Schrift verkleinern Schrift vergrößern
Schwäbischhall Shop

Historie

Historie - Die Geschichte der Fassfabrik

Die Fassfabrik auf dem Karl-Kurz-Areal ist ein markanter und geschichtsträchtiger Ort mitten in Schwäbisch Hall-Hessental. Bereits vor der heutigen Nutzung als modernes Tagungs-und Kongresszentrum wurden hier Innovation, Erfindergeist und Internationalität großgeschrieben. Produkte der Fassfabrik fanden ihren Weg in Vorgärten, Sportwagen, auf die Köpfe olympischer Radrennfahrer sowie die höchsten Berge der Welt und zeugten vom Erfindergeist der Firma.

Keimzelle der Fassfabrik war die von Karl Sauter geleitete Waschbachmühle, wo seit 1890 Fassdauben hergestellt wurden. 1909 wurde der Betrieb an den Bahnhof verlegt. Mit dem Einstieg des Ingenieurs Karl Kurz und der Übernahme der Firma durch diesen im Jahr 1925 begann eine viele Jahrzehnte dauernde Erfolgsgeschichte. Zeitweise wurden 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Kurz war Tüftler und Erfindet im besten Sinne: Das Produktspektrum umfasste bald Verpackungen, Kübel und Großbehälter aus Holz, Sperrholz, Fibre (widerstandsfähige Pappe), Kunststoff und Stahl sowie Paletten und Bottiche. Ab den 1950er-Jahren setzten Bergexpeditionen in aller Welt auf die widerstandsfähigen Fässer aus Schwäbisch Hall - auch Reinhold Messner nutzte sie 1977 für seine Dhaulagiri-Expedition. 1967 wurden erstmals Kraftstofftanks aus Kunststoff für Porsche hergestellt. Auch Leichtbauhelme aus Styropor für die Radrennfahrer bei den Olympischen Spielen 1972 zählten zu den Erzeugnissen der Karl Kurz KG.

Die technologischen Innovationen hatten allerdings ihren Preis: Um weiterhin führend zu bleiben, mussten große Summen investiert werden, die sich allerdings nur mit zeitlicher Verzögerung bezahlt machten. 1998 ging die Firma in Konkurs. Zurück blieb ein einzigartiger Ort, der nun einer neuen Bestimmung zugeführt wurde und den Geist der Innovation in neuem Rahmen weiterführt.