Kunstspaziergang: Schwäbisch Hall

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Kunst im öffentlichen Raum

Zur Landesgartenschau 1982 wurden in Schwäbisch Hall erstmals in größerem Umfang moderne Kunstwerke aufgestellt. Einige von ihnen wurden angekauft und seitdem kontinuierlich durch weitere Werke im Stadtbild ergänzt. Nicht nur die Stadt Schwäbisch Hall, auch die Sammlung Würth, die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die Stadtwerke und andere Institutionen tragen zur Kunst im öffentlichen Raum bei.

ACHTUNG: Der "Kunstspaziergang" wird derzeit vollkommen neu konzipiert. Wir planen einen Rundgang im Stadtzentrum, der an einer Auswahl von Skulpturen sowie an Museen und Galerien vorbei führt. Eine Neuauflage des gedruckten Flyers ist in Planung. Bitte beachten: Die Auflistung umfasst eine Auswahl der zahlreichen Kunstwerke und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ab und zu werden Werke ergänzt, versetzt oder (vorübergehend) entfernt. Die Beschilderung und Information zu den Werken wird derzeit überarbeitet.

KUNSTSPAZIERGANG - Dauer etwa 60-90 Minuten (ohne Museen/Galerien)

HÄLLISCH FRÄNKISCHES MUSEUM (HFM)

Adresse: Keckenhof 6

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

Eintritt frei

Das Museum für Stadtgeschichte ist in sieben Gebäuden untergebracht, die intern verbunden sind. Gezeigt werden Exponate von überregionaler Bedeutung, wie etwa die von Elieser Sussmann 1738/39 bemalten Synagogenvertäfelungen aus Unterlimpurg und Steinbach, oder die Elfenbeinfiguren des Leonard Kern (1588-1662) aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Das Museum pflegt auch Nachlässe von Persönlichkeiten aus Schwäbisch Hall und der Region, zum Beispiel von Johann Friedrich Reik (1836-1904), Louis Braun (1836-1916) und Marie Sieger (1886-1970). In die Dauerausstellung integriert sind Werke zeitgenössischer Künstler aus der Region wie etwa Thomas Lenk, Gerda Bier, Marcus Neufanger, Edgar Gutbub u.a.. Auch große Sonderausstellungen widmen sich aktueller Kunst mit regionalem Bezug.

Zur Homepage: Hällisch-Fränkisches Museum

[1] Gerda Bier: Großer Seelenturm

Holz, Eisen, 2006

Ort: Am Keckenturm des HFM

- Anmerkung: die Skulptur ist derzeit in Horb ausgestellt, soll aber wieder zurück an diesen Standort kommen - 

Figur, Schrein, Gehäuse: um diese Themen kreisen die Arbeiten der Bildhauerin Gerda Bier. Aus Fundstücken aus Holz und Eisen gestaltet sie Plastiken, die an religiöse Feldzeichen, Stelen, Kreuzfiguren erinnern.

Gerda Bier, geboren 1943 in Schwäbisch Hall, hat von 1967 bis 1976 an der Staatlichen Akademie für Werkkunst und an der Hochschule der Künste in Berlin studiert und war Meisterschülerin an der Hochschule der Künste in Berlin. Seit 1976 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Hohenlohe, seit 1992 in Schwäbisch Hall. 1994 und 2009 Ausstellungen im HFM (Kataloge liegen vor). Sie engagiert sich im Hohenloher Kunstverein. 2020 wurde ihr der Hohenloher Kunstpreis zugesprochen.

Eine weitere Arbeit von Gerda Bier, das "Baumhaus", steht bei der neuen Aula im Schulzentrum Ost.

 

[2] Michael Turzer: Hermesflügel

Weißblech und Blattgold, 1987

Ort: Untere Herrngasse an der Treppe zum Keckenhof / HFM

Die Untere Herrngasse war im Mittelalter ein wichtiger Handelsweg für Kaufleute und Händler, die mit ihren Waren in die freie Reichsstadt Schwäbisch Hall Richtung Marktplatz strömten. Mit dem Hermesflügel schuf Michael Turzer eine Verbindung zur historischen Bedeutung dieser romantischen Gasse. Hermes, in der griechischen Mythologie Schutzgott der Kaufleute, der Reisenden und des Verkehrs, wird in der Kunst häufig mit beflügeltem Helm dargestellt. Heute "beflügelt" der über der Gasse schwebende Hermesflügel die Besucher auf ihrem Weg in oder aus der mittelalterlichen Stadt. (Doris Röhrich)

Michael Turzer (geboren 1949 in Stuttgart) lebt seit 1976 in Gschwend. Seit 1986 hat er sein Atelier in Schwäbisch Hall - aktuell im denkmalgeschützten Areal der ehemaligen Spinnerei im Ripperg. 2018 widmete ihm das Hällisch-Fränkische Museum eine Retrospektive zum 70. Geburtstag.

Michael Turzer arbeitet mit unterschiedlichsten Materialien. Er macht Bilder, Skulpturen, Materialcollagen, Installationen und verwirklichte in Hall auch zahlreiche Werke im öffentlichen Raum (Auswahl):

- "Hermesflügel" Untere Herrngasse,

- "Geldbrunnen" am Sparkassenplatz - Der berühmte "Heller" wurde in Schwäbisch Hall geprägt - hierauf nimmt der Brunnen Bezug.

- Kunst an der neuen Justizvollzugsanstalt im Gewerbegebiet Stadtheide (Kunst am Bau) 

- Skulptur "Gegenseitig Haltend" am Finanzamt

Homepage Michael Turzer

[3] Yvonne Goulbier: Tears of joy

Fluroreszierende Objekte

> Lichtinstallation nachts sichtbar von der Schiedgrabenbrücke durch das Glasdach der Stadtmühle.

Entstanden im Rahmen der Stadtmühlensanierung 2001 als Kunst am Bau. Die Stadtmühle ist eine wesentliche Erweiterung des Hällisch-Fränkischen Museums.

Nachts leuchten die grünen "Freudentränen" im Blaulicht geheimnisvoll durch das Glasdach.

"Strenggenommen ist Yvonne Goulbier keine Künstlerin des Lichts, sondern der Dunkelheit. Schwarz ist der Zustand aus dem das Neue entstehen kann, Dunkelheit erfüllt die Räume bevor sie im Leuchten von Farbpigmenten ihre irisierende neue Existenz enthüllen. Das heißt, der eigentliche schöpferische Akt Yvonne Goulbiers besteht in der radikalen Entscheidung, die bestehende Realität zunächst in einer Art künstlicher Blindheit zu löschen – um danach umso intensiver auf das Auftauchen ‚innerer Bilder‘ einer herbeigesehnten, anderen Realität zu hoffen." Zitat von der Website der Künstlerin

Yvonne Goulbier
*1953 in Kaiserslautern, studierte Innenarchitektur und spezialisierte sich auf "Lichtkunstpoesie". Ausstellung in der Galerie am Markt 1998 (Katalog)

Yvonne Goulbier

[4] Edgar Gutbub: Brückenplastik 13 + 13 a

Edelstahl, 1988, zweiteilig
Ort: Schiedgrabenbrücke

Tief eingeschnitten verläuft der Schiedgraben vom Fluss den Steilhang hinauf. Brücke und Graben zeichneten einmal die Grenze zwischen dem Haller und Limpurger Herrschaftsbereich – sie standen für Abwehr und Begegnung. Dies hat den Künstler inspiriert. Mit den aufeinander gerichteten Negativ- und Positivformen wird Verschiedenheit erreicht, gleichzeitig aber auch eine starke Anziehungskraft erzeugt. Einerseits signalisieren die Formen Kampf, aber sie lassen sich auch ineinander fügen und verweisen so auf gegenseitige Abhängigkeit und Notwendigkeit zur Zusammenarbeit. (Wilfried Brückner im Katalog zur Ausstellung im HFM 1991/92 (Arbeiten 1965 – 1991)

Edgar Gutbub 1940-2017
1940 in Mannheim - 2017 in Wuppertal. 1963 – 1969 Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin, 1972 Villa Romana Preis, 1986 Stipendium Kunstfonds Bonn, 1986 Preis der Kleinplastiktriennale Fellbach. Der Künstler arbeitete rund 40 Jahre in seinem Atelier in Kirchberg-Mistlau.

Artikel zu Edgar Gutbub im Haller Tagblatt

[5] Jürgen Goertz: Drei Gnome (Standort Rosenbühl)

Bronze und Glasaugen, 1986 

Ort: Rosenbühl am Eingang des "Neubau"

An drei verschiedenen Standorten in der Innenstadt finden sich Variationen der „Drei Gnome”: „Die Gnome tragen Gesichtszüge von meiner Frau, meiner Tochter und mir“, erläutert Jürgen Goertz, und „Meine scheinbar gegenständliche Kunst, die sich im Detail zwar ablesbar darstellt, in der Gesamtschau jedoch abstrakt verschlüsselt, wird sich bei aller Interpretationsvariation kunstgerecht nicht vollends entmystifizieren lassen.“

> [6] Brunnenskulptur am Eingang des mächtigen "Neubau" von 1527 (Rosenbühl) - das Gebäude diente einst als Kornkammer und Waffenspeicher und ist heute ein Veranstaltungszentrum mit einem Theatersaal (OG) und einem Festsaal (EG). Der Künstler, seine Frau und seine Tochter sind ineinander verschlungen, ja miteinander verschmolzen. Die Skulptur greift auch das Thema Wasser auf.

