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Roter Steg (28) Links und rechts vom Tor schloss die Stadtmauer, die das linke Kocherufer begleitete, an. Der Fahrverkehr, der von Westen und Süden über die heutige Bahnhofstraße hereinkam, musste weiter entlang der Mauerstraße zur Henkersbrücke ziehen. | 
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Gerberhaus (29) Hier in der Nähe des Kochers waren seit Jahrhunderten Gerber ansässig, die Tierhäute zu Leder veredelten. Für ihren Verarbeitungsprozess waren sie auf fließendes Wasser angewiesen. Das Fachwerkhaus erlebte in den 1970er Jahren seine Sanierung und wurde damals dafür mit einem Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Es gab damit Anstoß zu erhaltenden Sanierungen der alten Fachwerkhäuser in Schwaäbisch Hall, die davor eher als "altes Glump" denn als "Schatzkästchen"angesehen wurden. | 
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Lange Straße 49 (30) Selbst so kleine Häuser haben sich aus dem Mittelalter bis in unsereZeit erhalten können. Durch Zufall wurde dieses Haus mit seinen vielen Erweiterungen als ein Gebäude des Spätmittelalters entdeckt, um 1990 saniert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute befindet sich hier eine Ausstellung zum Bauen und Wohnen im alten Hall, die während des Sommers am Wochenende geöffnet ist. | 
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Brüdergasse 27 (31) Das Fachwerkhaus von 1393 besitzt im Obergeschoss eine hölzerne Wohnstube und hat damit das typische Wohngefühl des Mittelalters bewahrt. Die Sanierung vor wenigen Jahren hat die historische Qualität des 600 Jahre alten Hauses erhalten können. Die modernen Erweiterungen sind deutlich abzulesen. | 
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Ehemaliges Sudhaus (32) In den früheren Gärten hinter den Häusern errichtete die expandierende Haller Löwenbrauerei 1903 dieses Sudhaus. Das Industrieobjekt stand kurz vor dem Abbruch, als es von Kunst- und Kulturschaffenden entdeckt wurde. Das Sudhaus ist jetzt Teil der Kunsthalle Würth und erlebte eine durchgreifende Erneuerung in den Jahren 2002 bis 2004. |
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Kunsthalle Würth (33) Der spektakuläre Neubau des dänischen Architekten Larssen mitten in der historischen Altstadt spiegelt die Auffassung der Haller von ihrer Stadt wieder: "Das gute Alte bewahren - qualitätvoll Neues hinzufügen". In der Kunsthalle ist seit dem Jahr 2001 die Sammlung des Unternehmers und Mäzens Reinhold Würth untergebracht, dazu finden attraktive Wechselausstellungen statt. | 
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Katharinenkirche (34) Die wohl älteste Kirche Halls (sie soll noch aus der Zeit vor dem Jahr 1000 stammen) gehörte ursprünglich zum Kloster Murrhardt. Der spätromanische Turm, der hochgotische Chor, das neugotische Langhaus und das "moderne" Innere des Kirchenschiffs aus den 1960er Jahren des Haller Architekten Eduard Krüger ergeben zusammen das bunte Bild eines lebendigen Kirchenraums. Bemerkenswert ist die gotische Ausstattung im Chorbereich. | 
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Hirschgraben (35) Über hundert Jahre "drückte" sich der Verkehr vom Bahnhof in die Innenstadt durch die schmale Lange Straße. Der frühere Graben mit Wall und Mauern diente nur für Werkstätten, Garagen oder war Lagerplatz. Erst die Herausnahme des Durchgangsverkehrs und seine Verlagerung in den Hirschgraben machte die Katharinenvorstadt wieder lebenswert. Bei dieser Maßnahme konnte die eindrucksvolle Gestaltung der Wehranlagen wieder hervorgeholt werden. Bauliche Ergänzungen aus der Zeit um 1990 sind leicht ablesbar durch ihre modernen Baustoffe. Sie stellen die frühere räumliche Gliederung optisch wieder her. | 
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Johanniterkirche (36) Schon seit Jahrhunderten ist die frühere Kirche des Johanniterspitals profaniert. Zuerst Lagerraum, dann Turnhalle, diente sie lange Zeit als stilvoller Ausstellungsraum für einheimische und auswärtige Künstler. Zukünftig wird sie den "Mittelalterlichen Bilderschatz der Sammlung Würth" aufnehmen. | 
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Ritter (37) Teile des alten Johanniterspitals sind im späteren Gasthaus "Ritter" aufgegangen. Ein Biforium (Fensteröffnung mit Mittelsäulchen) aus der Zeit um 1240 ist neben dem Eingang in das heutige Kaufhaus zu bewundern. Mit dem Neubau dahinter konnten in diesem Areal alte Mauerzüge und mittelalterliche Keller (wie der heutige Weinkeller des Lebensmittelmarktes) erhalten werden. | 
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Weilertor (38) Als zweites Stadttor hat sich das Weilertor erhalten. Hier ging es früher über die steile Gottwollshäuser Steige hoch auf die Ebene und Richtung Öhringen. Das Tor selber ist in zwei Abschnitten entstanden: Zuerst um 1330, dann verstärkt um 1570. | 
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Henkersbrücke (39) Die Kocherbrücke ist schon 1228 das erste Mal erwähnt. Ihre heutige Gestalt besitzt sie erst seit 1949, da die alte Brücke am Kriegsende gesprengt wurde. Im "Henkershäuschen", neugestaltet von Eduard Krüger, stellt der Künstler Berndhard Deutsch sprechende Automaten auf. | 
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Hospital zum Heiligen Geist (40) Der Hospital zum Heiligen Geist ist wie in vielen Städten eine bürgerliche Stiftung des Mittelalters. Nach dem Stadtbrand 1728 entstand in kurzer Zeit auf alten Fundamenten eine großzügige Dreiflügelanlage. Heute sind in diesen historischen Gemäuern das Goethe-Institut und die Fachhochschule untergebracht; eine typische Haller Lösung. | 
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