unter dem Wohnhaus des Georg Stephan (früher Jak. Mich.Vogel & der Schulz'schen Kinder Nro. 131 bei dem ehemaligen Kasernenplaz befindlichen großen Keller, soweit er untermauert ist, mit dem Recht des Eingangs in denselben durch die oben beschriebene Behausung.
Ein im Jahr 1854 gegrabener Keller unter dem städtischen Schloßbuckel in der Badersklinge"

1937 (Konzessionsakten 21/1843): "Der Stern ist eine alte überall bekannte Wirtschaft, die früher einen recht bedeutenden Zulauf hatte. Mit zunehmendem Alter hat seitherige Besitzerin auch infolge Kränklichsein der Wirtschaft nicht mehr richtig vorstehen können. Die zentrale Lage zwischen Hall, Hessental u. Steinbach läßt eine große Zukunft erhoffen. [Die] Nachbarschaft ist durch den Bau einer großen Zahl von Wohnungen bedeutend gewachsen. Reger Fremdenverkehr zwischen Stadt, Comburg, Limpurg & Hessental macht die richtige Bewirtschaftung des Stern zur zwingenden  Notwendigkeit."

1937 (Begutachtung durch Kreisbaumeister Kramer, 21/1843): "Das Gebäude bzw. die westliche Giebelseite hängt schon viele Jahre im ganz gleichen Zustand da, wie es sich heute noch darstellt. Ich habe das ganze Innere des Gebäudes einer genauen Durchsicht unterzogen & habe gefunden, dass das Holzwerk durchweg gut ist.  Es sind auch gegen früher gar keine Veränderungen zu beobachten, etwa grössere Sprünge oder Risse, die auf ein neuerliches Setzen oder Schaffen des Gebäudes schliessen liessen. Wenn auch der westliche Giebel von aussen einen bedrohlichen Eindruck macht, so bin ich doch persönlich überzeugt, dass noch lange keine Einsturzgefahr besteht, weil eben keine grösseren bedenklichen Spuren einer Bewegung oder Setzung zu beobachten sind & wie gesagt, das Gebäude schon viele Jahrzehnte so da hängt. Die Ursache dieses Hängens dürfte m.E. in einem seinerzeitlichen nördlichen Anbau liegen, welcher infolge Vergrösserung des Wirtschaftslokals die Entfernung der alten Aussenwand bedingte & somit die Verbindung der Giebelwand mit der alten nördlichen Aussenwand löste & so die Ueberneigung dieser Giebelwand ermöglichte."

1938 (Beanstandungen bei der Bauschau, 21/1843):
"1.) Im ganzen Hause ist nur ein Abort für 2 Familien und die Gastwirtschaft vorhanden. Ebenfalls fehlt ein Handwaschbecken oder sonstige Handwaschgelegenheit. Der Putz und Anstrich ist schadhaft. Die Türe ist auch nicht in Ordnung.
2.) Die Küche ist schwarz von Ruß und Schmutz. Der Gipsputz ist zum Teil abgefallen. Ebenfalls ist ein alter schadhafter Herd vorhanden, welcher beinahe nicht mehr benützt werden kann. Die Fenster in der Küche sind zu erneuern. Der Boden ist zu reparieren oder muss neu gemacht werden.
3.) In der Speisekammer ist ebenfalls der Boden, sowie eine Türe zur Küche und der Wandputz schadhaft und ganz vernachlässigt.
4.) Das Mädchenzimer im I. Stock entspricht in keiner Weise den Vorschriften. Der Fussboden ist von Beton. Die Decke ist nicht aufgenagelt, sondern es schauen die blanken Balken herab. An den Seitenwänden ist ebenfalls kein Putz vorhanden, denn die Riegel sind nur bestochen. Das Zimmer ist voll und ganz zu richten.
5.) das Wohnzimmer über dem Wirtschaftsraum kann kaum benützt werden, da die Decke den Rauch und sonstige Gase durchlässt. Hier könnte durch einen Linoleumboden am besten Abhilfe geschaffen werden. Ebenfalls ist der Ofen unbrauchbar und muss durch einen neuen ersetzt werden. Die Putz- und Malerarbeiten sind zu erneuern, ebenso sind die Türen zu richten.
6.) Im Kinderzimmer ist ein neuer Fussboden und die Aufrippung dringend notwendig. Der alte Fussboden ist sehr schadhaft und abhängig, so dass man fast kein Bett stellen kann. Ferner ist auch der Putz und die Malerarbeit zu erneuern.
7.) Das Schlafzimmer der Eltern ist zu richten. Die Ofenröhre sowie das Abschlussblech am Kamin müssen erneuert werden.
8.) im Obergeschoss fehlt die Türe vom Treppenhaus zum Vorplatz. Ferner befindet sich im I. Stock noch eine zweite Wohnung, bei welcher weder ein Abort noch Abguss oder eine Wasserleitung vorhanden ist.
9.) Der Wandputz im Treppenhaus ist zum Teil abgefallen, schadhaft oder überhaupt keiner vorhanden. Ebenfalls ist die ganze Treppe derart ausgetreten, dass dieselbe in diesem Zustande nicht länger belassen werden kann.
10.) Der Aussenputz ist bis heute noch nicht in Ordnung, kann aber in diesem Zustande nicht länger bleiben, indem das Haus auf das Städtebild einen ganz schlechten Endruck macht.
gez. [Stadtbaumeister] Benz"

