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Rundgang

Architektonischer Rundgang durch die Altstadt

Am besten, Sie beginnen mit dem Rundgang am Marktplatz, der ist am leichtesten zu finden.

Häuser am Marktplatz - Herrengassenviertel - Untere Stadt - Katharinenvorstadt - Gelbinger Vorstadt - Unterlimpurger Vorstadt - Innenstadtplan

 



St. Michael (1)

Dominierend steht oberhalb des leicht abschüssigen Marktplatzes die Kirche St.Michael. Vom Erstbau kündet der Unterbau des Turmes in romanischen Bauformen. Neubau des Schiffes im 15. Jahrhundert, Choranbau 1515. Reiche Innenausstattung. Restaurierung innen und außen in den 1990-er Jahren.


Große Treppe und Marktbrunnen (2)

Die große Freitreppe vor St. Michael entstand bis 1505 als Ersatz für eine hohe Mauer. Heute finden auf ihr die sommerlichen Freilichtspiele statt. Der Brunnen mit seinen Skulpturen der drei Heiligen Michael, Georg und Simson entstand zusammen mit dem Pranger im Jahr 1509. Die Originalfiguren befinden sich im Depot des Hällisch-Fränkischen Museums.


Häuser am Marktplatz

Adelshof, früher Ratskeller oder Büschlerhaus (3)
Der große steinerne Komplex gehörte im 16. Jahrhundert der reichen Familie Büschler. Hier übernachtete Kaiser Karl V., als er als oberster Dienstherr auch seiner Reichsstadt Hall einen Besuch abstattete. Den modernen Anbau gestaltete der Stuttgarter Architekt Walter Luz 1972. Er zählt zu den frühen gelungenen Versuchen, trotz unverkennbar moderner Bauweise sich einem bedeutsamen Baudenkmal anzugliedern.

Am Markt 10 (4)
Nach dem verheerenden Stadtbrand 1728entstand dieses prachtvolle Rokokohaus. Es erinnert mit seiner reichen Fassade eher an Adelssitze als an einfache Bürgerhäuser.

Tourist-Information (5)
Über das Nachbarhaus, das Café, ist in der Beletage ein ehemaliger Wohnraum mit barockem Stuck und Gemälden zugänglich. Das Innere der beiden Gebäude ist in 1970er Jahren weitgehend erneuert worden.

Ehemalige Bürgertrinkstube (6)
Die Stadtherren richteten sich neben dem neuen Rathaus ihre Ratstrinkstube ein. Später war es Sitz des württembergischen Oberamts, dann des Landkreises. Heute arbeiten unter barocken Stuckdecken Mitarbeiter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft.

Rathaus (7)
Auf den Ruinen einer Klosterkirche ließ sich der Magistrat der reichen Salzstadt nach dem Stadtbrand 1728 ein repräsentatives Rathaus im Geschmack der Zeit aufbauen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs ausgebrannt, erstand es bis 1955 wieder original getreu. Es dient weiter als Rathaus, insbesondere "residiert" hier der Oberbürgermeister.

Stellwaghaus (8)
Seit 1236 stand an diesem Platz das Kloster der Franziskanermönche. Nach der Reformation wandelten sich die Konventgebäude zu prachtvollen Wohnhäusern. Seit einigen Jahren sind nicht nur Räume für die Stadtverwaltung dort untergebracht wie das mit Urkunden reichhaltig ausgestattete Stadtarchiv, sondern im Untergeschoss; zugänglich vom Hafenmarkt; für Nachtbummler auch eine Disco, die sich stimmigerweise "Barfüßer" nach den früher hier lebenden Fransziskanermönchen nennt.

Löwenapotheke (9)
Originale Apothekeneinrichtungen von der Barockzeit über das 19. Jahrhundert bis zur Zeit nach dem 2. Weltkrieg haben sich hinter der spätmittelalterlichen Fachwerkfassade und dem klassizistischen Anbau erhalten.



Clausnitzerhaus
(10)
Hinter dem breiten Fachwerkgiebel verbirgt sich ein staufischer Wohnturm im Innern. Auf der Seite zur Oberen Herrngasse sind noch gotische Fensteröffnungen zu sehen.

