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Haller Häuserlexikon – Primärkataster-Nr.

Unterlimpurger Straße 65

Westansicht, August 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA DIG 04828) Ansicht vergößern
Adresse: Unterlimpurger Straße 65
Primärkatasternummer: 107
Besitzer 1827
Welk, Johann Christoph; Stephan, Johann Michael


Besitzerliste

1827: Welk, Johann Christoph, Bauernknecht, zu 1/2; Stephan, Johann Michael, Taglöhner, zu 1/2

Haustafel

Erster jüdischer Andachtsraum

Das um 1500 entstandene Fachwerkhaus auf dem Steinsockel zeigt mit der K-Strebe im Dachgiebel das typische Fachwerk des ausgehenden Mittelalters. 1710 gelangte es in den Besitz von erst kurz davor in der Vorstadt Unterlimpurg geduldeten Juden. Im Dachraum entstand 1738/39 eine holzgetäferte Zimmer-Synagoge, von Eliezer Sussmann im Stil der Zeit reich bemalt. Sie ist heute im Hällisch-Fränkischen Museum zu besichtigen und gilt als einzigartig in Europa.

Beschreibungen

1827: Wohnhaus u. Anbau mit 18,2 Ruten, Hof 11,4, insgesamt 29,6 Ruten

Besonderheiten

Im Dachstuhl des Hauses war wohl seit 1732 eine hölzerne Synagooge mit einer Bemalung von Eliezer Sussmann eingebaut. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Historischen Verein erworben und ist heute im Hällisch-Fränkischen Museum ausgestellt.

Bilder

Westansicht, August 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA DIG 04828) Ansicht vergößern

Westansicht, August 2007. Foto: Daniel Stihler (StadtA SHA DIG 04828)

Südwestansicht, Januar 2008. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server DIG 04827) Ansicht vergößern

Südwestansicht, Januar 2008. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA Server DIG 04827)

Westansicht, Januar 2008. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA DIG 04829) Ansicht vergößern

Westansicht, Januar 2008. Foto: Dietmar Hencke (StadtA SHA DIG 04829)

Ausschnitt aus einer kolorierten Federzeichnung von Unterlimpurg in einer Haller Chronik, um 1600 (StadtA SHA 4/4a. Bl. 6) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus einer kolorierten Federzeichnung von Unterlimpurg in einer Haller Chronik, um 1600 (StadtA SHA 4/4a. Bl. 6)

Ausschnitt aus der Flurkarte von Unterlimpurg, 1703. Das Haus ist links neben der heutigen Nr. 67 zu sehen (StadtA SHA 16/0021) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus der Flurkarte von Unterlimpurg, 1703. Das Haus ist links neben der heutigen Nr. 67 zu sehen (StadtA SHA 16/0021)

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827. Das Haus hat die Nummer 107 (StadtA SHA S13/0842) Ansicht vergößern

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827. Das Haus hat die Nummer 107 (StadtA SHA S13/0842)

Bild von etwa 1900, wohl von der Tullauer Höhe aus (StadtA SHA FS 06466) Ansicht vergößern

Bild von etwa 1900, wohl von der Tullauer Höhe aus (StadtA SHA FS 06466)

Grundriss der Holzsynagoge aus: Wilhelm German: Die Holzsynagoge in Schwäbisch Hall, in: Schwäbisches Heimatbuch 14 (1928), S. 30-35 Ansicht vergößern

Grundriss der Holzsynagoge aus: Wilhelm German: Die Holzsynagoge in Schwäbisch Hall, in: Schwäbisches Heimatbuch 14 (1928), S. 30-35

Bild von 1940 (StadtA SHA FS FS 08805) Ansicht vergößern

Bild von 1940 (StadtA SHA FS FS 08805)

Abbruch des Hauses Unterlimpurger Straße 70, 1974. Foto: Hans Kubach  (StadtA SHA FS 03639) Ansicht vergößern

Abbruch des Hauses Unterlimpurger Straße 70, 1974. Foto: Hans Kubach (StadtA SHA FS 03639)

Bild um 1974. Foto: Hans Kubach  (StadtA SHA FS 03693) Ansicht vergößern

Bild um 1974. Foto: Hans Kubach (StadtA SHA FS 03693)


Quellen

Pläne und Ansichten vor 1827:

  • StadtA SHA 4/4a, Bl. 6 (Zeichung aus Chronik um 1600, Ausschnitt)
  • StadtA SHA 16/0021 (Flurkarte Unterlimpurg 1703, Ausschnitt)