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Keckenburg

Im Keckenburgtrakt, dessen bauhistorisch ältester Teil ein stauferzeitlicher Turm ist, wird die Geschichte der Region Hohenlohe-Franken von den erdgeschichtlichen Anfängen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts dargestellt:

 

Rekonstruktion eines Tretradkrans, Foto: Arslan

Historischer Kran
Im Pädagogikraum im Untergeschoss steht der etwa vier Meter hohe Nachbau eines mittelalterlichen Krans, der mit Hilfe eines Tretrades zu bewegen ist. Solche Kräne gab es im Mittelalter auf allen Baustellen sehr hoher Gebäude, zum Beispiel von Kirchen wie der Haller St. Michaelskirche, Turmhäusern wie der Keckenburg oder Befestigungsanlagen. Mit den hölzernen Hebemaschinen ließen sich schwere Bauteile mühelos in schwindelnde Höhen bringen. Unter Anleitung unserer Besucherbetreuerinnen und -betreuer können Kinder wie auch Erwachsene das Tretrad bedienen.

Versteinerte Seelilie aus dem Oberen Muschelkalk, Foto: Kern

Geologie Hohenlohe-Frankens
In den Kellergewölben werden jene Vorgänge, die die Landschaft der heutigen Region Hohenlohe-Franken geformt haben, anhand von typischen Gesteinsarten und Fossilien erläutert.

Römisches Capricorn aus Osterburken, 3. Jahrhundert, Foto: Kern

Frühgeschichte
Werkzeuge eiszeitlicher Jäger sind die ältesten Ausstellungsstücke in der archäologischen Abteilung. Zahlreiche Grabungsfunde belegen die Siedlungsentwicklung von der Jungsteinzeit bis in das frühe Mittelalter. Zeugnisse aus der keltischen Saline in Hall sowie aus den römischen Kastellen in Osterburken (Neckar-Odenwald-Kreis) und Mainhardt (Kreis Schwäbisch Hall) bilden Schwerpunkte.

Vesperbild, um 1350/60, Foto: Kern

Hall im Mittelalter
Die Bevölkerungsschichten der mittelalterlichen Reichsstadt sowie die damalige Strafjustiz werden anhand ausgewählter Objekte vorgestellt. Eine Sammlung herausragender Bildwerke sowie Altargeräte und Zeugnisse zum Ablass- und Pilgerwesen spiegeln die unterschiedlichen Formen spätmittelalterlicher Frömmigkeit vor der Reformation wider.

>>> Die Abteilung befindet sich teilweise im Umbau.

Johannes Brenz (1499 - 1570), Foto: Stadt

Hall und die Reformation
Mit der Berufung des Theologen Johannes Brenz (1499-1570) zum Prediger an St. Michael im Jahr 1522 nahm die Reformation in Hall ihren Anfang. Zahlreiche historische Zeugnisse geben Aufschluss über die protestantische Frömmigkeit und das humanistische Schulwesen in der Reichsstadt.

 

>>> Die Abteilung ist zur Zeit wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Leonhard Kern, Klagende Frauen, um 1650, Foto: Kern

Leonhard Kern
Während des Dreißigjährigen Krieges wirkte in Hall Leonhard Kern (1588-1662), einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 17. Jahrhunderts. Das Museum präsentiert eine erlesene Auswahl seiner Kleinplastiken aus Alabaster und Elfenbein, die als begehrte Sammlerstücke an nahezu alle großen Fürstenhöfe Europas gelangten. Daneben bieten unterschiedlichste Objekte des Alltags, aber auch hervorragende Kunstwerke Einblick in die reichsstädtische Gesellschaft und Kultur im Zeitalter des Barock.

Schützenscheibe mit allegorischer Darstellung, 1771, Foto: Kern

Schützenscheiben
Das Museum besitzt mit etwa 200 Exemplaren des 18. und 19. Jahrhunderts eine der größten Sammlungen bemalter Schützenscheiben in Europa. Die älteste erhaltene Tafel wurde 1727 gemalt. Die ausgestellten Scheiben zeigen sowohl Szenen aus dem Alltagsleben als auch verschlüsselte Allegorien oder Anspielungen auf politische Ereignisse.

Eintüriger Schrank von Johann Michael Rößler, 1826, Foto: Kern

Stadt und Umland
Unter dem Aspekt der Stadt-Land-Beziehungen werden auf mehreren Geschossen das Dorf, der Bauernhof, das ländliche Möbel, das durch die bemalten Schränke der Untermünkheimer Schreinerfamilie Rößler besonderen Rang besitzt, und Kleidung gezeigt.