Kocherbrücke Steinbach: Verkehrseinschränkung ab 5. März
Bei den für dieses Jahr stattfindenden Vorbereitungen der Bauwerksprüfung für die zahlreichen Brückenbauwerke im Stadtgebiet Schwäbisch Hall wurde festgestellt, dass bei der 1957 errichteten Kocherbrücke in Steinbach ein Spannverfahren verwendet wurde. Das Bundesverkehrsministerium hat 2021 ein Rundschreiben auf Grund neuer Erkenntnisse zu diesem Spannverfahren hinsichtlich einer Korrosion der Spannstähle veröffentlicht. Es wurde darauf hingewiesen, dass die betroffenen Brückenbauwerke und Spannstähle zu untersuchen sind. Die Kocherbrücke in Steinbach wurde regelmäßig geprüft.
Hierbei handelt es sich um das Spannbetonverfahren Baur Leonhardt. Bei Bestandsbauwerken mit diesen Spannverfahren wurde eine Korrossionsart in den Spannstählen festgestellt, die sich negativ auf das Tragverhalten auswirken kann. Bei der Haller Kocherbrücke wurde zudem ein Spannstahl verwendet, der ebenfalls besonders anfällig für Korrosion ist. Derzeit kann ein Restrisiko für das Tragverhalten der Brücke nicht ausgeschlossen werden.
Die Abteilung Tiefbau der Haller Stadtverwaltung hat aus diesem Grund in einer Sofortmaßnahme veranlasst, den Verkehr und Gegenverkehr auf der Brücke einzuschränken und das zulässige Gesamtgewicht von Fahrzeugen zu beschränken.
Der Verkehr auf der Kocherbrücke in Steinbach wird ab Mittwoch, 5. März auf einen Fahrstreifen in Brückenmitte mit einer zulässigen Gesamtfahrzeuglast von 20 Tonnen gesperrt.
Die Verkehrsregelung erfolgt über eine Bevorrechtigung des Verkehrs in Richtung Innenstadt. Der auswärts fahrende Verkehr in Richtung Hessental muss entsprechend warten. Während den Stoßzeiten wird der Verkehr auf der Brücke durch eine Ampel geregelt. Diese sind von 7 bis 9 Uhr und am Abend von 15 bis 17 Uhr. Es ist eine großräumige Umleitung für die eingeschränkte Fahrzeuglast auf der Brücke ausgeschildert. Die Stadtverwaltung bittet darum, die Zufahrten freizuhalten.
Die Dauer der Einschränkung ist zur Zeit noch nicht absehbar.
In den kommenden Wochen wird durch eingeschaltete Fachleute die Brücke und der Zustand des Spannstähle untersucht. Im ersten Schritt sollen die Spannstähle in bestimmten Bereichen freigelegt und das weitere Vorgehen hinsichtlich der Ergebnisse abgestimmt werden. Hierzu sind Arbeiten auf und unter der Brücke notwendig.
Weitere Informationen: FB Planen & Bauen; Abtl. Tiefbau


