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Archiv Kulturprojekte

Rückschau

Die KulturRegion Stuttgart zeichnet sich durch zahlreiche Stäffele und prachtvolle Freitreppen aus. „Aufstiege – ein Lichtkunstfestival zur Inszenierung des Auf und Ab“ eröffnete ab dem 17. September 2016 neue Perspektiven auf diese Besonderheit. Lichtkunst reagiert auf Topografie, Architektur, Nutzung oder Geschichte: Wie keine andere Kunstform benötigt sie eine Projektionsfläche, um sichtbar zu werden.

 

scala momentum / Lichtlabor in Schwäbisch Hall

In der Auseinandersetzung mit der großen Freitreppe der Stadtkirche St. Michael entwickelte das deutsch-österreichische Künstlerduo Martin Hesselmeier und Andreas Muxel die ortsspezifische Installation „scala momentum“. Darin überführten sie die Bewegungsabläufe von Menschen, die die Treppe begangen haben, in eine abstrahierte Lichtzeichnung. Mit Hilfe von computergesteuerten Scheinwerfern – sogenannten Moving Heads – wurden die Spuren der Passanten auf der Treppe sichtbar. Eine Bewegungschoreografie der Erinnerung entstand.

Unter dem Motto »Lichtlabor – Von der Idee zum Experiment« gewährten die beiden Künstler im Kunstverein Galerie am Markt zudem Einblicke in den Entstehungprozess der aktuellen Lichtinstallation »scala momentum«.

Martin Hesselmeier Jahrgang 1978, und Andreas Muxel, 1979 in Österreich geboren, studierten beide an der Kunsthochschule für Medien Köln. Hesselmeier hinterfragt in seinen Arbeiten die Glaubwürdigkeit medialen Inhalts und untersucht das Verschwimmen von Grenzen zwischen Realität und Virtualität. Andreas Muxel beschäftigt sich in seinen experimentellen Arbeiten mit der Verschränkung von Code und Material.

Zusammen arbeiten die Künstler an Projekten, die sich mit den Qualitäten des Lichts auseinandersetzen. Gemeinsame Arbeiten sind u.a. „capacitive body“, ein modulares Lichtsystem das auf die Geräusche des städtischen Raums reagiert, sowie die Arbeit „the weight of light“, mit der sie im Jahr 2015 den ersten Preis des „International Light Art Award“ gewonnen haben.

 

24.9. - ­ 16.10.2016 ​ scala momentum

Lichtinstallation auf der Treppe vor St. Michael

25.9 - ­ 6.11.2016 ​ Lichtlabor ­ - Von der Idee zum Experiment

Ausstellung im Kunstverein Schwäbisch Hall, Galerie am Markt

Eröffnung am Samstag, 24.9.2016, 18 Uhr

Öffnungszeiten: Mi-Fr 15-18 Uhr, Sa/So 12-18 Uhr

Während der Installation auf der Treppe bietete der Kunstverein ein spannendes NACHTPROGRAMM für alle Freunde der (Licht-)Kunst, der Musik und des gepflegten Nachtlebens. Es galten verlängerte Öffnungszeiten: Do-Sa bis ca. 24 Uhr

 

Nachtprogramm

Donnerstag, 29. September. 21 Uhr
Nachtführung mit Michael Klenk, Haller Akademie der Künste, Schwäbisch Hall

Freitag, 30. September. 21 Uhr
Nacht der offenen Plattenspieler. Lieblingsplatten zum Auflegen willkommen!

Samstag, 1. Oktober. 21 Uhr
DJ Ubbo Gronewold, Mannheim

Donnerstag, 6. Oktober. 19 Uhr
Trommelkonzert mit Bahram Nikmard, Schwäbisch Hall

Freitag, 7. Oktober. 20 Uhr
Delicate ClubsoundZ, Schwäbisch Hall

Samstag, 8. Oktober. 21 Uhr
DJ Radio Bergheim, Heidelberg

Donnerstag, 13. Oktober. 19 Uhr
Licht und Dunkel: eine kurze und kurzweilige Zeitreise durch Wissenschafts-, Literatur- und Kunstgeschichte
mit Wolfgang Schwarzkopf, Kunstverein Schwäbisch Hall

Freitag, 14. Oktober. 21 Uhr
DJ Miro Le Mar + Sthörfunk DJs, Schwäbisch Hall

Samstag, 15. Oktober. 19 Uhr
Künstlergespräch mit Martin Hesselmeier und Andreas Muxel

 

Lichtkunstfestival „Aufstiege“ kuratiert von Joachim Fleischer

Kunstverein Schwäbisch Hall "Lichtlabor" kuratiert von Ute Christine Berger und Santiago Gomez

Stolpern mit Kopf und Herz 2015

Flyer Reichspogromnacht 2015

Erinnerung an „Geraubte Kinder“

Veranstaltungsreihe „Stolpern mit Kopf und Herz“ im Gedenken an die Reichspogromnacht

