Licht und Schatten einer besonderen Begabung
Erstelldatum30.09.2025
Zu Hochbegabungen gibt es eine Menge Klischees, die nicht zuletzt durch die mediale Berichterstattung oder Filme genährt werden: Betroffene seien Superhirne, ausgestattet mit einer Vielzahl verrückter Talente, beruflich auf der Überholspur oder teils verschrobene Nerds.
Zu Hochbegabungen gibt es eine Menge Klischees, die nicht zuletzt durch die mediale Berichterstattung oder Filme genährt werden: Betroffene seien Superhirne, ausgestattet mit einer Vielzahl verrückter Talente, beruflich auf der Überholspur oder teils verschrobene Nerds. Dabei gibt es viel mehr Facetten und auch „normale“ Menschen ohne Abitur können bei einer standardisierten IQ-Testung Werte von über 130 Punkten aufweisen. Denn: Nicht jede Hochbegabung wird von Bestnoten begleitet.
Nicht jede Hochbegabung wird von Bestnoten begleitet
Aus einem Projekt im Hochbegabtenverein Mensa entstand die Anthologie „Plötzlich hochbegabt. Erst spät erkannte Hochbegabte erzählen ihre Geschichte“, die im April 2025 im Goldmann-Verlag erschien. Herausgeber sind Anna Campagna, Stefan Giseberg und Ulrich Pieper. Der Motor dahinter: Etwas Bleibendes zu hinterlassen und andere zu ermutigen, genauer hinzuschauen, um bessere (Lern-) Biografien zu haben.
Etwas Bleibendes hinterlassen
Man geht davon aus, dass rund zwei Prozent aller Menschen hochbegabt sind. Was wenig klingt, entspräche doch allein in Deutschland etwa den Einwohnern der Stadt München. Bei nicht erkannter Hochbegabung werden aus verschiedenen Gründen keine Höchstleistungen vollbracht. Die Geschichten dahinter sind spannend wie lehrreich und erzählen vom Gefühl des Andersseins von früher Kindheit an bis ins Berufsleben und die Familie. Darunter sind auch Underperformer, abgebrochene Schullaufbahnen und Karriereknicks. Häufig wurde erst getestet, nachdem soziale oder psychische Probleme aufgetreten sind oder die eigenen Kinder auffällig begabt schienen. Allen gemein ist das Gefühl der verpassten Chancen, gerade in der Schulzeit.
Einige der 27 Co-Autorinnen sind aus Baden-Württemberg – Natalie Bornkessel, Petra Maaß und Birgit Krüger – und lesen in der Stadtbibliothek am Dienstag, den 14. Oktober, ab 19 Uhr ihre autobiografischen Geschichten. Sie stehen im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Stadtbibliothek Schwäbisch Hall mit der Bildungsregion Schwäbisch Hall. Der Eintritt ist frei.

