35 Jahre Mauerfall: Haller Delegation besucht die Partnerstadt Neustrelitz

Erstelldatum18.11.2024
Besuch von Joachim Härtig, erster ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters und Stadtrat sowie Rüdiger Schorpp, ehemaliger ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters und ehemaliger Stadtrat, die Partnerstadt Neustrelitz. Anlass war der 35. Jahrestag des Mauerfalls 1989.
Vom 5. bis 7. November besuchten Joachim Härtig, erster ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters und Stadtrat sowie Rüdiger Schorpp, ehemaliger ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters und ehemaliger Stadtrat, die Partnerstadt Neustrelitz. Anlass war der 35. Jahrestag des Mauerfalls 1989.
Offiziell begrüßt wurden sie von Bürgermeister Andreas Grund, Stadtpräsident Max Oddebrecht und Stadtvertretern im Kulturquartier. Leiterin Dorothea Klein-Onnen führte im Anschluss durch das Haus, das unter anderem die Stadtbücherei und das Landesmuseum Mecklenburg-Strelitz beherbergt.
Thematischer Schwerpunkt des Besuchs war der 35. Jahrestag des Mauerfalls. Gemeinsam besuchte die Haller Delegation mit Andrea Meifert, der Neustrelitzer Beauftragten für Kultur und Städtepartnerschaften, das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis in der Töpferstraße. Die Haftbedingungen in Untersuchungshaftanstalten der DDR waren auf Isolation und psychische Terrorisierung der Inhaftierten, insbesondere von politischen Gefangenen, ausgerichtet und schädigten die Gefangenen häufig nachhaltig.
Ein den Friedensgebeten von 1989 nachempfundenes Friedensgebet in der Stadtkirche läutete den Abend ein. Der Theologe Markus Meckel, Mitbegründer der SPD in der DDR, leitete den Gottesdienst. 1990 war Meckel zudem für einige Monate Außenminister der DDR und im Anschluss für 19 Jahre Mitglied des deutschen Bundestages. Für Härtig und Schorpp wurde bei diesem Friedensgebet nochmals besonders deutlich, wie mutig, aber auch wie gefährlich das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger in der DDR war. „Wir können diesem Engagement nur mit tiefer Achtung und Respekt begegnen“, so Härtig und er ergänzt: „Insbesondere, nachdem wir die schlimmen und menschenunwürdigen Haftbedingungen zuvor in der Untersuchungshaftanstalt gesehen haben.“ Mit einem anschließenden Podiumsgespräch, bei dem Zeitzeugen zu Wort kamen, endete der Abend.
Sowohl Härtig als auch Schorpp freuen sich über die herzliche Gastfreundschaft der Neustrelitzer Partnerinnen und Partnern und bedanken sich, für das intensive und abwechslungsreiche Programm, das spannende Einblicke in die Lebenswirklichkeit vieler DDR-Bürger gegeben hat.


