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Johanniterkirche

Alte Meister in der Sammlung Würth

Die Johanniterkirche; Foto: Würth
Holbein d.J.: Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen (Schutzmantelmadonna); Foto. Würth
Falkensteiner Altar

 
Im Weiler 1
Tel. 0791 94672330

Öffnungszeiten:
Di bis Sonntag 11 bis 17 Uhr (24. und 31. Dezember geschlossen,
25. und 26. Dezember und 1. Januar 12 bis 17 Uhr)

Eintritt: frei

Öffentliche Führungen:
sonntags 14 Uhr (Dauer 45 Minuten, € 6,- pro Person)

Parkhaus: Ritter, Bahn: Vom Bahnhof Schwäbisch Hall ca. 10 Minuten Fußweg, Bus: Haltestellen "Scharfes Eck", "Hirschgraben", "Spitalbach", "ZOB"

Alle Termine zur Johanniterkirche finden Sie im Terminkalender und auf der Homepage der Museen Würth (Link siehe rechte Spalte).

Die Johanniterkirche aus dem 12. Jahrhundert wurde im November 2008 als Museum neu eröffnet. Als Dependance der Kunsthalle Würth - und fußläufig in wenigen Minuten von dieser entfernt - bildet das umfassend sanierte Gebäude die ideale Heimstatt für die bedeutende Sammlung Alter Meister in der Sammlung Würth, die den ehemaligen Fürstlich Fürstenbergischen Bilderschatz sowie zahlreiche Neuerwerbungen umschließt. Zurückgeführt werden konnten in die Johanniterkirche einige Exponate ihrer ehemaligen sakralen Ausstattung.

Vor knapp 500 Jahren schuf Hans Holbein der Jüngere (1497/98-1543) in Basel sein Meisterwerk „Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen“ (gen. „Schutzmantelmadonna“), das zu den berühmtesten, bedeutendsten und ohne Zweifel schönsten Gemälden des 16. Jahrhunderts gehört. Ihren Weltruhm vedankt die Tafel, die mit der Sixtinischen Madonna von Raphael ver-glichen wird, zu gleichen Teilen ihrer langen und komplexen Entstehungsgeschichte, der kühnen Bilderfindung ihres Schöpfers, wie auch ihrem höchst ungewöhnlichen späteren Schicksal.

Seit Oktober 2013 wird der Falkensteiner Altar vom Meister von Meßkirch präsentiert, der nicht nur zu den bedeutensten Künstlern der altdeutschen Malerei gehört, sondern auch zu den Rätselhaftesten. Mit dem Erwerb wesentlicher Teiler des im 1530 entstandenen Falkensteiner Altarretabels ist nun ein weiteres zentrales Werk des Meisters in die Sammlung Würth gekommen.

Die Sanierung der Johanniterkirche umfasste den Umbau nach höchsten musealen Standards, sowie die denkmalgerechte Restaurierung des originalen gotischen Dachwerks von 1400/01, das sich als ältestes seiner Art in Süddeutschland erweist. Zahlreiche, in der wechselvollen Geschichte profaner Nutzung unsachgemäß hinzugekommene bauliche Ergänzungen mussten zunächst entfernt, Dekorelemente freigelegt und gereinigt, die Natursteinfassade restauriert, die Gewölberippen des Chors und die Gewände der Maßwerkfenster im Innenraum konservatorisch behandelt und der Dachstuhl freigelegt werden, um das Gebäude wieder in seiner ursprünglichen Gestalt, Schönheit und Qualität erlebbar werden zu lassen.

Den Kernbestand der hochkarätigen Kollektion, die sich der Kunst des deutschen Südwestens – einschließlich des Bodenseeraumes und der Nordschweiz – vom ausgehenden Mittelalter bis zur beginnenden Neuzeit widmet, bildet der 2003 von Reinhold Würth erworbene ehemals Fürstlich Fürstenbergische Bilderschatz Donaueschingen. Die kunst- und kulturgeschichtliche Bedeutung dieses Konvoluts ist alleine schon deswegen so hoch einzuschätzen, weil die meisten Tafelbilder einer Zeit entstammen, aus der auf Grund des in Schwaben besonders radikal durchgeführten Bildersturmes nur äußerst selten Bilddokumente überliefert sind.
Erhalten haben sich zum Beispiel die phänomenale Familie der Naturmenschen Lucas Cranachs d. Ä. und ein ganzes Konvolut aus seiner Werkstatt mit religiösen Szenen, profanen Lehrstücken und Porträts.

Hervorzuheben sind aber auch ein um 1441/42 datiertes Konstanzer Bildnis des Ehepaares Wilhelm IV. Graf Schenk von Schenkenstein und Agnes Gräfin von Werdenberg-Trochtelfingen, zahlreiche Tafelbilder des Meisters von Meßkirch oder die Tafeln des hochbedeutenden Antonius-Retabels des Zürcher Veilchenmeisters. Sowohl auf dem Gebiet der Tafelmalerei als auch der Skulptur, etwa mit qualitätvollen Beispielen von Daniel Mauch, Tilman Riemenschneider oder dem näheren Umkreis des Hans Multscher, konnte dieser Bestand sinnstiftend ergänzt werden. Als Höhepunkte dürfen jedoch zweifelsohne weitere Neuzugänge aus der Hand Lucas Cranachs d. Ä. gewertet werden.

Die Johanniterkirche in den Augen der Besucher

Welche Faszination die Johanniterkirche auf die Besucher aus vielen Ländern der Erde ausübt dokumentieren zahlreiche Einträge in das Gästebuch. Im Nachfolgenden einige Auszüge:

„Wir sind berührt und beeindruckt von dieser Ausstellung. Gratulation!“
Besucher aus Österreich/03.12.08
„Eine große Bereicherung für uns Haller“
08.12.08
„Lovely church and amazing paintings“
Besucher aus Rye/ Großbritannien, 13.12.08
“Fantastisch”
Besucher aus Panama, 27.01.09
“Excellent restoration and collection”
Besucher aus North Carolina, USA, 27.01.09
“Es war cool!”
Nicolas, 27.02.09
“Das, was ich gesehen habe, war sehr göttlich, und die Bilder von heute sind nicht so toll wie früher”
Natascha, 9 Jahre, 14.03.09
„Vielen Dank für Ihre große Mühe, diese alten Kunstwerke bis in unsere Tage zu bringen!“
Besucherin aus Freising, 22.03.09
„Very impressive“
Besucher aus Finnland, 25.04.09
„Berühmten Malern so nah zu sein- wunderbar“
Besucher aus den Niederlanden, 29.04.09
„Wir, eine Gruppe von Studenten aus Indien und Thailand finden dieses Museum richtig toll und faszinierend. Wir haben die christliche Kirche wirklich gut kennen lernen können. Danke!“
05.05.09
„Die Ausstellung ist ein Erlebnis“
Besucher aus Hannover, 19.06.09
„Magnifique!“
Besucher aus Strassburg, Frankreich, 05.07.09
„Durch Zufall halten wir hier an, und welche Überraschung! Wir sind beide überwältigt!!“
Besucher aus Bad Berensen, 05.08.09
„Eine unglaublich tolle Sammlung. Mein Gott! Herr Würth, gut diese Sammlung erhalten zu haben; gut sie sehen zu dürfen.“
Besucher ohne Ortsangabe, 25.07.09