Kunstspaziergang: Schwäbisch Hall

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Kunst im öffentlichen Raum

Zur Landesgartenschau 1982 wurden in Schwäbisch Hall erstmals in größerem Umfang moderne Kunstwerke aufgestellt. Einige von ihnen wurden angekauft und seitdem kontinuierlich durch weitere Werke im Stadtbild ergänzt. Nicht nur die Stadt Schwäbisch Hall, auch die Sammlung Würth, die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die Stadtwerke und andere Institutionen tragen zur Kunst im öffentlichen Raum bei.

Folgen Sie unserem Online-Kunstspaziergang - einen Übersichtsplan finden Sie im Downloadbereich. Eine Neuauflage des gedruckten Flyers ist in Planung.

Bitte beachten: Die Auflistung umfasst eine Auswahl der zahlreichen Kunstwerke und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der Kunstspaziergang wird fortlaufend aktualisiert. Ab und zu werden Werke ergänzt, versetzt oder (vorübergehend) entfernt. Die Beschilderung und Information zu den Werken wird derzeit überarbeitet.

Kunstwerke in der Innenstadt

[1] Yvonne Goulbier: tears of joy / Ort: Hällisch-Fränkisches Museum - Lichtinstallation sichtbar von der Brücke über den Schiedgraben

Hällisch-Fränkisches Museum

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Eintritt frei

Das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte ist in sieben Gebäuden untergebracht, die intern verbunden sind.

"Die umkämpfte Geschichte der hohenlohischen Reichsstadt bietet idealen Anschauungsstoff für ein Heimatmuseum. Das von Schwäbisch Hall ist gewiss das schönste im Lande, sowohl inhaltlich als auch in der Formgebung." Südwestpresse Feuilleton.

Die Dauerausstellung zeigt Werke zeitgenössischer Künstler (Gerda Bier, Marcus Neufanger, Edgar Gutbub, Thomas Lenk u.a.). Regelmäßig Sonderausstellungen mit Kunst aus der Region.

tears of joy: Lichtinstallation im Hällisch-Fränkischen Museum

> sichtbar von der Schiedgrabenbrücke durch das Glasdach der Stadtmühle.

Nachts leuchten die fluoresziernden Objekte geheimnisvoll. Entstanden bei der Stadtmühlesanierung 2001.

Yvonne Goulbier
*1953 in Kaiserslautern, Ausstellung in der Galerie am Markt 1998 (Katalog)

[2] Außenskulpturen beim Hällisch-Fränkischen Museum

Michael Turzer: Hermesflügel (1987) / Ort: Untere Herrngasse an der Treppe zum Keckenhof

Homepage Michael Turzer

Michael Turzer (geboren 1949 in Stuttgart) lebt seit 1976 in Gschwend. Seit 1986 hat er sein Atelier in Schwäbisch Hall (aktuell im denkmalgeschützten Areal der ehemaligen Spinnerei im Ripperg). Er verwirklichte in Hall zahlreiche Werke auch im öffentlichen Raum.

Werke in Schwäbisch Hall (Auswahl): Hermesflügel Untere Herrngasse, Brunnen am Sparkassenplatz, Kunst an der neuen Justizvollzugsanstalt, Skulptur "Gegenseitig Haltend" am Arbeitsamt. 2018 widmete ihm das Hällisch-Fränkische Museum eine Retrospektive zum 70. Geburtstag.

 

Wolfgang Bier: Skulptur (aufgestellt 2018 anläßlich der Sonderausstellung im HFM und Kunstverein) / Ort: Im Keckenhof

Auf dem Platz am Keckenturm werden wechselnde Skulpturen aufgestellt.
> Im Keckenhof (Eingang HFM)

1943 in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik) - 1998 in Schwäbisch Hall; 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog).

Werke von Wolfgang Bier in Schwäbisch Hall (Auswahl): Arbeiten im HFM (Dauerausstellung), "Kopf" am Marktplatz, "Handwerkerbrunnen" Gelbinger Gasse, "Sturz" am Schulzentrum West

2018 Doppelausstellung im HFM und Kunstverein Schwäbisch Hall mit zahlreichen Skulpturen im Stadtgebiet. Hieraus resultierten zwei Ankäufe der Stadt Schwäbisch Hall: Skulptur am Werkhof sowie am Kreisverkehr am neu eröffneten Zentrum "Fassfabrik" (Karl-Kurz-Straße in Hessental).

  

[3] Katja Sehl: BLEIBE / Ort: Schwatzbühlgasse

Beton, 2006
> Schwatzbühlgasse, vor Drogerie Müller

Diese „Gedankenbank aus sechs Betongüssen” lädt zum Verweilen ein. Mit dem Thema Typografie setzt sich Katja Sehl auch in ihren Papierarbeiten intensiv auseinander. 

Katja Sehl
* 1964 in Schwäbisch Hall, Studium an der Kunstakademie Stuttgart. Lebt in Berlin. Lehrauftrag an der Haller Akademie der Künste, Leitung der Buchdruckwerkstatt. Ausstellung im HFM 2006 (Katalog).

www.katjasehl.de

[4] Konrad Balder Schäuffelen: Irre Vocabilis / Ort: Einfahrt Parkhaus Schiedgraben

Sandstein / Hanfseil / Aluminium 1985
> Einfahrt Parkhaus Schiedgraben

Der Künstler kombiniert einfache Gegenstände oder Fundstücke (hier ein mittelalterlicher Dreipass) zu Installationen und Emblemen (Sinnbildern). Das Motto „Irre vocabilis“ ist ein Wortspiel mit dem lateinischen irrevocabilis (unwiderruflich) und spielt angesichts des gerade noch im freien Fall gebremsten Stein mit schwarzem Humor auf das allzeit drohende Lebensende an – Memento mori. Im HFM befindet sich ein weiteres Werk des Künstlers, gefertigt aus einem Totenschädel.

Konrad Balder Schäuffelen
1929 - 2012, * in Ulm, Studium der Philosophie und Medizin, literarische Tätigkeit, ab den 70er Jahren: Objekte, Skulpturen und Installationen, Psychoanalytiker, 1977 documenta, 1969/1986 Biennale di Venezia, 1991 Ausstellung Galerie am Markt (Katalog)

[5] Edgar Gutbub: Brückenplastik 13 + 13 a / Ort: Schiedgrabenbrücke

Edelstahl, 1988, zweiteilig
> Schiedgrabenbrücke

Tief eingeschnitten verläuft der Schiedgraben vom Fluss den Steilhang hinauf. Brücke und Graben zeichneten einmal die Grenze zwischen dem Haller und Limpurger Herrschaftsbereich – sie standen für Abwehr und Begegnung. Dies hat den Künstler inspiriert. Mit den aufeinander gerichteten Negativ- und Positivformen wird Verschiedenheit erreicht, gleichzeitig aber auch eine starke Anziehungskraft erzeugt. Einerseits signalisieren die Formen Kampf, aber sie lassen sich auch ineinander fügen und verweisen so auf gegenseitige Abhängigkeit und Notwendigkeit zur Zusammenarbeit. (Wilfried Brückner im Katalog zur Ausstellung im HFM 1991/92 (Arbeiten 1965 – 1991)

Edgar Gutbub
1940 in Mannheim - 2017 in Wuppertal. 1963 – 1969 Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin, 1972 Villa Romana Preis, 1986 Stipendium Kunstfonds Bonn, 1986 Preis der Kleinplastiktriennale Fellbach. Der Künstler arbeitete rund 40 Jahre in seinem Atelier in Kirchberg-Mistlau.

