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Kunstspaziergang

Kunst im öffentlichen Raum

Zur Landesgartenschau 1982 wurden in Schwäbisch Hall erstmals in größerem Umfang moderne Kunstwerke aufgestellt. Einige von ihnen wurden angekauft und seitdem kontinuierlich durch weitere Werke im Stadtbild ergänzt. Folgen Sie unserem Kunstspaziergang - einen Übersichtsplan finden Sie am Ende dieser Seite.

Kunstwerk: Titel, Material, Entstehungsjahr, Standort, Kurzbeschreibung

Künstler - Biografische Angaben

Abbildung des Kunstwerks

[1] Hällisch-Fränkisches Museum - HFM

Di-So 10-17 Uhr

 

Das Hällisch-Fränkische Museum ist immer einen Besuch wert: das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte ist in sieben Gebäuden untergebracht, die intern verbunden sind.

"Die umkämpfte Geschichte der hohenlohischen Reichsstadt bietet idealen Anschauungsstoff für ein Heimat museum. Das von Schwäbisch Hall ist gewiss das schönste im Lande, sowohl inhaltlich als auch in der Formgebung." Südwestpresse Feuilleton.


In die Dauerausstellung sind Werke zeitgenössischer Kunst integriert (Gerda Bier, Marcus Neu fanger, Edgar Gutbub, Thomas Lenk u.a.). Regelmäßig Sonderausstellungen mit Kunst aus der Region.

 


tears of joy Lichtinstallation im HFM

>sichtbar von der Schiedgrabenbrücke durch das Glasdach der Stadtmühle.

Nachts leuchten die fluoresziernden Objekte geheimnisvoll. Die Arbeit entstand bei der Sanierung der Stadtmühle 2001.
Yvonne Goulbier
*1953 in Kaiserslautern, Ausstellung in der Galerie am Markt 1998  (Katalog)

[2] Großer Seelenturm

Holz, Eisen, 2006

> Im Keckenhof (Eingang HFM)

 

Figur, Schrein, Gehäuse – um diese Themen kreisen die Arbeiten von Gerda Bier. Aus Fundstücken gestaltet sie Plastiken, die an religiöse Feldzeichen, Stelen, Kreuzfiguren erinnern.
Gerda Bier
*1943 in Schwäbisch Hall, Studium an der Akademie für Werkkunst und an der Hochschule der Künste in Berlin, seit 1976 freischaffende Bildhauerin in Hohenlohe, seit 1992 in Schwäbisch Hall. 1994 und 2009 Ausstellungen im HFM (Kataloge).

[3] BLEIBE 

Beton, 2006

> an der Treppe seitlich der Stadtmühle, Hällisch-Fränkisches Museum

 

Diese „Gedankenbank aus sechs Betongüssen” lädt zum Verweilen ein. Sie gehört zum Themenbereich Typografie, mit dem sich Katja Sehl auch in ihren Papierarbeiten intensiv auseinandersetzt.
Katja Sehl
* 1964 in Schwäbisch Hall, Studium an der Kunstakademie Stuttgart. Lebt in Berlin. Lehrauftrag an der Haller Akademie der Künste, Leitung der Buchdruckwerkstatt. Ausstellung im HFM 2006 (Katalog).

[4] Irre Vocabilis
Sandstein / Hanfseil / Aluminium 1985
> Einfahrt Parkhaus Schiedgraben

 

Der Künstler kombiniert einfache Gegenstände oder Fundstücke (hier ein mittelalterlicher Dreipass) zu Installationen und Emblemen (Sinnbildern). Das Motto „Irre vocabilis“ ist ein Wortspiel mit dem lateinischen irrevocabilis (unwiderruflich) und spielt angesichts des gerade noch im freien Fall gebremsten Stein mit schwarzem Humor auf das allzeit drohende Lebensende an – Memento mori. Im HFM befindet sich ein weiteres Werk des Künstlers, gefertigt aus einem Totenschädel.
Konrad Balder Schäuffelen
*1929 in Ulm, Studium der Philosophie und Medizin, literarische Tätigkeit, seit den 70er Jahren: Objekte, Skulpturen und Installationen, Psychoanalytiker, 1977 documenta, 1969/1986 Biennale di Venezia, 1991 Ausstellung Galerie am Markt  (Katalog)