> [10] Skulptur am Säumarkt: Dargestellt ist eine Frau mit Farbtuben, einer Palette bzw. Farbteller sowie einem Bilderrahmen - offenbar ist die Frau des Künstlers hier als seine Muße porträtiert.

> Brunnenskulptur in der Gelbinger Gasse (Vor Haus Nr. 72 an der Gabelung Gelbinger Gasse / Blendstatt): Hier schuf der Künstler ein Selbstporträt als Handwerker mit Werkzeugen.

 

Jürgen Goertz

*1939 in Albrechtshagen/Posen (Polen), lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

1963–66 Kunstakademie Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis Rom, 1978 Berliner Kunstpreis. Weitere Werke an der Bausparkasse Schwäbisch Hall („Der Mensch im Mittelpunkt“, 2012-14) sowie am Campus Hochschule Schwäbisch Hall.

www.juergen-goertz.info

[6] Wolfgang Bier: Kopf

Eisen, 1980
Ort: Marktplatz, am Rathaus

„Ich mache meistens Köpfe. Denn im Kopf, am Kopf, im Gesicht, in dessen Bewegungen und Zuckungen entsteht das, widerspiegelt sich das, was die Menschen so faszinierend macht. So bewundernswert, geheimnisvoll, unverständlich, widersprüchlich, grauenhaft. Halb Kopf, halb Helm, erzählt er vom Eisen, vom Gewappnetsein, von Verschlossenheit und Bewaffnung. So ist er ein Zeichen für die Schwierigkeit des Menschen mit sich und den anderen.“ (Wolfgang Bier) 

Der "Kopf" war 1982 im Rahmen der Kunstpräsentation zur Landesgartenschau aufgestellt und angekauft worden.

Werke von Wolfgang Bier in Schwäbisch Hall (Auswahl): Arbeiten im HFM (Dauerausstellung), "Kopf" am Marktplatz, "Handwerkerbrunnen" Gelbinger Gasse, "Sturz" am Schulzentrum West

Wolfgang Bier 1943-1998

1943 in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik) - 1998 in Schwäbisch Hall; 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog). 2018 Doppelausstellung im HFM und Kunstverein Schwäbisch Hall mit zahlreichen Skulpturen im Stadtgebiet. Hieraus resultierten zwei Ankäufe der Stadt Schwäbisch Hall: Skulptur an den Stadtbetrieben (Gewerbegebiet Stadtheide, Daimlerstr. 2) sowie am Kreisverkehr am neu eröffneten Zentrum "Fassfabrik" (Karl-Kurz-Straße in Hessental).

Bildergalerie Haller Tagblatt Doppelausstellung 2018

 

[7] Hans Steinbrenner: Eiche, Figur

Holzstele, geteertes Holz, 1972

Ort: Treppe zwischen Rathaus und Galerie am Markt

Der Künstler reduziert seine Skulpturen auf ihr Wesen – Raum, Masse und Proportionen. Obwohl aus einem Stück gearbeitet, erzeugen seine Werke den Eindruck mehrerer zusammengefügter quaderförmiger Einzelteile, eine Spannung zwischen Stabilität und Labilität. Die Figur aus scheinbar versetzt „aufeinandermontierten“ Balken erscheint zierlich, zerbrechlich als könne sie jederzeit auseinanderfallen. Sie unterstreicht durch ihre vertikale Form die schmalen Treppenaufgänge zum Marktplatz.

Hans Steinbrenner 1928–2008

Geboren in Frankfurt am Main, 1946–54 Studium Städelschule Frankfurt/M. und Kunstakademie München; 1964 documenta, 1986 Ausstellung Galerie am Markt

www.hans-steinbrenner.de

KUNSTVEREIN SCHWÄBISCH HALL - GALERIE AM MARKT

Kunstverein Schwäbisch Hall Galerie am Markt 
Am Markt 7/8, Eingang Hafenmarkt
74523 Schwäbisch Hall

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag: 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Samstag/Sonntag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Seit 1976 zeigt die Galerie am Marktwechselnde Ausstellungen international bedeutender zeitgenössischer Kunst, seit 2001 unter der Regie des Kunstvereins. Das Gebäude ist aus dem Jahr 1730, schon der Galerieraum selbst ist faszinierend in seiner Eigenart – ein Blick hinein lohnt immer! Eintitt frei.

www.kvsha.de

[8] Harald Kröner: Tochter der Freiheit

Neon, 2019
Ort: Am Gebäude Am Markt 7/8

"Kunst" signalisiert ein Neonschriftzug an der Fassade des Gebäudes Am Markt 7/8 Richtung Neue Straße. Wer von der Neuen Straße hoch läuft entdeckt auf der Ecke zum Hafenmarkt die Fortführung "ist eine". Am anderen Ende des Gebäudeensembles leuchtet "Tochter" und schließlich auf der Seite Richtung Rathaus "der Freiheit". Zusammen ergibt sich das berühmte Zitat "Kunst ist eine Tochter der Freiheit" des Dramatikers, Dichters und Philosophen Friedrich Schiller. Am 9. Mai 1805 starb das in Marbach am Neckar geborene Genie im Alter von nur 45 Jahren. Der Satz aus seinen 'Briefen über die Ästhetische Erziehung des Menschen' von 1795 ist nach wie vor aktuell. Die Freiheit der Kunst wird vielerorts auf der Welt eingeschränkt, Künstler werden gegängelt oder gar bedroht.

Das Neonkunstwerk an dieser zentralen Stelle in der Schwäbisch Haller Altstadt ist ein Bekenntnis zur Kunst und ihrer Freiheit. Die Stadt Schwäbisch Hall beauftragte den Künstler Harald Kröner (geboren 1962 in Pforzheim) mit der Ausführung seiner Idee. Marcus Neufanger, langjähriges Mitglied und Beirat im Haller Kunstverein, initiierte das Projekt. Bereits 2009 stellte Harald Kröner auf Einladung von Klaus Heller im Kunstverein Schwäbisch Hall in der Galerie am Markt aus, die sich in dem Barockbau befindet, an dem nun nachts der Schriftzug erstrahlt. 

Das Kunstwerk ist eine Reverenz an die Galerie am Markt (Kunstverein) sowie an die benachbarten Freilichtspiele, die manch bedeutendes Drama Schillers auf der Treppe inszenier(t)en. 

Harald Kröner
* 1962 in Pforzheim. Harald Kröner studierte an der Kunstakademie Stuttgart und hat zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum verwirklicht, darunter mehrere Lichtinstallationen, etwa am Universitätsplatz in Heidelberg. Das Neonkunstwerk ist auch ein Bekenntnis zu zeitgenössischen Kunstformen.

www.haraldkroener.de

[9] Waldemar Otto: Mann im November

Material/Enststehungsjahr: Bronze, November 1974

Ort: Marktstraße / Ecke Marktplatz am Gebäude "Am Markt 9"

Wie einige andere Skulpturen im Stadtbild wurde auch diese anlässlich der Aktion „Kunst im Stadtbild” im Rahmen der Landesgartenschau 1982 aufgestellt und angekauft. Mit Schal und Mantel mussmutig dreinschauend steht der „Mann im November“, offensichtlich frierend da. Es gibt mehrere Ausführungen der Skulptur: eine weitere steht in Osnabrück.

Der Bildhauer Waldemar Otto stellt den Menschen in den Mittelpunkt seiner Arbeit. In seinem persönlichen Stil von „realistischer Kunst“ gestaltet er ihn künstlerisch mit seiner Seele, seiner Würde, Macht und Kraft, wie auch mit seinen Demütigungen, Einengungen und Verletzungen. Waldemar Ottos interessiert sich eher wenig für „die Schönen und die Reichen“. Er wendet seine Aufmerksamkeit dem normalen Menschen zu: jung, alt, gebeugt, verletzt, schön, bizarr, verformt. Waldemar Otto modelliert seine Figuren in Ton oder Wachs. Später werden sie in Bronze gegossen.

Waldemar Otto
Geboren 1929 in Petrikau/Polen, 15jährig wird er zum „Volkssturm“ eingezogen, 1945 Flucht nach Halle/Saale, 1948 Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin; 1973 Professur an der Kunsthochschule Bremen, ab 1976 Atelier in Worpswede.