Herrngassenviertel

Mörikehaus (11)
Zwischen zwei dicken Steinmauern ist ein mittelalterlicher Fachwerkbau eingestellt. 1844 wohnte hier für kurze Zeit der Dichter Eduard Mörike im 2. Obergeschoss, in dem sich eine herausragende barocke Stuckdecke erhalten hat. Die vor kurzem erfolgte Sanierung legte wieder die eindrucksvolle hohe erdgeschossige Halle frei.

Obere Herrngasse 11 (12)
Im manchmal zugänglichen Erdgeschoss ist eine Deckenbemalung mit silbernen Sternen auf blauem Grund zu sehen. Außen aufgemalt sind Diamantquader aus der Zeit der Renaissance.

Schiedgraben (13)
Die früher starken Mauern des Schiedgrabens trennten das Reichsstadtgebiet von der Herrschaft der Limpurger. Erst mit dem Ankauf der Vorstadt 1541 verschoben sich die Haller Stadtgrenzen nach Süden. Mit erheblichen Aufwand wurde durch die Stadt dieser verbaute Bereich um 1990 wieder freigelegt und mit notwendigen modernen baulichen Ergänzungen versehen. Erst seitdem wieder ist dieses gewaltige Befestigungsbauwerk zu erkennen und zu erleben.

Dekanat (14)
Der große württembergische Reformator Johannes Brenz hat hier mit seiner Familie gelebt. Er führte in Hall seit 1522 die Reformation schrittweise und behutsam ein. Ihm ist es zu verdanken, dass die Kunstwerke in den Haller Kirchen erhalten geblieben sind.

Neubau (15)
Noch immer heißt der gewaltige Bau bei den Hallern "Neubau", obwohl er schon beinahe 500 Jahre an der höchsten Stelle der Altstadt steht. Er diente als Zeughaus und Getreidespeicher. Von außen nicht zu erkennen, zeigt er sich im Innern als moderner Saal im historischen Gewand. Heute finden hier Theateraufführungen und Konzerte statt sowie Empfänge und Tagungen.

Crailsheimer Tor (16)
Recht spät entstand um 1530 die stark befestigte Ecke am Weg nach Crailsheim und Nürnberg, das auch Langenfelder Tor genannt wird. Beim Gang durch die Öffnung werden die imposanten Ausmaße erst richtig deutlich. Hier hat sich auch eine der letzten Teile der alten Stadtmauer erhalten.



Pfarrgasse 12
(17)
In diesem eindrucksvollen Fachwerkhaus von 1460 wohnten früher "Archidiakone" und Stadtpfarrer. Das sichtbare Fachwerk wurde erst vor gut zwanzig Jahren freigelegt. Es erzählt uns heute viel von der alten Handwerkskunst der Zimmerleute. In diesem Haus lässt sich mit modernem Komfort in alter Konstruktion hervorragend leben.




Untere Herrngasse 2
(18)
Das älteste erhaltene Fachwerkhaus in Schwäbisch Hall ist auch eines der ältesten in Deutschland: Im Winter 1288/89 wurden seine Hölzer nach den Erkenntnissen wissenschaftlicher Untersuchungen geschlagen. Es hatte damals schon dieselben Ausmaße wie heute mit dem auskragenden 2. Obergeschoss und dem Satteldach.


Keckenburg
(19)
Ein Turmhaus wie in der Toskana steht hier seit dem 13. Jahrhundert. Die Keckenburg, nach der früher dort wohnenden Haller Familie "Keck" benannt, beherbergt jetzt Teile des Hällisch-Fränkischen Museums. Dafür wurde sie in den 1980er Jahren vollständig saniert unter Bewahrung der historischen Bauteile. Ein Besuch lohnt sich nicht nur wegen des Museums, sondern auch wegen der hier hervorragend gelungenen Verbindung von Alt und Neu. Die original erhaltenen Deckenbalken von 1240 tragen heute noch die Last der Decken ohne weitere Verstärkung.



