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Festival für urbane Kunst in Schwäbisch Hall

Fassadenkunst im Rahmen von Metropolink

Metropolink-Logo
Metropolink - Fassade 2018; Foto: Ufuk Arslan
Künstler Kosdos; Foto: Ufuk Arslan
Metropolink, Fassade 2018 (Ausschnitt); Foto: H. Kumpf

KOZDOS gestaltet das Fassadenbild „Dekonstruktion einer Traumreise“. 

Im Juli 2018 findet „Metropolink - Festival für urbane Kunst“ zum vierten Mal in der Region Heidelberg statt. Die Stadt Schwäbisch Hall nahm zum zweiten Mal daran Teil und ließ unter der Regie des Kulturbüros wiederum auf dem Karl-Kurz-Areal im Stadtteil Hessental eine Fassade vom venezolanischen Künstler KOZDOS gestalten.

Am 5. Juli begrüßten Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim und Festivalleiter Pascal Baumgärtner bei einem Opening Event den Künstler, der gerade von einem Festival in Los Angeles kommen in Schwäbisch Hall eingetroffen war. Kulturbeauftragte Ute Christine Berger und der Haller Graffiti-Künstler Frieder Simpfendörfer betreuten Kozdos während seines Aufenthaltes.

Zehn Tage später vollendete Kozdos sein Fassadenbild und postete über Instagram #KOZDOS den Titel des Werkes und eine Botschaft an Schwäbisch Hall: "Dekonstruktion einer Traumreise"("Deconstrucción de un viaje onírico") Nach ein paar Wochen mit viel Malerei und Spaß in Kalifornien reiste ich nach Schwäbisch Hall, Deutschland, um mich von einer großen Mauer und vor allem einer Stadt überraschen und verzaubern zu lassen, die mir die Arme öffnete und uns mit viel Liebe und Aufmerksamkeit zu Hause fühlen ließ. Dankbar von Herzen, KOSDOS.

2017 präsentierte das Kulturbüro in Kooperation mit Metropolink die vom spanischen Künstler SAM3 gestaltete Fassade Karl-Kurz-Strasse 36 in Hessental.

Kulturbeauftragte Ute Christine Berger ist begeistert: „Die beiden Fassadenbilder von KOZDOS und SAM3 machen das Karl-Kurz-Areal zu einem lebendigen Ort der Kunst – die Werke sind für alle jederzeit kostenlos zugänglich. Das weitläufige Areal mit seinem industriellen Charakter bietet eine ideale urbane Plattform . Das Bahnhofsumfeld wird aufgewertet und ein kreativer Akzent im Stadtteil Hessental gesetzt“, unterstreicht sie.

KOZDOS wurde 1986 in Caracas / Venezuela geboren und besuchte die dortige Kunsthochschule. Er ist bekannt für seine fotorealistischen, farbintensiven Porträts von Menschen und Tieren. Oft nutzt er Rahmen geometrischer Muster. Er entwickelte seinen eigenen Street Art Stil - er kombiniert menschliche Porträts mit Tieren. Oft werden die Köpfe von den Tiermäulern umfasst. Dies zeigt eine Konfrontation von Mensch und Tier und deren Überlebenskampf aber auch die friedliche Koexistenz etwa mit Haustieren wie Katzen, Hunden oder Vögeln. Werke von KOZDOS entstanden in Caracas, Berlin, Paris, Madrid, Barcelona, Quito, Tel Aviv, Los Angeles und vielen anderen Städten weltweit. 

Fassadeneröffnung: 

KOZDOS - WALL-OPENING Karl-Kurz-Str. 46, Schwäbisch Hall-Hessental

Do., 5. Juli 2018, 19-23 Uhr, DJ Miro La Mar Radio StHörfunk, Bewirtung: 360 Grad Crêpes

20.30 Uhr: Begrüßung Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim / Pascal Baumgärtner Festivalleiter Metropolink

Metropolink - Sam3 - Karl-Kurz-Fassade; Foto: H. Kumpf
Metropolink - Sam3 - Karl-Kurz-Fassade; Foto: H. Kumpf

Rückblick: Im Sommer 2017 beteiligte sich Schwäbisch Hall erstmals am „Metropolink - Festival für urbane Kunst“, das zum dritten Mal in Heidelberg und weiteren Städten der Region stattfand. Die Stadt Schwäbisch Hall ließ im Stadtteil Hessental am Gebäude Karl Kurz Straße 36 eine Fassade vom spanischen Künstler Sam3 gestalten.

Die Philosophie hinter dem anspruchsvollen Projekt ist einfach: Mit Zeit, Inspiration und ideenreichen Kooperationen soll das Festival nicht nur das Stadtbild auf lange Sicht prägen, sondern auch das kreative Bewusstsein von Einwohnern und Gästen in den teilnehmenden Kommunen erweitern.

Bei den ersten zwei Festivalausgaben - 2015 und 2016 - gestalteten international und national bekannte Künstler aus dem Bereich der urbanen Kunst 19 große Fassaden im Rhein-Neckar-Raum. Dadurch wurde eine großflächige Darstellung von Gegenwartskunst im öffentlichen Raum erreicht, die generationsübergreifend Einwohner sowie Besucher begeistert.

In der Stadt am Kocher gestaltete 2017 der spanische Künstler Sam3 (ausgesprochen Sam tres), der für  großflächige als auch kleine Silhouetten in städtischer Umgebung bekannt ist, eine eigene Fassade. Auf dem ehemaligen Gelände der Hessentaler Karl-Kurz-Fassfabrik wurde ein perfektes Objekt gefunden, das für die Urbanisierung und Offenheit der Stadt steht.

Die Kooperation zwischen dem Festival und der Stadt Schwäbisch Hall zielt bewusst auf eine künstlerische Aufwertung des Areals ab. Dadurch soll die Gestaltung des öffentlichen Raums einen positiven Einfluss auf das Lebensgefühl vor Ort haben. Festivalleiter Pascal Baumgärtner: „METROPOLINK will eine neue Auffassung für Lebensqualität an öffentlichen, freien Orten und zugleich eine Sinnhaftigkeit entstehen lassen: Es macht Sinn, Wände zu gestalten, Skulpturen auf öffentlichen Plätzen zu installieren oder Fassaden zu beleuchten. So entstehen neue Freiräume und kreative Perspektiven auf die Stadt“.

Fassadeneröffnung: 30.06. 2017 ab 19:30 Uhr

Begrüßung und Einführung:

Hermann-Josef Pelgrim, Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Hall

Pascal Baumgärtner, Festivalleiter, Kurator, Metropolink

Rahmenprogramm: DJ Mikileaks, Street-Dance Performance von Tonia Kyriakou und Jonas Frey (Choreographie von Christina Liakopoyloy), Street-Food und Drinks