Der Gedenkstern auf dem Haller Marktplatz hält die mahnende Erinnerung wach: Im Zuge der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 verwüsteten nationalsozialistische Schlägertrupps den jüdischen Betsaal in der Oberen Herrngasse 8, demolierten jüdische Privatwohnungen und Geschäfte, misshandelten teilweise deren Bewohnerinnen und Bewohner und steckten die Synagoge in Steinbach in Brand. Inventar aus dem Betsaal sowie aus Privatwohnungen - darunter u.a. die Bibliothek des  Haller Rabbiners Dr. Jakob Berlinger – wurde in einem Feuer auf dem Markplatz verbrannt.

Auf Einladung von Bürgermeisterin Bettina Wilhelm trafen sich Haller Kultur- und Bildungseinrichtungen und Kirchen, um auch in diesem Jahr wieder mit einer abgestimmten Veranstaltungsreihe die Erinnerung wach zu halten – auch Jugendliche sind aktiv an der Gestaltung von zwei Terminen beteiligt.

Vier Veranstaltungen sind vom 20. Oktober bis 28. November geplant:

Am 20. Oktober hält der renommierte Zeithistoriker Prof. Ulrich Herbert von der Universität Freiburg den Vortrag „Land der Extreme. Deutschland im 20. Jahrhundert“ im Hällisch-Fränkischen Museum. Prof. Herbert gilt als Vordenker der Holocaust- und Täterforschung. Am 31. Oktober führen Schülerinnen und Schüler des Montessori- Zweiges der Thomas-Schweicker-Werkrealschule durch den „Käshof“ im Hohenloher Freilandmuseum: in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges gab es hier  dramatische Ereignisse. Am 8. November wird die Ausstellung „Geraubte Kinder“ im Haller Bahnhof eröffnet. Bis 28. November kann man sich über ein wenig bekanntes Kriegsverbrechen der Nazis Informieren: den Raub von Kindern in den besetzten Gebieten. Die Kinder aus Polen, Russland, Slowenien, Tschechien und Norwegen wurden gewaltsam nach Deutschland verschleppt.

Am Montag dem 9. November um 18 Uhr gestalten am „Stern“ auf dem Marktplatz die Evangelische und Katholische Gesamtkirchengemeinde eine Gedenkveranstaltung, auch Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a der Schenkensee-Realschule sind eingebunden. (Foto der letztjährigen Gedenkveranstaltung von Eva Maria Kraiss).

Veranstalter: Ev. Kreisbildungswerk, Katholische Erwachsenenbildung, HFM,
Hohenloher Freilandmuseum, Kulturbüro, Evangelische und Katholische
Gesamtkirchengemeinden, KZ-Gedenkstätte, Stadtarchiv, VHS,
Städtepartnerschaften, Stadt Schwäbisch Hall.

Siehe Download → Flyer Stolpern mit Herz und Kopf 2015

75 Jahre Reichspogromnacht, 2013

Stern Juden auf dem Marktplatz von Schwäbisch Hall

"Stolpern mit Herz und Kopf"

Seit Jahren gedenken Haller Bürgerinnen und Bürger am 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, an die Schandtaten, die 1938 begangen wurden – in ganz Deutschland und auch in Schwäbisch Hall.

Der Gedenkstern zur Reichspogromnacht auf dem Marktplatz hält zudem dauerhaft die Erinnerung wach: Im Zuge der Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938 verwüsteten nationalsozialistische Schlägertrupps den jüdischen Betsaal in der Oberen Herrngasse 8, demolierten jüdische Privatwohnungen und Geschäfte, misshandelten teilweise deren Bewohner und steckten die Synagoge in Steinbach in Brand. Inventar aus dem Betsaal sowie aus Privatwohnungen - darunter u.a. die Bibliothek des  Haller Rabbiners Dr. Jakob Berlinger - wurde in einem Feuer auf dem Markplatz verbrannt. Ein Teil der Beteiligten wurde im Zuge des sogenannten "Synagogenbrandprozesses" 1948 zu meist milden Strafen verurteilt. Der "Gedenkstern" wurde am 2. Juni 1989 eingeweiht und ersetzte ein ähnliches Denkmal, das 1988 von der Schwäbisch Haller SPD zur Erinnerung an den 50. Jahrestag des Pogroms angebracht worden war.

2013 hat sich das unfassbare Ereignis zum 75. Mal gejährt. Aus diesem Anlass trafen sich auf Einladung von Bürgermeisterin Bettina Wilhelm verschiedene Personen und Institutionen zum Austausch über ein angemessenes, öffentliches Erinnern.

15 Institutionen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Kirchengemeinden sowie Vertreter von Haller Schulen kamen zusammen.