Waldemar Otto lebt und arbeitet mit seiner Frau, der Malerin Margaret Otto-Kelley in Worpswede, einem bekannten Künstlerdorf unweit von Bremen. In malerischer Umgebung wurde 1889 die Künstlerkolonie Worpswede gegründet und ist seitdem der Heimatort diverser wichtiger deutscher Künstler. Otto wurde 1929 in Polen geboren. Mit 17 Jahren flüchtete er 1945 mit seinen Eltern nach Deutschland. 1948 nahm er sein Studium zum Bildhauer in Berlin auf. Dort arbeitete er zunächst freiberuflich, lebte mit seiner Familie in den USA und zog 1976 nach Worpswede, denn er hatte in Bremen eine Professur angenommen. Als Lehrer hat er über 20 Jahre lang einige Generationen an Bildhauer-Schülern und Schülerinnen unterrichtet und die sogenannte „Bremer Bildhauerschule“ gegründet.

www.waldemar-otto.de

[10] Jürgen Goertz: Drei Gnome (Standort Säumarkt)

Bronze und Glasaugen, 1986 

Ort: Säumarkt (nahe Treppe zum Froschgraben)

An drei verschiedenen Standorten in der Innenstadt finden sich Variationen der „Drei Gnome”: „Die Gnome tragen Gesichtszüge von meiner Frau, meiner Tochter und mir“, erläutert Jürgen Goertz, und „Meine scheinbar gegenständliche Kunst, die sich im Detail zwar ablesbar darstellt, in der Gesamtschau jedoch abstrakt verschlüsselt, wird sich bei aller Interpretationsvariation kunstgerecht nicht vollends entmystifizieren lassen.“

> [6] Brunnenskulptur am Eingang des mächtigen "Neubau" von 1527 (Rosenbühl) - das Gebäude diente einst als Kornkammer und Waffenspeicher und ist heute ein Veranstaltungszentrum mit einem Theatersaal (OG) und einem Festsaal (EG). Der Künstler, seine Frau und seine Tochter sind ineinander verschlungen, ja miteinander verschmolzen. Die Skulptur greift auch das Thema Wasser auf.

> [10] Skulptur am Säumarkt: Dargestellt ist eine Frau mit Farbtuben, einer Palette bzw. Farbteller sowie einem Bilderrahmen - offenbar ist die Frau des Künstlers hier als seine Muße porträtiert.

> Brunnenskulptur in der Gelbinger Gasse (Vor Haus Nr. 72 an der Gabelung Gelbinger Gasse / Blendstatt): Hier schuf der Künstler ein Selbstporträt als Handwerker mit Werkzeugen 

Jürgen Goertz

*1939 in Albrechtshagen/Posen (Polen), lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

1963–66 Kunstakademie Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis Rom, 1978 Berliner Kunstpreis. Weitere Werke an der Bausparkasse Schwäbisch Hall („Der Mensch im Mittelpunkt“, 2012-14) sowie am Campus Hochschule Schwäbisch Hall.

www.juergen-goertz.info

 

[11] Wolfgang Bier: Handwerkerbrunnen

Stahl, 1984
Ort: Gelbinger Gasse (vor Haus Nr. 7)

Der Brunnen ist eine Würdigung der traditionsreichen Handwerkerberufe, die in der Stadt, aber auch in der Familie des Künstlers eine große Bedeutung haben.

Seit dem ausgehenden Mittelalter ist es das Handwerk, das das Gesicht der Gelbinger Gasse prägt. Der Bildhauer Wolfgang Bier hat den zahlreichen Handwerkern 1984 mit dem Handwerkerbrunnen ein Denkmal gesetzt. Als Grundriss wählte er das Oktogon und nimmt damit die Form des Haal-brunnens auf, der bereits auf einer Abbildung von 1590 als Achteck dargestellt wird. Die senkrechten filigranen Pfeiler lassen in Verbindung mit den waagerechten Verstrebungen einen lichten Raum entstehen, der durch das Wasser belebt wird. Auf dem Brunnengehäuse finden sich eine ganze Reihe von geschmiedeten Werkzeugen: Schraubstöcke, Hammer, Rechen, Spachtel, Keile, Zangen. Manche scheinen zu menschenähnlichen, grotesken Figuren zu verschmelzen oder zu bizarren Masken zu mutieren. Die Werkzeuge werden überragt von den Münzzeichen Hand und Kreuz des „Hellers“, die für Marktfrieden, den Schutz durch den Kaiser und das Privileg der Gerichtsbarkeit standen und heute noch auf dem Wappen der Stadt zu sehen sind. (Text: SWANTJE NIERE-ANDREJEW / PETRA BRÜNING)

Wolfgang Bier
1943 – 1998, * in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik); 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog). 2018 Ausstellung im Kunstverein Schwäbisch Hall.

[12] Karl-Henning Seemann: Ohne Titel (Figurengruppe) und Mann mit Bierflasche

Ohne Titel (Figurengruppe mit Ziege und Esel)

Bronze, 1981
> Gelbinger Gasse (zwischen Gebäude Nr. 38 und 42), Treppe zum Landratsamt

Mittelpunkt in Seemanns künstlerischen Schaffen ist immer die menschliche oder tierische Gestalt. Bekannt geworden ist er mit seinen Figurengruppen, die Situationen des Alltags aufgreifen. Da wird geschwätzt, gezankt und Bier getrunken - was sich eben so auf Straßen und Plätzen beobachten lässt. Die Bewegung in der eigentlich statischen Form einer Plastik setzt Seemann meisterlich um. Seine Figuren sind so lebendig, dass der Betrachter meint, sie müssten sich jeden Augenblick bewegen. (Heilbronner Stimme)

Die Figurengruppe wurde im Zuge des Neubaus des Landratsamtes (1978 – 1981, Architekt Fred Angerer und Partner, München) von der Stadt Schwäbisch Hall gestiftet. Seemanns Skulpturen zeichnen sich oft durch Skurrilität und Humor aus. Dynamisch hat er das für Schwäbisch Hall kennzeichnende Element „Treppe“ in seiner Arbeit einbezogen. Eine Frau zieht einen störrischen Esel am Seil nach oben, weiter oben scheitern drei Männer daran, eine Ziege zum Aufstieg zu bewegen. Die bronzenen "Seile" dienen jeweils als Handläufe. Seemann rückt hier vor dem Landratsamt liebevoll und mit einem Augenzwinkern die Bevölkerung und die Tiere aus dem ländlichen Umfeld der Stadt Schwäbisch Hall in den Mittelpunkt.

„Es geht mir bei meiner Arbeit immer ums Ganze, um die Synthese von Gegensätzlichem: Dynamik und Statik in Volumen und Raum, Rhythmus der Form in der Fern- und Nahwirkung, Freiheit der Kunst in der Bindung an eine Aufgabe – je stärker das eine, umso größer das andere. Und immer wieder geht es mir um die Frage, wie ich Bewegung, die vierte Dimension der Zeit, in die schwerkraftgebundene Kunst der Bildhauerei umsetzen kann, ohne dass die Skulptur zur Pose erstarrt.“ Karl-Henning Seemann

Mann mit Bierflasche

Bronze, 1981
> Gelbinger Gasse, hinter Haus Nr. 42

Diese Figur wurde im Zuge des Neubaus des Landratsamtes aufgestellt. Dargestellt ist ein Haller Bürger, der an der Stelle häufig in dieser Erscheinung gesichtet wurde. Bewußt wollte Karl-Hennig Seemann an dieser wenig "repräsentativen" Stelle eine Skulptur aufstellen. Mülltonnen und abgerissene Plakatflächen im Umfeld zeigen, dass solche Ecken auch in Schwäbisch Hall selbstverständlich zum Erscheinungsbild gehören.  

Karl-Henning Seemann
*1934 in der Seestadt Wismar, lebt und arbeitet in Löchgau. 1953 –59 Bildhauer-Studium in Berlin, Kunsterzieherexamen an der Akademie Stuttgart, seit 1961 Lehrtätigkeit (u.a. TH Braunschweig und FH Aachen), 1974 – 97 Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

www.khseemann.de

[13] Alfred Hrdlicka: Dietrich Bonhoeffer Denkmal

Bronze, 1977 
Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Platz 

„Nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit.”  (Dietrich Bonhoeffer)

Zum Andenken an den Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (1906 in Breslau geboren – 1945 in Flossenbürg hingerichtet) schuf der österreichische Künstler Alfred Hrdlicka 1977 im Auftrag der Kirche eine Büste aus portugiesischem Marmor. Diese Fassung steht in der Staatsbibliothek zu Berlin vor dem Bonhoeffer-Saal (als Leihgabe der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg). Der Nachlass Dietrich Bonhoeffers befindet sich seit 1996 in der dortigen Handschriftenabteilung. 

Dietrich Bonhoeffer war einer der großen Theologen des 20. Jahrhunderts. Er ermutigte zum mündigen Christsein und lehrte, „dass Christen aus Gründen des Gewissens zum Widerstand gegen die Schändung elementarer Menschenrechte genötigt sind“. 1933 hatte er öffentlich auf die sich abzeichnende Hetze gegen die Juden hingewiesen. Er wurde zu einem herausragenden Vertreter der Bekennenden Kirche, die das Christentum mit der NS-Rassenideologie als miteinander unvereinbar erklärte. Seit 1940 engagierte sich Bonhoeffer zusammen mit seinem Schwager Hans von Dohnanyi im Widerstand. 1943 wurde er in Berlin verhaftet; aber erst nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 gelang es der Gestapo, ihm seine Tätigkeit im Widerstand nachzuweisen. Am 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer - gerade 39 Jahre alt - im Konzentrationslager Flossenbürg erhängt.

