Schwäbisch Hall ist Fairtrade-Stadt
Mehr als 800 Städte in Deutschland, darunter auch Schwäbisch Hall, sind Teil der "Fairtrade-Towns"-Kampagne und setzen sich aktiv für faire Handelspraktiken und verbesserte Arbeitsbedingungen für Produzentinnen und Produzenten ein. Die Stadt Schwäbisch Hall ist bereits seit 2015 ausgezeichnete "Fairtrade-Stadt".
Der Titel "Fairtrade-Stadt" wird Städten und Gemeinden verliehen, die sich in ihrer Vernetzung zwischen Stadt, Politik und Zivilgesellschaft für den fairen Handel einsetzen. Die Stadt Schwäbisch Hall bekennt sich zu dieser Aufgabe und wurde im Februar 2015 bei einem Festakt im Rathaus als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. In den Jahren 2017 und 2019, 2023 und 2025 erfolgten jeweils Re-Zertifizierungen.
Um den Titel "Fairtrade-Stadt" zu erhalten, muss eine Kommune nachweislich fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel auf verschiedenen Ebenen betreffen.
Kriterien für die Auszeichnung als "Fairtrade-Stadt"
Eine grundlegende Voraussetzung ist der Gemeinderatsbeschluss von 2014, in dem sich die Stadt Schwäbisch Hall dazu entschloss, die erforderlichen Schritte zur Erlangung des Titels "Fairtrade-Stadt" anzustreben. Hierzu gehört auch die Selbstverpflichtung, fair gehandelte Produkte sowohl bei Gremiumssitzungen als auch im Büro des Oberbürgermeisters zu verwenden.
Ein weiteres wesentliches Kriterium für die Auszeichnung als "Fairtrade-Stadt" ist das Vorhandensein einer lokalen Steuerungsgruppe, die sicherstellt, dass das Engagement für den fairen Handel nachhaltig verankert wird. Die weiteren Kriterien umfassen eine festgelegte Anzahl von Geschäften und Lokalen, die Produkte aus fairem Handel anbieten, eine entsprechende Anzahl von Kirchengemeinden, Schulen und Vereinen, die fair gehandelte Produkte verwenden, sowie eine regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit zum Thema "fairer Handel".
Weitere Informationen zu den einzelnen Kriterien sowie zur Kampagne "Fairtrade Towns" erhalten Sie auf der Homepage von Fairtrade.
Unsere Fairtrade-Steuerungsgruppe
Um das lokale Engagement für fairen Handel nachhaltig zu verankern, gibt es die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Schwäbisch Hall. Sie koordiniert die Aktivitäten rund um das Thema fairer Handel, plant und setzt Aktionen um und trägt als Multiplikatorin bzw. Multiplikator die Themen „fairer Handel“ und „soziale Gerechtigkeit“ in die Stadtgesellschaft.
Die Steuerungsgruppe setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Stadtverwaltung, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft (Schulen, Vereine, kirchliche Einrichtungen) zusammen.
Ansprechpartnerinnen der Steuerungsgruppe sind Karina Müller-Aichelin und Anna Köppel.
Interessierte, die sich für fairen Handel engagieren und die Arbeit der Steuerungsgruppe unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
Aktuelles, Aktionen und Projekte
Schwäbisch Hall engagiert sich seit über 10 Jahren für fairen Handel. Bleiben Sie auf dem Laufenden über unsere Projekte, Aktionen und Veranstaltungen – und entdecken Sie, wie jeder von uns zu mehr Gerechtigkeit beitragen kann.
Rezertifizierung & 10-jähriges Jubiläum als Fairtrade-Stadt
Wir freuen uns über unsere Rezertifizierung als Fairtrade-Stadt!
In diesem Jahr feiern wir nicht nur diesen wichtigen Meilenstein, sondern auch 10 Jahre Engagement für fairen Handel in Schwäbisch Hall.
Diesen besonderen Anlass begehen wir im Rahmen der Fairen Woche vom 12. bis 26. September mit einem abwechslungsreichen Aktionsprogramm. Nähere Informationen finden Sie unter Faire Woche 2025.