In durchaus kontroversen, aber kreativen Diskussionen entwickelte sich daraus eine Veranstaltungsreihe mit 17 Veranstaltungen: Gedenken, Vorträge, Gespräche, Musik, Führungen und Lesungen. Siehe Download → Flyer Stolpern mit Herz und Kopf

Jüdisches Leben in Schwäbisch Hall, 2003/2004

Programmheft Jüdisches Leben
Details aus der Synagogenvertäfelung von Eliezer Sussmann im Hällisch-Fränkischen Museum

Projekt unter Beteiligung zahlreicher Kultureinrichtungen und Institutionen - ausgehend von der Neupräsentation der wertvollen Zimmersynagoge im Hällisch-Fränkischen Museum. 

Grußwort
Hermann-Josef Pelgrim, Oberbürgermeister Stadt Schwäbisch Hall
"Ich hatte noch nie Angst vor der Vielfalt der Menschen, höchstens vor ihrer Einfalt." , so Dr. Michel Friedmann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland anlässlich der Eröffnung der Judaica-Abteilung des Hällisch-Fränkischen Museums 2001.
"Geschichtslosigkeit ist Gesichtslosigkeit" stellte Friedmann in der gleichen Rede fest. Die Stadt Schwäbisch Hall stellt sich dieser Herausforderung an das historische Bewusstsein. Nach den Projekten "Begegnungen mit der Türkei" (1998) und "Deutsche Begegnungen" (2001) steht für den Zeitraum 2003/2004 das Thema "Jüdisches Leben" im Zentrum einer großen Veranstaltungsreihe.
Ausgangspunkt ist die 2001 eröffnete Judaica-Abteilung in der Stadtmühle des Hällisch-Fränkischen Museums mit der kostbaren Synagogenvertäfelung aus Unterlimpurg. Das Bewußtsein für diese Schätze soll gefördert werden und eine vertiefende Beschäftigung angeregt werden. Ein weiterer Anstoß um das Thema aufzugreifen sind die "Schöntaler Tage 2003" des Historischen-Vereins für Württembergisch-Franken die sich mit der Geschichte der Juden vom 17. Jahrhundert bis zum Ende des Kaiserreichs (1918) befasst. Von dieser Tagung sind neue Erkenntnisse über jüdisches Leben in der Region zu erwarten.
Davon ausgehend soll den Spuren jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in der Vergangenheit bis in die heutige Zeit nachgegangen werden - in der Region und der Stadt Schwäbisch Hall, aber natürlich auch darüber hinaus. Musik, Kunst, Literatur mit jüdischem Bezug, aber auch Geschichte, Religion und Politik sind Anknüpfungspunkte für ein breites Veranstaltungsspektrum des hoch komplexen und auch sensiblen Themas.
Trotz der schwierigen finanziellen Situation beteiligen sich zahlreiche Kultureinrichtungen, Personen und Organisationen an dem Projekt und wollen sich auf unterschiedlichste Weise dem Thema nähern. Mein Dank gilt allen, die zum Projekt beitragen!

Grußwort
S.E. Shimon Stein, Botschafter des Staates Israel in Deutschland
Das jüdische und israelische Kulturerbe vermittelt eine lebendige Chronik einer jahrhundertelangen Völkergeschichte. So traurig die historische Wanderung des jüdischen Volkes auch war, so viel menschliches Leid sie auch barg, verknüpft sie dennoch bis heute Orte und Kulturen überall auf der Welt. Die Werke unserer Künstler waren stets mannigfach und reichhaltig wie auch ihre künstlerischen Wurzeln und Traditionen - gerade hier in Deutschland.
Darum freue ich mich besonders, daß ein kunstgeschichtlich bedeutendes Zeugnis dieses Schaffens, die Synagogenvertäfelung eines Haller Betraumes, die der jüdische Wandermaler Eliezer Sussmann 1738/39 ausmalte und die kostbare Judaica-Abteilung des Hällisch-Fränkischen Museums Ausgangspunkt für die breit gefächerte Veranstaltungsreihe: "Jüdisches Leben" in Schwäbisch Hall 2003 / 2004 sein werden. Ich möchte allen, die diese zweijährige Veranstaltung ermöglichen, für Ihr Engagement und Ihre Mitarbeit danken. Sie leisten einen unverzichtbaren Anteil zum gegenseitigen Verständnis unserer Kulturen und schaffen darüber hinaus einen gehaltvollen Raum, der für Toleranz und Einsichten in unsere zwischenmenschlichen Beziehungen überaus wichtig ist.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer schönen Stadt für die Zukunft alles Gute.
Schalom, Shimon Stein

