Schrift verkleinern Schrift vergrößern
Schwäbischhall Shop

Auswanderer

Auswanderer nach ihrer Ankunft in einem Hafen. Holzstich von 1855 (Stadtarchiv Schwäb. Hall Z14/0599)

Aus Schwäbisch Hall und der umgebenden Region stammende Auswanderer nach Übersee lassen sich bereits im 18. Jahrhundert nachweisen; um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Emigration vor allem in die USA ein Massenphänomen. Schwäbisch Haller fanden jedoch auch in Australien, Brasilien, Russland, Großbritannien, der Schweiz und vielen anderen Ländern eine neue Heimat. Noch in den 1920er Jahren verließen viele Menschen aus der Region aufgrund fehlender wirtschaftlicher Perspektiven ihre Heimat. Nach 1933 waren es dann Bürgerinnen und Bürger jüdischer Konfession und andere von politischer oder rassischer Verfolgung Betroffene, die durch den Terror des NS-Staats zu Flucht und Auswanderung gezwungen wurden.Bis zur Gründung des Deutschen Reichs 1871 galt jedoch auch ein Teil der intensiven Binnenwanderung innerhalb Deutschlands als "Auswanderung" und wurde in den amtlichen Unterlagen entsprechend vermerkt.

Erst seit 1945 haben sich die Vorzeichen geändert - Schwäbisch Hall und Umgebung sind zu einer Zuwanderungsregion geworden. Zuerst kamen die Vertriebenen und Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten, später "Gastarbeiter", Deutschstämmige aus der ehemaligen UdSSR, Asylbewerber,  Migranten und Flüchtlinge aus der ganzen Welt.

Daten zu Auswanderern aus Schwäbisch Hall werden seit vielen Jahren durch das Stadtarchiv gesammelt; zahlreiche weitere Informationen sind durch private Nachforschungen hinzugekommen. Informationen zu diesem Thema werden rege nachgefragt, nicht selten von den Nachfahren der Auswanderer. Deshalb sind Daten zu Auswanderern aus Stadt und Region seit Januar 2016 mit Hilfe einer von der Geschichts-Werkstatt, des Fördervereins von Stadt- und Kreisarchivs, getragenen Datenbank über das Internet abrufbar (Link an der rechten Seite).