Ein Rückblick auf 10 Jahre Fairtrade-Stadt:
Nachhaltigkeitstag 2024 – Eine nachhaltige Modenschau mit Second-Hand, Upcycling und fairer Mode.
Weltwerkstatt – Bildung für nachhaltige Entwicklung mit dem Schwerpunkt „Konsum und fairer Handel“ (5 Kurse).
Weihnachtsmarkt 2024 – Fairtrade-Stand mit Informationen, Büchertausch und Aktionen.
Einkaufsratgeber – Tipps für bewussten Konsum: von fairen Lebensmitteln bis zu fair produzierter Kleidung und Blumen.
Kaffeeverkostung – Genuss und Information rund um fair gehandelten Kaffee.
Faire, nachhaltige Beschaffung – Unterstützung für städtische Empfänge und Veranstaltungen.
Lokale Händler:innen & Gastronomie – Zahlreiche Geschäfte, Cafés und Florist:innen bieten mittlerweile Fairtrade-Produkte an, von Lebensmitteln über Kleidung bis zu Kunsthandwerk, und machen fairen Konsum in der Stadt einfach und zugänglich.
Wir blicken stolz auf ein Jahrzehnt voller Projekte, Aktionen und Begegnungen zurück und freuen uns darauf, auch in Zukunft fairen Handel und nachhaltiges Handeln in unserer Stadt zu stärken.
Faire Woche 2025
In diesem Jahr feiern wir nicht nur unsere Rezertifizierung, sondern auch 10 Jahre Fairtrade-Stadt! Diesen besonderen Anlass feiern wir im Rahmen der Fairen Woche vom 12. bis 26. September mit einem abwechslungsreichen Aktionsprogramm:
12.09 um 20 Uhr: Film & Podiumsdiskussion: Gezeigt wird der Film "The Pickers": Ein Dokumentarfilm über die Lebens- und Arbeitsbedingungen migrantischer Erntekräfte in Europa. Der zeigt, was meist verborgen bleibt: Ausbeutung, fehlende Löhne und menschenunwürdige Unterkünfte. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion mit Renate Zäckel (Beratungsstelle Faire Arbeit Ba-Wü), Christiane Lüst (NO CAP) und Nico Gartmann (Solawi Hall) statt. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem AK Film des Club Alphas. Im Kino im Schafstall, Im Lindach 9.
Ausstellung „Wie fair sind wir?“: Während der gesamten Fairen Woche können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung entdecken und mehr über die Themen Kinderrechte, Armut, Kinderarbeit, Agenda 2030, Konsum und Fairer Handel erfahren. Zu sehen im Rathausfoyer, Am Markt 6, wärhend den Öfnnungszeiten des Rathauses.
Escape Challenge: Lust auf ein Abenteuer mit fairem Twist? Die interaktive Escape Challenge lädt dazu ein, die Stadt einmal anders zu erkunden. Über die App Actionbound führen spannende Geschichten und Rätsel zu verschiedenen Stationen rund um das Thema globale Gerechtigkeit. Wer alle Hinweise entschlüsselt, kann die Mission erfolgreich abschließen. Den QR-Code zur Escape-Challenge finden Sie im Flyer zur Fairen Woche unter Download.
14.09 von 10-18 Uhr: 5. Nachhaltigkeitstag der Stadt in Kooperation mit dem Hohenloher Freilandmuseum. Es erwartet Sie ein großer Markt und Mitmachaktionen rund um das Thema „Nachhaltige Mobilität – früher & heute“. Im Hohenloher Freilandmuseum, Dorfstraße 53.
26.09 um 10 Uhr: Faires Frühstück: Zum Abschluss der Fairen Woche laden die Stadt Schwäbisch Hall, der Weltladen sowie die Initiativen des Welt.Raums zum Fairen Frühstück ein. Daran beteiligt sind die Vereine Nachhaltige Entwicklung SDGs e.V., global solidarity e.V. und der Ökumenische Eine Welt-Verein. Weitere Infos und Anmeldung über den Weltladen (info@weltladen-sha.de, Tel: 0791-20416470). Im Welt.Raum, Gelbinger Gasse 9.
