Gewerbepark SHA-West, Schwäbisch Hall
Gewerbepark Schwäbisch Hall–West - 55 Hektar Gewerbegebiet!
Die Westumfahrung wurde im Juni 2011 eröffnet. Nun soll auch das gemeinsame Gewerbegebiet im Haller Westen erschlossen werden. Auf 55 Hektar stehen dann attraktive Bauplätze für Gewerbebetriebe zur Verfügung.
Am 11. Juli 2008 wurde der Startschuss für den gemeinsamen Gewerbepark gegeben: Die Vereinbarungen sind unterschrieben, jetzt folgen Flächennutzungs- und Bebauungsplan, damit das Gebiet erschlossen werden kann. Das 55 Hektar große Gelände schließt sich nach Süden an die Stadtheide und die Kerz an; vom Leuchtenhaus Leccor in der Kerz, an der Justizvollzugsanstalt vorbei bis zum Luckenbacher See an der Gaildorfer Straße.
Eine Erschließungsstraße soll das Gebiet umfahren und die Bundesstraßen 14 und 19 verbinden. Über die Westumgehung ist das Gewerbegebiet auch an die Autobahn A6 auf kurzem Weg angeschlossen. Bürgermeister Wolfgang Binnig (Michelfeld), Bürgermeister Jürgen König (Rosengarten) und Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim sind sich sicher, dass dieses Angebot von Firmen gerne wahrgenommen wird.
Wenn sich die Haller Wirtschaft mit der gleichen Dynamik entwickele wie bisher, reiche das Gebiet keine 20 Jahre, sagte Pelgrim: Zwischen 2003 und 2008 hat die Stadt 26,5 Hektar Fläche für Betriebe bereit gestellt.
Die Auftaktveranstaltung wurde gemeinsam mit den Gemeinde-, Stadt- und Ortschaftsräten der drei beteiligten Kommunen gefeiert. Auch Dr. Ekkehard Hein, Direktor des Regionalverbands Heilbronn-Franken, war anwesend. Er sagte, das Land gebe künftig nur noch für interkommunalen Gewerbegebiete Zuschüsse, um die Zersiedlung der Landschaft zu verhindern und eine Konzentration der gewerblichen Entwicklung herbei zu führen. Die markungsübergreifende Zusammenarbeit werde nicht nur auf das Gewerbegebiet beschränkt bleiben, kündigte Wolfgang Binnig an. Die Selbständigkeit der Kommunen bleibe dennoch bestehen.
Hermann-Josef Pelgrim zeigte die Chancen des Gewerbegebiets auf: Es bietet wohnortnahe Arbeitsplätze für Menschen, die etwa in dem geplanten 50 Hektar großen Wohnbaugebiet Breiteich wohnen werden. "Es bietet Chancen und Lebensperspektiven für die Kinder", sagte er.
An die Reibungsverluste in früheren Zeiten erinnerte Jürgen König. Er sieht sich als Ideengeber für dieses interkommunale Gewerbegebiet, schließlich habe Rosengarten schon Ende der 80er Jahre im Anschluss an die Stadtheide Gewerbeflächen ausweisen wollen. Damals habe die Stadt Hall dies zu verhindern gewusst. Er zeigte sich froh, dass nun eine Lösung gefunden wurde, von der alle profitieren. Die Gemeinde Rosengarten bringt in den Gewerbepark rund 25 Hektar ein, Michelfeld 17 und Hall 12 Hektar. Jetzt liegt alles auf Haller Markung.
Im Gegenzug bekommen Rosengarten und Michelfeld an anderer Stelle Flächen und eine Einmalentschädigung (750.000 Euro Rosengarten, 400.000 Euro Michelfeld). Die Gemeinden werden an Gewerbe- und Grundsteuereinnahmen beteiligt. Sie sichern zu, dass sie auf ihren Gemarkungen keine neuen Gewerbeflächen ausweisen. Bestehende Betriebe sollen allerdings nach wie vor erweitern dürfen.
Mit der Erschließung und Vermarktung wird die städtische HGE (Haller Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft mbH) beauftragt. Von den 55 Hektar Fläche sind rund acht Hektar als Grünzug rund um den Heidsee geplant.