Beschreibungen in den Denkmallisten

Verputzter Fachwerkbau mit Schopfwalmdach bez. 1625, im Kern wohl älter. Eingetragen in das Landesverzeichnis der Baudenkmale in Württemberg seit 08. Oktober 1925. (StadtA Schwäb. Hall: Liste der Kulturdenkmale Stadt Schwäb. Hall, Stand 10/1982, S. 410)

Unterlimpurger Straße 61 (Flst.Nr. 0-187/1). Gasthaus Stern. Verputzter Fachwerkbau, Schopfwalmdach, bez. 1625, im Kern wohl älter. § 28 (aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Besonderheiten

Wirtschaftsinventar von 1841

Im Kaufvertrag zwischen der Witwe Firnhaber und Mathias Rheinwald vom 18. September 1841 hat sich eine Liste des Wirtschafts- und Brauereiinventars für den "Stern" erhalten (19/1021 Bl. 309v):

"In den Kauf werden gegeben:
7 Tafeln
6 Tische
30 Stühle worunter einige überzogen [= gepolstert]
6 Schrannen
5 Kaesten
6 überzogene Betten samt Bettladen
50 Bierglaeser
12 Schoppenglaeser
12 Trinkglaeser
4 Maas Bouteillen [= Flaschen]
3 Halbmaas Bouteillen
4 Schoppen
3 Halbschoppen Bouteillen
6 Brandtwein Gläslen
2 Kolben
2 Kaffee Zeug
1 Tafelgedek zu 15 Personen mit 1 Tafeltuch, Teller, Blatten, Suppenschüßel, Vorlegloeffel, Bestek, Loeffel, Salzfaß
4 Blatten
4 Schüßel
4 Asiells [?]
2 Salzfaß
8 Leuchter samt Lichtputzen
4 Halbmaaskannen
2 Maaskannen
1 kupferne u. 1 blecherne Bierstütze
1 Biersieble
2 Truster [?]
1 kupferner Keßel
2 Fischpfannen
1 kupfernen Durchschlag
1 meßene Wag zum Kaes
1 eisernes Casserol Hafen samt Dekel
2 Waschgölten
1 Krauthafen
1 Kaeskübel mit Dekel
1 Putzmühlen
1 Heugabel
1 großer Bierwagen
1 kleinerer dto.
Im Brauhaus alles Geschirr
4 Göhrkufen
1 Brandtweinstaender
20 große Lagerfaeßer
30 Schenkfaß
1 Weinfaeßle in der Remise
20 Transportfaeßer
1 Malzfege, Maischgabel, Schaufel, Trichter u. Scheuflin
1 Gieskanne
1 Waschtisch
vier Brandtweinfaeßer
1 Sopha
die Vorhaenge in saemtl. Zimmern
7 Portraits u. den alten Spiegel
1 kupferner Schlag-Aimer
1 dito Schwenkkeßel
6 Malzsaeke
10 Jmi Brandtwein
1 Damen Brett
das vorhandene Heu in der Scheuer, und das Oemd Graß"

Verfahren wegen "Kuppelei" gegen die Wirtin Agnes Ehstand

Die Sternwirtin Agnes Ehstand wurde 1953 durch Strafbefehl des Amtsgerichts Hall zu einer Geldstrafe von 50 DM wegen "Kuppelei" verurteilt. Hintergrund war, dass sie Anfang 1953 einem US-Soldaten aus Hessental zweimal ein Zimmer zur Übernachtung mit Mädchen überlassen hatte. Ein ausführliches Protokoll dieser Vorfälle liegt bei den Konzessionsakten. 1955 kam es zu einer erneuten Anzeige gegen die Wirtin, da der Verdacht bestünde, "daß sie an fremde Personen beiderlei Geschlechts gemeinsam Zimmer zum Übernachten vermietet haben, ohne die Erlaubnis zur Fremdenbeherbergung zu besitzen." Das zugehörige Protokoll der Kriminalpolizei zeigt, dass im "Stern" US-Soldaten aus Hessental mit ihren Freundinnen übernachtet haben. Der Wirtin wurde deshalb ein Entzug der Konzession angedroht.

Biografien von Besitzern und Bewohnern

Georg Andreas Firnhaber (1707-1760) und Anna Dorothea Salome geb. Mack (1718-1776), in II. Ehe verheiratet mit Johann Georg Seckel (1701-1777) 