[5] Brückenplastik 13 + 13 a
Metall / Edelstahl, 1988, zweiteilig
> Schiedgrabenbrücke

 

Tief eingeschnitten verläuft der Schiedgraben vom Fluss den Steilhang hinauf. Brücke und Graben zeichneten einmal die Grenze zwischen dem Haller und Limpurger Herrschaftsbereich – sie standen für Abwehr und Begegnung. Dies hat den Künstler inspiriert. Mit den aufeinander gerichteten Negativ- und Positivformen wird Verschiedenheit erreicht, gleichzeitig aber auch eine starke Anziehungskraft erzeugt. Einerseits signalisieren die Formen Kampf, aber sie lassen sich auch ineinander fügen und verweisen so auf gegenseitige Abhängigkeit und
Notwendigkeit zur Zusammenarbeit. (Wilfried Brückner im Katalog zur Ausstellung im HFM 1991/92 (Arbeiten 1965 – 1991)
Edgar Gutbub

*1940 in Mannheim, lebt und arbeitet in Köln und Kirchberg-Mistlau 1963 – 1969 Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin, 1972 Villa Romana Preis, 1986 Stipendium Kunstfonds Bonn, 1986 Preis der Kleinplastiktriennale Fellbach.

[6] [24] [28] Drei Gnome
Dreiteilig, Metall, 1986
> [6] Rosenbühl am Eingang des "Neubau"

> [24] Gelbinger Gasse

> [28] Säumarkt

 

An drei verschiedenen Standorten
in der Innenstadt finden sich Variationen der „Drei Gnome”.
Jürgen Goertz
*1939 in Albrechtshagen, 1963 – 66 Staatliche Akademie, der Bildenden Künste Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis, Rom, 1978 Berliner Kunstpreis, lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

 

 

[7] Ohne Titel

Bodenplastik 3-teilig, Metall, 1978

> Hotel Adelshof

 

Edgar Gutbub

siehe [5]

[8] Kopf
Eisen, 1980
> Marktplatz, am Rathaus

 

„Ich mache meistens Köpfe. Denn im Kopf, am Kopf, im Ge sicht, in dessen Bewegungenund Zuckungen entsteht das, widerspiegelt sich das, was die Menschen so faszinierend macht. So bewundernswert, geheimnisvoll, unverständlich, widersprüchlich, grauenhaft. Halb Kopf, halb Helm, erzählt er vom Eisen, vom Gewappnetsein, von Verschlossenheit und Bewaffnung. So ist er ein Zeichen für die Schwierigkeit des Menschen mit sich und den anderen.“ (Wolfgang Bier)
Wolfgang Bier

1943 –1998, * in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik); 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohen lohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen,1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u.1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau, (Katalog).




[9] Eiche, Figur

Holzstele, geteertes Holz, 1972

> Treppe zwischen Rathaus und Galerie am Markt

 

Der Künstler reduziert seine Skulpturen auf ihr Wesen – Raum, Masse und Proportionen. Obwohl aus einem Stück gearbeitet, erzeugen seine Werke den Eindruck mehrerer zusammengefügter quaderförmiger Einzelteile, eine Spannung zwischen Stabilität und Labilität. Die Figur aus scheinbar versetzt „aufeinandermontierten“ Balken erscheint zierlich, zerbrechlich als könne sie jederzeit auseinanderfallen. Sie unterstreicht durch ihre vertikale Form die schmalen Treppenaufgänge zum Marktplatz.
Hans Steinbrenner

1928–2008, * in Frankfurt am Main 1946–54 Studium Städelschule Frankfurt/M. und Kunstakademie München; 1964 documenta, 1986 Ausstellung Galerie am Markt