Weitere Informationen finden Sie im Programm unter Download.
Aktuelle Veranstaltungen in Schwäbisch Hall zum Thema fairer Handel
Hier finden Sie in Kürze alle Veranstaltungen rund um das Thema fairen Handel in Schwäbisch Hall.
Unterstützung aus Handel & Gastronomie gesucht!
Machen Sie mit und werden Sie Teil der Fairtrade-Stadt Schwäbisch Hall! Wir suchen Einzelhandelsgeschäfte, Floristinnen und Floristen, Cafés, Restaurants und andere lokale Betriebe, die sich bereits für fairen Handel einsetzen oder dies einsetzen möchten.
Schon mit mindestens zwei fair gehandelten Produkten können Sie zeigen, dass Ihnen soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit am Herzen liegen. Mit einer Unterstützungserklärung schließen Sie sich offiziell der Kampagne Fairtrade-Towns an und tragen aktiv dazu bei, Schwäbisch Hall fairer zu machen.
Melden Sie sich bei uns: umwelt(@)schwaebischhall.de
Fairtrade-Stand auf dem Weihnachtsmarkt 2024
Am 6. Dezember 2024 lud die Stadt Schwäbisch Hall gemeinsam mit der Steuerungsgruppe zum Fairtrade-Stand auf dem Weihnachtsmarkt ein. Unter dem Motto „Weihnachten der Worte“ drehte sich alles um fairen Handel und seinen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung.
Interessierte konnten sich informieren, wie bewusste Kaufentscheidungen im Alltag das Leben von Produzentinnen und Produzenten im Globalen Süden verbessern.
Der Stand bot außerdem eine kleine Büchertauschbörse sowie Sachliteratur zur Anschauung von der Stadtbibliothek, darunter speziell ausgewählte Bücher zum Thema fairer Handel.
Am Nikolaustag durften natürlich auch die Nikoläuse nicht fehlen, die an Interessierte FAIR-schenkt wurden.
Über die Aktion hinaus präsentierte die Stadtbibliothek in ihren Räumlichkeiten eine Bücherausstellung zu den genannten Themen fairer Handel, Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
Fairer Handel - Warum fair gehandelte Produkte wählen?
Häufig kennen wir aus unserem Alltag Siegel für Fairen Handel von Kakao- und Kaffeeprodukten. Aber warum eigentlich sollten wir häufiger zu fair gehandelten Produkten greifen?
Fairer Handel, auch als "Fair Trade" bekannt, bedeutet gerechter Handel. Bei fair gehandelten Produkten werden bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Standards in der Herstellung und den Handelsbeziehungen eingehalten. Dabei geht es vor allem um faire Bedingungen für die Produzentinnen und Produzenten und die Händlerinnen und Händler sowie um Umweltschutz und transparente Handelsbeziehungen. Ziel ist es, faire Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.
Fairtrade und Klimawandel
Fairtrade und der Klimawandel sind eng miteinander verbunden. Die Fairtrade-Standards setzen auf eine nachhaltige Anbauweise und den schonenden Umgang mit Ressourcen. Dies umfasst Maßnahmen wie den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, ein effizientes Wassermanagement und die Reduzierung des Einsatzes von Düngemitteln und Pestiziden. Diese Praktiken sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern tragen auch dazu bei, die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Fairtrade-Prämien, die an die Produzentinnen und Produzenten bezahlt werden, auch zur Klimaanpassung vor Ort eingesetzt werden. Diese Prämien ermöglichen den Produzentinnen und Produzenten, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um sich besser gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Das kann beispielsweise den Aufbau von klimaresistenten Anbausystemen, die Einführung von nachhaltigen Energiequellen oder die Förderung von Bildungsprogrammen zur Sensibilisierung für den Klimawandel umfassen.