Georg Andreas Firnhaber wurde am 18. Oktober 1707 als Sohn des Sternwirts Johann Melchior Firnhaber und der Elisabetha geb. Bölz in Unterlimpurg geboren. Er besuchte die Deutsche Schule und wechselte 1718 auf das Gymnasium. Nachdem er „zu dem Metzger Handwerck Lust bezeugte“, gab ihn sein Vater zu Metzger Engelhardt in die Lehre. Nach deren Abschluss begab er sich 1720 „in die Frembde“ auf die damals übliche Wanderschaft. Nach fünf Jahren u.a. in Straßburg und Würzburg kehrte er krankheitsbedingt in die Heimat zurück. Er dürfte zunächst im „Stern“ mitgearbeitet haben, was der Nekrolog damit umschreibt, dass er den Eltern „alle kindl[iche] Liebe und Gehorsam ... erwießen“ habe. Diese überließen ihm 1740 die Wirtschaft; im selben Jahr, am 4. Oktober 1740, schloß er wenige Tage vor seinem 33. Geburtstag die Ehe mit Anna Dorothea Salome Mack (*31.1.1718), einer 22 Jahre alten Tochter des Cröffelbacher Müllers Johann Caspar Mack. Ihre Eltern hatten sie, wie es in ihrem Nekrolog heißt, „so wohl im Christenthum als auch in der Haußhaltung dergestalten unterrichtet, daß sie bey Zeiten einer eigenen Oeconomie vorzustehen tüchtig war.“ Von den fünf Kindern erreichten nur zwei, der Sohn Georg Friedrich (*1742) und die Tochter Susanna Elisabetha (*1752), das Erwachsenenalter. Der Pfarrer attestierte ihm einen „stillen und christl[ichen] Wandel“; ein Indiz für ein gewisses Ansehen Firnhabers ist der Rang eines Feldrichters sowie eines Leutnants der Bürgerkompanie in der Gelbinger Gasse und Unterlimpurg. Er war damit Offizier in der - allerdings fast nur für repräsentative Anlässen eingesetzten - Schwäbisch Haller Bürgermiliz. Ein weiteres wirtschaftliches Standbein des Wirts war offenbar der Viehhandel, welcher aber - so der Pfarrer „der Anfang seines Todes war“. Um den 1. Mai 1760 herum traf ihn ein gekauftes Tier mit einem Huftritt so unglücklich in den Unterleib, dass eine Wundinfektion entstand, an der er zehn Tage später, am 11. Mai 1760, im Alter von nur 52 Jahren, verstarb. 
Die 42 Jahre alte Witwe Anna Dorothea Salome Firnhaber ging noch im selben Jahr, am 23. September 1760, eine zweite Ehe mit dem 58 Jahre alten Johann Georg Seckel ein, der in der Gelbinger Gasse eine Metzgerei betrieb. Der am 1. Dezember 1701 in Schwäbisch Hall geborene Sohn des Metzgers Johann Wilhelm Seckel hatte 1727 die zehn Jahre ältere, aus Neuenstein stammende Magdalena Sophie Stieber geb. Ludwig geheiratet. Für sie war es bereits die dritte Heirat, da ihre ersten beiden Ehemänner Johann Röckelin und Johann Georg Stieber jeweils nach wenigen Jahren gestorben waren. Neben seinen beiden eigenen Töchtern Katharina Barbara (*1727) und Anna Margaretha (*1732) zog Seckel auch drei Stieftöchter mit auf, die er - so sein Nekrolog - „sämtl[ich] recht vätterlich geliebet“ hat. 1758 starb seine erste Frau, und zwei Jahre später schloss er seine zweite Ehe mit der Sternwirtswitwe. Mit ihr lebte er „in aller Zufriedenheit vergnügt 16 Jahr“. Eigene Kinder bekam das Paar nicht. Johann Georg Seckel übernahm mit der Eheschließung auch für einige Jahre die Sternwirtschaft, übergab sie aber 1765 an seinen Stiefsohn Georg Friedrich Firnhaber. Seckel war dem Pfarrer zufolge nicht nur ein „treuer Ehegatte und sorgfältiger Vatter“, sondern führte auch das Leben eines „rechtschaffenen Christen“. Zuletzt musste er seine Frau pflegen, die bereits einige Jahre unter „Engbrüstigkeit“ und chronischem Husten litt und im Sommer 1776 mit „Dürr- und Wassersucht“ bettlägerig wurde. Sie erlag diesem Leiden am 18. August 1776 als 58jährige. Johann Georg Seckel begann im Sommer 1777 unter Seitenstechen, Beklemmung der Brust und Auszehrung zu leiden und starb am 18. September 1777 im Alter von 75 Jahren. Sein Vermögen, zu dem unter anderem die gemeinsam mit dem „Schutzjuden“ Nathan David besessene, sogenannte „Salpeterhaus“ in Unterlimpurg und teils beträchtliche verliehene Geldbeträge gehörten, belief sich nach Abzug aller Verbindlichkeiten auf 1.435 Gulden.

Georg Friedrich Firnhaber (1742-1783) und Maria Regina geb. Stadtmann (1747-1816), in II. Ehe verheiratet mit Johann Michael Fluhrer (1753-1835)