Artikel zu Edgar Gutbub im Haller Tagblatt

[6] [24] [28] Jürgen Goertz: Drei Gnome / Ort: Rosenbühl am Eingang des "Neubau"; Gelbinger Gasse; Säumarkt

Dreiteilig, Metall, 1986 
> [6] Rosenbühl am Eingang des "Neubau"
> [24] Gelbinger Gasse
> [28] Säumarkt

An drei verschiedenen Standorten in der Innenstadt finden sich Variationen der „Drei Gnome”.

Jürgen Goertz
*1939 in Albrechtshagen, 1963 – 66 Staatliche Akademie, der Bildenden Künste Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis, Rom, 1978 Berliner Kunstpreis, lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

www.juergen-goertz.info

[7] -momentan entfernt- Edgar Gutbub: Ohne Titel / Ort: Eingang Hotel Adelshof

> Hotel Adelshof

Bodenplastik 3-teilig, Metall, 1978

Edgar Gutbub
1940 - 2017, * in Mannheim, 1963 – 1969 Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin, 1972 Villa Romana Preis, 1986 Stipendium Kunstfonds Bonn, 1986 Preis der Kleinplastiktriennale Fellbach.

[8] Wolfgang Bier: Kopf / Ort: Marktplatz, am Rathaus

Eisen, 1980
> Marktplatz, am Rathaus

„Ich mache meistens Köpfe. Denn im Kopf, am Kopf, im Gesicht, in dessen Bewegungen und Zuckungen entsteht das, widerspiegelt sich das, was die Menschen so faszinierend macht. So bewundernswert, geheimnisvoll, unverständlich, widersprüchlich, grauenhaft. Halb Kopf, halb Helm, erzählt er vom Eisen, vom Gewappnetsein, von Verschlossenheit und Bewaffnung. So ist er ein Zeichen für die Schwierigkeit des Menschen mit sich und den anderen.“ (Wolfgang Bier) 

Der "Kopf" war 1982 im Rahmen der Kunstpräsentation zur Landesgartenschau aufgestellt und angekauft worden.

Werke von Wolfgang Bier in Schwäbisch Hall (Auswahl): Arbeiten im HFM (Dauerausstellung), "Kopf" am Marktplatz, "Handwerkerbrunnen" Gelbinger Gasse, "Sturz" am Schulzentrum West

Wolfgang Bier

1943 in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik) - 1998 in Schwäbisch Hall; 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog).

2018 Doppelausstellung im HFM und Kunstverein Schwäbisch Hall mit zahlreichen Skulpturen im Stadtgebiet. Hieraus resultierten zwei Ankäufe der Stadt Schwäbisch Hall: Skulptur am Werkhof sowie am Kreisverkehr am neu eröffneten Zentrum "Fassfabrik" (Karl-Kurz-Straße in Hessental).

Bildergalerie Haller Tagblatt Doppelausstellung 2018

 

[9] Hans Steinbrenner: Eiche, Figur / Ort: Treppe zwischen Rathaus und Galerie am Markt

Holzstele, geteertes Holz, 1972
> Treppe zwischen Rathaus und Galerie am Markt

Der Künstler reduziert seine Skulpturen auf ihr Wesen – Raum, Masse und Proportionen. Obwohl aus einem Stück gearbeitet, erzeugen seine Werke den Eindruck mehrerer zusammengefügter quaderförmiger Einzelteile, eine Spannung zwischen Stabilität und Labilität. Die Figur aus scheinbar versetzt „aufeinandermontierten“ Balken erscheint zierlich, zerbrechlich als könne sie jederzeit auseinanderfallen. Sie unterstreicht durch ihre vertikale Form die schmalen Treppenaufgänge zum Marktplatz.

Hans Steinbrenner
1928–2008, * in Frankfurt am Main 1946–54 Studium Städelschule Frankfurt/M. und Kunstakademie München; 1964 documenta, 1986 Ausstellung Galerie am Markt

www.hans-steinbrenner.de

[10a] Kunstverein Schwäbisch Hall (Galerie am Markt)

Kunstverein Schwäbisch Hall Galerie am Markt 
Am Markt 7/8, Eingang Hafenmarkt
74523 Schwäbisch Hall

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag: 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Samstag/Sonntag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Seit 1976 zeigt die Galerie am Marktwechselnde Ausstellungen international bedeutender zeitgenössischer Kunst, seit 2001 unter der Regie des Kunstvereins. Das Gebäude ist aus dem Jahr 1730, schon der Galerieraum selbst ist faszinierend in seiner Eigenart – ein Blick hinein lohnt immer! Eintitt frei.

www.kvsha.de

[10b] Harald Kröner: Tochter der Freiheit / Ort: Am Gebäude Am Markt 7/8

Neon, 2019
> Am Gebäude Am Markt 7/8

"Kunst" signalisiert ein Neonschriftzug an der Fassade des Gebäudes Am Markt 7/8 Richtung Neue Straße. Wer von der Neuen Straße hoch läuft entdeckt auf der Ecke zum Hafenmarkt die Fortführung "ist eine". Am anderen Ende des Gebäudeensembles leuchtet "Tochter" und schließlich auf der Seite Richtung Rathaus "der Freiheit". Zusammen ergibt sich das berühmte Zitat "Kunst ist eine Tochter der Freiheit" des Dramatikers, Dichters und Philosophen Friedrich Schiller. Am 9. Mai 1805 starb das in Marbach am Neckar geborene Genie im Alter von nur 45 Jahren. Der Satz aus seinen 'Briefen über die Ästhetische Erziehung des Menschen' von 1795 ist nach wie vor aktuell. Die Freiheit der Kunst wird vielerorts auf der Welt eingeschränkt, Künstler werden gegängelt oder gar bedroht.

Das Neonkunstwerk an dieser zentralen Stelle in der Schwäbisch Haller Altstadt ist ein Bekenntnis zur Kunst und ihrer Freiheit. Die Stadt Schwäbisch Hall beauftragte den Künstler Harald Kröner (geboren 1962 in Pforzheim) mit der Ausführung seiner Idee. Marcus Neufanger, langjähriges Mitglied und Beirat im Haller Kunstverein, initiierte das Projekt. Bereits 2009 stellte Harald Kröner auf Einladung von Klaus Heller im Kunstverein Schwäbisch Hall in der Galerie am Markt aus, die sich in dem Barockbau befindet, an dem nun nachts der Schriftzug erstrahlt.