Eingang Hällisch-Fränkisches Museum
(20)
Im Mittelalter stand hier eine große Mahlmühle, die "Stadtmühle". Sie steht außerhalb der inneren Stadtmauer im Zwinger und verstärkte die Befestigung an dieser Ecke der Stadt. Heute befindet sich in diesem Areal das Hällisch-Fränkische Museum, dass die Geschichte der Reichsstadt und der Region eindrucksvoll präsentiert. Nur durch die Nutzung als Museum konnten die verwahrlosten Gebäude der Stadtmühle vor dem drohenden Untergang gerettet werden. Auch dieser Umbau ist ein guter Beleg für die "Philosophie" der Stadt, im Bauwesen Altes zu erhalten und Neues zu gestalten.

Untere Stadt

Stadtbibliothek im Glashaus, Neue Straße (21)
Im Herz der Stadt, am Milchmarkt, steht heute eines der modernsten undauffälligsten Gebäude. Das "Glashaus" ersetzte 1995 einen Nachkriegsbau, der wiederum einem der wenigen Bombenschäden in der Innenstadt nachfolgte. Der Stuttgarter Architekturbüro Mahler "Gumpp" Schuster verwirklichte hier augenfällig die Vorstellung der Stadt, notwendig werdende Neubauten in der Altstadt im zeitgemäßen Gewand zu errichten und den Passanten keinepseudo-romantische Fassade vorzugaukeln.

Haller Tagblatt (22)
Der aufwändige barocke Neubau integrierte nach dem Stadtbrand 1728 romanische Mauerreste bis ins Obergeschoss. Was heute Keller ist, lag vor 700 Jahren auf Straßenniveau. Auch hier zeigt der jüngst erfolgte Umbau sowie die Aufstockung, dass sich Alt und Neu im Stadtbild von Schwäbisch Hall hervorragend ergänzen.

Altes Schlachthaus (23)
Praktischerweise direkt am Fluss bauten sich 1716 die Haller ihr Schlachthaus, dort, wo im Mittelalter das jüdische Ghetto lag. Heute beherbergt das Gebäude nach seiner sehnlichst erwarteten Sanierung ein Kulturzentrum mit Gastronomie und Theater.

Haalamt (24)
Die Haller Salzsieder organisierten sich selber und lösten, überwacht vom Magistrat, eigenständig Streitigkeiten. Dafür und als Verwaltungssitz der Saline unterhielten sie das Haalamt. Noch heute werden hier die Erbrechte der alten Sieder betreut.

Haalbrunnen (25)
Hier war die Quelle des früheren Reichtums. Aus dem Haalbrunnen wurde die Sole, das salhaltige Wasser gefördert und zu den einzelnen Haalhäusern auf dem Haalplatz geleitet. Dort wurde die Sole in schweißtreibender Arbeit und großer Hitze gesotten, bis die weißen Salzkristalle übrig blieben.

Sulfertor (26)
Der staufische Stadtturm diente lange Zeit als Untersuchungsgefängnis. Nur bei Niedrigwasser konnten die Fuhrwerke durch sein Tor und die Furt den Kocher überqueren.


Haller Globe Theater
(27)
In Ergänzung ihrer Spielstätte auf der großen Treppe schufen sich die Freilichtspiele im Jahr 2000 einen hölzernen Theaterrundbau in Anlehnung an englische Vorbilder aus dem 17. Jahrhundert, speziell gedacht für Shakespeare-Aufführungen. Haller Architekten haben hier zusammen mit einheimischen Handwerkern ein modernes Theater geschaffen, dass einen besonderen architektonischen Akzent zwischen den beiden Stadtteilen links und rechts des Kochers setzt.

Katharinenvorstadt

Roter Steg (28)
Links und rechts vom Tor schloss die Stadtmauer, die das linke Kocherufer begleitete, an. Der Fahrverkehr, der von Westen und Süden über die heutige Bahnhofstraße hereinkam, musste weiter entlang der Mauerstraße zur Henkersbrücke ziehen.

Gerberhaus (29)
Hier in der Nähe des Kochers waren seit Jahrhunderten Gerber ansässig, die Tierhäute zu Leder veredelten. Für ihren Verarbeitungsprozess waren sie auf fließendes Wasser angewiesen. Das Fachwerkhaus erlebte in den 1970er Jahren seine Sanierung und wurde damals dafür mit einem Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Es gab damit Anstoß zu erhaltenden Sanierungen der alten Fachwerkhäuser in Schwaäbisch Hall, die davor eher als "altes Glump" denn als "Schatzkästchen"angesehen wurden.