Georg Friedrich Firnhaber wurde am 22. Juni 1742 als Sohn des Sternwirts Georg Andreas Firnhaber und seiner Ehefrau Anna Dorothea Salome geb. Mack geboren. Er besuchte die deutsche Schule und anschließend das Gymnasium, da seine Eltern offenbar ein Studium für ihn vorgesehen hatten. Nach dem frühen Tod seines 1760 verstorbenen Vaters musste er allerdings das Gymnasium nach der "Secunda" verlassen; stattdessen begann er eine Metzgerlehre. Wie für Handwerker üblich, ging er "in die Fremde" und hielt sich hierbei in Schwetzingen, Frankfurt und Amsterdam auf, von wo aus er sich nach einem Dreivierteljahr krankheitsbedingt nach Hause begeben musste. Nachdem seine Gesundheit wieder hergestellt war, übergab ihm der Stiefvater Johann Georg Seckel die Sternwirtschaft. Am 7. Mai 1765 schloss er als 22jähriger die Ehe mit der 18 Jahre alten Maria Regina Stadtmann (*18.1.1747), einer Tochter Johann Georg Stadtmanns, Wirt zum Goldenen Hirsch in der Gelbinger Gasse. In 18 Ehejahren hatte das Paar 11 Kinder, von denen Johann Ludwig (*1766), Anna Rosine (*1768), Johann Friedrich (*1770), Johann David (*1773) und Andreas Ludwig (*1774) die gefährliche Zeit als Kleinkind überlebten. Georg Friedrich Firnhaber begann, im Sommer 1783 unter einem Geschwulst im Unterleib zu leiden; es folgte eine "Abzehrung" des Körpers und chronischer Durchfall, an dem der Patient am 24. Oktober 1783 im Alter von 41 Jahren starb. Maria Regina Firnhaber ging ein Jahr später, am 20. April 1784, eine zweite Ehe mit dem sechs Jahre jüngeren Johann Michael Fluhrer (23.9.1753) ein, einem Sohn des Eltershofener Wirts Johann Joseph Fluhrer. In dem aus diesem Anlass abgeschlossenen Ehevertrag verpflichtete sich Maria Regina unter anderem, ihren fünf noch lebenden Kindern ein "Voraus" aus dem väterlichen Erbe von 350 Gulden sowie einen angemessenen Anteil an der Fahrnis des Vaters zu überlassen sowie Schatz- und Patengelder auszuhändigen. Außerdem wollte sie jedem Sohn weitere 50 Gulden zur Erlernung eines Handwerks und der Tochter die Aussteuer, Hochzeitskosten und das Hochzeitskleid bezahlen. Der Bräutigam brachte ein "Hochzeitsgut" von 300 Gulden sowie weitere 500 Gulden Ersparnisse in die Ehe ein. Das Paar hatte keine gemeinsamen Kinder. 1808 verkauften Johann Michael und Maria Regina Fluhrer den "Stern" an Andreas Ludwig, den jüngsten Sohn Maria Reginas aus ihrer ersten Ehe. Das Ehepaar lebte in der Folge im Brauereigebäude, wo es sich ein lebenslanges Wohnrecht hatte zusichern lassen. Maria Regina Fluhrer starb am 3. Juli 1816 im Alter von 69 Jahren an "Auszehrung", einer Krankheitsbezeichnung, die sich nur ungenau zuordnen lässt. Ihr Witwer erreichte das hohe Alter von 81 Jahren und erlag am  3. Juni 1835 einem Schlaganfall.

Andreas Ludwig Firnhaber (1774-1836) und (I. Ehe) Rosina geb. Haub (1781-1817) sowie (II. Ehe) Maria Rosina geb. Engelhardt (1777-1853)

Der letzte Sternwirt aus der Familie Firnhaber wurde am 10. April 1774 als jüngstes Kind des Sternwirts Georg Friedrich Firnhaber und der Maria Regina geb. Stadtmann geboren. Durch den frühen Tod des Vaters wurde er 1783 zum Halbwaisen. Am 2. August 1808 ging Andreas Ludwig im Alter von 34 Jahren seine erste Ehe mit Rosina Haub ein (*3.12.1781), einer 26 Jahre alten Tochter des Wirts Georg Melchior Haub in Rappoltshofen (heute Gde. Gerhardshofen, Lkr. Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Bayern). Das Ehepaar hatte vier Kinder, Johann Gottfried (*1810), Maria Catharina Margaretha (*1811), Johann David (*1813) und Jacob Gottfried (*1816), die - ungewöhnlich in einer Zeit hoher Kindersterblichkeit - alle das Erwachsenenalter erreichten. Allerdings wurde Rosina Firnhaber selbst nicht alt, denn sie starb am 25. Oktober 1817 als 35jährige an "Nervenfieber" (möglicherweise Typhus). Am 30. Juni 1818 ging der Witwer eine zweite Ehe mit Maria Rosina Engelhardt (*1777) ein, der 40 Jahre alten Tochter des Metzgermeisters Nikolaus David Engelhardt. Sie brachte ihre vermutlich uneheliche Tochter Louise mit in die Ehe. Aus dieser zweiten Verbindung gab es keine weiteren Kinder. Kummer dürfte dem Vater und der Stiefmutter die Tochter Maria Catharina Margaretha bereitet haben, die 1831 und 1835 uneheliche Kinder bekam. Andreas Ludwig Firnhaber starb am 28. Juli 1836 im Alter von 62 Jahren an einem Leiden, das im Totenbuch als "Magen- und Schleimfieber" bezeichnet wird, was auf eine nicht genauer erfassbare Infektionskrankheit weist. Maria Rosina Firnhaber betrieb den "Stern" als Witwe weiter, bis sie die Wirtschaft 1841 an den Bierbrauer Mathias Reinwald verkaufte. Maria Rosina Firnhaber verbrachte ihre letzten Lebensjahre bei ihrer 1850 gestorbenen Tochter bzw. beim Schwiegersohn, dem Färbermeister Georg Friedrich Schloßstein. Dort starb sie am 16. Januar 1853 im Alter von 75 Jahren an einem Schlaganfall. Das nach dem Tod gefertigte Verlassenschaftsprotokoll der Witwe deutet auf ärmliche Verhältnisse. Färbermeister Schloßstein gab zu Protokoll, dass die Verstorbene "nur wenige, in geringem Werthe stehende Fahrnis hinterlaßen" habe. "Dagegen sei sie seit dem Jahr 1841 bei ihm im Hause gewesen und von ihm erhalten und verpflegt worden. Wenn er sein Kostgeld und Warterlohn und Hauszins rechnen würde, so würde solches ungleich mehr betragen als die von seiner Schwiegermutter hinterlassene Fahrniß. Von einer Erbschaft für seine Kinder sey keine Rede." Der für die Kinder Schloßsteins zuständige Pfleger (Vermögensverwalter) Seyboth fügte noch hinzu, dass die Witwe Firnhaber "in der lezten Zeit ihres Lebens das Bett nicht habe verlassen können, und daß Schloßstein durch dieselbe ungleich mehr Kostenaufwand gehabt habe, als ihr unbedeuthender Mobiliarnachlaß werth seye." Daraufhin wurde die Akte wegen Vermögenslosigkeit der Verstorbenen geschlossen.

