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Die letzte Hexe von Langenburg: Gift, Hexerei und Mord in einem hohenlohischen Dorf – Vortrag im HFM
Der plötzliche Tod einer jungen Mutter zwingt die Herrschaft in Langenburg zu einer schwierigen gerichtlichen Ermittlung. Ist die Frau ermordet worden, oder war bei ihrem Tod Hexerei im Spiel?
Der Tatbestand: Wie seit alters her verteilten die Frauen von Hürden, einem kleinen Weiler unterhalb von Langenburg, am Fastnachtsdienstag 1672 Versucherle ihrer Fastnachtsküchlein an Nachbarn und Bekannte. Kurz darauf wurde Anna Fessler, Dienerin am Hof in Langenburg, von rasenden Schmerzen befallen und starb binnen weniger Stunden.
Schon bald glaubten die Hürdenerinnen und Hürdener zu wissen, wer für den Tod der Fesslerin und andere seltsame Vorgänge um Langenburg verantwortlich war: Anna Schmieg, die Frau des wohlhabenden Hürdener Müllers. Hatte sie ihrer Tochter geboten, Anna Fessler von ihren Küchlein zu geben, waren diese vergiftet, oder war die Müllerin eine Hexe? Und wie war Hexerei am Ende des Zeitalters der Hexenverfolgung überhaupt zu beweisen?
Thomas Robisheaux, Professor für Moderne Geschichte an der Duke University, Durham/USA, und ausgewiesener Kenner der Hohenlohischen Geschichte, hat die Kriminalakten des Falles Schmieg im Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein analysiert. Er wird in seinem Vortrag im Hällisch-Fränkischen Museum Schwäbisch Hall am Mittwoch, dem 14. April 2010, um 20 Uhr ausführen, wie es zu der letzten Hexenpanik in Langenburg kam und wie diese endete.
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