Hrdlicka hat, als er 1977 mit der kirchlichen Auftragsarbeit am Stein begann, Bonhoeffers Schriften gelesen und Fotos zu Hilfe genommen - er meißelte dem Theologen eine hohe gewölbte Stirn und einen kräftigen Unterkiefer. Bonhoeffer, so beschrieb es dessen enger Freund Eberhard Bethge, soll einen ausgeprägten runden Kopf, eine kleine, fein geformte Nase und einen sensitiven Mund gehabt haben. Die Skulptur steht in der Tradition der unvollendeten Sklaven Michelangelos und der Werke Rodins. Hrdlicka hat Bonhoeffer einen Strick um den Hals gelegt, als Zeichen des Martyriums. Noch in den letzten Kriegswochen wurde der evangelische Pfarrer, der es ausgeschlagen hatte, nach Amerika zu emigrieren (was ihn gerettet hätte), Opfer der Nazijustiz. Alfred Hrdlicka nannte Dietrich Bonhoeffer 2004 in der Michaelskirche in Schwäbisch Hall einen "protestantischen Heiligen", dessen "Vision die Verwirklichung des Rechts und der Gerechtigkeit unter den Menschen" war.

Am 4. Februar 2006 - dem 100. Geburtstag Dietrich Bonhoeffers - wurde die Bronzebüste in Schwäbisch Hall zunächst als Leihgabe vor der St. Michaelskirche enthüllt. Der Künstler Alfred Hrdlicka war persönlich anwesend. Kirchengemeinderat Johann Georg Hüfner hatte sich für die Aufstellung der Skulptur eingesetzt. 2011 wurde sie schließlich von der VR-Bank und der Bausparkasse Schwäbisch Hall für den im Kocherquartier neu entstandenen "Dietrich-Bonhoeffer-Platz" angekauft von der Stuttgarter Galerie Valentien.

Vorfahren Boenhoeffers lebten seit 1513 in Schwäbisch Hall. Sie waren u.a. Goldschmiede, Ärzte oder Pfarrer. Die Familie stellte 78 Ratsherren (Portraits in der Michaelskirche). Dietrich Bonhoeffers Verwurzelung in Hall wird deutlich in einem Protestbrief an die Zentrale der SS wegen des von der Gestapo am 9. September 1940 gegen ihn verhängten Rede- und Veröffentlichungsverbotes: "Meine Vorväter haben jahrhundertelang als hochangesehene Handwerker und Ratsherren in der damaligen freien Reichsstadt Schwäbisch Hall gelebt und noch heute zeigt man dort ihre Bilder mit Stolz in der Stadtkirche. ... In bewusster Bejahung dieses geistigen Erbes und dieser inneren Haltung meiner Familie kann ich den Vorwurf 'volkszersetzender Tätigkeit' nicht hinnehmen."

Weitere Bronzeabgüsse (insgesamt gibt es 6) der Büste stehen im Skulpturenpark in Marl, an der Stadtkirche Bietigheim-Bissingen sowie auf dem Albertina-Platz bzw. Helmut-Zilk-Platz in Wien als Teil des "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus" (1988).

Alfred Hrdlicka
1928–2009 in Wien, gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der Gegenwart. Immer wieder hat der überzeugte Sozialist sich mit Themen wie Krieg, Gewalt und Faschismus auseinandergesetzt. Meist steht die menschliche Figur in ihrer realistischen, aber stets expressiv gestalteten Form im Fokus seines Schaffens. Hrdlicka schildert sie in allen erdenklichen Zuständen. Er macht vor Leid, Krankheit, Schändung und Tötung nicht Halt. Hrdlicka lehrte als Professor für  Bildhauerei in Hamburg, Stuttgart und Berlin. 2008 zeigte die Kunsthalle Würth zum 80. Geburtstag des Künstlers eine umfassende Retrospektive.  

Weitere Werke in Schwäbisch Hall: Die Skulpturengruppe "Kreuzigung" steht auf dem Vorplatz der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall, wo die Sammlung Würth Alte Meister präsentiert. Die Sammlung Würth umfasst zahlreiche Werke von Alfred Hrdlicka.

www.alfredhrdlicka.com

[14] Stephan Kern: Die drei Türme

Stahl, beschichtet, 2003
Ort: Froschgraben

- Ein Turm bestehend aus 5 Elementen, Farbton DB 702 (dunkelgrau), 7 m hoch, 920 mm maximaler Durchmesser.

- Ein Turm bestehend aus 4 Elementen, Farbton DB 503 (dunkelblau), RAL 9006 (weißaluminium) und DB 301 (rot), 10.5 m hoch, 914 mm maximaler Durchmesser.

Jede der beiden turmartigen Skulpturen steht zwar für sich. Durch ihre Unterschiedlichkeit und ihre Ähnlichkeiten kommunizieren sie aber miteinander. Kerns Arbeiten akzeptieren keine festen Ordnungen. Indem sie an der Funktion zweifeln lassen, ziehen sie Sinn ab.

Standort bis 2003 bis 2011: Olympiapark München. Aufgestellt anlässlich der Kunstausstellung »impark«. 2011 wurde die zweiteilige Skulptur wurde anlässlich der Einweihung des Kocherquartiers von den städtischen Unternehmen GWG und Stadtwerke angekauft und im 'Froschgraben' am Kocher neben dem Haus der Bildung (ehemalige Justizvollzugsanstalt) aufgestellt. Sie bezieht optisch die Türme der Stadt mit ein - daher der Titel "Die drei Türme".

"Vereinzelung und Häufung, Kontrast und Ähnlichkeit, Statik und Dynamik, Öffnung und Geschlossenheit bestimmen Kerns Skulpturengruppen. Seine Skulpturen sind maschinell oder klassisch handwerklich hergestellte Objekte. Sie basieren auf industriellen, technischen, aber auch auf  geometrischabstrakten oder architektonischen Formen, die Kern verfremdet durch Fragmentarisierung oder durch Irritationen. Materialien bekommen durch farbige Fassungen eine realitätsferne Wirkung." (Petra Noll)

Stephan Kern
*1955 in Ludwigshafen, 1978–82 Studium Kunstakademie München, 1991–92 Stipendium Villa Massimo, Rom, 2001 Robert-Jacobsen-Preis der Stiftung Würth, lebt in München.

[15] Michael Heckmann: Frosch

Keramik mit Seladonglasur, 2011
Ort: Froschgraben

Ein Jahr lang arbeitete Töpfermeister Michael Heckmann an dem 3,7 Tonnen schweren Frosch. Er wurde am Modell 1:10 entwickelt und in einem Stück in der Werkstatt über eine Holzform gearbeitet, dann in die Formteile zerteilt, die nach dem Glasieren und Brennen wieder zur Gesamtform zusammengesetzt wurden. Gebrannt ist die Keramik bei der Steinzeugtemperatur von 1300°C. "Das ist sehr wichtig für die Qualität, um frostsicher im Außenbereich bestehen zu können.", erläutert Michael Heckmann. Der Anspruch für die Formgebung war, auf das Wesentliche zu reduzieren, den Froschcharakter zu erhalten, nichts zu überzeichnen und gleichzeitig dem gewünschten Nutzen als Sitzbank/Treffpunkt gerecht zu werden. 

Michael Heckmann (Heckmann Keramik)

Michael Heckmann ist Töpfermeister. Nach seiner Ausbildung führte ihn der Weg nach England. Dort arbeitete und studierte er in den Ateliers renommierter Keramiker. Er ist, wie die drei Generationen seiner Familie vor ihm, ein Meister der Angewandten Kunst. Seine Arbeiten zeichnen sich aus durch klare, reduzierte Formen und durch ihre hohe handwerkliche und gestalterische Qualität. Seine besondere Aufmerksamkeit gilt den Glasuren: Sie werden nach selbst entwickelten Rezepturen in der eigenen Werkstatt hergestellt. Das Produktspektrum ist groß – dazu gehören Solitäre, Geschirr für Tisch und Küche, Garten- und Baukeramik. Jedes einzelne Stück wird individuell von Hand gefertigt.

www.heckmann-keramik.de

[16] Gunther Stilling: Wächter

Bronze, 1992/1982
> (ursprünglich am Anfang der Gelbinger Gasse aufgestellt) jetzt: Ecke Froschgraben/Rosmarinstraße am Hospitalgebäude (Goethe-Institut)

Der „Wächter“ von Gunther Stilling steht in Hall beim Hospitalgebäude an der Ecke zum Froschgraben. Die Bronzeskulptur zeigt einen athletischen, jedoch kopflosen Männerkörper, dessen Beine verwachsen scheinen mit stützenden Schienen. Er lehnt an einer Säule und ist mit einem Stab „bewaffnet“. Stillings Generalthema ist Gewalt als männliches Prinzip. Sein „Wächter“ wirkt wehrhaft, aber zugleich versehrt und verletzlich. Der Torso steht in der Tradition der antiken Skulptur, verweigert aber die ideale Form. So mutet etwa der linke Arm roboterhaft an. Zunächst wurde die Bronzeskulptur als Ankauf der Stadt Schwäbisch Hall 1998 am Ende der Gelbinger Gasse aufgestellt – in Erinnerung an das mächtige, wehrhafte Gelbinger Tor. Gunther Stilling zeigte bereits während der Landesgartenschau 1982 ein Werk in Hall. Der Kunstprofessor wurde 1943 in Srpski Miletic/Jugoslawien geboren. Er studierte in Stuttgart und lebt in Güglingen sowie im italienischen Pietrasanta, wo sich eine Bronzegießerei speziell für Kunstwerke befindet. 