Georg Mathias Reinwald (1801-1872) und Margarethe Reinwald geb. Hofmann (1812-1885)

Georg Mathias Reinwald wurde am 12. November 1801 in Theilenhofen geboren, das damals noch zum Fürstentum Ansbach gehörte (heute Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen, Bayern). Sein Vater Georg Leonhard Reinwald war dort Bauer. Über seine Jugend und sein früheres Leben ist nichts bekannt. Er war allerdings wohlhabend genug, um im September 1841 den "Stern" von der bisherigen Wirtin Rosine Firnhaber für 4.822 Gulden zu erwerben. Kurz darauf, am 25. Oktober 1841, heiratete er in St. Michael die elf Jahre jüngere Margarethe Hofmann (*6.10.1812), eine Tochter des Bauern Leonhard Hofmann in Kirchberg. Das Paar hatte bereits ein gemeinsames, uneheliches Kind, die Tochter Magdalena Marie, die im Mai 1840 in Kirchberg geboren worden war. Es folgten acht weitere Kinder, Carl August (*1842), Johann Georg (*1843), die Zwillinge Sibille Catharina und Susanne Luise (*1844), Maria Susanna (*1847), Margarethe Friederike (*1848) und Susanne Lisette (*1849). Die älteste Tochter Margarethe starb 1860 als junge Frau, Johann Georg als 22jähriger und das Zwillingskind Susanne Luise als Jugendliche mit 15 Jahren. Die anderen Kinder des Paares erreichten das Erwachsenenalter. 1867 verkaufte des Ehepaar den "Stern". Georg Matthias Reinwald, "gewesener Sternwirth", starb am 6. Februar 1872. Als Todesursache wird "Gehirnerweichung" (Paralyse) angegeben. Seine Witwe starb am 3. November 1885 an "Wassersucht" (wahrscheinlich einem Ödem).

 

Bilder

Westansicht, August 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA Schwäb. Hall DIG 04820) Ansicht vergößern

Westansicht, August 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA Schwäb. Hall DIG 04820)

Westansicht, Juni 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 04813) Ansicht vergößern

Westansicht, Juni 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 04813)

Nordwestansicht, August 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA Schwäb. Hall DIG 04817) Ansicht vergößern

Nordwestansicht, August 2007. Foto: Dietmar Hencke (StadtA Schwäb. Hall DIG 04817)

Nordansicht (hinterer Teil), August 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. DIG 04814) Ansicht vergößern

Nordansicht (hinterer Teil), August 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. DIG 04814)

Wirtshausschild, August 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 04818) Ansicht vergößern

Wirtshausschild, August 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA Schwäb. Hall DIG 04818)

Bauphasenskizze. Plan: Albrecht Bedal, 2015 (StadtA Schwäb. Hall DIG 10576) Ansicht vergößern

Bauphasenskizze. Plan: Albrecht Bedal, 2015 (StadtA Schwäb. Hall DIG 10576)

Ausschnitt aus einer kolorierten Federzeichnung von Unterlimpurg in einer Haller Chronik, um 1600. Das Hauptgebäude der Wirtschaft ist in der rechten Bildmitte erkennbar, quer dahinter wahrscheinlich das Brauereigebäude (StadtA Schwäb. Hall 4/4. Bl. 10) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus einer kolorierten Federzeichnung von Unterlimpurg in einer Haller Chronik, um 1600. Das Hauptgebäude der Wirtschaft ist in der rechten Bildmitte erkennbar, quer dahinter wahrscheinlich das Brauereigebäude (StadtA Schwäb. Hall 4/4. Bl. 10)

Ausschnitt aus einer kolorierten Federzeichnung von Unterlimpurg in einer Haller Chronik, um 1600. Das Hauptgebäude der Wirtschaft ist in der rechten Bildmitte erkennbar, quer dahinter wahrscheinlich das Brauereigebäude  (StadtA Schwäb. Hall 4/4a. Bl. 6) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus einer kolorierten Federzeichnung von Unterlimpurg in einer Haller Chronik, um 1600. Das Hauptgebäude der Wirtschaft ist in der rechten Bildmitte erkennbar, quer dahinter wahrscheinlich das Brauereigebäude (StadtA Schwäb. Hall 4/4a. Bl. 6)

