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Hoolgaaschtfest

am 6. August 2016

Stimmung beim Hoolgaaschtfest, Foto Thomas Heizmann
Die Sieder spielen beim Hoolgaaschtfest, Foto Thomas Heizmann

Einer der sagenumwogensten Gestalten der Haller Geschichte ist der Hoolgaascht, der Haalgeist. Nach ihm ist das Fest benannt, das der Großen Siedershof seit 1984 jährlich in den Sommerferien feiert.

Am 6.  August 2016 steigt das 33. Hoolgaaschtfest. Ab 19 Uhr wird oben auf der Stadtmauer neben dem Langenfelder Tor und im Pechnasenturm kräftig gefeiert. (Eingang über das Clubheim der Sieder, Am Zwinger 2, neben dem Neubausaal).

Im Vordergrund des Festes steht das gemütliche Beisammensein. Bunte Lichter, Fackelschein und die Geselligkeit sind es, die den Reiz dieses Festes ausmachen, zu dem alle Freunde und Gönnerinnen und Gönner der Sieder und des Verein Alt Hall herzlich eingeladen sind. Der Eintritt ist frei!

1 Siederstrinkspruch
Oiner alloi is net schee! Oine alloi is a net schee! Aber oiner un oine und dann alloi, des isch schee! Gsundheit.

Geschicht(l)e:
Der Haalgeist gilt als „Hüter der Salzquelle“ und ist ein noch heute populärer Bestandteil der Haller Tradition. Im „Haal“ befand sich die Salzquelle von Schwäbisch Hall, die Grundlage von Reichtum und Wohlstand der vormaligen Reichsstadt. Gesotten haben das Salz in mühsamer Arbeit die Haller Salzsieder. Der Haalgeist – im Haller Dialekt „Hoolgaascht“ genannt – ist ein „guter Geist“ und Warner vor Pest, Feuer und Hochwasser. Unzählige Geschichten und Anekdoten ranken sich um den Haalgeist, dem vor allem die Sieder immer wieder „persönlich“ begegnet sind. Denn so hilfsbereit er auch ist, wenn es darum geht, die Haller vor Schaden zu bewahren der Haalgeist hat auch einen ausgeprägten Sinn für manchmal recht derbe Scherze. Vor allem, wenn er gereizt wird. Gepaart mit seinen übersinnlichen Kräften sorgt er damit immer wieder für Unruhe in der Stadt. So warf er einen Sieder, der ihm frech kam, kurzerhand vom Haalplatz über den Kocher hinüber. Junge Frauen, die sich (verbotenerweise) nachts noch in den Gassen herumtrieben, hat er des Öfteren tüchtig erschreckt. Beschrieben wird der Haalgeist als eine Mischung aus zottigem Tier und Kobold und erscheint so den Besucherinnen und Besuchern des Kuchen- und Brunnenfestes am Pfingstsamstag abends auf dem Marktplatz beim historischen Programm.