Gunther Stilling
*1943 in Srpski Miletic / Jugoslawien
1964 – 69 Studium an der Staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, seit 1979 Professur für Plastisches Gestalten an der FH Kaiserslautern, lebt und arbeitet in Güglingen bei Heilbronn und in Pietrasanta (Italien). Der Künstler stellte 1979 in der Städtischen Galerie am Markt Schwäbisch Hall aus. 1982 war temporär eine Skulptur von ihm im Rahmen der Kunstaktion zur Landesgartenschau in Schwäbsich Hall zu sehen.

www.stilling.de

[17] Amadeo Gabino: Argos

Edelstahl, 1987
Ort: Hospitalhof am Treppenaufgang zum Spitalbach (Goethe-Institut Schwäbisch Hall)

Mit dem Motiv Argos befasste sich Gabino in einer ganzen Serie von Skulpturen die an öffentlichen Plätzen aufgestellt sind. Es wird auf Argus, den vieläugigen Riesen aus der griechischen Sage angespielt. Die Oberfläche des edlen Materials strahlt Glanz aus und spiegelt verschiedenste Lichtstimmungen. Von 1961 an entwickelte Gabino  abstrakte Metallobjekte und seine konstruktivistischen Collage aus sich überlappenden Metallplättchen - einem Harnisch nicht unähnlich - durch die er international bekannt wurde. «Die gerundeten Bleche wurden kunstvoll miteinander zu Würfeln, Säulen, Reliefs und Toren vernietet und stehen sinnbildhaft für das technisch-industrielle Zeitalter.» [Brigitte Reutner]

Das Kunstwerk eines internationalen Künstlers ist auch ein Signal der Weltoffenheit - gerade an diesem Platz am Goethe-Institut Schwäbisch Hall, wo Menschen aus aller Welt deutsche Sprache und Kultur kennenlernen.

Amadeo Gabino 1922-2004
Geboren 1922 in Valencia / gest. 2004 in Madrid, studierte an den Kunstakademien in Valencia, Rom, Paris, Hamburg, New York. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Museen vertreten, darunter im Museo Reina Sofía, Madrid, Museum der Schönen Künste Bilbao, Andalusisches Zentrum für Gegenwartskunst, Sevilla, Brooklyn Museum, New York City, Instituto Venezolano de Investigaciones Científicas, Caracas, Venezuela, Museo Tamayo Arte Contemporáneo, Chapultepec, Mexiko, Lentos Kunstmuseum Linz, oder in der Kunsthalle Mannheim.

[18] Katja Sehl: BLEIBE 

Beton, 2006
Ort: Schwatzbühlgasse, vor Drogerie Müller (vorher: Am Rand des Stadtparks "Ackeranlagen" nahe des HFM)

Diese „Gedankenbank aus sechs Betongüssen” lädt zum Verweilen ein. Mit dem Thema Typografie setzt sich Katja Sehl auch in ihren Papierarbeiten intensiv auseinander. 

Katja Sehl
* 1964 in Schwäbisch Hall, Studium an der Kunstakademie Stuttgart. Lebt in Berlin. Lehrauftrag an der Haller Akademie der Künste, Leitung der Buchdruckwerkstatt. Ausstellung im HFM 2006 (Katalog).

www.katjasehl.de

[19] Felicitas Franck: Blumengebinde

Bronze, 1985
Ort: Neue Straße/Henckersbrücke

Felicitas Franck
*1950 auf der Oberlimpurg Schwäbisch Hall, lebt nach vielen Jahren in Berlin nun in Schwäbisch Hall. In ihrem Elternhaus richtete sie das Nachlassmuseum "Dieter-Franck-Haus" ein. Sie zeigt im Wechsel verschiedene Aspekte des Schaffens ihres Vaters Dieter Franck (1909-1980) aber auch aktuelle Positionen zeitgenössischer Kunst. 

www.felicitas-franck.de
www.dieter-franck.de

[20] Bernhard Deutsch: Kunst-Automat

Ort: Brückenhäuschen auf der Henkersbrücke

Frau Schäufele und Frau Kehrer kommentieren das lokale und globale Geschehen auf ihre Weise …

Die seit 1978 entstehenden Kunst-Automaten sind durchweg Unikate. Sie können per Münzeinwurf gestartet werden und überraschen mit besonderen Funktionen. Weitere Automaten gibt es u.a. am Grasbödele.

Bernhard Deutsch
* 1959, Studien in Tübingen Philosophie/Soziologie, freischaffender Künstler, Konstrukteur von interaktiver Kunst, Ideenlieferant, Figurentheaterspieler, Stadtführer und vieles mehr!

www.nurzu.de

JOHANNITERKIRCHE - Alte Meister in der Sammlung Würth

Im Weiler
74523 Schwäbisch Hall

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Die im 12. Jh. erbaute Kirche ist nach aufwändigen Sanierungsmaßnahmen nun Dependance der Kunsthalle Würth und zeigt bei freiem Eintritt die hochkarätige Sammlung Alter Meistervon Cranach bis Riemenschneider. Seit Januar 2012 ist auch die Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen ("Schutzmantelmadonna") von Hans Holbein d.J. dort beheimatet.

www.kunst.wuerth.com

[21] Alfred Hrdlicka: Kreuzigungsgruppe

Bronze, 1959 (Eigentum der Sammlung Würth)
Ort: Hof Johanniterkirche 

„Ich bin sicher so viel Christ wie ich Marxist bin, und ich verstehe von der einen Sache wahrscheinlich mindestens so viel wie von der anderen” so Hrdlicka, für den Jesus ein Mann des Widerstandes ist.

Alfred Hrdlicka hat im Auftrag der Kirche Berlin-Brandenburg auch die Büste des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer geschaffen, von der ein Bronzeabguss in Schwäbisch Hall steht - siehe unter Nr. [13]

Alfred Hrdlicka
1928–2009 in Wien, gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der Gegenwart. Viele seiner Arbeiten setzen sich mit dem Nationalsozialismus auseinander. Hrdlicka lehrte als Professor für  Bildhauerei in Hamburg, Stuttgart und Berlin. 

Weitere Informationen unter Nr. [13]

www.alfredhrdlicka.com

KUNSTHALLE WÜRTH

Kunsthalle Würth
Lange Straße 35
74523 Schwäbisch Hall

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Die Kunsthalle Würth, getragen durch die Adolf Würth GmbH &Co. KG, versteht sich als weltoffenes Haus mit kontrastreichem Programm. Auf 2.600 qm werden Wechselausstellungen internationaler Kunst von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart gezeigt. Die Architektur des Dänen Henning Larsen ist preisgekrönt und fügt sich sensibel in das historische Stadtbild. Im Außenbereich werden ständig wechselnde Skulpturen sowie ein traumhafter Panoramablick geboten.

www.kunst.wuerth.com/de

[22] Heinrich Brummack: Salve-Tor

Metall, bemalt und vergoldet, 1998 (Eigentum der Sammlung Würth)
Ort: Brüdergasse/Sudhaus an der Kunsthalle Würth

Artikel im Haller Tagblatt zu Heinrich Brummack

Bildergalerie im Haller Tagblatt zu Heinrich Brummack

Brummacks Verhältnis zur Bildhauerkunst ist hintergründig. Er formuliert bildhauerische Widersprüche, indem er sich mit bestimmten Traditionen und Konventionen der Gattung auf ironische und provozierende Weise auseinandersetzt. Sein eigentliches Thema ist die Fragwürdigkeit von Autorität und Hierarchie.

Weitere Werke von Heinrich Brummack im Stadtgebiet:

- „Geburtstagstisch“ auf der Grünfläche bei den Stadtwerken im Stadtpark Ackeranlagen Richtung Steinbach

- Arbeiten vor seinem ehemaligen Atelier im Hessentaler Solpark

- Wohngebiet Breiteich

Heinrich Brummack 1936-2018
1936 in Treuhofen/Neumark - 2018 in Schwäbisch Hall 

Studium der Bildhauerei in Berlin und Paris. 1966 Villa-Massimo-Preis, 1987 documenta, Lehrauftrag für Plastisches Gestalten FH Münster, lebte nach Berlin, Köln und Osnabrück ab 2011 in Schwäbisch Hall in seinem Atelier im Solpark. Brummack war viele Jahre mit der Sammlung Würth verbunden. 2017 stellte er im Hällisch-Fränkischen Museum aus.

WEITERE KUNSTWERKE IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Sckre & Video Oner: Graffiti (ohne Titel) / Ort: Unterführung am Roten Steg

Graffiti / 2019

Ort: Unterführung am Roten Steg (unter dem Café Ableitner)

Vier überlebensgroße Hasen hoppeln durch die Unterführung am Roten Steg in Schwäbisch Hall. Auf Vermittlung von Frieder Simpfendörfer, Organisator der "Diversity Jams" in Schwäbisch Hall, konnte für die Gestaltung der Passage das Künstlerduo "Sckre" und "Video Oner" gewonnen werden. Ihr kreativer Arbeitsprozess erzählt immer eine Geschichte und ist dialogisch. Video Oner konzentriert sich häufig auf die Darstellung von Tieren, während Sckre sie mit seinen ornamentalen, abstrakten Landschaften und Formen verbindet.