Ausschnitt aus der Flurkarte von Unterlimpurg, 1703. Links neben dem Wirtschaftsgebäude die in den 1960er Jahren abgerissene Brauerei  (StadtA Schwäb. Hall 16/0021) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus der Flurkarte von Unterlimpurg, 1703. Links neben dem Wirtschaftsgebäude die in den 1960er Jahren abgerissene Brauerei (StadtA Schwäb. Hall 16/0021)

Ausschnitt aus dem Primärkataster  von 1827.  Die Wirtschaft hat die Nummer 106 (StadtA Schwäb. Hall S13/0842) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827. Die Wirtschaft hat die Nummer 106 (StadtA Schwäb. Hall S13/0842)

Ausschnitt aus einem Foto von Ober- und Unterlimpurg, Teil einer 1862 durch von Wilhelm German sen. veröffentlichten Serie von Schwäbisch Haller Ansichten ( StadtA Schwäb. Hall  FS 52657) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus einem Foto von Ober- und Unterlimpurg, Teil einer 1862 durch von Wilhelm German sen. veröffentlichten Serie von Schwäbisch Haller Ansichten ( StadtA Schwäb. Hall FS 52657)

Undatiertes Foto um 1895; rechts unten das Hauptgebäude des „Stern“, links daneben in der Bildmitte unten die Brauerei. Bei dem langgestreckten hölzernen Gebäude am linken Bildrand könnte es sich um eine Kegelbahn handeln. Foto: Wilhelm Klemm, Hofphotograph (Hällisch-Fränkisches Museum, Inv.-Nr. 2016/530 / StadtA Schwäb. Hall DIG 09384) Ansicht vergößern

Undatiertes Foto um 1895; rechts unten das Hauptgebäude des „Stern“, links daneben in der Bildmitte unten die Brauerei. Bei dem langgestreckten hölzernen Gebäude am linken Bildrand könnte es sich um eine Kegelbahn handeln. Foto: Wilhelm Klemm, Hofphotograph (Hällisch-Fränkisches Museum, Inv.-Nr. 2016/530 / StadtA Schwäb. Hall DIG 09384)

Zinnteller mit der Sternwirtschaft, um 1900, in Privatbesitz. Foto: Hans Werner Hönes (StadtA Schwäb. Hall FS 44762) Ansicht vergößern

Zinnteller mit der Sternwirtschaft, um 1900, in Privatbesitz. Foto: Hans Werner Hönes (StadtA Schwäb. Hall FS 44762)

Bild von etwa 1900, wohl von der Tullauer Höhe aus (StadtA Schwäb. Hall FS 06466) Ansicht vergößern

Bild von etwa 1900, wohl von der Tullauer Höhe aus (StadtA Schwäb. Hall FS 06466)

„Stern“ mit Nebengebäuden. Auf 1904 datiertes Aquarell des aus Murrhardt stammenden Malers Reinhold Nägele, einem Mitbegründer der Künstlergruppe „Stuttgarter Secession“ (StadtA Schwäb. Hall DIG 02769 / Original: Privatbesitz) Ansicht vergößern

„Stern“ mit Nebengebäuden. Auf 1904 datiertes Aquarell des aus Murrhardt stammenden Malers Reinhold Nägele, einem Mitbegründer der Künstlergruppe „Stuttgarter Secession“ (StadtA Schwäb. Hall DIG 02769 / Original: Privatbesitz)

Postkarte nach 1904. Das Aquarell Nägeles diente hier ganz offensichtlich als Vorlage (StadtA Schwäb. Hall PK 01943) Ansicht vergößern

Postkarte nach 1904. Das Aquarell Nägeles diente hier ganz offensichtlich als Vorlage (StadtA Schwäb. Hall PK 01943)

Hinterer Teil des Wirtschaftsgebäudes (rechts) und Brauerei (links), 1930er Jahre (StadtA Schwäb. Hall FS 01018) Ansicht vergößern

Hinterer Teil des Wirtschaftsgebäudes (rechts) und Brauerei (links), 1930er Jahre (StadtA Schwäb. Hall FS 01018)

Plan des Erdgeschosses mit der Wirtsstube aus den Konzesssionsakten des „Sterns“, datiert auf den 25.5.1937 (StadtA Schwäb. Hall 21/1843) Ansicht vergößern

Plan des Erdgeschosses mit der Wirtsstube aus den Konzesssionsakten des „Sterns“, datiert auf den 25.5.1937 (StadtA Schwäb. Hall 21/1843)

Lageplan aus den Konzesssionsakten des „Sterns“, datiert auf den 25.5.1937. Rot eingezeichnet ist der Bereich der Gartenwirtschaft (StadtA Schwäb. Hall 21/1843) Ansicht vergößern

Lageplan aus den Konzesssionsakten des „Sterns“, datiert auf den 25.5.1937. Rot eingezeichnet ist der Bereich der Gartenwirtschaft (StadtA Schwäb. Hall 21/1843)

Plan des Erdgeschosses mit der Wirtsstube aus den Konzesssionsakten des „Sterns“ mit Berechnung der Raumgrößen, datiert auf den 2.8.1938 (StadtA Schwäb. Hall 21/1843) Ansicht vergößern

Plan des Erdgeschosses mit der Wirtsstube aus den Konzesssionsakten des „Sterns“ mit Berechnung der Raumgrößen, datiert auf den 2.8.1938 (StadtA Schwäb. Hall 21/1843)

