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Charme-Offensive Q - Wirtschaftsminister Ernst Pfister zeichnet Schwäbisch Hall aus
Die historische Altstadt, Freilichtspiele, Kunsthalle Würth, die Alten Meister, als Kultur- und Tourismusstadt strahlt Schwäbisch Hall weit über die Region hinaus. Jetzt punktet die Stadt auch mit Qualität bei Handel, Gastronomie, Hotellerie, Dienstleistungen und Handwerk. Aus der Hand von Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Pfister erhielten am Mittwoch 52 Betriebe das Siegel „ServiceQualität Deutschland“. Im Anschluss wurde Schwäbisch Hall als erste ServiceQualitätsstadt in Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Hochkarätig war die erste Reihe am Donnerstag im Haller Neubausaal besetzt: der Wirtschaftsminister und Präsident des Tourismusverbandes Ernst Pfister, der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Baden-Württemberg Peter Schmid, die Hauptgeschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Sabine Hagmann, der Geschäftsführer von ServiceQualität Baden-Württemberg Andreas Braun, Thomas Kaiser von der Service Akademie des Einzelhandelsverbandes, der Vorsitzende der Haller Händlerschaft, Harald Barg, Roswitha Gronemann vom Bund der Selbständigen, der Erste Landesbeamte Michael Knaus, der Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim sowie die Erste Bürgermeisterin Bettina Wilhelm.
„Wenn Baden-Württemberg vorangeht und der Rest der Nation folgt, dann gefällt das dem Wirtschaftsminister am besten“, freute sich Ernst Pfister. Das Siegel sei eine Baden-Württemberg Erfindung, das sich bundesweit durchgesetzt habe. Als letztes Bundesland beteilige sich jetzt auch Hamburg an ServiceQualität Deutschland. Inzwischen gebe es rund 2.500 Q-Betriebe im Lande, davon 435 in Baden-Württemberg. „Heute kommen in Schwäbisch Hall 52 weitere dazu. Stadt und Betriebe werden damit ein Stück mehr Wettbewerbsfähigkeit gewinnen können,“ so der Wirtschaftsminister. Als Exportweltmeister sei Baden-Württemberg die schwerste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren ganz besonders auf die Füße gefallen. Noch sei viel zur Bewältigung zu leisten, doch die Anzahl der konjunkturpolitischen Schwalben nehme zu. Gelernt habe man aus der Krise, dass als zweites Standbein neben dem Export vor allem die Binnenwirtschaft gestärkt werden müsse. Mit mehr als einer Million Arbeitsplätzen tragen Tourismus, Einzelhandel und Dienstleistungen zur hohen Wertschöpfung im Lande bei. „Erfolgreich sind wir nicht, weil wir besonders preiswert sind, sondern nur wenn wir ein bestimmtes Qualitätsniveau erreichen,“ so der Minister.
Qualität als Standortfaktor „Dass wir in dieser kurzen Zeit so viele Betriebe für diese Qualitätsoffensive gewinnen konnten, das hätte beim ersten Treffen niemand gedacht“, strahlte die Erste Bürgermeisterin mit dem Wirtschaftsminister um die Wette. Anfangs sei die Skepsis deutlich spürbar gewesen. Doch schnell hätten die Beteiligten erkannt, dass es hier nicht um einen weiteren Kleber an der Ladentür gehe, sondern durch die Brille der Kundinnen und Kunden die eigenen Geschäftsabläufe kritisch zu durchleuchten und zu optimieren. Darüber hinaus haben sich 33 der beteiligten Betriebe zur Umsetzung branchenübergreifender Qualitätsstandards im Bereich Schaufenstergestaltung, Öffnungszeiten, Kundenkontakt, Gestaltungsrichtlinien und Parkgebührenvergütung verpflichtet. „Wir wissen – die Konkurrenz liegt heute nicht mehr im Nachbargeschäft, sondern im Internet und in anderen Städten. Heute konkurrieren Standorte, ja ganze Regionen“, so die Erste Bürgermeisterin. Laut IHK-Bericht seien 2009 aus der Region 537 Mio Euro einzelhandelsrelevante Kaufkraft in andere Regionen oder den Versand- und Online-Handel abgeflossen.
Starten Sie eine Charme-Offensive „Die Menschen im Service sind das Gesicht unserer Stadt und von ihrem Service hängt es auch ab, ob Kunden und Gäste wieder nach Schwäbisch Hall kommen“, sagte die Erste Bürgermeisterin. „Wenn der Kunde oder Gast nach dem Weg fragt, zeige ihm nicht den Weg, sondern begleiten Sie ihn dorthin“, warb der Marketing-Experte Hans Georg Pompe in seinem Gastvortag „Marktmacht 50 plus – eine anspruchsvolle Generation als Chance für Handel, Hotellerie und Gastronomie“.
Schwäbisch Hall will mehr Um den Kunden und Gast für Schwäbisch Hall zu gewinnen, will Schwäbisch Hall Einkaufen, Essen und Übernachten mit dem besonderen Ambiente der Kulturstadt zum Erlebnis machen. Im Wettbewerb der Städte gehe es nicht nur um wirtschaftliche Faktoren, sondern um Werte, Kultur, Geschichte und Lebensqualität. „Und gerade hier hat Schwäbisch Hall unglaublich viel zu bieten, hier sind wir stark. doch wir müssen dies noch mehr nach außen verbreiten. Am nachhaltigsten geht dies über eine begeisterte Kundschaft“, richtete Bettina Wilhelm den Blick nach vorne. So steht der Termin für die nächste Schulung für interessierte Betriebe bereits fest. Schwäbisch Hall wird sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, 1. ServiceQualitätsstadt in Baden-Württemberg zu sein. Jetzt will Schwäbisch Hall erste zertifizierte ServiceQualitätsstadt Deutschlands werden. „Die Stadt erfüllt alle Voraussetzungen“, bestätigt Thomas Kaiser von der ServiceAkademie des Einzelhandels Baden-Württemberg. Und auch der Wirtschaftsminister sagte hier Unterstützung zu. „Schwäbisch Hall hat dies verdient!“
Weitere Infos bei:
Touristik und Marketing Schwäbisch Hall
Dr. Karin Eißele-Kraft
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