Das Haller Bild umfasst auch eine klassisch geformte, bauchige Teekanne, auf deren Öffnung eine Tasse liegt. Das erinnert natürlich an die verrückte Teeparty des "Märzhasen" in der Geschichte "Alice im Wunderland". Daneben ist es auch ein augenzwinkernder Verweis auf das über der Passage liegende traditionsreiche Café Ableitner.

Die Künstlerin Video Oner  (geboren 1990 in Linz/Österreich) studierte Malerei und Bildhauerei an Akademien in Wien und Linz. Sckre (geboren 1988 in Ludwigsburg) studierte Bühnenmalerei und arbeitet derzeit für die Kammerspiele in München.

 

Konrad Balder Schäuffelen: Irre Vocabilis / Ort: Einfahrt Parkhaus Schiedgraben

Sandstein / Hanfseil / Aluminium 1985
> Einfahrt Parkhaus Schiedgraben

Der Künstler kombiniert einfache Gegenstände oder Fundstücke (hier ein mittelalterlicher Dreipass) zu Installationen und Emblemen (Sinnbildern). Das Motto „Irre vocabilis“ ist ein Wortspiel mit dem lateinischen irrevocabilis (unwiderruflich) und spielt angesichts des gerade noch im freien Fall gebremsten Stein mit schwarzem Humor auf das allzeit drohende Lebensende an – Memento mori.

Im HFM (Abteilung "Barockzeit") befindet sich ein weiteres Werk des Künstlers, gefertigt aus einem Totenschädel.

Konrad Balder Schäuffelen 1929-2012
Geboren in Ulm, Studium der Philosophie und Medizin, literarische Tätigkeit, ab den 70er Jahren: Objekte, Skulpturen und Installationen, Psychoanalytiker, 1977 documenta, 1969/1986 Biennale di Venezia, 1991 Ausstellung Galerie am Markt (Katalog)

Heinz L. Pistol: Blendstatt-Projekt / Ort: Blendstatt/Langer Graben

Kugel, Pyramide, Stadtmauer, Stein, 1988
> Blendstatt/Langer Graben

Im Rahmen des Neubaus der Blendstatthalle (1985–88, Architekten Mahler, Gumpp, Schuster; Stuttgart) entstand diese mehrteilige Skulptur, die sich auf die neue Architektur und die Geschichte des Standortes bezieht. Den Impuls für die Pyramide gab der ehemalige Stadtturm. Sie steht für das Konstruktive, Logik, Metaphysik. Das Kugelelement – organisch, bewegt, dynamisch – bildet den Kontrapunkt dazu. Die ehemalige Stadtmauer taucht als „Landschaftsband“ auf und erinnert an die Stadtmauer als urbanes Element.

Heinz L. Pistol
*1940 in Dortmund, 1965–71 Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Stuttgart sowie in Mailand und Architektur in Rotterdam, lebt in Stuttgart und Hüfingen; 1993 Ausstellung in der Galerie am Markt (Katalog).

Jürgen Goertz: Drei Gnome / Ort: Gelbinger Gasse (vor Haus Nr. 72)

Bronze, 1986 

An drei verschiedenen Standorten in der Innenstadt finden sich Variationen der „Drei Gnome”: „Die Gnome tragen Gesichtszüge von meiner Frau, meiner Tochter und mir“, erläutert Jürgen Goertz, und „Meine scheinbar gegenständliche Kunst, die sich im Detail zwar ablesbar darstellt, in der Gesamtschau jedoch abstrakt verschlüsselt, wird sich bei aller Interpretationsvariation kunstgerecht nicht vollends entmystifizieren lassen.“

> [6] Brunnenskulptur am Eingang des mächtigen "Neubau" von 1527 (Rosenbühl) - das Gebäude diente einst als Kornkammer und Waffenspeicher und ist heute ein Veranstaltungszentrum mit einem Theatersaal (OG) und einem Festsaal (EG). Der Künstler, seine Frau und seine Tochter sind ineinander verschlungen, ja miteinander verschmolzen. Die Skulptur greift auch das Thema Wasser auf.

> [10] Skulptur am Säumarkt: Dargestellt ist eine Frau mit Farbtuben, einer Palette bzw. Farbteller sowie einem Bilderrahmen - offenbar ist die Frau des Künstlers hier als seine Muße porträtiert.

> Brunnenskulptur in der Gelbinger Gasse (Vor Haus Nr. 72 an der Gabelung Gelbinger Gasse / Blendstatt): Hier schuf der Künstler ein Selbstporträt als Handwerker mit Werkzeugen.

 

Jürgen Goertz

*1939 in Albrechtshagen/Posen (Polen), lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

1963–66 Kunstakademie Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis Rom, 1978 Berliner Kunstpreis. Weitere Werke an der Bausparkasse Schwäbisch Hall („Der Mensch im Mittelpunkt“, 2012-14) sowie am Campus Hochschule Schwäbisch Hall.

www.juergen-goertz.info

 

Hermann Koziol: Der Flötenspieler / Ort: Hof des Landratsamtes

Bronze, 1980
> Hof des Landratsamtes

Hermann Koziol
*1926 in Beuthen (Oberschlesien), gest. 2011 in Schwäbisch Hall
Nach dem Krieg Ansiedlung in Hohenlohe, Arbeit im Steinbruch, Atelier in Neuenstein, Studien in der Käthe Kollwitz-Kunstschule und bei Georg Kolbe in Berlin, 1958 Gründungsmitglied des Hohenloher Kunstvereins, 1985 Hohenloher Kunstpreis.

Thomas Lenk: Haller Bogen / Ort: Friedensbrücke

Metall, 1983
> Friedensbrücke

Der Bildhauer ist bekannt durch seine seit 1964 entstandenen „Schichtungen”. Er verwirklichte zahlreiche Großskulpturen. Die Bögen über der vielbefahrenen Friedensbrücke deuten ein Portal an.

Thomas Lenk
*1933 in Berlin, gestorben 2014 in Schwäbisch Hall
1950 Akademie der bildenden Künste Stuttgart, danach Steinmetzlehre, in den 50er Jahren erste nicht-figurative Arbeiten, lebte seit 1974 in Braunsbach/Schloss Tierberg, danach in Schwäbisch Hall. Ausstellung im HFM 1993 (Katalog). Im Hällisch-Fränkischen Museum ist eine Wand mit Zeichnungen sowie eine kleine Abteilung mit Werken von Thomas Lenk zu sehen. 

Schwäbisch Hall ehrte Thomas Lenk 2013 mit einer großen Retrospektive zum 80. Geburtstag im Hällisch-Fränkischen Museum, im Kunstverein sowie im Kunstfoyer der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

 

Franz Raßl: Lauscher, Seher, Rufer / Ort: Crailsheimer Straße

Betongüsse, 1986
> Crailsheimer Straße

Umkehrung der berühmten drei Affen – nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.

Franz Raßl
*1952 in Gaggenau, Steinbildhauer, 1977–83 Studium an der Kunstakademie Stuttgart, lebt und arbeitet in Gerabronn. Langjähriger Dozent an der Haller Akademie der Künste.

www.franzrassl.de

Werner Pokorny: Haus - Tor - Linien / Ort: Bausparkasse Haupteingang

Cortenstahl, 1996
> Bausparkasse Haupteingang

Entstanden im Zuge des Neu- und Umbaus der Hauptverwaltung der Bausparkasse (1993 – 1996, Henn Architekten, München).

Werner Pokorny
*1949 in Mosbach, lebt und arbeitet bei Karlsruhe. 1971–76 Studium an
der Kunstakademie Karlsruhe, seit 1998 Professur an der Kunstakademie Stuttgart, 1999 Ausstellung Galerie am Markt und Bausparkasse Schwäbisch Hall (Katalog).

www.werner-pokorny.de

Otto Herbert Hajek: Zeichen-Wandlungen-W 5 C / Ort: Bausparkasse, Ellwanger Straße

1968/1988
> Bausparkasse, Ellwanger Straße

Otto Herbert Hajek 
* 1927 Kaltenbach/Tschechoslowakei, gestorben 2005 in Stuttgart war ein deutscher abstrakter Maler, Graphiker und Bildhauer. Hajek besuchte das Gymnasium in Prachatitz und ging später in Erlangen zur Schule. Von 1947 bis 1954 studierte er Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1978 wurde ihm der Professorentitel durch das Land Baden-Württemberg verliehen. Zum Leiter einer Bildhauerklasse an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe wurde Hajek 1980 berufen. Er lehrte dort bis 1992.

