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Die Geschichte von Steinbach

Steinbach mit Comburg und Cleincomburg um 1600

Der 1156 als "Steinwac" erstmals erwähnte Ort gehörte wahrscheinlich ursprünglich den Grafen von Comburg-Rothenburg und wurde von diesen an das Kloster Comburg gestiftet, das aber erst 1283 die gesamte Ortsherrschaft von den Schenken von Limpurg erwerben konnte. Wohl wegen seiner exponierten Lage im Tal erhielt der Ort im 16. Jahrhundert Befestigungen, von denen sich die Tore erhalten haben. Die Kirche St. Johann Baptist (so seit 1297) ist eine der ältesten der Region und war Mutterkirche von St. Michael in Schwäbisch Hall. Aufgrund seiner Zugehörigkeit zu Comburg blieb Steinbach katholisch. 1802 fiel der Ort an Württemberg.

Auf dem zu Steinbach gehörenden Einkorn wurden zahlreiche vorgeschichtliche Spuren entdeckt. Seit 1472 gab es Wallfahrten auf den Berg. Die spätmittelalterliche Kapelle ersetze das Reichsstift Comburg 1710 durch einen aufwendigen Barockbau, der 1814 durch Blitzschlag ausbrannte und seitdem Ruine ist. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Einkorn zu einem beliebten Ausflugsziel der Haller, der Aussichtsturm entstand 1893.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich eine große jüdische Gemeinde, an die der 1811 angelegte jüdische Friedhof erinnert. Die 1809 errichtete Synagoge brannte der NS-Mob während der "Reichspogromnacht" 1938 nieder. 1930 wurde Steinbach mit der Comburg und dem Einkorn nach Schwäbisch Hall eingemeindet. Bereits ab den 1930er Jahren vergrößerte sich der Ort durch neue Siedlungen (Heller´scher Garten, Kocherfeldsiedlung).