Lange Straße 49 (30)
Selbst so kleine Häuser haben sich aus dem Mittelalter bis in unsereZeit erhalten können. Durch Zufall wurde dieses Haus mit seinen vielen Erweiterungen als ein Gebäude des Spätmittelalters entdeckt, um 1990 saniert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute befindet sich hier eine Ausstellung zum Bauen und Wohnen im alten Hall, die während des Sommers am Wochenende geöffnet ist.

Brüdergasse 27 (31)
Das Fachwerkhaus von 1393 besitzt im Obergeschoss eine hölzerne Wohnstube und hat damit das typische Wohngefühl des Mittelalters bewahrt. Die Sanierung vor wenigen Jahren hat die historische Qualität des 600 Jahre alten Hauses erhalten können. Die modernen Erweiterungen sind deutlich abzulesen.

Sudhaus (32)
In den früheren Gärten hinter den Häusern errichtete die expandierende Haller Löwenbrauerei 1903 dieses Sudhaus. Das Industrieobjekt stand kurz vor dem Abbruch, als es von Kunst- und Kulturschaffenden entdeckt wurde. Erneuert wurde das Gebäude in den Jahren 2001 bis 2004. Das Sudhaus beherbergt heute immer noch eine Brauerei und ein Restaurant und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Kunsthalle Würth.

Kunsthalle Würth (33)
Der spektakuläre Neubau des dänischen Architekten Larssen mitten in der historischen Altstadt spiegelt die Auffassung der Haller von ihrer Stadt wieder: "Das gute Alte bewahren - qualitätvoll Neues hinzufügen". In der Kunsthalle ist seit dem Jahr 2001 die Sammlung des Unternehmers und Mäzens Reinhold Würth untergebracht, dazu finden attraktive Wechselausstellungen statt.

Katharinenkirche (34)
Die wohl älteste Kirche Halls (sie soll noch aus der Zeit vor dem Jahr 1000 stammen) gehörte ursprünglich zum Kloster Murrhardt. Der spätromanische Turm, der hochgotische Chor, das neugotische Langhaus und das "moderne" Innere des Kirchenschiffs aus den 1960er Jahren des Haller Architekten Eduard Krüger ergeben zusammen das bunte Bild eines lebendigen Kirchenraums. Bemerkenswert ist die gotische Ausstattung im Chorbereich.

Hirschgraben (35)
Über hundert Jahre "drückte" sich der Verkehr vom Bahnhof in die Innenstadt durch die schmale Lange Straße. Der frühere Graben mit Wall und Mauern diente nur für Werkstätten, Garagen oder war Lagerplatz. Erst die Herausnahme des Durchgangsverkehrs und seine Verlagerung in den Hirschgraben machte die Katharinenvorstadt wieder lebenswert. Bei dieser Maßnahme konnte die eindrucksvolle Gestaltung der Wehranlagen wieder hervorgeholt werden. Bauliche Ergänzungen aus der Zeit um 1990 sind leicht ablesbar durch ihre modernen Baustoffe. Sie stellen die frühere räumliche Gliederung optisch wieder her.

Johanniterkirche (36)
Schon seit Jahrhunderten ist die frühere Kirche des Johanniterspitals profaniert. Zuerst Lagerraum, dann Turnhalle, diente sie lange Zeit als stilvoller Ausstellungsraum für einheimische und auswärtige Künstler. Zukünftig wird sie den "Mittelalterlichen Bilderschatz der Sammlung Würth" aufnehmen.

Ritter (37)
Teile des alten Johanniterspitals sind im späteren Gasthaus "Ritter" aufgegangen. Ein Biforium (Fensteröffnung mit Mittelsäulchen) aus der Zeit um 1240 ist neben dem Eingang in das heutige Kaufhaus zu bewundern. Mit dem Neubau dahinter konnten in diesem Areal alte Mauerzüge und mittelalterliche Keller (wie der heutige Weinkeller des Lebensmittelmarktes) erhalten werden.