[10] Kunstverein Galerie am Markt
Am Markt 7/8,
Eingang Hafenmarkt

Mi-Fr 15-18 Uhr

Sa/So 12-18 Uhr

Seit 1976 zeigt die Galerie am Marktwechselnde Ausstellungen international bedeutender zeitgenössischer Kunst, seit 2001 unter der Regie des Kunstvereins. Das Gebäude ist aus dem Jahr 1730, schon der Galerieraum selbst ist faszinierend in seiner Eigenart – ein Blick hinein lohnt immer!

www.kvsha.de

[11] Luftlinie Schwäbisch Hall-Bern

Blauer Granit, 1991

> Unterwöhrd nahe Globe-Theater

 

Das Werk besteht aus einem auseinandergesägten Stein von ausgesuchter Schönheit. Die zwei Teilstücke sind in Schwäbisch Hall und Bern so gegeneinander aufgestellt, dass die Schnittflächen in einer imaginären Linie liegen und eine ideelle Verbindung entsteht. Brands Arbeiten sind meist minimalistische Setzungen von überraschender Lapidarität und Einfachheit. Sie bilden Ausgangspunkte für ein Denken und Wahrnehmen, das an seine Grenzen geführt wird.
Heinz Brand
* 1944 in Biberist / Schweiz, lebt und arbeitet in Bern, 1991 Ausstellung in der Galerie am Markt (Katalog)

[12] Kunsthalle Würth

Lange Straße 35

täglich 11-18 Uhr

 

Die Kunsthalle Würth, getragen durch die Adolf Würth GmbH &Co. KG, versteht sich als weltoffenes Haus mit kontrastreichem Programm. Auf 2.600 qm werden Wechselausstellungen internationaler Kunst von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart gezeigt. Die Architektur des Dänen Henning Larsen ist preisgekrönt und fügt sich sensibel in das historische Stadtbild. Im Außenbereich werden ständig wechselnde Skulpturen sowie ein traumhafter Panoramablick geboten. 

Der Eintritt ist frei.

[13] Salve-Tor

Metall, bemalt und vergoldet, 1998

> Brüdergasse/Sudhaus

 

Brummacks Verhältnis zur Bildhauerkunst ist hintergründig. Er formuliert bildhauerische Widersprüche, indem er sich mit bestimmten Traditionen und Konventionen der Gattung auf ironische und provozierende Weise auseinandersetzt. Sein eigentliches Thema ist die Fragwürdigkeit von Autorität und Hierarchie.
Heinrich Brummack

*1936 in Treuhofen (Neumark), Studium der Bildhauerei in Berlin und Paris. 1966 Villa-Massimo-Preis, 1987 documenta, Lehrauftrag für Plastisches Gestalten FH Münster, lebt und arbeitet in Westerkappeln.

[14] Kreuzigungsgruppe

Bronze, 1959

> Innenhof Johanniterkirche

 

„Ich bin sicher so viel Christ wie ich Marxist bin, und ich verstehe von der einen Sache wahrscheinlich mindestens so viel wie von der anderen” so Hrdlicka, für den Jesus ein Mann des Widerstandes ist.

Alfred Hrdlicka

1928–2009 in Wien, gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der Gegenwart. Viele seiner Arbeiten setzen sich mit dem Nationalsozialismus auseinander. Hrdlicka lehrte als Professor für  Bildhauerei in Hamburg, Stuttgart und Berlin.