Harald Kröner studierte an der Kunstakademie Stuttgart und hat zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum verwirklicht, darunter mehrere Lichtinstallationen, etwa am Universitätsplatz in Heidelberg. Das Neonkunstwerk ist auch ein Bekenntnis zu zeitgenössischen Kunstformen und nicht zuletzt eine Reverenz an die benachbarten Freilichtspiele, die manch bedeutendes Drama Schillers auf der Treppe inszenier(t)en. 

Harald Kröner
* 1962 in Pforzheim 

www.haraldkroener.de

[11a] -momentan entfernt- Heinz Brand: Luftlinie Schwäbisch Hall-Bern / Unterwöhrd am Globe Theater

Aufgrund der Bauarbeiten zum NEUEN GLOBE THEATER ist die Skulptur bis auf Weiteres entfernt worden.

Blauer Granit, 1991
> Unterwöhrd nahe Globe-Theater

Das Werk besteht aus einem auseinandergesägten Stein von ausgesuchter Schönheit. Die zwei Teilstücke sind in Schwäbisch Hall und Bern so gegeneinander aufgestellt, dass die Schnittflächen in einer imaginären Linie liegen und eine ideelle Verbindung entsteht. Brands Arbeiten sind meist minimalistische Setzungen von überraschender Lapidarität und Einfachheit. Sie bilden Ausgangspunkte für ein Denken und Wahrnehmen, das an seine Grenzen geführt wird.

Heinz Brand
* 1944 in Biberist / Schweiz, lebt und arbeitet in Bern, 1991 Ausstellung in der Galerie am Markt (Katalog)

[11b] Sckre & Video Oner: Graffiti (ohne Titel) / Ort: Unterführung am Roten Steg (unter dem Café Ableitner)

Graffiti / 2019

> Unterführung am Roten Steg (unter dem Café Ableitner)

Vier überlebensgroße Hasen hoppeln durch die Unterführung am Roten Steg in Schwäbisch Hall. Auf Vermittlung von Frieder Simpfendörfer, Organisator der "Diversity Jams" in Schwäbisch Hall, konnte für die Gestaltung der Passage das Künstlerduo "Sckre" und "Video Oner" gewonnen werden. Ihr kreativer Arbeitsprozess erzählt immer eine Geschichte und ist dialogisch. Video Oner konzentriert sich häufig auf die Darstellung von Tieren, während Sckre sie mit seinen ornamentalen, abstrakten Landschaften und Formen verbindet.

Das Haller Bild umfasst auch eine klassisch geformte, bauchige Teekanne, auf deren Öffnung eine Tasse liegt. Das erinnert natürlich an die verrückte Teeparty des "Märzhasen" in der Geschichte "Alice im Wunderland". Daneben ist es auch ein augenzwinkernder Verweis auf das über der Passage liegende traditionsreiche Café Ableitner.

Die Künstlerin Video Oner  (geboren 1990 in Linz/Österreich) studierte Malerei und Bildhauerei an Akademien in Wien und Linz. Sckre (geboren 1988 in Ludwigsburg) studierte Bühnenmalerei und arbeitet derzeit für die Kammerspiele in München.

 

[12] Kunsthalle Würth

Kunsthalle Würth
Lange Straße 35
74523 Schwäbisch Hall

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Die Kunsthalle Würth, getragen durch die Adolf Würth GmbH &Co. KG, versteht sich als weltoffenes Haus mit kontrastreichem Programm. Auf 2.600 qm werden Wechselausstellungen internationaler Kunst von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart gezeigt. Die Architektur des Dänen Henning Larsen ist preisgekrönt und fügt sich sensibel in das historische Stadtbild. Im Außenbereich werden ständig wechselnde Skulpturen sowie ein traumhafter Panoramablick geboten.

www.kunst.wuerth.com/de

[13] Heinrich Brummack: Salve-Tor / Ort: Brüdergasse/Sudhaus

Metall, bemalt und vergoldet, 1998 (Eigentum der Sammlung Würth)
> Brüdergasse/Sudhaus an der Kunsthalle Würth

Artikel im Haller Tagblatt zu Heinrich Brummack

Bildergalerie im Haller Tagblatt zu Heinrich Brummack

Brummacks Verhältnis zur Bildhauerkunst ist hintergründig. Er formuliert bildhauerische Widersprüche, indem er sich mit bestimmten Traditionen und Konventionen der Gattung auf ironische und provozierende Weise auseinandersetzt. Sein eigentliches Thema ist die Fragwürdigkeit von Autorität und Hierarchie.

Weitere Werke von Heinrich Brummack im Stadtgebiet: „Geburtstagstisch“ auf der Grünfläche bei den Stadtwerken im Stadtpark Ackeranlagen Richtung Steinbach sowie Arbeiten sind vor seinem ehemaligen Atelier im Hessentaler Solpark.

Heinrich Brummack
(1936 in Treuhofen/Neumark - 2018 in Schwäbisch Hall) Studium der Bildhauerei in Berlin und Paris. 1966 Villa-Massimo-Preis, 1987 documenta, Lehrauftrag für Plastisches Gestalten FH Münster, lebte nach Berlin, Köln und Osnabrück ab 2011 in Schwäbisch Hall in seinem Atelier im Solpark. Brummack war viele Jahre mit der Sammlung Würth verbunden. 2017 stellte er im Hällisch-Fränkischen Museum aus.

[14] Alfred Hrdlicka: Kreuzigungsgruppe / Ort: Innenhof Johanniterkirche

Bronze, 1959 (Eigentum der Sammlung Würth)
> Innenhof Johanniterkirche 

„Ich bin sicher so viel Christ wie ich Marxist bin, und ich verstehe von der einen Sache wahrscheinlich mindestens so viel wie von der anderen” so Hrdlicka, für den Jesus ein Mann des Widerstandes ist.

Alfred Hrdlicka
1928–2009 in Wien, gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der Gegenwart. Viele seiner Arbeiten setzen sich mit dem Nationalsozialismus auseinander. Hrdlicka lehrte als Professor für  Bildhauerei in Hamburg, Stuttgart und Berlin.

www.alfredhrdlicka.com

[15] Johanniterkirche Schwäbisch Hall - Museum Alte Meister in der Sammlung Würth

Im Weiler
74523 Schwäbisch Hall

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Die im 12. Jh. erbaute Kirche ist nach aufwändigen Sanierungsmaßnahmen nun Dependance der Kunsthalle Würth und zeigt bei freiem Eintritt die hochkarätige Sammlung Alter Meistervon Cranach bis Riemenschneider. Seit Januar 2012 ist auch die Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen ("Schutzmantelmadonna") von Hans Holbein d.J. dort beheimatet.

www.kunst.wuerth.com

[16] Karl Manfred Rennertz: Goldenes Kristall / Ort: am Kocher an der Henkersbrücke

- Die vergoldete Holzkugel ist witterungsbedingt so beschädigt, dass sie nicht mehr restauriert werden kann -

Holzkugel, Blattgold, 1995
> Kocher bei der Henkersbrücke

Bevorzugtes Material des Bildhau ers ist Holz, das er mit der Ketten säge bearbeitet. Dies spiegelt sich in der groben, expressiven Ober fläche wider. Wie Strandgut liegt der „Kristall“ am Flussufer.