Weilertor (38)
Als zweites Stadttor hat sich das Weilertor erhalten. Hier ging es früher über die steile Gottwollshäuser Steige hoch auf die Ebene und Richtung Öhringen. Das Tor selber ist in zwei Abschnitten entstanden: Zuerst um 1330, dann verstärkt um 1570.

Henkersbrücke (39)
Die Kocherbrücke ist schon 1228 das erste Mal erwähnt. Ihre heutige Gestalt besitzt sie erst seit 1949, da die alte Brücke am Kriegsende gesprengt wurde. Im "Henkershäuschen", neugestaltet von Eduard Krüger, stellt der Künstler Berndhard Deutsch sprechende Automaten auf.

Hospital zum Heiligen Geist (40)
Der Hospital zum Heiligen Geist ist wie in vielen Städten eine bürgerliche Stiftung des Mittelalters. Nach dem Stadtbrand 1728 entstand in kurzer Zeit auf alten Fundamenten eine großzügige Dreiflügelanlage. Heute sind in diesen historischen Gemäuern das Goethe-Institut und die Fachhochschule untergebracht; eine typische Haller Lösung.

Gelbinger Vorstadt

Josenturm (41)
Der mitten in der Gelbinger Vorstadt stehende Josenturm mit seinem Fachwerkaufsatz von 1686 hatte früher zwei Funktionen: einmal als Turm der Kapelle St. Jodokus, deren Schiff anstelle des heutigen Anbaus zu denken ist, und als Verstärkung der Stadtmauer mit Ausguck direkt neben dem Badtörlein.

Gräterhaus (42)
In üppigen Formen der Spätrenaissance zeugt das Fachwerkhaus vom Reichtum seines Erbauers im Jahr 1605. Beim Brand in der Gasse 1680 beschädigt, erhielt es 1686 seinen schmuckvollen Dachzwerch.

Blendstatthalle (43)
Auf einem verfallenen Fabrik- und Scheunenareal plante der Stuttgarter Architekt Klaus Mahler einen neuen Ratssaal in Verbindung mit einer Turn- und Festhalle. Die massive Rückwand symbolisiert die ehemalige Stadtmauer, die Stahlkonstruktion das Skelett der Fachwerkbauten und die Glasfüllung steht für die früher üblichen Lehmgefache. Seit 1988 tagt hier der Schwäbisch Haller Gemeinderat.

Landratsamt (44)
Hundert Jahre lang stand auf dem schmalen, langen Grundstück entlang der Stadtmauer die größte Fabrik Schwäbisch Halls, die legendäre Firma Grossag. Sie stellte vor allem Bügeleisen für die Dritte Welt her. Nach dem Auszug der Firma gelang es der Stadt, das im Zuge der Kreisreform notwendig werdende größere Landratsamt anzusiedeln. Über einen Architekturwettbewerb erhielt der Münchener Architekt Professor Angererden Auftrag, diese riesige Baumasse in die Altbebauung modern zu integrieren. Wesentliche Entwurfsidee war damals, die nicht mehr vorhandene Stadtmauer als Abschottung zur Straße wieder zu errichten.

Alte Wache (45)
Anstelle des früheren "Städttors" baute das junge Königreich Württemberg 1811 als neuer Herrscher über die ehemalige Reichsstadt ein neues Wachgebäude im Stil des Klassizismus. Die dorische Säulenvorhalle ist ein auffallender Fremdkörper zwischen den Bürgerhäusern und den mittelalterlichen Türmen.

Unterlimpurger Vorstadt

Urbanskirche (46)
Bis 1544 gehörte die Unterlimpurger Vorstadt nicht zum Herrschaftsgebiet der Stadt, sondern den Schenken von Limpurg. In dem früher kleinen Dorf unter ihrer Limpurg entstand schon um 1200 die Kirche St. Maria, die später fälschlicherweise Urbanskirche genannt wurde.

Hohes Haus (47)
Am südlichen Rand der Stadt an der Haalsteige hat sich ein Wohnturm aus dem späten 14. Jahrhundert erhalten. Sein moderner, zurückhaltenden Anbau lässt das ursprüngliche Gebäude mit seinem original erhaltenen Fachwerkaufsatz erst so richtig zur Geltung kommen.

Innenstadtplan für Stadtrundgang

Stadtplan für den Stadtrundgang