[15] Johanniterkirche

Im Weiler, Di-So 11-17 Uhr

 

Die im 12. Jh. erbaute Kirche ist nach aufwändigen Sanierungsmaßnahmen nun Dependance der Kunsthalle Würth und zeigt bei freiem Eintritt die hochkarätige Sammlung Alter Meister von Cranach bis Riemenschneider. Seit Januar 2012 ist auch die Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen ("Schutzmantelmadonna") von Hans Holbein d.J. dort beheimatet.

www.kunst.wuerth.com

[16] Goldenes Kristall

Holzkugel, Blattgold, 1995

> Kocher bei der Henkersbrücke

 

Bevorzugtes Material des Bildhauers ist Holz, das er mit der Ketten säge bearbeitet. Dies spiegelt sich in der groben, expressiven Ober fläche wider. Wie Strandgut liegt der „Kristall“ am Flussufer.
Karl Manfred Rennertz

*1952 in Eschweiler, 1972 – 78 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, zahlreiche Auslandsaufenthalte, 1989 Villa-Massimo-Stipendium Rom, seit 1992 Verbrennungsaktionen von
Skulpturen, lebt und arbeitet in Baden-Baden und Zürich.1995 Ausstellung in der Galerie am Markt (Katalog).

[17] Kunst-Automat

>Brückenhäuschen auf der Henkersbrücke

 

Frau Schäufele und Frau Kehrer kommentieren das lokale und globale
Geschehen auf ihre Weise …
Die seit 1978 entstehenden Kunst-Automaten sind durchweg Unikate. Sie können per Münzeinwurf gestartet werden und überraschen mit besonderen Funktionen. Weitere Automaten gibt es u.a. am Grasbödele.
Bernhard Deutsch
* 1959, Studien in Tübingen Philosophie/Soziologie, freischaffender Künstler, Konstrukteur von interaktiver Kunst, Ideenlieferant,
Figurentheater … www.nurzu.de

[18] Blumengebinde

Metall, 1985

> Neue Straße/Henkersbrücke

 

Felicitas Franck

*1950 auf der Oberlimpurg Schwäbisch Hall, lebt und arbeitet in Berlin.

www.felicitas-franck.de

[19] Argos

Metall, 1987

> Hospitalhof

 

Mit dem Motiv Argos befasste sich Gabino in einer ganzen Serie von Skulpturen die an öffentlichen Plätzen aufgestellt sind. Es wird auf Argus, den vieläugigen Riesen aus der griechischen Sage angespielt. Die Oberfläche des edlen Materialsstrahlt Glanz aus und spiegelt verschiedenste Lichtstimmungen.
Amadeo Gabino

*1922 in Valencia, studierte an den Kunst akademien inValencia,Rom, Paris, Hamburg, NewYork, lebt in Madrid.

[20] Zwei Türme

Stahl, beschichtet, 2003

> Froschgraben

 

Die zweiteilige Skulptur wurde anlässlich der Einweihung des Kocherquartiers 2011 aufgestellt. Vereinzelung und Häufung, Kontrast und Ähnlichkeit, Statik und Dynamik, Öffnung und Geschlossenheit bestimmen Kerns Skulpturengruppen.
Seine Skulpturen sind maschinell oder klassisch handwerklich hergestellte Objekte. Sie basieren auf industriellen, technischen, aber auch auf  geometrischabstrakten oder architektonischen Formen, die Kern verfremdet durch Fragmentarisierung oder durch Irritationen. Materialien bekommen durch farbige Fassungen eine realitätsferne Wirkung. (Petra Noll)
Stefan Kern

*1955 in Ludwigshafen, 1978–82 Studium Kunstakademie München, 1991–92 Stipendium Villa Massimo, Rom, 2001 Robert-Jacobsen-Preis der Stiftung Würth, lebt in München.

[21] Dietrich Bonhoeffer

Bronze, 1977

> Dietrich-Bonhoeffer-Platz

 

„Nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit.” Der Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (*1906) wurde 1945 hingerichtet. Vorfahren lebten seit 1513 in Schwäbisch Hall. Sie waren u.a. Goldschmiede, Ärzte oder Pfarrer. Die Familie stellte 78 Ratsherren (Portraits in der Michaelskirche).
Alfred Hrdlicka

siehe [14]

[22] Ohne Titel

Bronze, 1981

> Gelbinger Gasse, Treppe zum Landratsamt

 