Die Unterlimpurger Zimmersynagoge im Hällisch-Fränkischen Museum

Die Vertäfelung der Synagoge von Unterlimpurg stellt ein einmaliges Zeugnis jüdischer Kunst- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts dar.
Der über 200 Jahre lang vergessene und teils zersägte Betraum wurde rekonstruiert und im Hällisch-Fränkischen Museum wieder aufgebaut.
Im Dachgeschoß des Hauses von Moses Mayer Seligmann in Unterlimpurg (heute Unterlimpurger Straße 65) befand sich spätestens sein 1718 ein Betraum. Nach außen war davon nichts zu erkennen. 1738/39 wurde der Betraum von Eliezer Sussmann ausgemalt. Eliezer Sussmann, Sohn des Schlomer Katz aus dem ukrainischen Brody (damals Polen) war vermutlich mit der Auswanderungswelle in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Franken gelangt, wo er mindestens fünf Synagogen ausmalte: in Bechhofen, Horb am Main, Unterlimpurg/Schwäbisch Hall, Kirchheim und Colmberg. Außer der Vertäfelung aus Horb, die heute im Israelmuseum in Jerusalem zu sehen ist, blieb nur die Unterlimpurger Ausstattung erhalten.
Die Synagoge war als Raum im Raum in den Dachstuhl des wesentlich älteren Fachwerkhauses eingebaut. Die Vertäfelung wurde vor der Bemalung aufgebaut. Sussmann grundierte zunächst die Paneele mit weißer Farbe, dann konturierte er die Ornamente und Darstellungen in schwarz und malte diese farbig aus. Der Künstler hielt sich an das religiöse Gebot, keine Menschen darzustellen. Es überwiegen Pflanzen- und Fruchtornamente sowie Gebettexte. In jedem der fünfzehn Deckenpaneele befindet sich in einem runden Medaillon eine Tierdarstellung - Einhorn, Fisch, Elefant, Löwe, Vogel, Stier, Hase, Störche. Nur ein Teil dieser Motive ist traditioneller jüdischer Herkunft, eine zusammenhängende Deutung fehlt bisher.
In das Innere des heiligen Raumes durften nur Männer beten, die Frauen nahmen von außen mit einem Blick durch Wandöffnungen am Gottesdienst teil. Im Thoraschrein wird die Thora aufbewahrt, die Schriftrolle mit den fünf Büchern Mose. Mit ihren 613 Geboten und Verboten bildet sie das Kernstück der jüdischen Religion. Der Schrein ist im Innern mit einfachen gelben Sternen auf blauem Grund ausgemalt. Auf den geöffneten Türen erkennt man die zwölf Schaubrote und rechts die Menora, den siebenarmigen Leuchter.
1782 war der Synagogenbesitzer aus Geldmangel gezwungen, sein Haus an eine christliche Familie zu verkaufen. Die neuen Eigentümer ließen die Vertäfelung im Dachgeschoss einfach stehen. Erst 1904 machte der jüdische Lehrer Nathan Hähnlein in einem Vortrag auf dieses kulturgeschichtliche Kleinod aufmerksam. 1907 gelang es dem Historischen Verein für Württembergisch-Franken, die Tafeln zu erwerben. Die Paneele wurden in einen Raum im Vereinsmuseum in der Gelbinger Gasse 47 "eingepasst".
Anfang der dreißiger Jahre wurden die Sammlungen in die Keckenburg verlegt, heute Hällisch-Fränkisches Museum. Man baute den jüdischen Betraum allerdings dort nicht mehr auf, da der Verein von den Nationalsozialisten schon "gleichgeschaltet" war. Die Tafeln entgingen, im Keller des Museums eingelagert, der Vernichtung. Nach dem Krieg wurden die Paneele - leider sehr unsachgemäß - wieder "zusammengeschreinert". 1987 wurden die Tafeln wieder ausgebaut und restauriert und 2001 in ihrer ursprünglichen Anordnung rekonstruiert.

Literatur & Internet
Bücher und Informationen gibt es im Hällisch-Fränkischen Museum und im Stadtarchiv.

Zur Veranstaltungsreihe sind die folgenden Titel erschienen:

  • Jüdisches Leben in Schwäbisch Hall: Mittelalter und frühe Neuzeit 1241-1800,  32 S., Preis: 5,00 €
  • Jüdisches Leben in Schwäbisch Hall: Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts, 44 S.; Preis: 5,00 €
  • Jüdisches Leben in Schwäbisch Hall: Von der Revolution 1848 bis 1933,  44 S., Preis: 5,00 €
  • Jüdisches Leben in Schwäbisch Hall: Von 1933 bis zur Gegenwart, 44 S., Preis: 5,00 €

Weitere Literaturtipps:

