Krisenfall: Für den Ernstfall vorbereitet
Vor wenigen Wochen waren Teile Berlins von der Stromversorgung getrennt. Ein echter Krisenfall! Doch was passiert, wenn in Schwäbisch Hall einmal das Licht ausgeht und der Kühlschrank nicht mehr kühlt? Die Stadtverwaltung gibt Informationen rund um das Thema Krisenversorgung bei Stromausfall.
Ruhe bewahren:
Prüfen Sie zunächst, ob nur die eigene Wohnung betroffen ist, oder auch Ihre Nachbarschaft. Kontrollieren Sie die Sicherungen und den FI-Schalter.
Nachbarn kontaktieren:
Wenn auch andere Haushalte betroffen sind, liegt meist eine größere Störung vor. Kontaktieren Sie Ihren Netzbetreiber.
Stromnetz entlasten:
Ziehen Sie die Stecker bei Stromverbrauchern wie Herd, Waschmaschine oder Heizlüfter. So helfen Sie mit, dass beim Wiederanschalten keine Netzüberlastung entsteht.
Informationen einholen:
Übers Handy können Sie sich, sofern das Netz noch funktioniert, Informationen beim Netzbetreiber einholen.
Sicherstellung der Alarmierung von Hilfskräften in akuten lebensbedrohlichen Situationen oder zur Abwendung von größeren Gefahren und Sachschäden
Bei einem länger andauernden Netzausfall werden durch die Stadt Schwäbisch Hall Notfall-“Leuchttürme“ aktiviert, die als primäre Notrufmeldestellen dienen. Fällt beispielsweise der Strom aus, funktioniert das Festnetz nicht mehr und einige Stunden später auch das Mobilfunknetz nicht mehr. Von diesen Standorten aus kann die Bürgerschaft über eine Hilfsperson per Behördenfunk die Integrierte Leitstelle Schwäbisch Hall erreichen, die bei Bedarf Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmiert. Der Standort und die Besetzung der Notfall-Leuchttürme wird je nach Verfügbarkeit über Rundfunkmeldungen, Lautsprecherdurchsagen, Warn-App oder Social Media in den Stadtbezirken bekannt gegeben.
Notruf nur im Ernstfall:
Holen Sie Hilfe über die 110 und 112, wenn tatsächlich eine Gefahr für Ihr Leben besteht. Sind Sie oder Ihnen anvertraute Personen beispielsweise auf medizinische Geräte angewiesen, die eine Stromversorgung erforderlich machen, rufen Sie umgehend den Notruf. Auch wer beispielsweise im Fahrstuhl stecken geblieben ist, braucht dringend Hilfe. Es werden keine allgemeinen Informationen über den Notruf ausgegeben. Bei länger andauernden Krisen wird eine Hotline geschaltet und diese auf verschiedenen Kanälen kommuniziert.
Menschen unterstützen:
Ältere, kranke oder alleinlebende Nachbarn fragen, ob sie Hilfe benötigen.
Vorsicht bei Kerzen und Grills:
Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Kohle- oder Gasgrills auf keinen Fall in geschlossenen Räumen verwenden – hier besteht Lebensgefahr durch Kohlenmonoxid!
Checkliste bei Stromausfall:
Ohne Strom funktionieren elektrische Geräte und Anlagen nicht mehr – sowohl zu Hause als auch im öffentlichen Raum. Mit einer Notausrüstung bleiben Sie handlungsfähig.
Beleuchtung / Batterien:
- LED-Taschenlampen: energieeffizient, hell und langlebig – mindestens zwei pro Haushalt
- Stirnlampen: lassen die Hände frei zum Arbeiten – ideal für Küche und Keller
- Kerzen und Feuerzeuge: für zusätzliches Licht – nur in stabilen Haltern verwenden
Stromversorgung
- Powerbank und Powerstation: Mit 20.000 Milliamperestunden (mAh) Batterie-Kapazität können Sie ein Smartphone vier bis acht Mal aufladen
- Batterien: verschiedene Größen ausreichend bevorraten – Verfallsdatum beachten
- Solarladegeräte: nutzen Sonnenlicht zum Laden von Powerbanks und Geräten – bei mehrtägigem Stromausfall unverzichtbar
- Batterieradio oder Kurbelradio ohne Batterien: damit bleibt man informiert – sie verfügen oft über eine LED-Lampe und einen USB-Anschluss
- Notfall-Apps: NINA und KATWARN vorher herunterladen und Offline-Funktionen aktivieren
Wärme und Komfort
- Warme Decken und Schlafsäcke sind die sicherste Methode, warm zu bleiben.
- Warme Kleidung: Mehrschichtprinzip für effektive Wärmeisolierung
Nahrung
- Getreideprodukte wie Knäckebrot, Müsli, Zwieback, Haferflocken → diese können ohne Kühlung aufbewahrt und sofort verzehrt werden.
- Konserven für Gemüse, Obst, Fertiggerichte, Fisch oder Fleisch → können auch kalt verzehrt werden.
- Trockenprodukte wie Nudeln, Reis, Linsen oder Bohnen → ein Campingkocher und Wasser sind hierfür jedoch unabdingbar.
- Getränke: halten Sie stets ausreichend Trinkwasser bereit. H-Milch hält sich ungekühlt oft Monate.
Informationen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/vorsorge_node.html