Karl Manfred Rennertz
*1952 in Eschweiler, 1972 – 78 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, zahlreiche Auslandsaufenthalte, 1989 Villa-Massimo-Stipendium Rom, seit 1992 Verbrennungsaktionen von Skulpturen, lebt und arbeitet in Baden-Baden und Zürich. 1995 Ausstellung in der Galerie am Markt (Katalog).

www.rennertz-km.de

[17] Bernhard Deutsch: Kunst-Automat / Ort: Brückenhäuschen auf der Henkersbrücke

> Brückenhäuschen auf der Henkersbrücke

Frau Schäufele und Frau Kehrer kommentieren das lokale und globale Geschehen auf ihre Weise …

Die seit 1978 entstehenden Kunst-Automaten sind durchweg Unikate. Sie können per Münzeinwurf gestartet werden und überraschen mit besonderen Funktionen. Weitere Automaten gibt es u.a. am Grasbödele.

Bernhard Deutsch
* 1959, Studien in Tübingen Philosophie/Soziologie, freischaffender Künstler, Konstrukteur von interaktiver Kunst, Ideenlieferant, Figurentheaterspieler, Stadtführer und vieles mehr!

www.nurzu.de

[18] Felicitas Franck: Blumengewinde / Ort: Neue Straße/Henckersbrücke

Bronze, 1985
> Neue Straße/Henckersbrücke

Felicitas Franck
*1950 auf der Oberlimpurg Schwäbisch Hall, lebt und arbeitet nach vielen Jahren in Berlin nun in Schwäbisch Hall. Dort betreut sie im "Dieter-Franck-Haus" den Nachlass ihres Vaters Dieter Franck (1909-1980) und zeigt interessante Sonderausstellungen.

www.felicitas-franck.de
www.dieter-franck.de

[19] Amadeo Gabino: Argos / Ort: Hospitalhof

Edelstahl, 1987
> Hospitalhof (Goethe-Institut Schwäbisch Hall)

Mit dem Motiv Argos befasste sich Gabino in einer ganzen Serie von Skulpturen die an öffentlichen Plätzen aufgestellt sind. Es wird auf Argus, den vieläugigen Riesen aus der griechischen Sage angespielt. Die Oberfläche des edlen Materials strahlt Glanz aus und spiegelt verschiedenste Lichtstimmungen. Von 1961 an entwickelte Gabino  abstrakte Metallobjekte und seine konstruktivistischen Collage aus sich überlappenden Metallplättchen - einem Harnisch nicht unähnlich - durch die er international bekannt wurde. «Die gerundeten Bleche wurden kunstvoll miteinander zu Würfeln, Säulen, Reliefs und Toren vernietet und stehen sinnbildhaft für das technisch-industrielle Zeitalter.» [Brigitte Reutner]

Das Kunstwerk eines internationalen Künstlers ist auch ein Signal der Weltoffenheit - gerade an diesem Platz am Goethe-Institut Schwäbisch Hall, wo Menschen aus aller Welt deutsche Sprache und Kultur kennenlernen.

Amadeo Gabino
*1922 Valencia / gest. 2004 Madrid, studierte an den Kunstakademien in Valencia, Rom, Paris, Hamburg, New York. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Museen vertreten, darunter im Museo Reina Sofía, Madrid, Museum der Schönen Künste Bilbao, Andalusisches Zentrum für Gegenwartskunst, Sevilla, Brooklyn Museum, New York City, Instituto Venezolano de Investigaciones Científicas, Caracas, Venezuela, Museo Tamayo Arte Contemporáneo, Chapultepec, Mexiko, Lentos Kunstmuseum Linz, oder in der Kunsthalle Mannheim.

[20] Stephan Kern: Die drei Türme / Ort: Froschgraben

Stahl, beschichtet, 2003
> Froschgraben

Ein Turm bestehend aus 5 Elementen, Farbton DB 702 (dunkelgrau), 7 m hoch, 920 mm maximaler Durchmesser.

Ein Turm bestehend aus 4 Elementen, Farbton DB 503 (dunkelblau), RAL 9006 (weißaluminium) und DB 301 (rot), 10.5 m hoch, 914 mm maximaler Durchmesser.

Jede der beiden turmartigen Skulpturen steht zwar für sich. Durch ihre Unterschiedlichkeit und ihre Ähnlichkeiten kommunizieren sie aber miteinander. Kerns Arbeiten akzeptieren keine festen Ordnungen. Indem sie an der Funktion zweifeln lassen, ziehen sie Sinn ab.

Standort bis 2011: Olympiapark München. Aufgestellt anlässlich der Kunstausstellung »impark« 2003. 2011 verließen die drei Türme München gen Schwäbisch Hall (vor dem Kocher-Quartier): sie gehören nun zur Sammlung Würth. Die zweiteilige Skulptur wurde anlässlich der Einweihung des Kocherquartiers 2011 aufgestellt. Sie bezieht optisch die Türme der Stadt mit ein - daher der Titel "Die drei Türme".

"Vereinzelung und Häufung, Kontrast und Ähnlichkeit, Statik und Dynamik, Öffnung und Geschlossenheit bestimmen Kerns Skulpturengruppen. Seine Skulpturen sind maschinell oder klassisch handwerklich hergestellte Objekte. Sie basieren auf industriellen, technischen, aber auch auf  geometrischabstrakten oder architektonischen Formen, die Kern verfremdet durch Fragmentarisierung oder durch Irritationen. Materialien bekommen durch farbige Fassungen eine realitätsferne Wirkung." (Petra Noll)

Stephan Kern
*1955 in Ludwigshafen, 1978–82 Studium Kunstakademie München, 1991–92 Stipendium Villa Massimo, Rom, 2001 Robert-Jacobsen-Preis der Stiftung Würth, lebt in München.

[20a] Michael Heckmann: Frosch / Ort: Froschgraben

Keramik mit Seladonglasur, 2011
> Froschgraben

Der Frosch wurde am Modell 1:10 entwickelt und in einem Stück in der Werkstatt über eine Holzform gearbeitet, dann in die Formteile zerteilt, die nach dem Glasieren und Brennen wieder zur Gesamtform zusammengesetzt wurden. Gebrannt ist die Keramik bei der Steinzeugtemperatur von 1300°C. Das ist sehr wichtig für die Qualität, um frostsicher im Außenbereich bestehen zu können.

Der Anspruch für die Formgebung war, auf das Wesentliche zu reduzieren, den Froschcharakter zu erhalten, nichts zu überzeichnen und gleichzeitig dem gewünschten Nutzen als Sitzbank/Treffpunkt gerecht zu werden.

Michael Heckmann (Töpferei Heckmann)

www.heckmann-keramik.de

[21] Alfred Hrdlicka: Dietrich Bonhoeffer Denkmal / Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Platz

Bronze, 1977 
> Dietrich-Bonhoeffer-Platz

„Nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit.” Der Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (*1906) wurde 1945 hingerichtet. Vorfahren lebten seit 1513 in Schwäbisch Hall. Sie waren u.a. Goldschmiede, Ärzte oder Pfarrer. Die Familie stellte 78 Ratsherren (Portraits in der Michaelskirche).