Die Figurengruppe wurde im Zuge des Neubaus des Landratsamtes (1978 – 1981, Architekt Fred Angerer und Partner, München) von der Stadt Schwäbisch Hall gestiftet. Seemanns Skulpturen zeichnen sich oft durch Skurrilität und Humor aus. Dynamisch hat er das für Schwäbisch Hall kennzeichnende Element „Treppe“ in
seiner Arbeit einbezogen.
Karl-Henning Seemann

*1934 in der Seestadt Wismar,1953 –59, Bildhauer-Studiumin Berlin,Kunst
erzieherexamen an der Akademie Stuttgart, seit 1961 Lehrtätigkeit (u.a. TH Braunschweig und FH Aachen), 1974 – 97 Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

[23] Mann mit Bierflasche

Metall, 1981

> Gelbinger Gasse, hinter Haus Nr. 42

 

Diese Figur wurde im Zuge des Neubaus des Landratsamtes aufgestellt. Dargestellt ist ein Haller Bürger, der an der Stelle häufig in dieser Erscheinung gesichtet wurde.
Karl-Henning Seemann

siehe [22]

[24] Drei Gnome

Metall, 1986

> Gelbinger Gasse

 

Jürgen Goertz

siehe [6]

[25] Wächter

Bronze, 1992/1982

> Ende Gelbinger Gasse (ehem. Gelbinger Tor)

 

Stillings Figuren zeigen die Einbindung des Menschen in ein Ordnungs- und Machtgefüge. Trotz Anlehnung an antike Figuren wird die ideale Form bewusst verweigert. In fragmentarischen künstlerischen
Formen wird Vergänglichkeit und Gewalt visualisiert.
Gunter Stilling

*1943 in Srpski Miletic / Jugoslawien
1964 – 69 Studium an der Staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, seit 1979 Professur für Plastisches Gestalten an der FH Kaiserslautern, lebt und arbeitet in Güglingen bei Heilbronn und in Pietrasanta (Italien).

[26] Handwerkerbrunnen

Metall, 1984

> Gelbinger Gasse

 

Der Brunnen ist eine Würdigung der traditionsreichen Handwerkerberufe, die in der Stadt, aber auch in der Familie des Künstlers eine große Bedeutung haben.
Wolfgang Bier

siehe [8]

[27] Blendstatt-Projekt

Kugel, Pyramide, Stadtmauer, Stein, 1988

> Blendstatt/Langer Graben

 

Im Rahmen des Neubaus der Blendstatthalle (1985–88, Architekten Mahler, Gumpp, Schuster; Stuttgart) entstand diese mehrteilige Skulptur, die sich auf die neue Architektur und die Geschichte des Standortes bezieht. Den Impuls für die Pyramide gab der ehemalige Stadtturm. Sie steht für das Konstruktive, Logik, Metaphysik. Das Kugelelement – organisch, bewegt, dynamisch – bildet den Kontrapunkt dazu. Die ehemalige Stadtmauer taucht als „Landschaftsband“ auf und erinnert an die Stadtmauer als urbanes Element.
Heinz L. Pistol
*1940 in Dortmund, 1965–71 Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Stuttgart sowie in Mailand und Architektur in Rotterdam, lebt in Stuttgart und Hüfingen; 1993 Ausstellung in der Galerie am Markt (Katalog).

[28] Drei Gnome

Metall, 1986

> Säumarkt

 

Jürgen Goertz

siehe [6]

[29] Mann im November
Bronze, November 1974
> Marktstraße, an der Treppe zur Tourist-Information

 

Wie einige andere Skulpturen im Stadtbild wurde auch diese anlässlich
der Aktion „Kunst im Stadtbild” im Rahmen der Landesgartenschau
1982 aufgestellt.
Waldemar Otto

*1929 in Petrikau/Polen, 15jährig wird er zum „Volkssturm“ eingezogen, 1945 Flucht nach Halle/Saale, 1948 Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin; 1973 Professur an der Kunsthochschule Bremen, ab 1976 Atelier in Worpswede
Homepage Waldemar Otto