  • Mayer Seligmann, Judt zu Unterlimpurg
    Juden in Schwäbisch Hall und Steinbach 1688-1802
    Dr. Andreas Maisch, Stadtarchiv Schwäbisch Hall 2001
  • Spurensuche Jüdische Geschichte und Nationalsozialismus im Kreis Schwäbisch Hall, Hg.: Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten, Museen und Archive im Landkreis Schwäbisch Hall, 2001
  • Der jüdische Friedhof in Schwäbisch Hall-Steinbach, Heinrich Kohring, Fotos: Marion Reuter, 1996
  • Kein kleines Jerusalem - Geschichte der Juden im Landkreis Schwäbisch Hall, Prof. Dr. Gerhard Taddey, 1992
  • Juden in Hall Katalog zur Ausstellung im Hällisch-Fränkischen Museum, 1985
  • Jüdisches Leben im Wandel der Zeit, Prof. Paul Sauer, 2002
  • Synagogen in Baden-Württemberg, Joachim Hahn, 1987
  • Kataloge von Ausstellungen der Städtischen Galerie am Markt: Oz Almog´s bunter Index Judaeorum, 400 Porträts "jüdischer" Persönlichkeiten, Künstler, Politiker, 1999/2000; Joseph Semah - Temporal virgin site, 1996; Zvika Kantor - Weltschmerz verkleidet als Ananasduft, 1991

Internet-Tipps: www.judaicum.de (Kulturkalender u.a.)
Jüdische Museen in Deutschland: www.juedisches-museum.de (Frankfurt), www.jmberlin.de (Berlin), www.juedisches-museum.org (Fürth); Synagogen in Deutschland: www.synagogen.info



Deutsche Begegnungen 2001

Plakat zum Projekt "Deutsche Begegnungen"
Prospekte zum Projekt "Deutsche Begegnungen"

Grußwort Hermann-Josef Pelgrim
Oberbürgermeister Stadt Schwäbisch Hall und Schirmherr von ?Deutsche Begegnungen?

Schwäbisch Hall heißt die deutschen Aussiedlerinnen und Aussiedler und ihre russischen Angehörigen herzlich willkommen.
Für viele, besonders die Jugendlichen, sind die ersten Jahre in Deutschland nicht einfach. Die deutsche Sprache muß wieder oder neu erlernt werden und es gibt ein Gefühl von Fremdheit in der Heimat. Die Einheimischen wissen oft nicht, welche Geschichte sich hinter den ?Russlanddeutschen? verbirgt und es fehlt das Verständnis für deren Situation.
Daher steht im Mittelpunkt der Reihe die Information über Geschichte und Schicksale der Deutschen, deren Vorfahren vor Jahrhunderten nach Russland ausgewandert sind und die Integration der Menschen, die als Nachfahren der damaligen Auswanderer aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion heute nach Deutschland zurückkehren.
Zahlreiche kulturelle und thematische Veranstaltungen beleuchten diese Thematik und schlagen auch die Brücke zur russischen Kultur.
Die Vorfahren der ?Russlanddeutschen? stammen unter anderem aus Württemberg. Ihre Lebensbedingungen haben sich in den letzten 150 Jahren immer weiter verschlechtert und viele wünschen sich nichts sehnlicher als ein Leben als Deutsche in Deutschland.
Die Integration der ?Spätaussiedler? und ihrer russischen Angehörigen ist für alle wichtig. Ihre Geschichte ist ein interessanter Aspekt deutscher Geschichte - im Austausch sollen Deutsche mehr übereinander erfahren und Vorurteile abgebaut werden. Der Weg ist dabei das Ziel: Nicht nur die Veranstaltungen, sondern auch die vielen Gespräche und Begegnungen im Vorfeld können viel bewirken - Beteiligen Sie sich an diesem Dialog!

Ein gemeinsamer Weg ? Integration als ZielUnser Projekt hat sich ein nicht ganz selbstverständliches Motto für die vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen im Jahr 2001 gewählt: ?Deutsche Begegnungen in Schwäbisch Hall?. Für die deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion aus Russland, Kasachstan, Ukraine, Kirgisien und anderswo ? kommen, ist dieses Motto ein Ausdruck der Zugehörigkeit und damit ein erster Schritt aufeinander zu. Im vergangenen Jahrhundert erlebten die Deutschen in der Sowjetunion immer wieder Verfolgung, Vertreibung, und Diffamierungen als Deutsche. Viele ? insbesondere die Elterngeneration ? wünschten sich nichts sehnlicher als ein Leben als Deutsche in Deutschland.Wir hier aber wissen meist viel zu wenig über die Geschichte und Schicksalswege dieser Deutschen ? und die Rückkehrer kommen in ein Land, das anders ist als das Land ihrer Vorfahren und ihrer Träume.Besonders schwierige ist es für jüngere Zuwanderer - Sprachprobleme und Identitätsfragen und ganz normale Jugendkonflikte mischen sich. Gerade da sind die Integrationsbemühungen für uns alle eine wichtige Zukunftsaufgabe.Das Projekt ?Deutsche Begegnungen? hat schon einen Weg des Miteinanders hinter sich: seit über zwei Jahren treffen sich in verschiedenen Arbeitskreisen ?russlanddeutsche? und einheimische Frauen und Männer, tauschen sich aus, lernen sich tiefer kennen und planen die Veranstaltungen für 2001.Schon bestehende ehrenamtlichen Aktivitäten für Spätaussiedler sind mit dem Gesamtprojekt vernetzt, so der ?Freundeskreis Brücken? und die Aktion des Rotary-Club ?Aufnehmen statt Ausgrenzen?. Und nicht wenige Personen, die hauptamtlich mit den Themen des Vorhabens befasst sind, bringen noch viel ehrenamtliches Engagement ein.Allen Mitwirkenden möchten wir auf diesem Wege herzlich danken.Dieser Weg auf das Jahr 2001 zu war von wachsendem Verstehen und Freundschaftlichkeit geprägt.Deshalb laden wir die Menschen aus Schwäbisch Hall und Umgebung wehr gerne ein, die vielfältigen Angebote wahrzunehmen und sich zu gönnen.Rosemarie Bender, Helmut Noe, Renate Meixner, Dr. Matthias Setzer