Alfred Hrdlicka
1928–2009 in Wien, gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der Gegenwart. Viele seiner Arbeiten setzen sich mit dem Nationalsozialismus auseinander. Hrdlicka lehrte als Professor für  Bildhauerei in Hamburg, Stuttgart und Berlin.

www.alfredhrdlicka.com

[22] Karl-Henning Seemann: Ohne Titel (Figurengruppe) / Ort: Treppe am Landratsamt Schwäbisch Hall

Bronze, 1981
> Gelbinger Gasse, Treppe zum Landratsamt

Die Figurengruppe wurde im Zuge des Neubaus des Landratsamtes (1978 – 1981, Architekt Fred Angerer und Partner, München) von der Stadt Schwäbisch Hall gestiftet. Seemanns Skulpturen zeichnen sich oft durch Skurrilität und Humor aus. Dynamisch hat er das für Schwäbisch Hall kennzeichnende Element „Treppe“ in seiner Arbeit einbezogen.

Karl-Henning Seemann
*1934 in der Seestadt Wismar, 1953 –59, Bildhauer-Studiumin Berlin, Kunsterzieherexamen an der Akademie Stuttgart, seit 1961 Lehrtätigkeit (u.a. TH Braunschweig und FH Aachen), 1974 – 97 Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

www.khseemann.de

[23] Karl-Henning Seemann: Mann mit Bierflasche / Ort: Gelbinger Gasse, hinter Haus Nr. 42

Bronze, 1981
> Gelbinger Gasse, hinter Haus Nr. 42

Diese Figur wurde im Zuge des Neubaus des Landratsamtes aufgestellt. Dargestellt ist ein Haller Bürger, der an der Stelle häufig in dieser Erscheinung gesichtet wurde.

Karl-Henning Seemann
*1934 in der Seestadt Wismar,1953 –59, Bildhauer-Studiumin Berlin, Kunsterzieherexamen an der Akademie Stuttgart, seit 1961 Lehrtätigkeit (u.a. TH Braunschweig und FH Aachen), 1974 – 97 Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

www.khseemann.de

[24] Jügen Goertz: Drei Gnome / Ort: Gelbinger Gasse

Metall, 1986
> Gelbinger Gasse

An drei verschiedenen Standorten in der Innenstadt finden sich Variationen der „Drei Gnome”.
> [6] Rosenbühl am Eingang des "Neubau"
> [28] Säumarkt

Jürgen Goertz
*1939 in Albrechtshagen, 1963 – 66 Staatliche Akademie, der Bildenden Künste Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis, Rom, 1978 Berliner Kunstpreis, lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

www.juergen-goertz.info

[25] Gunther Stilling: Wächter / Ort: Froschgraben Ecke Rosmarinstraße am Hospitalgebäude

Bronze, 1992/1982
> (ursprünglich am Anfang der Gelbinger Gasse aufgestellt) jetzt: Ecke Froschgraben/Rosmarinstraße am Hospitalgebäude (Goethe-Institut)

Gunther Stillings Figuren zeigen die Einbindung des Menschen in ein Ordnungs- und Machtgefüge. Trotz Anlehnung an antike Figuren wird die ideale Form bewusst verweigert. In fragmentarischen künstlerischen Formen wird Vergänglichkeit und Gewalt visualisiert. 

Gunther Stilling
*1943 in Srpski Miletic / Jugoslawien
1964 – 69 Studium an der Staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, seit 1979 Professur für Plastisches Gestalten an der FH Kaiserslautern, lebt und arbeitet in Güglingen bei Heilbronn und in Pietrasanta (Italien). Der Künstler stellte 1979 in der Städtischen Galerie am Markt Schwäbisch Hall aus. 1982 war temporär eine Skulptur von ihm im Rahmen der Kunstaktion zur Landesgartenschau in Schwäbsich Hall zu sehen.

www.stilling.de

[26] Wolfgang Bier: Handwerkerbrunnen / Ort: Gelbinger Gasse

Metall, 1984
> Gelbinger Gasse

Der Brunnen ist eine Würdigung der traditionsreichen Handwerkerberufe, die in der Stadt, aber auch in der Familie des Künstlers eine große Bedeutung haben.

Wolfgang Bier
1943 – 1998, * in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik); 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog). 2018 Ausstellung im Kunstverein Schwäbisch Hall.

[27] Heinz L. Pistol: Blendstatt-Projekt / Ort: Blendstatt/Langer Graben

Kugel, Pyramide, Stadtmauer, Stein, 1988
> Blendstatt/Langer Graben

Im Rahmen des Neubaus der Blendstatthalle (1985–88, Architekten Mahler, Gumpp, Schuster; Stuttgart) entstand diese mehrteilige Skulptur, die sich auf die neue Architektur und die Geschichte des Standortes bezieht. Den Impuls für die Pyramide gab der ehemalige Stadtturm. Sie steht für das Konstruktive, Logik, Metaphysik. Das Kugelelement – organisch, bewegt, dynamisch – bildet den Kontrapunkt dazu. Die ehemalige Stadtmauer taucht als „Landschaftsband“ auf und erinnert an die Stadtmauer als urbanes Element.

Heinz L. Pistol
*1940 in Dortmund, 1965–71 Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Stuttgart sowie in Mailand und Architektur in Rotterdam, lebt in Stuttgart und Hüfingen; 1993 Ausstellung in der Galerie am Markt (Katalog).

[27a] Hermann Koziol: Der Flötenspieler / Ort: Hof des Landratsamtes

Bronze, 1980
> Hof des Landratsamtes

Hermann Koziol
*1926 in Beuthen (Oberschlesien), gest. 2011 in Schwäbisch Hall
Nach dem Krieg Ansiedlung in Hohenlohe, Arbeit im Steinbruch, Atelier in Neuenstein, Studien in der Käthe Kollwitz-Kunstschule und bei Georg Kolbe in Berlin, 1958 Gründungsmitglied des Hohenloher Kunstvereins, 1985 Hohenloher Kunstpreis.

[28] Jürgen Goertz: Drei Gnome / Ort: Säumarkt

Metall, 1986
> Säumarkt

An drei verschiedenen Standorten in der Innenstadt finden sich Variationen der „Drei Gnome”.
> [6] Rosenbühl am Eingang des "Neubau"
> [24] Gelbinger Gasse

Jürgen Goertz
*1939 in Albrechtshagen, 1963 – 66 Staatliche Akademie, der Bildenden Künste Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis, Rom, 1978 Berliner Kunstpreis, lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

www.juergen-goertz.info

[29] Waldemar Otto: Mann im November / Ort: Marktplatz, am Gebäude Am Markt 9

Bronze, November 1974
> Marktstraße / Ecke Marktplatz am Gebäude "Am Markt 9"

Wie einige andere Skulpturen im Stadtbild wurde auch diese anlässlich der Aktion „Kunst im Stadtbild” im Rahmen der Landesgartenschau 1982 aufgestellt und angekauft.