Jürgen Goertz: Der Mensch im Mittelpunkt / Ort: Bausparkasse Schwäbisch Hall, Ellwanger Straße

Naturstein, Bronze, Aluminium, Kunststoffaugen, Neusilber, 1995/6
> Bausparkasse Schwäbisch Hall, Ellwanger Straße (seit 2014, davor im Innenhof)

Skulpturenensemble siehe www.juergen-goertz.info/portfolio/der-mensch-im-mittelpunkt/

Jürgen Goertz
*1939 in Albrechtshagen, 1963 – 66 Staatliche Akademie, der Bildenden Künste Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis, Rom, 1978 Berliner Kunstpreis, lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

www.juergen-goertz.info

Jürgen Goertz: Großer Kopf / Ort: Campus, Fachhochschule

Bronze, 1993
> Campus, Fachhochschule Schwäbisch Hall

Jürgen Goertz
*1939 in Albrechtshagen, 1963 – 66 Staatliche Akademie, der Bildenden Künste Karlsruhe, 1973 Villa-Massimo-Preis, Rom, 1978 Berliner Kunstpreis, lebt in Angelbachtal-Eichertsheim.

www.juergen-goertz.info

Gerda Bier: Baumhaus / Ort: Schulzentrum Ost vor der Aula

Baumstamm, Eisen, 1993
> Schulzentrum Ost vor der Aula

Der Baum hat von jeher hohen Symbolgehalt. In alten Kulturen wurden Bäume als Sitz der Götter verehrt.

Gerda Bier
*1943 in Schwäbisch Hall, Studium an der Akademie für Werkkunst und an der Hochschule der Künste in Berlin, seit 1976 freischaffende Bildhauerin in Hohenlohe, seit 1992 in Schwäbisch Hall. 1994 und 2009 Ausstellungen im HFM (Kataloge).

www.gerda-bier.de

Dieter Franck Haus / Ort: Oberlimpurg

> Oberlimpurg

Im Haus des Malers Dieter Franck (1909–1980) auf der Oberlimpurg, ist seit 2007 sein künstlerischer Nachlass für die Öffentlichkeit zugänglich. Während seines Studiums an der Stuttgarter Kunstakademie begann für Franck die malerische Auseinandersetzung im Umfeld des späten Expressionismus. In wechselnden Präsentationen werden Einblicke in das Werk mit Gemälden, Aquarellen, Druckgrafik und Zeichnungen geboten, kuratiert von seiner Tochter Felicitas Franck.

www.dieter-franck.de

Felicitas Franck: AOK-Brunnen / Ort: Unterlimpurger Straße

Marmor, 1980
> Unterlimpurger Straße

Gestaltungs-Wettbewerb unter Berücksichtigung des Logos der AOK. Nachträglich dem Schriftsteller Thaddäus Troll (1914 – 1980) gewidmet.

Felicitas Franck
*1950 auf der Oberlimpurg Schwäbisch Hall, lebt und arbeitet nach vielen Jahren in Berlin nun in Schwäbisch Hall. Dort betreut sie im "Dieter-Franck-Haus" den Nachlass ihres Vaters Dieter Franck (1909-1980) und zeigt interessante Sonderausstellungen.

www.felicitas-franck.de

Skulptur "Dornauszieher" / Ort: Ackeranlagen, nähe Epinalsteg

> Ackeranlagen, nähe Epinalsteg

Geschenk der französischen Partnerstadt Epinal/Vosges, deren Wahrzeichen der "Pinau" ist. Abguss der berühmten Skulptur im Konservatorenpalast in Rom, römisch, 1. Jh. v.Chr., nach hellenistischen Vorbild 2. Jh. v.Chr.

Hermann Koziol: Hütejunge / Ort: Stadtpark Ackeranlagen

Bronze, 1980
> Hintere Ackeranlagen

Gestiftet vom Rotary-Club Schwäbisch Hall

Hermann Koziol
*1926 in Beuthen (Oberschlesien), gest. 2011 in Schwäbisch Hall
Nach dem Krieg Ansiedlung in Hohenlohe, Arbeit im Steinbruch, Atelier in Neuenstein, Studien in der Käthe Kollwitz-Kunstschule und bei Georg Kolbe in Berlin, 1958 Gründungsmitglied des Hohenloher Kunstvereins, 1985 Hohenloher Kunstpreis.

Heinrich Brummack: Geburtstagstisch / Ort: bei den Stadtwerken

> bei den Stadtwerken

Heinrich Brummack
(1936 in Treuhofen/Neumark - 2018 in Schwäbisch Hall) Studium der Bildhauerei in Berlin und Paris. 1966 Villa-Massimo-Preis, 1987 documenta, Lehrauftrag für Plastisches Gestalten FH Münster, lebte und arbeitete seit 2011 in Schwäbisch Hall. 

Bildergalerie im Haller Tagblatt www.swp.de/suedwesten/staedte/schwaebisch-hall/kuenstler-heinrich-brummack-gestorben-24875778.html

Michael Turzer: Gegenseitig-Haltend / Ort: Bahnhofstraße

Stahl, 1996
> Bahnhofstraße

Die Skulptur aus Doppel-T-Trägern entstand im Zuge des Finanzamt-Neubaus und bezieht sich inhaltlich darauf.

Michael Turzer
*1949 in Stuttgart, Materialcollagen u.a. aus Gold, Silber, Alabaster, Sandstein, seit 1997 Atelier in Schwäbisch Hall.

www.turzer.eu

Wolfgang Bier: Landschaft mit Figur und Schädel / Ort: Schulzentrum West

Metall (13-teilig), 1989
> Schulzentrum West

Wolfgang Bier
1943 – 1998, * in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik); 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog). 2018 Ausstellung im Kunstverein Schwäbisch Hall.

Georg Karl Pfahler: Oldenburg-Projekt / Ort: Schulzentrum West

Stahl, 1977
> Schulzentrum West

Die Skulptur war während der großen Kunstausstellung zur Landesgartenschau 1982 nach Schwäbisch Hall gekommen und wurde angekauft.

In seiner signalhaften Malerei aus breitflächigen Farbbahnen verbindet sich die Farbgebung der Pop Art mit der Raumillusion der Op Art. Typisch ist die großflächige geometrische Formgebung.

Mit seinem konsequenten Vordringen in die »Farbfeldmalerei« verstand es Pfahler zum wichtigsten deutschen Interpreten und Wegweiser des "Hard-Edge" von internationalem Rang zu avancieren. Pfahler begann bereits Ende der fünfziger Jahre mit seinen blockhaft-formativen Arbeiten, denen er ab 1959 den Begriff »Formativ« beifügt und die sich durch klar abgegrenzte Flächen und reduzierte Farbigkeit, vor allem durch die Verwendung von Blau, Grün, Orange, Rot und Schwarz auszeichnen. Hierbei schließt er direkt an das Spätwerk Willi Baumeisters (1889-1955) an.
Seine sich im Laufe weniger Jahre immer mehr geometrisierenden Bilder werden im Aufbau und der Formgebung immer klarer und schärfer, so dass sich Pfahlers »Formblöcke« ab 1962/63 zu scharf abgegrenzten Farbflächen wandeln. Ab Mitte der 1960er Jahre findet er als einziger deutscher Vertreter des "Hard-Edge" oder der »Malerei der harten Kanten« in die Kunstgeschichtsbücher Eingang. Der große Wiedererkennungswert dieser überwiegend in Signalfarben gehaltenen, flächenhaften Gemälde basiert auf Pfahlers singulärem Konzept der »Farbformmalerei«, das er ab etwa 1965 zu den plastischen Raumkonzeptionen der »Farb-Raum-Objekte« ausbaut: Die Plastik wird begehbar, erobert sich den sie umgebenden Raum und wird Raum und Architektur zugleich. Die Farbe sowie der sie umgebende Raum werden direkt und auf eine absolute Weise erlebbar. Mit diesen revolutionären »Farb-Raum-Projekten« wird er 1970 zur Biennale in Venedig eingeladen, wodurch er zu internationalem Ansehen gelangt. (Text Galerie Schlichtenmeier Stuttgart)

Die Skulptur war Teil der Kunstausstellung der Landesgartenschau 1982 in Schwäbisch Hall.

Georg Karl Pfahler
1926–2002; * in Emetzheim, 1950–54 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Stuttgart im Fach Keramik, ab 1965 Skulpturen für den öffentlichen Raum, 1968/ 70/ 72 Biennale di Venezia, 1984 Professur an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.

2001 stellte Georg Karl Pfahler auf Initiative des in Hall arbeitenden Künstlers Michael Turzer im Architektenhaus und in Turzers Atelier in der Oberen Herrngasse 5 aus: "Palaverhäuser - Modelle und neue Bilder"

Wolfgang Bier: "Sturz Torso" / An der Fassfabrik, Karl-Kurz-Str. 44, SHA-Hessental

1994, Eisen, Höhe 310cm 

Der Bildhauer Wofgang Bier (1943-1998) wählte das Material Eisen zu seinem bevorzugten Werkstoff. Mit diesem sperrigen, harten und widerständigen Element setzte er sich wieder und wieder auseinander. Geschmiedete Eisenteile kombinierte er oft mit Alteisen wie Maschinenteilen, metallischen Industrieabfällen und stählernen Gebrauchsprodukten und schweißte diese zu Figuren zusammen. Damit gelangte er zu einem Werk, das keinen leichten Zugang bietet, dennoch aber trotz seiner spröden Außenfläche eine subtile Wirkung entfaltet. Thematisch kreist Bier um ein wesentliches, den Menschen betreffendes Thema, das mit den polaren Begriffen Aggression und Verteidigung, Körper und Psyche, Verletzung und Verletzlichkeit umrissen werden kann.

