Ein Abend mit Comburg-Stipendiat Matthias Nawrat
Erstelldatum06.10.2025
Anfang Oktober reist er aus Berlin an und verbringt einen Monat auf der Comburg: Der Schriftsteller Matthias Nawrat. Am Dienstag, 7. Oktober um 19 Uhr überreicht Oberbürgermeister Daniel Bullinger zusammen mit Anke Ott-Weinert von der Landesakademie ZSL Comburg in der Hospitalkirche die Preisurkunde an den Comburgstipendiaten.
Anfang Oktober reist er aus Berlin an und verbringt einen Monat auf der Comburg: Der Schriftsteller Matthias Nawrat. Am Dienstag, 7. Oktober um 19 Uhr überreicht Oberbürgermeister Daniel Bullinger zusammen mit Anke Ott-Weinert von der Landesakademie ZSL Comburg in der Hospitalkirche die Preisurkunde an den Comburgstipendiaten.
Anschließend stellt der Schriftsteller, der bisher sechs Romane veröffentlicht hat, sein neuestes Buch vor, das Reisetagebuch „Über allem ein weiter Himmel – Nachrichten aus Europa“. Es enthält Impressionen von Reisen in Städte wie Danzig, Nowosibirsk, Budapest, Timisoara, Minsk oder Skopje. Zehn Jahre ist Matthias Nawrat durch Landschaften des östlichen Europas gereist - in die Zentren und an die Ränder des postkommunistischen Raums. Matthias Nawrat sagt dazu in einem Interview:“In Zeiten von Pauschalreisen und Instagram meinen wir, alles über jeden Ort unserer Welt bereits zu wissen. Dieses „Wissen“ des Touristen ist aber natürlich ein extrem oberflächliches Wissen – vielleicht sogar nur die Verschleierung von Unwissen. Die heutige Reiseliteratur kann die Lesenden daher vielleicht auf subtilere Weise mit Orten in Berührung bringen – historische, psychologische, ökonomische Tiefenschichten erahnbar machen. Sie kann sie auch in ein Bewusstsein des Durchschauens des eigenen Falsch-Wissens versetzen und ein genaueres eigenes Schauen vorbereiten.”
Es moderiert die Kulturjournalistin und Jurymitglied Irene Ferchl.
Matthias Nawrat wurde 1979 in Opole/Polen geboren und emigrierte mit seiner Familie 1989 nach Bamberg in Oberfranken. Er studierte Biologie in Heidelberg und Freiburg im Breisgau, danach literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Er arbeitete als freier Wissenschaftsjournalist und lebt seit 2012 als freier Schriftsteller in Berlin.
Er veröffentlichte zuletzt die Romane „Die vielen Tode unseres Opas Jurek“, „Der traurige Gast“ sowie „Reise nach Maine“. Nawrat erhielt u.a. ein Stipendium des Goethe-Instituts, den Literaturpreis der Europäischen Union und den Fontane-Literaturpreis.
Hinweis: Am 16. Oktober präsentiert Matthias Nawrat im Goethe-Institut seinen ersten Gedichtband „Gebete für meine Vorfahren“. Musikalisch wird er begleitet von Henry Mex am Bass.
Das ehemalige Benediktinerkloster Comburg ist heute Außenstelle des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung des Landes Baden-Württemberg mit einem umfassenden Kursangebot vor allem für Führungskräfte an Schulen. Die Comburg stellt für das Stipendium die Unterkunft zur Verfügung, die Stadt Schwäbisch Hall stiftet das Preisgeld von 5.000 Euro.
Wann: Mi. 7. Okt. 2025, 19 Uhr
Wo: Hospitalkirche Schwäbisch Hall
Veranstalter: Stadt Schwäbisch Hall, Kulturbüro und ZSL Comburg
Eintritt: 12 € (Young Ticket bis 25 Jahre 6 €)
Vorverkauf bei Osiander
Nächste Termine:
16. Oktober Matthias Nawrat stellt mit Henry Mex (Bass) seine Gedichte vor
4. November Anna Katharina Hahn “Der Chor”
20. November Christopher Kloeble“Durch das Raue zu den Sternen”
30. November Susann Pásztor Frauenliteraturcafé "Von hier aus weiter"
11. Dezember Monika Zeiner Villa Sternbald" im Kunstfoyer der Sparkasse
28. Januar Wolfgang Schorlau“Black Forest”
Hier gehts zum digitalen Flyer: https://www.schwaebischhall.de/fileadmin/Dateien/1_Stadt/Literatur-live_2025-26_Falter_web.pdf
Literatur live Kooperationspartner: Akademie ZSL Comburg / Goethe-Institut / Kulturbüro Stadt Schwäbisch Hall / Osianderische Buchhandlung / Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim / Stadtbibliothek / VHS
Konzeption der Reihe: Kulturbeauftragte Stadt Schwäbisch Hall ute.berger(@)schwaebischhall.de
Die Reihe wird gefördert von der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim.


