Verena Keßler ist Comburg-Stipendiatin 2026
Die Schriftstellerin Verena Keßler erhält das Comburg-Stipendium Schwäbisch Hall für das Jahr 2026.
"Ich freue mich sehr über diese schöne Überraschung und bin schon gespannt auf die Zeit auf der Comburg! Wenn es gut läuft, bin ich bis dahin mitten im nächsten Romanprojekt und kann die Ruhe hoffentlich gut zum Schreiben nutzen," schreibt Verena Keßler auf die Nachricht der Kulturbeauftragten Ute Christine Berger, dass sie die Jury des Comburg-Stipendiums mit ihren Büchern überzeugt hat.
Ab Ende September 2026 ist die Autorin in der beeindruckenden Klosteranlage Comburg in Schwäbisch Hall zu Gast und nimmt den Preis von 5.000 Euro entgegen.
Verena Keßler wurde 1988 in Hamburg geboren. Sie studierte Literatur und Linguistik an der Humboldt-Universität zu Berlin und anschließend literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, wo sie auch lebt. Ihr Debütroman „Die Gespenster von Demmin“ verknüpft die bedrückende Geschichte des Demminer Massensuizids am Ende des Zweiten Weltkriegs mit einer Coming-of-Age-Erzählung, während ihr Roman „Eva“ sich moralischen Fragen rund um das Thema Kinderkriegen im Angesicht der Klimakatastrophe widmet. Beide Bücher erhielten Auszeichnungen und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. „Gym“ heißt Verena Keßlers neuester Roman, dessen Schauplatz ein Fitnessstudio ist.
Am Donnerstag, 1. Oktober 2026 um 19 Uhr wird Verena Keßler bei einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Literatur live“ in der Hospitalkirche von Bürgermeister Marcel Miara die Preisurkunde entgegennehmen. Die Comburg-Stipendiatin wird anschließend in Lesung und Gespräch mit Moderatorin Rebecca Salentin unter anderem ihr neuestes Buch vorstellen.
Hintergrund:
Die Comburg stellt für das Stipendium die Unterkunft in der Klosteranlage zur Verfügung, die Hospitalstiftung der Stadt Schwäbisch Hall steuert das Preisgeld von 5.000 Euro bei. Das ehemalige Benediktinerkloster Comburg ist heute Außenstelle des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung des Landes Baden-Württemberg mit einem umfassenden Kursangebot vor allem für Führungskräfte an Schulen. Die Kulturbeauftragte Ute Christine Berger leitet die Jury und betreut die Stipendiatinnen und Stipendiaten.
Bisherige Preisträgerinnen/Preisträger:
Ulf Erdmann Ziegler, Ilija Trojanow, Felicitas Hoppe, Christoph Peters, Judith Schalansky, Finn-Ole Heinrich, Anila Wilms, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Monika Zeiner, Tilman Rammstedt, Mariana Leky, Abbas Khider, Nino Haratischwili, Jaroslav Rudiš, Iris Wolff, Andreas Stichmann, Lena Gorelik, Matthias Nawrat.
Weitere Informationen: FB Kultur; Abtl. Kulturbüro