Im September 2019 eröffnete die sanierte "Fassfabrik" auf dem Karl-Kurz-Areal in Schwäbisch Hall-Hessental mit neuen Büroräumen und einem Kongresszentrum. Schon 2017 und 2018 entstanden an Gebäuden auf dem Gelände die beiden großen Fassadenbilder von SAM3 und KOZDOS im Rahmen des Metropolink-Festivals. Mit der Fertigstellung der Außenanlagen wurde eine große Außenskulptur von Wolfgang Bier aufgestellt: "Sturz Torso". Die über drei Meter hohe Eisenskulptur fügt sich in ihrer Anmutung gut in das ehemalige Industrieareal ein und setzt einen künstlerischen Akzent.

Werke von Wolfgang Bier in Schwäbisch Hall (Auswahl): Arbeiten im HFM (Dauerausstellung), "Kopf" am Marktplatz, "Handwerkerbrunnen" Gelbinger Gasse, "Sturz" am Schulzentrum West, "Sturz Torso" an der Fassfabrik, "Kopf offen mit Keil" am Werkhof Neubau

Wolfgang Bier

1943 in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik) - 1998 in Schwäbisch Hall; 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog).

25.3.-3.6.2018 "Das Innen bestimmt das Außen. Wolfgang Bier retrospektiv" Doppelausstellung im HFM und Kunstverein Schwäbisch Hall mit Skulpturen im Stadtgebiet. Hieraus resultierten zwei Ankäufe der Stadt Schwäbisch Hall: Skulptur am Werkhof sowie am Kreisverkehr am neu eröffneten Zentrum "Fassfabrik" (Karl-Kurz-Straße in Hessental).

Bildergalerie Haller Tagblatt Doppelausstellung 2018

Wolfgang Bier: Kopf offen mit Keil / Vor Gebäude Stadtbetriebe Schwäbisch Hall, Daimlerstr. 2

1995, Eisen, 230x270x140cm

Der Bildhauer Wofgang Bier (1943-1998) wählte das Material Eisen zu seinem bevorzugten Werkstoff. Mit diesem sperrigen, harten und widerständigen Element setzte er sich wieder und wieder auseinander. Geschmiedete Eisenteile kombinierte er oft mit Alteisen wie Maschinenteilen, metallischen Industrieabfällen und stählernen Gebrauchsprodukten und schweißte diese zu Figuren zusammen. Damit gelangte er zu einem Werk, das keinen leichten Zugang bietet, dennoch aber trotz seiner spröden Außenfläche eine subtile Wirkung entfaltet. Thematisch kreist Bier um ein wesentliches, den Menschen betreffendes Thema, das mit den polaren Begriffen Aggression und Verteidigung, Körper und Psyche, Verletzung und Verletzlichkeit umrissen werden kann.

Vor den Neubau der Stadtbetriebe Schwäbisch Hall wurde eine große Außenskulptur von Wolfgang Bier aufgestellt: "Sturz Torso". Die beeindruckende Eisenskulptur fügt sich in ihrer Anmutung gut in das Umfeld ein und setzt einen künstlerischen Akzent.

Werke von Wolfgang Bier in Schwäbisch Hall (Auswahl): Arbeiten im HFM (Dauerausstellung), "Kopf" am Marktplatz, "Handwerkerbrunnen" Gelbinger Gasse, "Sturz" am Schulzentrum West, "Sturz Torso" an der Fassfabrik, "Kopf offen mit Keil" am Stadtbetriebe Neubau.

Wolfgang Bier

1943 in Mährisch-Trübau (Tschechische Republik) - 1998 in Schwäbisch Hall; 1965 –68 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, 1969–74 Hochschule der Künste, Berlin; 1976 Umzug nach Hohenlohe, ab 1987 Professur an der FH Aachen, 1988 Hohenloher Kunstpreis, 1990 – 98 in Hall lebend; Mitbegründer und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins Schwäbisch Hall im Jahr 1997/98. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1990 u. 1998 HFM, 2002/03 Retrospektive im Museum Würth, Künzelsau (Katalog).

25.3.-3.6.2018 "Das Innen bestimmt das Außen. Wolfgang Bier retrospektiv" Doppelausstellung im HFM und Kunstverein Schwäbisch Hall mit Skulpturen im Stadtgebiet. Hieraus resultierten zwei Ankäufe der Stadt Schwäbisch Hall: Skulptur an den Stadtbetrieben Schwäbisch Hall (die Skulptur war während der Ausstellung auf der Henkersbrücke Schwäbisch Hall aufgestellt) sowie am Kreisverkehr am neu eröffneten Zentrum "Fassfabrik" (Karl-Kurz-Straße in Hessental).

Bildergalerie Haller Tagblatt Doppelausstellung 2018

Fassadenbild Metropolink 2017: SAM3: Ohne Titel (Ikarus) / Ort: Karl Kurz Straße 36

Wandfarbe, 2017
> Karl Kurz Straße 36, Schwäbisch Hall-Hessental (nahe Bahnhof)

SAM3
* in Elche, Spanien. Lebt in Madrid.

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Entstanden im Rahmen von Metropolink - Festival für Urbane Kunst

Fassadenbild Metropolink 2018: Kozdos: Dekonstruktion einer Traumreise / Ort: Karl-Kurz-Straße 46 (Hessental)

Wandfarbe, 2018
> Karl-Kurz-Straße 46 (Hessental)

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Kozdos
*1986 in Caracas / Venezuela
Er besuchte die Kunsthochschule. Bekannt ist er für seine fotorealistischen, farbintensiven Porträts von Menschen und Tieren. Oft nutzt er Rahmen geometrischer Muster. Er entwickelte seinen eigenen Street Art Stil - er kombiniert menschliche Porträts mit Tieren. Oft werden die Köpfe von den Tiermäulern umfasst. Dies zeigt eine Konfrontation von Mensch und Tier und deren Überlebenskampf aber auch die friedliche Koexistenz etwa mit Haustieren wie Katzen, Hunden oder Vögeln. Werke von KOZDOSentstanden in Caracas, Berlin, Paris, Madrid, Barcelona, Quito, Tel Aviv, Los Angeles und vielen anderen Städten weltweit. 

Entstanden im Rahmen von Metropolink - Festival für Urbane Kunst

 

Fassadenbild Metropolink 2019: KERA: Ohne Titel / Ort: Biogasanlage Gailenkirchen

Wandfarbe, 2019
> Biogasanlage Schwäbisch Hall-Gailenkirchen, Wittighäuser Straße 27

Bericht und Bildergalerie im Haller Tagblatt

KERA ist bekannt für grafische Gestaltungen in Städten wie Berlin, München oder London - nun freut er sich auf eine "Expedition ins Grüne". Der 1985 in Berlin geborene Künstler mit bürgerlichem Namen Christian Hinz liebt große Flächen, die der studierte Grafik-Designer mit abstrakt-geometrischen Motiven bemalt bzw. besprüht. Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim sieht die "Street Art" als einen Impulsgeber für zeitgemäße Stadtentwicklung: "Künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum sind für alle Menschen zugänglich und können unsere eigene Kreativität anregen. Öffentlicher Austausch ist erwünscht." Metropolink-Festivalleiter Pascal Baumgärtner und die städtische Kulturbeauftragte Ute Christine Berger sind begeistert von der Biogasanlage, einem originellen 6 Meter hohen Rundbau, der momentan in schlichtem Betongrau inmitten der idyllischen grünen Hohenloher Landschaft steht. Die Stadt hält es für richtig, mit der Kunstaktion aus dem typischen städtischen Umfeld hinauszugehen, mitten in den ländlichen Raum, der die Region Schwäbisch Hall prägt. „Höchste Zeit, dass Kunst auch hinaus in die Dörfer kommt. Die Biogasanlage steht für eine innovative Landwirtschaft, zu der die moderne Street Art hervorragend passt", sagt Landwirt Michael Reber. Die Biogasanlage ist eine Gesellschaft zwischen Michael Reber und den Stadtwerken Schwäbisch Hall. 

www.kera1.de

Entstanden im Rahmen von Metropolink - Festival für Urbane Kunst

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Kunstspaziergang in Bildern

Der Flötenspieler; Foto: Sven LöfflerDietrich Bonhoeffer; Foto: Sven LöfflerKopf; Foto: Sven LöfflerGeburtstagstisch; Foto: Sven LöfflerLandschaft mit Figur und Schädel; Foto: Sven LöfflerKreuzigungsgruppe; Foto: Sven LöfflerIrre Vocabilis; Foto: Sven LöfflerHütejunge; Foto: Sven LöfflerFrosch; Foto: Sven LöfflerGroßer Kopf; Foto: Sven Löffler

Geoportal Schwäbisch Hall

Spätestens seit Google Maps haben Geoinformationssysteme und Geodaten ganz unbewusst Einzug in unser Leben gehalten. Wir nutzen ganz selbstverständlich Daten und Informationen mit Raumbezug für unterschiedlichste Zwecke. Die Stadtverwaltung Schwäbisch Hall stellt Geoinformationen aus unterschiedlichen Fachbereichen der Stadt einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die Stadt Schwäbisch Hall baut, unter der Federführung der Abteilung Vermessung, seit 1996 in ihrem städtischen Geoinformationssystem (GIS) konsequent raumbezogene Daten auf.

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