Waldemar Otto
*1929 in Petrikau/Polen, 15jährig wird er zum „Volkssturm“ eingezogen, 1945 Flucht nach Halle/Saale, 1948 Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin; 1973 Professur an der Kunsthochschule Bremen, ab 1976 Atelier in Worpswede

www.waldemar-otto.de

Skulpturen außerhalb der Innenstadt

[30] Thomas Lenk: Haller Bogen / Ort: Friedensbrücke

Metall, 1983
> Friedensbrücke

Der Bildhauer ist bekannt durch seine seit 1964 entstandenen „Schichtungen”. Er verwirklichte zahlreiche Großskulpturen. Die Bögen über der vielbefahrenen Friedensbrücke deuten ein Portal an.

Thomas Lenk
*1933 in Berlin, gestorben 2014 in Schwäbisch Hall
1950 Akademie der bildenden Künste Stuttgart, danach Steinmetzlehre, in den 50er Jahren erste nicht-figurative Arbeiten, lebte seit 1974 in Braunsbach/Schloss Tierberg, danach in Schwäbisch Hall. Ausstellung im HFM 1993, (Katalog). Im Hällisch-Fränkischen Museum ist eine Wand mit Zeichnungen sowie eine kleine Abteilung mit Werken von Thomas Lenk zu sehen.

 

[31] Franz Raßl: Lauscher, Seher, Rufer / Ort: Crailsheimer Straße

Betongüsse, 1986
> Crailsheimer Straße

Umkehrung der berühmten drei Affen – nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.

Franz Raßl
*1952 in Gaggenau, Steinbildhauer, 1977–83 Studium an der Kunstakademie Stuttgart, lebt und arbeitet in Gerabronn. Langjähriger Dozent an der Haller Akademie der Künste.

www.franzrassl.de

[32] Kunst an der Bausparkasse Schwäbisch Hall

Im Gebäude sowie im Außenraum sind zahlreiche Kunstwerke aus der Sammlung der Bausparkasse zu sehen. Die Skulpturen im Außenraum sind frei zugänglich.

Siehe auch [33] Haus - Tor - Linien, [33a] Zeichen-Wandlungen-W 5 C und [33b] Der Mensch im Mittelpunkt. 

[33] Werner Pokorny: Haus - Tor - Linien / Ort: Bausparkasse Haupteingang

Cortenstahl, 1996
> Bausparkasse Haupteingang

Entstanden im Zuge des Neu- und Umbaus der Hauptverwaltung der Bausparkasse (1993 – 1996, Henn Architekten, München).

Werner Pokorny
*1949 in Mosbach, lebt und arbeitet bei Karlsruhe. 1971–76 Studium an
der Kunstakademie Karlsruhe, seit 1998 Professur an der Kunstakademie Stuttgart, 1999 Ausstellung Galerie am Markt und Bausparkasse Schwäbisch Hall (Katalog).

www.werner-pokorny.de

[33a] Otto Herbert Hajek: Zeichen-Wandlungen-W 5 C / Ort: Bausparkasse, Ellwanger Straße

1968/1988
> Bausparkasse, Ellwanger Straße

Otto Herbert Hajek 
* 1927 Kaltenbach/Tschechoslowakei, gestorben 2005 in Stuttgart war ein deutscher abstrakter Maler, Graphiker und Bildhauer. Hajek besuchte das Gymnasium in Prachatitz und ging später in Erlangen zur Schule. Von 1947 bis 1954 studierte er Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1978 wurde ihm der Professorentitel durch das Land Baden-Württemberg verliehen. Zum Leiter einer Bildhauerklasse an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe wurde Hajek 1980 berufen. Er lehrte dort bis 1992.

[33b] Jürgen Goertz: Der Mensch im Mittelpunkt / Ort: Bausparkasse Schwäbisch Hall, Ellwanger Straße

1995
> Bausparkasse, Ellwanger Straße (seit 2014)

Skulpturenensemble aus 6 Teilelementen

Jürgen Goertz
*1939 in Albrechtshagen, 1963 – 66 Staatliche Akademie, der Bildenden Künste Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis, Rom, 1978 Berliner Kunstpreis, lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

www.juergen-goertz.info

[33c] Jürgen Goertz: Großer Kopf / Ort: Campus, Fachhochschule

1993
> Campus, Fachhochschule

Jürgen Goertz
*1939 in Albrechtshagen, 1963 – 66 Staatliche Akademie, der Bildenden Künste Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis, Rom, 1978 Berliner Kunstpreis, lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

www.juergen-goertz.info

[34] Gerda Bier: Baumhaus / Ort: Schulzentrum Ost vor der Aula

Baumstamm, Eisen, 1993
> Schulzentrum Ost vor der Aula

Der Baum hat von jeher hohen Symbolgehalt. In alten Kulturen wurden Bäume als Sitz der Götter verehrt.

Gerda Bier
*1943 in Schwäbisch Hall, Studium an der Akademie für Werkkunst und an der Hochschule der Künste in Berlin, seit 1976 freischaffende Bildhauerin in Hohenlohe, seit 1992 in Schwäbisch Hall. 1994 und 2009 Ausstellungen im HFM (Kataloge).

www.gerda-bier.de

[35] Dieter Franck Haus / Ort: Oberlimpurg

> Oberlimpurg

Im Haus des Malers Dieter Franck (1909–1980) auf der Oberlimpurg, ist seit 2007 sein künstlerischer Nachlass für die Öffentlichkeit zugänglich. Während seines Studiums an der Stuttgarter Kunstakademie begann für Franck die malerische Auseinandersetzung im Umfeld des späten Expressionismus. In wechselnden Präsentationen werden Einblicke in das Werk mit Gemälden, Aquarellen, Druckgrafik und Zeichnungen geboten, kuratiert von seiner Tochter Felicitas Franck.

www.dieter-franck.de

[36] Felicitas Franck: AOK-Brunnen / Ort: Unterlimpurger Straße

Marmor, 1980
> Unterlimpurger Straße

Gestaltungs-Wettbewerb unter Berücksichtigung des Logos der AOK. Nachträglich dem Schriftsteller Thaddäus Troll (1914 – 1980) gewidmet.

Felicitas Franck
*1950 auf der Oberlimpurg Schwäbisch Hall, lebt und arbeitet nach vielen Jahren in Berlin nun in Schwäbisch Hall. Dort betreut sie im "Dieter-Franck-Haus" den Nachlass ihres Vaters Dieter Franck (1909-1980) und zeigt interessante Sonderausstellungen.

www.felicitas-franck.de

[37] Skulptur "Dornauszieher" / Ort: Ackeranlagen, nähe Epinalsteg

> Ackeranlagen, nähe Epinalsteg

Geschenk der französischen Partnerstadt Epinal/Vosges, deren Wahrzeichen der "Pinau" ist. Abguss der berühmten Skulptur im Konservatorenpalast in Rom, römisch, 1. Jh. v.Chr., nach hellenistischen Vorbild 2. Jh. v.Chr.