 

Johannes Brenz Jubiläumsjahr 1999

Flyer Johannes-Brenz-Jubiläumsjahr

Johannes Brenz - Prediger - Politiker - Reformator

Geboren in Weil der Stadt, 24. Juni 1499, gestorben in Stuttgart, 11. Sept. 1570
Johannes Brenz war sowohl für die Evangelische Landeskirche als auch für das Land Baden-Württemberg von großer Bedeutung. Im Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit trug Brenz zur Neugestaltung der Grundlagen von Kirche, Staat und Gesellschaft entscheidend bei.
Nach Studium und Lehrtätigkeit an der Universität Heidelberg wurde Brenz 1522 als Prediger an St. Michael nach Schwäbisch Hall berufen, wo er bis 1548 wirkte. Er war maßgebend beteiligt an der Reformation der bedeutenden Reichsstadt durch die Neugestaltung des Gottesdienstes, die Neubegründung des Schulwesens und eine neue Definition des Eherechts.
Sein ursprünglich für die Haller Schüler verfaßter Katechismus hat als Unterrichtsbuch rasch über die Reichsstadt hinaus Bedeutung gewonnen und war in weiten Bereichen des deutschen Sprachgebrauchs z.T. bis ins 20. Jahrhundert im Gebrauch.
In mehreren Übersetzungen trug sein Katechismus zur Alphabetisierung von Teilen Europas und der Dritten Welt bei.
Brenz war der wichtigste Berater des Haller Magistrats und nahm in dieser Funktion an allen wichtigen Reichstagen und Religionsgesprächen der Zeit teil. Von benachbarten Fürsten (Herzog Ulrich von Württemberg, Markgraf Georg von Brandenburg, Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz) wurde Brenz um theologische und rechtliche Beratung angegangen. Brenz wurde als ein Mann des friedlichen Ausgleichs gerühmt. Er vermittelte im Bauernkrieg erfolgreich zwischen den Aufständischen und dem Haller Magistrat, so dass es nicht zu einem Blutvergießen kam. In den aufkommenden Ketzer- und Hexenverfolgungen bekundete er seine tolerante Haltung; Todesurteile in Glaubensdingen lehnte er ab.
Nach seiner Vertreibung aus Schwäbisch Hall infolge des Schmalkaldischen Kriegs trat Brenz als Berater des Herzogs in württembergische Dienste und wurde 1553 Probst der Stuttgarter Stiftskirche. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tod. Auf Brenz geht der Gedanke der Umformung der Klöster in Klosterschulen zurück - eine adäquate Nutzung, die den Erhalt der Gebäude als Kulturdenkmäler sicherte. Durch die Klosterschulen (Seminare) wurde die geistige Kultur nachhaltig geprägt.
Johannes Brenz war nach Luther und Melanchthon und neben Calvin der bedeutendste theologische Schriftsteller seiner Zeit. Er war der maßgebliche Schöpfer der Großen Kirchenordnung von 1559, die neben der Kirche auch das Schul- und Sozialwesen sowie das Eherecht umfaßt. Schließlich beeinflusste Brenz in entscheidender Weise die Verfassungsgrundlagen des Herzogtums Württemberg.(Text nach Dr. Hermann Ehmer, Landeskirchliches Archiv Stuttgart)