Schwanenbrünnele

1935/36

> Crailsheimer Straße, bei Bushaltestelle Holzmarkt

 

gestiftet von einem Haller Bürger

 

Dieter Franck

siehe [35]

Der Flötenspieler

Bronze, 1980

> Hof des Landratsamtes

 

Hermann Koziol

siehe [38]

Plan Kunstspaziergang Schwäbisch Hall (Innenstadt)

Plan Kunstspaziergang Schwäbisch Hall; copyright: Elke Müller, green design

Skulpturen außerhalb der Innenstadt

[30] Haller Bogen

Metall, 1983

> Friedensbrücke

 

Der Bildhauer ist bekannt durch seine seit 1964 entstandenen „Schichtungen”. Er verwirklichte zahlreiche Großskulpturen (z.B. beim Stutt garter Hauptbahnhof). Die Bögen über der vielbefahrenen Friedens brücke deuten ein Portal an.
Thomas Lenk

*1933 in Berlin, 1950 Akademie der bildenden Künste Stuttgart, danach Steinmetzlehre, in den 50er Jahren erste nicht-figurative Arbeiten, lebt seit 1974 in Braunsbach/Tierberg. Ausstellung im HFM 1993, (Katalog).

[31] Lauscher, Seher, Rufer

Betongüsse, 1986

> Crailsheimer Straße

 

Umkehrung der berühmten drei Affen – nichts hören,nichts sehen,
nichts sagen.
Franz Raßl

*1952 in Gaggenau, Steinbildhauer, 1977–83 Studium an der Kunstakademie Stuttgart, lebt und arbeitet in Gerabronn.

[32] Kunstforum Bausparkasse Schwäbisch Hall
Crailsheimer Straße 52


Im Kunstforum der Bausparkasse
finden wechselnde Ausstellungen
meist zeitgenössischer Kunst statt. Im Gebäude,aber auch im Außenraum sind zahlreiche Kunstwerke aus der Sammlung der Bausparkasse zu sehen. Im Innenhof ist eine große Brunnenskulptur von Jürgen
Goertz, siehe [6].

[33] Haus - Tor - Linien

Cortenstahl, 1996

> Bausparkasse Haupteingang

 

Entstanden im Zuge des Neu- und Umbaus der Hauptverwaltung der Bausparkasse (1993 – 1996, Henn Architekten, München).
Werner Pokorny

*1949 in Mosbach, lebt und arbeitet bei Karlsruhe. 1971–76 Studium an
der Kunstakademie Karlsruhe, seit 1998 Professur an der Kunstakademie Stuttgart, 1999 Ausstellung Galerie am Markt und
Bausparkasse Schwäbisch Hall (Katalog).

[34] Baumhaus

Baumstamm, Eisen, 1993

> Schulzentrum Ost vor der Aula

 

Der Baum hat von jeher hohen Symbolgehalt. In alten Kulturen wurden Bäume als Sitz der Götter verehrt.
Gerda Bier

siehe [2]

[35] Dieter Franck Haus

Oberlimpurg

 

Im Haus des Malers Dieter Franck (1909–1980) auf der Oberlimpurg, ist seit 2007 sein künstlerischer Nachlass für die Öffentlichkeit zugänglich. Während seines Studiums an der Stuttgarter Kunstakademie begann für Franck die malerische Auseinandersetzung im Umfeld des späten Expressionismus. In wechselnden Präsentationen werden Einblicke in das Werk mit Gemälden, Aquarellen, Druckgrafik und Zeichnungen geboten, kuratiert von seiner Tochter Felicitas Franck.

www.dieter-franck.de

[36] Brunnen

Marmor, 1980

> Unterlimpurger Straße

 

Gestaltungs-Wettbewerb unter Berücksichtigung des Logos der
AOK. Nachträglich dem Schriftsteller Thaddäus Troll (1914 – 1980) gewidmet.
Felicitas Franck

siehe [18]

[37] Dornauszieher

> Ackeranlagen, nähe Epinalsteg

 

Geschenk der französischen
Partnerstadt Epinal/Vosges,deren Wahrzeichen der Pinau ist. Abguss der berühmten Skulptur im Konservatorenpalast in Rom, römisch, 1. Jh. v.Chr., nach hellenistischen Vorbild 2. Jh. v.Chr.