[38] Hermann Koziol: Hütejunge / Ort: Hintere Ackeranlagen

Bronze, 1980
> Hintere Ackeranlagen

Gestiftet vom Rotary-Club Schwäbisch Hall

Hermann Koziol
*1926 in Beuthen (Oberschlesien), gest. 2011 in Schwäbisch Hall
Nach dem Krieg Ansiedlung in Hohenlohe, Arbeit im Steinbruch, Atelier in Neuenstein, Studien in der Käthe Kollwitz-Kunstschule und bei Georg Kolbe in Berlin, 1958 Gründungsmitglied des Hohenloher Kunstvereins, 1985 Hohenloher Kunstpreis.

[38a] Heinrich Brummack: Geburtstagstisch / Ort: bei den Stadtwerken

> bei den Stadtwerken

Heinrich Brummack
(1936 in Treuhofen/Neumark - 2018 in Schwäbisch Hall) Studium der Bildhauerei in Berlin und Paris. 1966 Villa-Massimo-Preis, 1987 documenta, Lehrauftrag für Plastisches Gestalten FH Münster, lebte und arbeitete zuletzt in Schwäbisch Hall.

[39] Michael Turzer: Gegenseitig-Haltend / Ort: Bahnhofstraße

Stahl, 1996
> Bahnhofstraße

Die Skulptur aus Doppel-T-Trägern entstand im Zuge des Finanzamt-Neubaus und bezieht sich inhaltlich darauf.

Michael Turzer
*1949 in Stuttgart, Materialcollagen u.a. aus Gold, Silber, Alabaster, Sandstein, seit 1997 Atelier in Schwäbisch Hall.

www.turzer.eu

[40] Wolfgang Bier: Landschaft mit Figur und Schädel / Ort: Schulzentrum West

Metall (13-teilig), 1989
> Schulzentrum West

Wolfgang Bier
1943 – 1998, * in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik); 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog). 2018 Ausstellung im Kunstverein Schwäbisch Hall.

[41] Georg Karl Pfahler: Oldenburg-Projekt / Ort: Schulzentrum West

Stahl, 1977
> Schulzentrum West

In seiner signalhaften Malerei aus breitflächigen Farbbahnen verbindet sich die Farbgebung der Pop Art mit der Raumillusion der Op Art. Typisch ist die großflächige geometrische Formgebung.

Mit seinem konsequenten Vordringen in die »Farbfeldmalerei« verstand es Pfahler zum wichtigsten deutschen Interpreten und Wegweiser des "Hard-Edge" von internationalem Rang zu avancieren. Pfahler begann bereits Ende der fünfziger Jahre mit seinen blockhaft-formativen Arbeiten, denen er ab 1959 den Begriff »Formativ« beifügt und die sich durch klar abgegrenzte Flächen und reduzierte Farbigkeit, vor allem durch die Verwendung von Blau, Grün, Orange, Rot und Schwarz auszeichnen. Hierbei schließt er direkt an das Spätwerk Willi Baumeisters (1889-1955) an.
Seine sich im Laufe weniger Jahre immer mehr geometrisierenden Bilder werden im Aufbau und der Formgebung immer klarer und schärfer, so dass sich Pfahlers »Formblöcke« ab 1962/63 zu scharf abgegrenzten Farbflächen wandeln. Ab Mitte der 1960er Jahre findet er als einziger deutscher Vertreter des "Hard-Edge" oder der »Malerei der harten Kanten« in die Kunstgeschichtsbücher Eingang. Der große Wiedererkennungswert dieser überwiegend in Signalfarben gehaltenen, flächenhaften Gemälde basiert auf Pfahlers singulärem Konzept der »Farbformmalerei«, das er ab etwa 1965 zu den plastischen Raumkonzeptionen der »Farb-Raum-Objekte« ausbaut: Die Plastik wird begehbar, erobert sich den sie umgebenden Raum und wird Raum und Architektur zugleich. Die Farbe sowie der sie umgebende Raum werden direkt und auf eine absolute Weise erlebbar. Mit diesen revolutionären »Farb-Raum-Projekten« wird er 1970 zur Biennale in Venedig eingeladen, wodurch er zu internationalem Ansehen gelangt. (Text Galerie Schlichtenmeier Stuttgart)

Die Skulptur war Teil der Kunstausstellung der Landesgartenschau 1982 in Schwäbisch Hall.

Georg Karl Pfahler
1926–2002; * in Emetzheim, 1950–54 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Stuttgart im Fach Keramik, ab 1965 Skulpturen für den öffentlichen Raum, 1968/ 70/ 72 Biennale di Venezia, 1984 Professur an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.

Wolfgang Bier: "Sturz Torso" / An der Fassfabrik, Karl-Kurz-Str. 44, SHA-Hessental

1994, Eisen, Höhe 310cm 

Der Bildhauer Wofgang Bier (1943-1998) wählte das Material Eisen zu seinem bevorzugten Werkstoff. Mit diesem sperrigen, harten und widerständigen Element setzte er sich wieder und wieder auseinander. Geschmiedete Eisenteile kombinierte er oft mit Alteisen wie Maschinenteilen, metallischen Industrieabfällen und stählernen Gebrauchsprodukten und schweißte diese zu Figuren zusammen. Damit gelangte er zu einem Werk, das keinen leichten Zugang bietet, dennoch aber trotz seiner spröden Außenfläche eine subtile Wirkung entfaltet. Thematisch kreist Bier um ein wesentliches, den Menschen betreffendes Thema, das mit den polaren Begriffen Aggression und Verteidigung, Körper und Psyche, Verletzung und Verletzlichkeit umrissen werden kann.

Im September 2019 eröffnete die sanierte "Fassfabrik" auf dem Karl-Kurz-Areal in Schwäbisch Hall-Hessental mit neuen Büroräumen und einem Kongresszentrum. Schon 2017 und 2018 entstanden an Gebäuden auf dem Gelände die beiden großen Fassadenbilder von SAM3 und KOZDOS im Rahmen des Metropolink-Festivals. Mit der Fertigstellung der Außenanlagen wurde eine große Außenskulptur von Wolfgang Bier aufgestellt: "Sturz Torso". Die über drei Meter hohe Eisenskulptur fügt sich in ihrer Anmutung gut in das ehemalige Industrieareal ein und setzt einen künstlerischen Akzent.

Werke von Wolfgang Bier in Schwäbisch Hall (Auswahl): Arbeiten im HFM (Dauerausstellung), "Kopf" am Marktplatz, "Handwerkerbrunnen" Gelbinger Gasse, "Sturz" am Schulzentrum West, "Sturz Torso" an der Fassfabrik, "Kopf offen mit Keil" am Werkhof Neubau

Wolfgang Bier

1943 in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik) - 1998 in Schwäbisch Hall; 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog).