Lageplan aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Lageplan aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Grundriss des Kellergeschosses aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Grundriss des Kellergeschosses aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Grundriss des Erdgeschosses aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Grundriss des Erdgeschosses aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Ansicht des straßenseitigen (westlichen) Giebels aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938; vor dem Einbau von Garagen im Untergeschoss (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Ansicht des straßenseitigen (westlichen) Giebels aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938; vor dem Einbau von Garagen im Untergeschoss (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Grundriss des Obergeschosses aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Grundriss des Obergeschosses aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Ansicht der Südostseite aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Ansicht der Südostseite aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Ansicht der Nordwestseite aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Ansicht der Nordwestseite aus dem Bauantrag zur Renovierung des „Sterns“ von 1938 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Ansicht des straßenseitigen Giebels aus dem Bauantrag zum Einbau einer Garage und eines Kamins von 1939 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Ansicht des straßenseitigen Giebels aus dem Bauantrag zum Einbau einer Garage und eines Kamins von 1939 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Grundriss des Obergeschosses aus Bauantrag zum Einbau einer Garage und eines Kamins von 1939. Hier wurden nur kleine Änderungen vorgenommen (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Grundriss des Obergeschosses aus Bauantrag zum Einbau einer Garage und eines Kamins von 1939. Hier wurden nur kleine Änderungen vorgenommen (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Grundriss des Untergeschosses aus dem Bauantrag zum Einbau einer Garage und eines Kamins von 1939 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Grundriss des Untergeschosses aus dem Bauantrag zum Einbau einer Garage und eines Kamins von 1939 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Grundriss des Erdgeschosses aus dem Bauantrag zum Einbau einer Garage und eines Kamins von 1939 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Grundriss des Erdgeschosses aus dem Bauantrag zum Einbau einer Garage und eines Kamins von 1939 (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Lageplan des Bereichs zwischen Urbanskirche und „Stern“ aus den Konzessionsakten, 1942 (StadtA Schwäb. Hall 37/749) Ansicht vergößern

Lageplan des Bereichs zwischen Urbanskirche und „Stern“ aus den Konzessionsakten, 1942 (StadtA Schwäb. Hall 37/749)

Bild um 1974. Foto: Hans Kubach (StadtA Schwäb. Hall FS 03693) Ansicht vergößern

Bild um 1974. Foto: Hans Kubach (StadtA Schwäb. Hall FS 03693)

Renovierungsarbeiten, 1975. Foto: Baurechtsamt Schwäb. Hall (?) (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Renovierungsarbeiten, 1975. Foto: Baurechtsamt Schwäb. Hall (?) (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Bild von 1984. Foto: Baurechtsamt Schwäb. Hall (?) (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Bild von 1984. Foto: Baurechtsamt Schwäb. Hall (?) (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Bild von 1999. Foto: Baurechtsamt Schwäb. Hall (?) (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61) Ansicht vergößern

Bild von 1999. Foto: Baurechtsamt Schwäb. Hall (?) (Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Straße 61)

Bretter-Balken-Decke im Obergeschoss des rückwärtigen Anbaus, vermutlich aus der Zeit um 1600.  Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10568) Ansicht vergößern

Bretter-Balken-Decke im Obergeschoss des rückwärtigen Anbaus, vermutlich aus der Zeit um 1600. Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10568)

Bretter-Balken-Decke im Obergeschoss des rückwärtigen Anbaus, vermutlich aus der Zeit um 1600.  Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10569) Ansicht vergößern

Bretter-Balken-Decke im Obergeschoss des rückwärtigen Anbaus, vermutlich aus der Zeit um 1600. Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10569)

Bretter-Balken-Decke im Obergeschoss des rückwärtigen Anbaus, vermutlich aus der Zeit um 1600.  Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10570) Ansicht vergößern

Bretter-Balken-Decke im Obergeschoss des rückwärtigen Anbaus, vermutlich aus der Zeit um 1600. Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10570)

Bretter-Balken-Decke in der ehemaligen Wirtsstube im Hauptbau, entstanden im späten 14. Jahrhunderts oder um 1400.  Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10571) Ansicht vergößern

Bretter-Balken-Decke in der ehemaligen Wirtsstube im Hauptbau, entstanden im späten 14. Jahrhunderts oder um 1400. Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10571)

Bretter-Balken-Decke in der ehemaligen Wirtsstube im Hauptbau, entstanden im späten 14. Jahrhunderts oder um 1400.  Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10572) Ansicht vergößern

Bretter-Balken-Decke in der ehemaligen Wirtsstube im Hauptbau, entstanden im späten 14. Jahrhunderts oder um 1400. Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10572)

Bretter-Balken-Decke in der ehemaligen Wirtsstube im Hauptbau, entstanden im späten 14. Jahrhunderts oder um 1400.  Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10573) Ansicht vergößern

Bretter-Balken-Decke in der ehemaligen Wirtsstube im Hauptbau, entstanden im späten 14. Jahrhunderts oder um 1400. Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10573)

Bretter-Balken-Decke in der ehemaligen Wirtsstube im Hauptbau, entstanden im späten 14. Jahrhunderts oder um 1400.  Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10574) Ansicht vergößern

Bretter-Balken-Decke in der ehemaligen Wirtsstube im Hauptbau, entstanden im späten 14. Jahrhunderts oder um 1400. Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10574)

Blick durch den Dachboden vom Anbau in den Hauptbau zum westlichen (straßenseitigen) Giebel.  Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10575) Ansicht vergößern