[38] Hütejunge

Bronze, 1980

> Hintere Ackeranlagen

Gestiftet vom Rotary-Club Schwäbisch Hall


Hermann Koziol

*1926 in Beuthen (Oberschlesien), nach dem Krieg Ansiedlung in Hohenlohe, Arbeit im Steinbruch, Atelier in Neuenstein, Studien in der Käthe Kollwitz-Kunstschule und bei Georg Kolbe in Berlin, 1958 Gründungsmitglied des Hohenloher Kunstvereins, 1985 Hohenloher Kunstpreis.

[39] Gegenseitig-Haltend

Stahl, 1996

> Bahnhofstraße

 

Die Skulptur aus Doppel-T-Trägern entstand im Zuge des Finanzamt-Neubaus und bezieht sich inhaltlich darauf.
Michael Turzer

*1949 in Stutt gart, Materialcollagen u.a. aus Gold, Silber, Alabaster, Sandstein, seit 1997 Atelier in Schwäbisch Hall.

www.art-y.de

[40] Landschaft mit Figur und Schädel

Metall (13-teilig) 1989

> Schulzentrum West


Wolfgang Bier

siehe [8]

[41] Oldenburg-Projekt

Stahl, 1977

> Schulzentrum West

 

In seiner signalhaften Malerei aus
breitflächigen Farbbahnen verbindet
sich die Farbgebung der Pop Art mit der Raumillusion der Op Art. Typisch ist die großflächige geometrische Formgebung.
Georg Karl Pfahler

1926–2002; * in Emetzheim, 1950–54 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Stuttgart im Fach Keramik, ab 1965 Skulpturen für den öffentlichen Raum, 1968/ 70/ 72 Biennale di Venezia, 1984 Professur an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.

-Skulptur abgebaut wegen Verfalls-

Skulptur für den Galgenberg
Leimholz, Holzglasur, 1991
> Galgenberg
Strenge, geometrische Formulierungen und der Bezug zum sorgfältig gewählten Landschaftsraum zeichnen die Skulptur aus. Sie erinnert im weitesten Sinne an die Form eines Galgens, die ehemalige Richtstätte in Hall. Modell und Radierung im HFM.

Hans Albrecht

* 1953 in Bad Harzburg, lebt in Albershausen/ Württemberg. 1973-79 Studium an der Kunstakademie Karlsruhe, zunächst grafische Arbeiten, ab Ende der 70er Jahre Objekte, Aktionen, Plastiken und Installationen im Landschaftsraum.

- Skultpur wurde abgebaut, da durch Witterung und Ameisen irreparabel beschädigt -

Bildstock IV

Holz, Eisen, 1988, Comburg
Figur, Schrein, Gehäuse- um diese Themen kreisen die Arbeiten von Gerda Bier. Aus Fundstücken, meist aus Holz und Eisen, gestaltet sie Plastiken, die an religiöse Feldzeichen, Stelen, Kreuzfiguren erinnern- Zeichen einer Volksfrömmigkeit, die museal geworden ist. "Die religiöse Botschaft ist einer eher verschlüsselten Trauer gewichen, dem ästhetischen Hinweis auf Vergänglichkeit." (Reinhard Döhl)

Gerda Bier

* 1943 in Schwäbisch Hall, Studium an der Akademie für Werkkunst und der Hochschule der Künste Berlin, seit 1976 freischaffende Bildhauerin in Fichtenberg, 1994 Ausstellung im HFM (Katalog), lebt und arbeitet seit 1992 in Schwäbisch Hall. Weitere Arbeiten: Baumhaus, 1993, Seelenhaus, 1997.