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Sonderausstellungen

Neben der Schausammlung zeigt das Hällisch-Fränkische Museum regelmäßig Sonderausstellungen zu kunst- und kulturhistorischen Themen. Zusätzlich dient die kleine "Wintergarten-Galerie" als Forum für Künstlerinnen und Künstler aus der Region.

Alle Termine des Hällisch-Fränkischen Museums finden Sie im Terminkalender.

Ikarus-Spuren

Eberhard Stein
Retrospektive
29. September bis 4. November 2018

"Aufsteigen
Verlassen die Schwere
höher
am Schmelzrand
der Sturz
ist nicht Wiederfinden zu sich"
(Eberhard Stein)

Eberhard Stein (geboren 1943) lebt und arbeitet in Mistlau (Kirchberg an der Jagst). Die Ausstellung zeigt Grafiken, Gemälde, aber auch Keramiken aus mehreren Jahrzehnten seines künstlerischen Schaffens.

Wintergarten

Verwüstet, verfallen, wiederbelebt. Ehemalige Synagogen in Polen und der Ukraine - Fotografien von Eva Maria Kraiss

Vom 19. Oktober 2018 bis
27. Januar 2019 im Hällisch-Fränkischen Museum
und bis 16. Novmeber 2018 im Rathausfoyer

Eröffnung
Donnerstag, 18. Oktober 2018,
um 18 Uhr
im Hällisch-Fränkischen Museum

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag des Gedenkens an die Reichspogromnacht 1938.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die jüdische Bevölkerung in Osteuropa durch Massenexekutionen und in den Vernichtungslagern grausam und konsequent ausgelöscht. Gleichzeitig wurde ihr Besitz geraubt, ganze Straßenzüge mit den einstöckigen Wohn- und Geschäftshäusern in den typischen „Shtetl“ vernichtet und zahlreiche Synagogen verwüstet, zweckentfremdet oder ganz zerstört. Nur noch wenige Spuren ihrer Jahrhundert alten Kultur und Religion sind dort noch geblieben.

Eva Maria Kraiss hat in mehreren Reisen 2016 – 2018 zahlreiche ehemalige Synagogen in Polen und in der Ukraine aufgesucht und fotografiert. Die 91 Aufnahmen in der Ausstellung zeigen zerstörte und in endgültigem Zerfall begriffene Synagogen, aber auch sorgfältig restaurierte Gotteshäuser mit vielfarbigen Malereien und Inschriften als Museen und Dokumentationsstätten. Andere wieder sind seit der Wende 1990 an die kleinen jüdischen Gemeinden in Krakau, Lemberg Kiew oder Odessa zurückgegeben worden und dienen wieder dem Gottesdienst und der Lehre. Der weitaus größte Teil der Synagogen wurde oft schon während des Kriegs und in den Jahren danach durch eine andere Nutzung „wiederbelebt“. Trotz ihrer Nutzung als Fabriken, Kulturhäuser, Bibliotheken, Supermärkte, Kinos, Schnapsfabriken oder Lagerhäuser, aber auch als Wohnhäuser, sind auch bei diesen Gebäuden immer wieder Spuren und Relikte der ehemaligen Synagoge zu entdecken. Und so erzählt jede Synagoge ihre Geschichte und damit auch die Geschichte ihrer untergegangenen jüdischen Gemeinde.