Johannes Brenz Jubiläumsjahr 1999 in Schwäbisch Hall

Sonderausstellung im Hällisch-Fränkischen Museum Schwäbisch Hall
28. Februar - 24. Mai 1999
"alleyn zwey ding: glauben und lieben"
JOHANNES BRENZ 1499-1570 - Prediger - Politiker - ReformatorVeranstalter: Hällisch-Fränkisches Museum Schwäbisch Hall und Württembergisches Landesmuseum Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Schwäbisch Hall und der Evangelischen Landeskirche in WürttembergEs erscheint ein reich bebilderter KatalogAusstellungseröffnung am Sonntag, 28. Februar 19999.30 Uhr Festgottesdienst zum Brenz-Jahr in der Kirche St. Michaelnach der "Haller Kirchenordnung" (1543) des Johannes BrenzPredigt: Landesbischof Eberhardt Renz,Grußwort der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern:Kreisdekan Dr. Ernst Bezzel, AnsbachChöre und Posaunenbläser des Kirchenbezirks Schwäbisch HallLeitung und Orgel: Ursl Belz-Enßle und Kurt Enßle11.00 Uhr Eröffnung der Ausstellung im Hällisch-Fränkischen Museum

Vorträge
Di, 12.01., 19.01, 26.01., 20.00 Uhr"
Dem Türcken widerstand zu thun!"Johannes Brenz, die Türkenpredigten und die Haller KircheDr. Andreas Maisch, Daniel Stihler, Stadtarchiv Schwäbisch HallMo 18.01. 20.00 UhrGott als TerroristGottesbilder in Robinson Crusoe und FrankensteinDr. Joachim Zelter, Universität TübingenFr 19.02.19.00 UhrWoran uns Johannes Brenz erinnertEinführung in die Brenz-Vortragsreihe durch Dekan Paul DieterichBrenz' Predigt vom Hagel und die HexenfrageProf. Dr. Sönke Lorenz, Universität TübingenVeranstalter: Evangelische Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall und Historischer VereinFr 26.02.20.00 Uhr"Dein Geist ist's, den ich rühme" :Johannes Brenz - Luthers Mann in SüdwestdeutschlandProf. Dr. Martin Brecht DD, Universität MünsterFr 12.03.20.00 UhrBrenz, der Bauernkrieg und die WiderstandsfrageProf. Dr. Eike Wolgast, HeidelbergFr 19.03.20.00 UhrSozialgeschichte der Reichsstadt Hall im 16. Jahrhundert und die ReformationDr. Andreas Maisch, Stadtarchiv Schwäbisch HallDo 25.03.20.00 Uhr"Der Teufel b'scheißt uns wohl mit Pfaffen!" Deutschland am Vorabend der ReformationDr. Matthias Setzer, Schwäbisch HallFr 26.03.20.00 UhrBrenz und die SchulreformDr. Hermann Ehmer, StuttgartFr 16.04. 20.00 UhrDie Reformation aus röm. kath. SichtBischof Dr. Walter Kasper, RottenburgDi 27.04.20.00 Uhr"....das Reich muß uns doch bleiben" Zur Nationalisierung der Reformationsfeiern im 19. und 20. JahrhundertProf. Dr. Willi Kreutz, Universität MannheimDo 20.05. 20.00 UhrKirchenordnung - Weltordnung. Das politische Mandat der Kirche in der entwickelten DemokratiePräses Manfred Kock, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschlands

Konzert in St. Michael
So 07.03.18.00 Uhr "Impulse der Reformation" Werke für Soli, Chor und Orchester von Johann Sebastian Bach, Max Reger,Heinrich Schütz, Josquin Desprez u.a.
Vokalsolisten, Orchester an St. Michael, St. Michael Singers unltd., Leitung und Orgel: Ursl Belz-Enßle und Kurt Enßle

Brenz-Fest an Christi Himmelfahrt
Do 13.05.10-18 Uhr 10.00Uhr Festgottesdienst zu Himmelfahrt in St. Michaelab 11.00 Uhr Marktplatz: Buntes Programm mit Vorführungen und Beiträgen der Brenz-Gemeinden11 Uhr u. 15 Uhr Führungen in der Brenz-Ausstellung11.00 Uhr Stadtführung "Johannes Brenz und Schwäbisch Hall   15-17 Uhr Programm für Kinder "Brenz und seine Zeit" im Keckenhof / Hällisch-Fränkisches Museum

Gedenkfeier in der Kirche St. Michael am Vorabend des 500. Geburtstages von Johannes Brenz
Mi 23.06. 20.00 Uhr Festvortrag: Pfarrer Dr. Christoph Weismann,Schwäbisch Hall
Kammermusik von Prätorius, Schein, Schütz mit einem solistischen Vokal-Instrumentalensemble Leitung: Ursl Belz-Enßle und Kurt Enßle

Theater im Rahmen der Freilichtspiele Schwäbisch Hall
Brenz! - Eine Stadtbegegnung
So / Mo 04.u. 05. 07., So / Mo 11. u. 12. 07.
Stationentheater über Leben und Wirken des Johannes Brenz in Schwäbisch Hall.Idee: Achim Plato, Realisation: Helmut Schorlemmer und Schauspieler der Freilichtspiele Schwäbisch HallTheatergastspiel aus der Lutherstadt Wittenberg?Herr Doctor und Herr Käthe? Katharina von BoraAuch in der Lutherstadt Wittenberg wird 1999 ein 500. Geburtstag groß gefeiert: Luthers Frau Katharina von Bora wurde im gleichen Jahr geboren wie Johannes Brenz.