Blick durch den Dachboden vom Anbau in den Hauptbau zum westlichen (straßenseitigen) Giebel. Aufnahme von 2015, vor dem Beginn der grundlegenden Sanierung. Foto: Albrecht Bedal (StadtA Schwäb. Hall DIG 10575)


Quellen

Pläne und Ansichten vor 1827:

  • StadtA SHA 4/4, Bl. 10 (Zeichung aus Chronik um 1600, Ausschnitt)
  • StadtA SHA 4/4a, Bl. 6 (Zeichung aus Chronik um 1600, Ausschnitt)
  • StadtA SHA 16/0021 (Flurkarte Unterlimpurg 1703, Ausschnitt)

Archivalien

  • StadtA Schwäb. Hall 2/88 (Totenbuch Urban 1760-1789), S. 6 (Nekrolog Georg Andreas Firnhaber, 1760); S. 457 (Nekrolog Anna Dorothea Salome Seckel, 1776); S. 479 (Nekrolog Johann Georg Seckel, 1777); S. 660ff (Nekrolog Georg Friedrich Firnhaber, 1783)
  • StadtA Schwäb. Hall 4/1544 (Unterpfandsbuch Vorstädte 1717/18), S. 678f
  • StadtA Schwäb. Hall 4/1545 (Häuserbuch 1712), S. 276
  • StadtA Schwäb. Hall 4/1547 (Häuserbuch 1767), S. 270
  • StadtA Schwäb. Hall 4/1547a (Häuserbuch 1782), S. 472
  • StadtA Schwäb. Hall 8/11333 (Heiratsvertrag M. R. Firnhaber u. J. M. Fluhrer 1784)
  • StadtA Schwäb. Hall 14/3560 (Inventur A. D. S. Seckel, inkl. Heiratsvertrag, 1760/1776). 
  • StadtA Schwäb. Hall 14/3594 (Inventur J. G. Seckel, 1777)
  • StadtA Schwäb. Hall 18/438 (Verlassenschaftsprot. der M. R. Firnhaber)
  • StadtA Schwäb. Hall 19/833 (Güterbuch, Bd. 8), S. 479
  • StadtA Schwäb. Hall 19/845 (Güterbuch, Bd. 10), S. 297
  • StadtA Schwäb. Hall 19/1001 (Kaufbuch 1810/13), Bl. 18ff
  • StadtA Schwäb. Hall 19/1021 (Kaufbuch 1840/41), S. 308ff
  • StadtA Schwäb. Hall 19/1034 (Kaufbuch, Bd. 15), S. 247ff
  • StadtA Schwäb. Hall 19/1058 (Kaufbuch, Bd. 41), S. 252ff
  • StadtA Schwäb. Hall 21/1843 (Konzessionsakten "Stern" 1836-1938)
  • StadtA Schwäb. Hall 35/2113 (Konzessionsakten M. Möllinger 1960)
  • StadtA Schwäb. Hall 35/12062 (Konzessionsakten A. Ehstand 1952-1956)
  • StadtA Schwäb. Hall 35/12161 (Konzessionsakten F. Wiedermann 1950)
  • StadtA Schwäb. Hall 35/12162 (Konzessionsakten J. Greiner 1938-1950)
  • StadtA Schwäb. Hall 37/749 (Konzessionsakten)
  • StadtA Schwäb. Hall S26/406 (Bauhistor. Untersuchung A. Bedal)
  • Landeskirchliches Archiv Stuttgart (LKAS) Mikrofilm (MF) KB 1390,Bd. 51 (Totenbuch St. Michael 1808-1822),  Nr. 95/1816 (M. R. Fluhrer); Nr. 168/1817 (R. Firnhaber)
  • LKAS MF KB 1391, Bd. 54 (Totenbuch St. Michael 1835-1855), Nr. 90/1835 (J. M.Fluhrer); desgl. Nr. 94/1836 (A. L. Firnhaber); desgl. Nr. 5/1853 (M.R. Firnhaber); desgl. Bd. 55 (Totenbuch St. Michael 1856-1874), Nr. 17/1872 (G. M. Reinwald); desgl. Bd. 56 (Totenbuch St. Michael 1875-1889), Nr. 87/1885 (M. Reinwald)
  • LKAS MF KB 1392 Bd. 65 (Fam.-Reg. St. Michael), Buchst. F, Bl. 24 (J. M. Fluhrer); desgl. Buchst. F, Bl. 25 (A. L. Firnhaber)
  • LKAS MF KB 1393 Bd. 68 (Fam.-Reg. St. Michael), Buchst. R, Bl. 173 (G. M. Reinwald)
  • Baurechtsamt Schwäb. Hall, Bauakten Unterlimpurger Str. 61

Literatur:

  • Tobias Würth: Aus Wirtshaus wird Wohnhaus. GWG saniert den "Stern" on der Unterlimpurger Straße 61 - Gebäude stand leer, in: Haller Tagblatt v. 1.4.2015, S. 10
  • Tobias Würth: Sieben junge Frauen ziehen in die ehemalige Gaststätte ein, in: Haller Tagblatt v. 9.10.2017, S. 9
  • Kerstin Vlcek: Ein Wohnhaus in Schräglage. Rund eine Million Euro kostet die Sanierung des ehemaligen Gasthauses "Stern", in: Haller Tagblatt v. 30.03.2016, S. 9