25.3.-3.6.2018 "Das Innen bestimmt das Außen. Wolfgang Bier retrospektiv" Doppelausstellung im HFM und Kunstverein Schwäbisch Hall mit Skulpturen im Stadtgebiet. Hieraus resultierten zwei Ankäufe der Stadt Schwäbisch Hall: Skulptur am Werkhof sowie am Kreisverkehr am neu eröffneten Zentrum "Fassfabrik" (Karl-Kurz-Straße in Hessental).

Bildergalerie Haller Tagblatt Doppelausstellung 2018

Fassadenbild Metropolink 2017: SAM3: Ohne Titel (Ikarus) / Ort: Karl Kurz Straße 36

Wandfarbe, 2017
> Karl Kurz Straße 36, Schwäbisch Hall-Hessental (nahe Bahnhof)

SAM3
* in Elche, Spanien

Fassadenbild Metropolink 2018: Kozdos: Dekonstruktion einer Traumreise / Ort: Karl-Kurz-Straße 46 (Hessental)

Wandfarbe, 2018
> Karl-Kurz-Straße 46 (Hessental)

Zur Bildergalerie im Haller Tagblatt

Kozdos
*1986 in Caracas / Venezuela
Er besuchte die Kunsthochschule. Er ist bekannt für seine fotorealistischen, farbintensiven Porträts von Menschen und Tieren. Oft nutzt er Rahmen geometrischer Muster. Er entwickelte seinen eigenen Street Art Stil - er kombiniert menschliche Porträts mit Tieren. Oft werden die Köpfe von den Tiermäulern umfasst. Dies zeigt eine Konfrontation von Mensch und Tier und deren Überlebenskampf aber auch die friedliche Koexistenz etwa mit Haustieren wie Katzen, Hunden oder Vögeln. Werke von KOZDOSentstanden in Caracas, Berlin, Paris, Madrid, Barcelona, Quito, Tel Aviv, Los Angeles und vielen anderen Städten weltweit. 

 

Fassadenbild Metropolink 2019: KERA: Ohne Titel / Ort: Biogasanlage Gailenkirchen

Wandfarbe, 2019
> Biogasanlage Schwäbisch Hall-Gailenkirchen, Wittighäuser Straße 27

Bericht und Bildergalerie im Haller Tagblatt

KERA ist bekannt für grafische Gestaltungen in Städten wie Berlin, München oder London - nun freut er sich auf eine "Expedition ins Grüne". Der 1985 in Berlin geborene Künstler mit bürgerlichem Namen Christian Hinz liebt große Flächen, die der studierte Grafik-Designer mit abstrakt-geometrischen Motiven bemalt bzw. besprüht. Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim sieht die "Street Art" als einen Impulsgeber für zeitgemäße Stadtentwicklung: "Künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum sind für alle Menschen zugänglich und können unsere eigene Kreativität anregen. Öffentlicher Austausch ist erwünscht." Metropolink-Festivalleiter Pascal Baumgärtner und die städtische Kulturbeauftragte Ute Christine Berger sind begeistert von der Biogasanlage, einem originellen 6 Meter hohen Rundbau, der momentan in schlichtem Betongrau inmitten der idyllischen grünen Hohenloher Landschaft steht. Die Stadt hält es für richtig, mit der Kunstaktion aus dem typischen städtischen Umfeld hinauszugehen, mitten in den ländlichen Raum, der die Region Schwäbisch Hall prägt. „Höchste Zeit, dass Kunst auch hinaus in die Dörfer kommt. Die Biogasanlage steht für eine innovative Landwirtschaft, zu der die moderne Street Art hervorragend passt", sagt Landwirt Michael Reber. Die Biogasanlage ist eine Gesellschaft zwischen Michael Reber und den Stadtwerken Schwäbisch Hall. 

www.kera1.de

Wolfgang Bier: "Kopf offen mit Keil" / Vor Gebäude Stadtbetriebe Schwäbisch Hall, Daimlerstr. 2

1995, Eisen, 230x270x140cm

Der Bildhauer Wofgang Bier (1943-1998) wählte das Material Eisen zu seinem bevorzugten Werkstoff. Mit diesem sperrigen, harten und widerständigen Element setzte er sich wieder und wieder auseinander. Geschmiedete Eisenteile kombinierte er oft mit Alteisen wie Maschinenteilen, metallischen Industrieabfällen und stählernen Gebrauchsprodukten und schweißte diese zu Figuren zusammen. Damit gelangte er zu einem Werk, das keinen leichten Zugang bietet, dennoch aber trotz seiner spröden Außenfläche eine subtile Wirkung entfaltet. Thematisch kreist Bier um ein wesentliches, den Menschen betreffendes Thema, das mit den polaren Begriffen Aggression und Verteidigung, Körper und Psyche, Verletzung und Verletzlichkeit umrissen werden kann.

Vor den Neubau der Stadtbetriebe Schwäbisch Hall wurde eine große Außenskulptur von Wolfgang Bier aufgestellt: "Sturz Torso". Die beeindruckende Eisenskulptur fügt sich in ihrer Anmutung gut in das Umfeld ein und setzt einen künstlerischen Akzent.

Werke von Wolfgang Bier in Schwäbisch Hall (Auswahl): Arbeiten im HFM (Dauerausstellung), "Kopf" am Marktplatz, "Handwerkerbrunnen" Gelbinger Gasse, "Sturz" am Schulzentrum West, "Sturz Torso" an der Fassfabrik, "Kopf offen mit Keil" am Stadtbetriebe Neubau.

Wolfgang Bier

1943 in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik) - 1998 in Schwäbisch Hall; 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog).

25.3.-3.6.2018 "Das Innen bestimmt das Außen. Wolfgang Bier retrospektiv" Doppelausstellung im HFM und Kunstverein Schwäbisch Hall mit Skulpturen im Stadtgebiet. Hieraus resultierten zwei Ankäufe der Stadt Schwäbisch Hall: Skulptur an den Stadtbetrieben Schwäbisch Hall (die Skulptur war während der Ausstellung auf der Henkersbrücke Schwäbisch Hall aufgestellt) sowie am Kreisverkehr am neu eröffneten Zentrum "Fassfabrik" (Karl-Kurz-Straße in Hessental).

Bildergalerie Haller Tagblatt Doppelausstellung 2018

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Der Flötenspieler; Foto: Sven LöfflerDietrich Bonhoeffer; Foto: Sven LöfflerKopf; Foto: Sven LöfflerGeburtstagstisch; Foto: Sven LöfflerLandschaft mit Figur und Schädel; Foto: Sven LöfflerKreuzigungsgruppe; Foto: Sven LöfflerIrre Vocabilis; Foto: Sven LöfflerHütejunge; Foto: Sven LöfflerFrosch; Foto: Sven LöfflerGroßer Kopf; Foto: Sven Löffler

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Spätestens seit Google Maps haben Geoinformationssysteme und Geodaten ganz unbewusst Einzug in unser Leben gehalten. Wir nutzen ganz selbstverständlich Daten und Informationen mit Raumbezug für unterschiedlichste Zwecke. Die Stadtverwaltung Schwäbisch Hall stellt Geoinformationen aus unterschiedlichen Fachbereichen der Stadt einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

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