HFM beteiligt sich an Ausstellung in Bern
Das Hällisch-Fränkisches Museum Schwäbisch Hall beteiligt sich mit wertvollen Leihgaben an der Ausstellung „Murten, ausgeschlachtet. Ein Sieg wird in Szene gesetzt“ (25. Februar 2026 bis 9. Mai 2027) im Historischen Museum in Bern.
Anlässlich des Erinnerungsjahrs „550 Jahre Schlacht bei Murten“ thematisiert die Ausstellung, wie historische Ereignisse inszeniert und für spätere Generationen gedeutet werden. Im Mittelpunkt steht das monumentale „Panorama der Schlacht bei Murten“ von 1894, das mit 100 Metern Länge und 10 Metern Höhe zu den eindrucksvollsten Rundgemälden des 19. Jahrhunderts zählt und nun erstmals seit der Expo.02 wieder teilweise im Original gezeigt wird.
Aus Schwäbisch Hall stammen ein Modell des historischen Panoramagebäudes, vorbereitende Zeichnungen, eine Ölskizze sowie historische Fotografien. Sie veranschaulichen Entstehung, Präsentation und Wirkung dieses monumentalen Geschichtsbildes. Geschaffen wurde das Panorama von Louis Braun (1836–1916), einem der bedeutendsten Schlachten- und Panoramamaler seiner Zeit mit Wurzeln in Schwäbisch Hall. Mit seinen detailreichen und wirkungsvoll komponierten Rundbildern prägte er das historische Bewusstsein des späten 19. Jahrhunderts maßgeblich. Seine Werke stehen exemplarisch für eine Epoche, in der nationale Identität auch über monumentale Bildinszenierungen vermittelt wurde. Die Leihgaben ergänzen damit die in Bern gezeigten Teile des Rundgemäldes sowie das innovative Terapixel-Panorama, das als weltweit größtes Digitalbild eines Einzelobjekts neue Perspektiven auf das Werk eröffnet.
Dem Werk Louis Brauns ist im Hällisch-Fränkischen Museum in Schwäbisch Hall ein eigener Bereich der Dauerausstellung gewidmet. „Dass unsere Bestände nun im Bernischen Historischen Museum gezeigt werden, unterstreicht die überregionale Bedeutung unserer Sammlung“, so Museumsleiterin Dinah Rottschäfer. „Gleichzeitig fühlen wir uns in Schwäbisch Hall in besonderer Verantwortung für dieses kulturelle Erbe und laden dazu ein, Louis Braun und die Geschichte der Panoramakunst bei uns neu zu entdecken.“
Weitere Informationen: Hällisch-Fränkisches Museum