Touristik-Information, Öffentliche Stadtführungen für jedermann:
"Johannes Brenz und Schwäbisch Hall"

Begegnungen mit der Türkei 1998/99

Titelmotiv "Begegnungen mit der Türkei"

Die Veranstaltungsreihe ?Begegnungen mit der Türkei? in Schwäbisch Hall stellte das Land und seine Menschen in Geschichte und Gegenwart vor. Kunst und Kultur, Politik, Religion und Alltag standen dabei im Mittelpunkt.
Zehn Veranstalter beteiligten sich an dem Projekt und beleuchteten das Thema von ganz unterschiedlichen Seiten mit dem Wunsch, Begegnungen, Gespräche und damit gegenseitiges Verständnis auszulösen - diese Intentionen betonten auch Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim und der türkische Generalkonsul Duray Polat in ihren Grußworten.

Hier ein Auszug aus dem Programm:
Den Auftakt der Reihe im September markiert der Film ?Yol - der Weg? im Kino im Schafstall (17. Und 18. September). Im Laufe des Herbstes folgen weitere anspruchsvolle türkische und türkisch-deutsche Filme (zum Teil Originalsprache mit deutschen Untertiteln), die die Suche nach Identität und Heimat zwischen den Nationalitäten beschreiben.
Im Rahmen des Freundschaftstages am 20. September organisiert die Volkshochschule ein Turnier für Jugendliche auf dem alten Gefängnisgelände unter dem Motto ?Mauern müssen fallen!? Bei ?Soccer, Streetball, Fun und Fete? ist ganz schön was los: Interessierte können ihr Team, das aus jeweils 4 SpielerInnen aus mindestens zwei Nationen bestehen muß, bei der Volkshochschule anmelden.
Einen ironischen Blick auf die deutsch-türkischen Beziehungen wirft am 23. September der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist Muhsin Omurca mit seinem Programm ?Tagebuch eines Skinheads in Istanbul? (im Rahmen von schwäbisch hallerlei).
Die Volkshochschule, die auch Initiator der gesamten Veranstaltungsreihe ist, zeichnet in über zehn Vorträgen und Diskussionsrunden ein vielschichtiges Bild von der Architekturgeschichte der Moschee bis hin zu den aktuellen türkisch-deutschen Beziehungen. Als Referenten treten Experten wie Prof. Tamer Bacinoglu (Orientalist und Islamwissenschaftler), Vizekonsul Gökhan Turan, Prof. Dr. Bassam Tibi und Cem Özdemir (Bundestagsabgeordneter) auf.
Neben der theoretischen Auseinandersetzung sind aber auch ganz praktische ?Begegnungen? möglich, zum Beispiel bei Koch- und Sprachkursen oder beim Gourmet-Fest für alle Sinne im Hotel Hohenlohe.
Eine einmalige Gelegenheit bietet sich im November: Interessierte können die Moschee Meriana Cami in der Gelbinger Gasse in Schwäbisch Hall besuchen und Vertretern des muslimischen Glaubens Fragen stellen.
?Im Reich des Sultans - Kunst und Kultur der Osmanen? ist der verlockende Titel einer großen Ausstellung im Hällisch-Fränkischen Museum, die ein bißchen Zauber von tausendundeiner Nacht nach Schwäbisch Hall holt.
Im Rahmen dieser Ausstellung, die vom 31. Oktober 1998 bis zum 24. Januar 1999 dauert, werden drei kleinere Begleitausstellungen im Foyer des Museums gezeigt: ?Der Koranständer?, ?Kostbarkeiten aus Meerschaum? und ?Die Aussteuertruhe eines türkischen Mädchens? (in Zusammenarbeit mit dem Türkischen Arbeitnehmer Hilfs- und Sportverein Schwäbisch Hall). Das Museum bietet regelmäßig Führungen in deutscher und türkischer Sprache sowie ein umfangreiches Kinderprogramm an.
Die Stadtbibliothek widmet dem Thema Türkei eine Kinderkulturwoche vom 12. Bis 17. Oktober: Schatten- und Figurentheater, Märchen und vieles mehr rund um das Buch gibt es für kleine Leute in der Bibliothek und im Theaterkeller zu entdecken.
Die besonderen Beziehungen zwischen der Freien Reichsstadt Hall und dem Osmanischen Reich hat das Stadtarchiv erforscht, darunter die ?Türkenpredigten? des Johannes Brenz.
Einen Vortrag über die türkische Frauenbewegung hält Dr. Lale Yalcin-Heckmann im Frauencafé Feodora.