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OpenSource im Rathaus

Schwäbisch Hall ist innovativ und geht neue Wege. Als eine der ersten Kommunen Deutschlands setzt Schwäbisch Hall konsequent auf OpenSource.

Begonnen wurde bereits 1997 mit der flächendeckenden Einführung von Email und Internet für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. OpenSource-Software für Internet-Server, Proxies und EMail erlaubte der Stadtverwaltung, effiziente Lösungen kostengünstig und zeitnah umzusetzen.

2001 wurde der Support für die bis dahin eingesetzten, proprietären Standard-Progamme (Betriebssystem und „Office“-Paket) vom Hersteller abgkündigt. Ein Wechsel auf die nachfolgenden Versionen dieser Software hätte weitreichende Konsequenzen gehabt. Die damals verwendete Hardware hätte getauscht werden müssen und bei der Stadt wären erheblichen Lizenzkosten für das Upgrade angefallen. Zusätzlich brachen zu diesem Zeitpunkt die Einnahmen aus der Gewerbesteuer ein.

Deshalb lag es für die Verantwortlichen nahe, Alternativen auszuloten. Die positiven Erfahrungen mit OpenSource-Software in der Vergangenheit ermutigte die Verwaltung, diese Technik auch bei der Ausstattung der zukünftigen Arbeitsplätze einzusetzen.

Nach dem Startschuss durch den Oberbürgermeister hat die EDV-Abteilung daher mit den damaligen Projektpartnern SuSE (heute Novell) und IBM die ersten Computer mit dem Betriebssystem Linux und OpenOffice.org für Textverarbeitung, Tabellen, Präsentation usw. installiert. Die Kolleginnen und Kollegen wurden innerhalb ihrer Arbeitszeit in der Bedienung der „neuen“ Programme geschult. Am Ende der Schulungen fanden Sie ihren Arbeitsplatz bereits neu eingerichtet vor.

Inzwischen ist die Verwaltung nahezu flächendeckend mit OpenSource-Arbeitsplätzen ausgestattet. Der Schwerpunkt der Arbeit der IT-Verantwortlichen liegt in der Evaluation und Umstellung der Fachanwendungen auf offene Technologien.

Ein Beispiel hierfür ist das neu gestaltete Ratsinformationssystem, das konsequent mit OpenSource-Techniken entwickelt wurde und jedem kostenfrei zum Download angeboten wird.

Insgesamt sind die Verantwortlichen der Stadt Schwäbisch Hall der Überzeugung, dass offene Systeme deutliche Vorteile haben:

  • Sie sind flexibel einsetzbar und lassen sich den eigenen Bedürfnissen anpassen.
  • Die Vielzahl von Entwicklern und unterstützenden mittelständischen Dienstleistern gewährleisten den sicheren Betrieb.
  • Offene Formate und offene Standards sind die einzige Chance, wie Information für die Zukunft erhalten werden kann.

Die Stadtverwaltung wird auch weiterhin auf OpenSource setzen.